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JennyJen

Erziehung bei 8 Jahre altem Hund?

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Hallo zusammen,

ich hab auch mal ein paar Fragen.

ich hab den Watson ja vor zwei Wochen vom Tierschutzverein geholt und konnte ihn auch erstaunlich schnell von der Leine lassen.

er hört direkt auf "Hier", dreht sich beim Spaziergang regelmäßig nach mir um, wartet bei einer gewissen Entfernung und kommt zwischendurch auch ohne Ruf zu mir um dann weiter erkunden zu gehen.

Soweit bin ich ziemlich stolz auf uns, dass das Zusammenspiel so klappt.

Auf "Sitz" reagiert er auch aber dann hört es langsam auf.

Pfötchen geben kann er auch, er unterscheidet jetzt auch zwischen "rechter Pfote" und "linker Pfote".

Was er allerdings nicht kann, ist das ablegen, Aus, Bleib, Bring, Fuß.. (natürlich viele andere Sachen auch nicht aber die fünf empfinde ich erstmal als zeimlich wichtig).

Zum ablegen/ Platz machen: Entweder reagiert er gar nicht auf Sicht- und Hörzeichen oder er fasst es als Schmuseaufforderung auf und vergräbt seinen Kopf an mir.

Aus: Ich habe es mit dem Austausch von Leckerchen versucht- leider ohne Erfolg. Ich kann nachvollziehen dass er froh ist endlich sein eigenes Spielzeug zu haben aber dennoch möchte ich dieses verhalten so nicht akzeptieren. Ich kann ihm das Leckerchen sogar ins Maul legen, er läßt einfach nicht los.

Bleib: Absolut keine Chance, der Hund rennt mir hinterher sobald ich auch nur zwei Schritte zurück gehe. ich lasse ihn dann sofort wieder Sitz machen und versuche es erneut, bisher ohne Erfolg.

Bring: Auch hierbei, keine Chance. Ich habe es jetzt daheim mit dem Futtersack versucht. Ich hab es tatsächlich zweimal geschafft dass er ihn zu mir bringt. Wenn wir draussen sind, sieht es wieder ganz anders aus. Er geht gucken und läuft dann desinteressiert weiter.

Fuß: Ein paar Schritte klappt es, allerdings nur wenn er an der Leine ist. Dann ist der Vorsprung wieder da.

Auf Spaziergängen ist er derzeit ziemlich an der Umgebung interessiert. Er schnüffelt, markiert, erkundet - immerhin ist er ja auch erst fast zwei Wochen hier daheim. Ich glaube allerdings dass er ein training beim Spaziergang nicht wirklich erlebt hat oder es bereits wieder vergessen hat (nach langem Tierheimaufenthalt).

Wie weit kann ich meinem achtjährigen Franzosen das wohl nun alles noch beibringen?

Eingewöhnt hat er sich glaub ich schon ganz gut in seine Umgebung, das merke ich an seinem allgemeinen Verhalten.

Viel text, viel Fragen und Hoffnung auf Hilfe *grins*

Ich hab schon überlegt ob ich nicht doch ein paar Stunden zur Hundeschule gehen soll :???

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Hallo Jenny,

ich finde das Du extrem viel Deiner Fellnase nach 2 Wochen beibringen möchtest und das alles auf einmal .....

Sei doch froh das die Bindung schon so toll ist das er auf Dich achtet und gib ihm Zeit für alles andere .....

Das er auf bestimmte "Befehle" nicht reagiert kann auch zum Grund haben das diese Wörter in seinem Vorleben "verpfuscht" wurden. Arbeite evtl. mit anderen nicht so üblichen "Wörtern" .... aber bitte nicht alles auf einmal :)

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Hallo Katja,

ich bin sehr froh dass die Bindung nach so kurzer Zeit schon so stark ist und freue mic hda auch tärglich drüber.

Du hast recht, vielleicht bin ich einfach nur etwas übermotiviert, nur waren das aktuelle Gedanken die mir durch den Kopf geschossen sind.

Natürlich habe ich mich im Vorfeld erkundigt, da der Watson ja auch mein erster Hund ist aber nun ist er da und das Ganze sieht wieder vollkommen anders aus ;)

Dazu muss ich sagen, dass ich viele nette Hundebesitzer kenne, die mir mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Ich möchte aber jetzt ja auch nichts falsch machen.

Mit ihm lernen aber trotzdem ein guter Rudelführer sein =)

Also meinst du es wäre besser, wenn ich ihm einfach noch etwas "Erkundungszeit" gebe und dann langsam mit einer Sache anfange? (Wobei ich dazu sagen möchte, dass ichnicht alles auf einmal mit ihm übe sondern entweder - oder)

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Hallo Jenny,

überlege Dir und was Dir am Wichtigsten ist und "arbeite" es nach und nach ....

Vor allem gib Dir und Deiner süßen Fellnase die Zeit die ihr braucht ....

In meinen Augen hast du das Wichtigste schon geschafft, der Rest hat die Zeit die es braucht ;)

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Soll ich dir was sagen? Es tut unglaublich gut das mal zu hören :)

Danke dir - jetzt gehts erstmal auf in den Wald (bei diesem kalten Wetter *brr*)

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Hallo.

Ich kann mich Katja nur anschließen.

Was du in 2 Wochen geschafft hast, hört sich doch schon nach guter Zusammenarbeit an.

Gib deinem Watson Zeit zu lernen, was du von ihm möchtest.

Zu bedenken geben möchte ich, dass Second-Hand-Hunde häufig schlechte Erfahrungen hinter sich haben. Im besonderen möchte ich folgende MÖGLICHE, nicht zwangsläufig so gewesen sein müssende, aber eben mögliche Szenarien beschreiben:

Zum ablegen/ Platz machen: Entweder reagiert er gar nicht auf Sicht- und Hörzeichen oder er fasst es als Schmuseaufforderung auf und vergräbt seinen Kopf an mir.

Ich kenne einen Second Hand-Hund,bei dem wurde in seinem "ersten Leben" das Kommando *Platz* mit starker aversiver Wirkung eingeübt. Brüllen, Rucken, Schlagen bei Nichtbefolgen.

Wenn du dem heute das Kommando *Platz* gibst, weicht er aus und meidet.

Sollte bei deinem Hund sowas gewesen sein.. kannst du froh sein, dass er zu dir kommt... er möchte gerne, traut sich aber nicht.

Bei Hunden, die mit Druck erzogen wurden baut sich oft die Angst ein, was falsch zu machen und dann dafür eins zu kassieren... von daher würde ich sagen, bau das einfach ganz neu auf, was du willst... nur mit Handzeichen und vor allem einem anderen Wort als *Platz*, freundlicher Körpersprache und mit viel Mampfi und Lob, wenn es sein muss.

Kleine Schritte. Mach ein Spiel draus. Wenn dir denn *Platz* wichtig ist.

Ich brauch das z.B. sehr selten....

Aus: Ich habe es mit dem Austausch von Leckerchen versucht- leider ohne Erfolg. Ich kann nachvollziehen dass er froh ist endlich sein eigenes Spielzeug zu haben aber dennoch möchte ich dieses verhalten so nicht akzeptieren. Ich kann ihm das Leckerchen sogar ins Maul legen, er läßt einfach nicht los.

Auch hier.. ich kenne viele Hunde, die mit dem Hergeben von Dingen (z.B. auf der STraße aufgelesenes oder eben auch Spielzeug) schlechte Erfahrungen gemacht haben, wo es immer Streit gegeben hat... oder Druck... dann KANN der Hund nicht anders... er muss sich entscheiden.. und beide Möglichkeiten, die er kennt, sind doof... Spieli hergeben is doof.. weil dann ist Spieli weg... und Schimpfen oder mehr zu kassieren ist auch doof...

Vielleicht hat er wirklich schlechte Erfahrungen gemacht mit sowas...

... ich würde versuchen, auf Freiwilligkeit zu bauen beim Hergeben.

Biete ihm was an...

Wenn er nicht hergeben will.. dann eben nicht.

Irgendwann wird er es loslassen.... dann kannst du ihn loben und so weiter... gib euch Zeit.

Bleib: Absolut keine Chance, der Hund rennt mir hinterher sobald ich auch nur zwei Schritte zurück gehe. ich lasse ihn dann sofort wieder Sitz machen und versuche es erneut, bisher ohne Erfolg.

Wenn er das bisher vielleicht gar nicht kennt, weiß er einfach gar nicht, was du von ihm willst.

Noch kleinere Schritte machen... erstmal das sitzen bleiben einfach so üben... und die Schritte weg erstmal gar nicht machen... und so weiter....

Bring: Auch hierbei, keine Chance. Ich habe es jetzt daheim mit dem Futtersack versucht. Ich hab es tatsächlich zweimal geschafft dass er ihn zu mir bringt. Wenn wir draussen sind, sieht es wieder ganz anders aus. Er geht gucken und läuft dann desinteressiert weiter.

Na.. wenn er mit dem Hergeben schon Probleme hat... warum soll er dann damit zu dir kommen und dir was bringen?

Auch hier möglich, dass es negativ belegt wurde für ihn.

Oder, dass er einfach nicht weiß, was er tun soll... dann musst du ihm die Chance geben zu lernen, was du von ihm willst...

Fuß: Ein paar Schritte klappt es, allerdings nur wenn er an der Leine ist. Dann ist der Vorsprung wieder da.

Auch hier.. entweder kennt er das KOmmando nicht oder es ist negativ belegt... beim Fuß wird oft mit Rucken gearbeitet... wenn das nicht *zu Ende* gearbeitet wird ist gut möglich, das dein Watson deswegen lieber ein wenig weg geht... ist sicherer *zwinker*.

Oder aber er kennt es nicht... dann musst du ihm eben zeigen, was du möchtest.

Also.. der Hund hat auf jeden Fall nen Grund für das, was er tut...

Der Hund tut in jedem Augenblick das, was ihm in seinem Hirn für sich das beste zu sein scheint.

Es ist an dir, dass das, was er tun will auch das wird, was du möchtest.

Nie will er dich ärgern oder so... er weiß es bisher nicht besser!

Gib euch Zeit.

Liebe Grüße

Antje

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Hallo Jenny,

ich habe ja auch Second-Hand-Hunde und halte es auch so, Stück für Stück die Dinge zu üben, die mir wichtig sind. So habe ich z.B. bei unserem Balou, den wir nun 1/2 Jahr haben, das Fahrradtraining auf nächstes Frühjahr geschoben.

Bis dahin habe ich noch genügend, was er erstmal sicher können soll bzw. unangenehme Verhalten abgewöhnen.

Antje hat dir ja viel geschrieben.

Geh es locker und entspannt an und will nicht zuviel auf einmal.

überleg dir eine Art Stufenplan, was dir am wichtigsten und nicht so wichtig ist.

Und dann ein Schritt nach dem Anderen.

Ich denke, sonst überfordert man die Nasen auch.

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Du hast ihn seid zwei Wochen und ich finde dafür ist das schon einiges.Laß ihm Zeit und der Rest wird schon kommen.

Du weißt ja auch nicht was er erlebt hat und das er nach zwei Wochen schon ohne Leine läuft und so eine Bindung hat ist doch schon klasse =)

Mach es Stück für Stück und erfreu dich daran was du schon alles geschafft hast.

Lg Birgit

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Hallo,

meine Birka war 6j. als ich sie bekam und sie kannte zwar so einiges, hatte aber eine sehr merkwürdige Weise das dann auch zu tun.

Ableinen ging gar nicht, die verschwand sofort und guckte nach Kanickeln und Katzen. Anleinen danach war auch ein Drama weil sie nur auf 2m heran kam.

Wir haben auch einige Zeit gebraucht bis sich das geändert hat, bei ihr war hilfreich das sie so gern Ball spielte. Damit als Belohnung und als Beschäftigung während die Leine ab war haben wir es geschafft. Das dauerte etwa 6 mon. Und anderes haben wir auch so nach und nach ändern können. Das schwierigste war der Anfang, dem Hund erst einmal begreiflich zu machen, das Lob Bestätigung ist und nicht die Aufhebung eines Kommandos. Aber als sie das erst einmal verstanden hatte, ging es mit flotten Schritten voran.

Hunde lernen ihr Leben lang. Es ist etwas schwierig den Anfang zu finden , aber dann lernen sie wie jeder junge Hund auch. Nur eben nicht alles auf einmal.

Gruß Iris

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Hatte da noch ein Gedanke zum Platz. Da er schon aelter ist, wie geschmeidig liegt er ab und steht auf? Wenn ihm da was schmerzen bereitet, wuerde ich erwarten, dass er Platz nie wirklich gerne machen wird.

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