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Hundeforum Der Hund
OldHemp2

Was bringt die Wolfsforschung den Hundehaltern?

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Dann lass es bleiben!

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Sag mal...?

Ich lass mich ja gerne von jedem anpampen, hab ich kein Problem mit. Aber ich will wenigstens das Gefühl/die Genugtuung haben, dass ich dieses Genöle auch verdiene/provoziert habe.

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Also da hier nix mehr erklärendes zu erwarten ist, werde ichs einfach werten, wie ich denke, dass es gedacht war....

Gerade wenn man über gezielt gezogene Arbeitshunderassen redet muss man anmerken, dass die eigentlich nicht weiter vom Wolf entfernt sein könnten.

Körperlich mögen die je nach Schlag noch n bissl was vom grauen Wölfchen haben, aber guckt man sich das "mentale Gebäude" an, so erkennt man die krassen Unterschiede, die ja auch Sinn machen.

Gerade wenn ein Hund für eine bestimmte Tätigkeit einen Triebbereich immer abrufen können muss, ist der sehr weit von seinem Vorfahren entfernt.

Denn der Vorfahre reagiert nur sensibel auf bestimmte Schlüsselreize (zB Beute), wenn er hungrig ist. Das wäre bei nem *Border (hier bitte beliebigen Hund eintragen, der auf Beutereize reagieren soll) aber ziemlich blöde, wenn der nur hütet wenn sein inneres Gleichgewicht aus den Fugen geraten ist. Drum hat man bestimmte triebliche Sequenzen überlagert, rausgezüchtet etc pp, damit dieser Trieb/Motivationsraum/wie auch immer man es nennen will, jederzeit VON AUßEN abrufbar ist.

Und da ist eben der krasse Gegensatz zu Wölfen (und auch zu den meisten nordischen Arbeitshunderassen) zu finden. Die "arbeiten" beide nur, wenn ihr inneres Gleichgewicht nicht ausgewogen ist, sind somit von außen nur schwer zu motivieren.

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Der Wolf......immer wieder faszinierend, immer wieder fesselnd, (fast) immer wieder falsch interpretiert.

Der Mensch soll ja vom Affen abstammen, der Hund vom Wolf.

Der Mensch von heute hat mit dem Affen von damals genauso wenig gemeinsam, wie der Hund von heute mit dem Wolf von damals.

Und trotzdem....Wolfsforschung ist heute aus meiner Sicht genauso wichtig wie vor weit mehr als hundert Jahren, ich möchte sogar behaupten, dass Wolfsforschung noch viel wichtiger ist als zu früheren Zeiten.

Heute ist die Wolfsforschung vor allem für den Tier- und Artenschutz wichtig, denn wir "hochintelligenten" Menschen schützen nur das was uns bekannt ist und was uns keine Angst macht. Schon alleine deshalb ist die Forschung von frei lebenden Wölfen (und nur von diesen) eine Aufgabe die den Wolf schützen kann und auch schützen wird.

Einer der sich in faszinierender, langer und disziplinierter Arbeit darum gekümmert hat und kümmert ist dieser Günther Bloch. Natürlich nicht nur er, in diesem Zusammenhang muss man auch Elli Radinger, Ian Mac Allister, Nancy Field oder Brian Conolly nennen.

Warum Günther Bloch immer noch als "Laie" und nicht wissenschaftlich ausgebildet angesehen wird erschließt sich mir nicht ganz.

Bloch hat zum Beispiel so viele Lorenz´sche Theorien ausgeräumt und viele Dinge die als wissenschaftlich unumstößlich galten relativiert, dass man Ihn ruhig als Forscher betrachten darf, auch wenn er vielleicht nicht die Ausbildung hatte die viele "Profis" haben.

Dabei möchte ich daran erinnern, dass die Arche Noah von einem Laien, die Titanic aber von Profis gebaut wurde.

Empfehlen möchte ich hier noch das Buch: Affe trifft Wolf, Dominieren statt Kooperieren? empfehlen. Erschienen im Kosmos Verlag. Geschrieben von Elli Radinger und Günther Bloch.

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Warum Günther Bloch immer noch als "Laie" und nicht wissenschaftlich ausgebildet angesehen wird erschließt sich mir nicht ganz.

Bloch hat zum Beispiel so viele Lorenz´sche Theorien ausgeräumt und viele Dinge die als wissenschaftlich unumstößlich galten relativiert, dass man Ihn ruhig als Forscher betrachten darf, auch wenn er vielleicht nicht die Ausbildung hatte die viele "Profis" haben.

Ich mag Bloch. Dennoch war er bei weitem nicht der erste, der diese neuen Erkenntnisse hatte!

Ich habe alle Bücher von ihm gelesen, wobei mir 2 Dinge aufgefallen sind:

1.) Sie sind gar nicht wissenschaftlich, das ist ja auch nicht möglich, weil er nunmal keiner ist. Es ist schon ein Unterschied, ob man nun Wissenschaftler IST oder sich so bezeichnet...(Ich beziehe mich auf einen reinen wissenschafltichen Anspruch, und den haben seine Bücher nicht)

2.) Er interpretiert nach eigenem subjektivem Gusto und lässt andere Interpretationsmöglichkeiten leider außen vor...

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Ich nehme jetzt mal diesen Beitrag stellvertretend für einige andere vorhergehende Beiträge:

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Der Mensch soll ja vom Affen abstammen, der Hund vom Wolf.

Der Mensch von heute hat mit dem Affen von damals genauso wenig gemeinsam, wie der Hund von heute mit dem Wolf von damals.

und genau diesen Ansatz finde ich falsch.

Fakt ist: Der Primat zeigt Verhaltensweisen - heute wie vor Jahrtausenden - die sich beim Mensch wiederfinden und umgekehrt. Der Hund zeigt Verhaltensweisen, die sich beim Wolf wiederfinden und umgekehrt.

Ursprüngliche Verhaltensweisen sind ein Gerüst, anhand dessen sich bestimmte Eigenschaften, Motivationen und Verhaltensweisen erkennen und bestenfalls erklären lassen.

Hund und Wolf, Primat und Mensch, ihnen liegen jeweils die Anlagen ihrer Ursprünge zugute.

Letztendlich sind aber alle Lebwesen Individuen, die von diesen Gerüsten individuell abweichen; selbst "DER Mensch" zeigt im Ursprung - natürlich - "innerartliches Grundverhalten", dennoch sind Menschen sehr verschieden.

Ich finde aber, dass man darum nicht die Ursprünge für ungültig erklären sollte - und das gilt in meinen Augen auch für Gehegewölfe, denn auch diese veränderten Verhaltensweisen basieren auf den ursprünglichen Anlagen, Fähigkeiten und Emotionen.

Verhalten bei Mensch wie bei Tier entwickelt sich anlagebedingt UND umweltbeeinflusst, aber die sozialgenetische Basis bleibt.

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Ich mag Bloch. Dennoch war er bei weitem nicht der erste, der diese neuen Erkenntnisse hatte!

Ich habe alle Bücher von ihm gelesen, wobei mir 2 Dinge aufgefallen sind:

1.) Sie sind gar nicht wissenschaftlich, das ist ja auch nicht möglich, weil er nunmal keiner ist. Es ist schon ein Unterschied, ob man nun Wissenschaftler IST oder sich so bezeichnet...(Ich beziehe mich auf einen reinen wissenschafltichen Anspruch, und den haben seine Bücher nicht)

2.) Er interpretiert nach eigenem subjektivem Gusto und lässt andere Interpretationsmöglichkeiten leider außen vor...

Ich geb Dir insofern Recht, dass Bloch nicht der erste war der die neuen Erkenntnisse hatte, aber er war der erste der es verständlich, und durch seine "Forschung" der breiten Masse Mensch vermitteln konnte.

Gerade dieses vermitteln an den Normalbürger liegt auch vielleicht daran, dass er eben nicht "Profihaft Wissenschaftlich" schreibt wie mancher excellent ausgebildete und promovierte Forscher.

Zu 1.) Wenn Seine Bücher einen rein wisschenschaftlichen Anspruch hätten, dann, denke ich, würden Sie nicht von der breiten Masse gelesen werden.

Zu 2.) Das ist sein gutes Recht wenn er so schreibt, allerdings solltest Du dann auch mal einen Vortrag von Ihm besuchen, denn er ist auch in der Lage andere Denkansätze zuzulassen, sofern er Sie selbst aus seiner eigenen Sicht und durch Seine eigene Forschung nicht widerlegen kann.

In drei Vorträgen die ich selbst besucht habe, hat G.B. auch immer wieder darauf hingewiesen, dass er keinen wissenschaftlichen Anspruch erheben kann, sondern dass Seine Arbeiten auf eigene Beobachtungen, eigene Wahrnehmungen und eigene Erlebnissen beruhen.

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In drei Vorträgen die ich selbst besucht habe, hat G.B. auch immer wieder darauf hingewiesen, dass er keinen wissenschaftlichen Anspruch erheben kann, sondern dass Seine Arbeiten auf eigene Beobachtungen, eigene Wahrnehmungen und eigene Erlebnissen beruhen.

Ja, das hast du absolut Recht! Ich war auch auf Vorträgen von ihm und Gansloßer , die mir damals gut gefallen haben, allerdings sehe ich das heute etwas anders, weil ich festgestellt habe, dass doch mehr "geblendet" als aufgeklärt/informiert wird. (Aber das ist mein Problem ;) )

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In drei Vorträgen die ich selbst besucht habe, hat G.B. auch immer wieder darauf hingewiesen, dass er keinen wissenschaftlichen Anspruch erheben kann, sondern dass Seine Arbeiten auf eigene Beobachtungen, eigene Wahrnehmungen und eigene Erlebnissen beruhen.

Nun, letztendlich basiert ja nun gerade die Verhaltensforschung zu einem nicht unerheblichen Teil auf Beobachtung und Interpretation. Und auch die faktische Komponente, Anatomie und Physiologie, ist auch in unserer hochtechnisierten Zeit (oder was unsere Generationen dafür halten) so hochgradig "unvollständig", dass es - für mich - einfach keine ultimativen Wahrheiten gibt.

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und genau diesen Ansatz finde ich falsch.

Fakt ist: Der Primat zeigt Verhaltensweisen - heute wie vor Jahrtausenden - die sich beim Mensch wiederfinden und umgekehrt. Der Hund zeigt Verhaltensweisen, die sich beim Wolf wiederfinden und umgekehrt.

Ursprüngliche Verhaltensweisen sind ein Gerüst, anhand dessen sich bestimmte Eigenschaften, Motivationen und Verhaltensweisen erkennen und bestenfalls erklären lassen......

Ich habe nie etwas anderes geschrieben.

Vielleicht solltest Du mein Post nochmal genau lesen, denn ich habe geschrieben dass der Mensch von Heute mit dem Affen von damals und der Hund von heute mit dem Wolf von damals.......

Da steht nichts, dass ich Ursprünglichkeiten anzweifle.

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