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Hundeforum Der Hund
AnjaCO

Ein Hund soll es sein

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"Was ist dann mit dem Wuff, wenn er starke Trennungsängste hat, nicht alleine bleiben kann - man hört ja so einiges. Natürlich kann man eben immer mega Glück haben und einen tollen Hund bekommen, aber eben "Kann". Was ist, wenn das nicht der Fall ist? Wir trauen uns das als Ersthundebesitzer einfach nicht zu, mit einem verhaltensgestörten Hund zu arbeiten. Und da unsere Anforderungen doch speziell sind (Therapiearbeit, Dummyarbeit etc.), haben wir uns gegen das Tierheim entschieden und sind auch zufrieden mit der Entscheidung."

Das kann dir aber auch alles mit einem Welpen vom Züchter passieren, du glaubst gar nicht, wie viele durchgeknallte Labi's ich schon in der Hundeschule gesehn hab, die alle brav vom Züchter (kein "Billigwelpe) kamen. Besonders als Ersthundebesitzer kann man bei einem Welpen sehr sehr sehr viel falsch machen und das prägt sich dann auch für's ganze Hundeleben.

Natürlich gibt es viele Hunde aus der Tierrettung die ihre Macken haben, jedoch wenn man sich etwas Zeit nimmt und die Tierheime abfährt, findet man dort echt tolle junge Hunde die in sich ruhen und vom Wesen her einfach toll sind, ohne irgendwelche Macken, die man sogar super als Therapiehund nehmen könnte. Die Labi's die ich in der Hundeschule bisher gesehn habe, waren meistens aufgedrehte hippelige Hunde die ich mir z.B. nicht als Therapiehund hätte vorstellen können. Dagegen ist ein Hund z.b. aus Spanien aus der Tierrettung meist ganz ganz gelassen, was viele Dinge angeht und die tun fast alles für Körperkontakt(schmusen etc. sicher gute Vorgabe als Therapiehund) und springen dabei aber nicht rum oder an einem hoch. (wundert mich eh, da die meisten ja keine Erziehung genossen haben, aber wirklich nicht an einem hochspringen).

Wie gesagt, das sind meine Erfahrungen und gebe sie halt gerne weiter, bevor man sich hinterher ärgert!

Grüße

Benni

PS: Die Dummyarbeit sollte nun wirklich keine Hürde darstellen, mit etwas Training bekommt man das doch mit fast jedem Hund super toll hin, wenn es ihm spass macht!

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Das kann dir aber auch alles mit einem Welpen vom Züchter passieren, du glaubst gar nicht, wie viele durchgeknallte Labi's ich schon in der Hundeschule gesehn hab, die alle brav vom Züchter (kein "Billigwelpe) kamen. Besonders als Ersthundebesitzer kann man bei einem Welpen sehr sehr sehr viel falsch machen und das prägt sich dann auch für's ganze Hundeleben.

Natürlich gibt es viele Hunde aus der Tierrettung die ihre Macken haben, jedoch wenn man sich etwas Zeit nimmt und die Tierheime abfährt, findet man dort echt tolle junge Hunde die in sich ruhen und vom Wesen her einfach toll sind, ohne irgendwelche Macken, die man sogar super als Therapiehund nehmen könnte. Die Labi's die ich in der Hundeschule bisher gesehn habe, waren meistens aufgedrehte hippelige Hunde die ich mir z.B. nicht als Therapiehund hätte vorstellen können. Dagegen ist ein Hund z.b. aus Spanien aus der Tierrettung meist ganz ganz gelassen, was viele Dinge angeht und die tun fast alles für Körperkontakt(schmusen etc. sicher gute Vorgabe als Therapiehund) und springen dabei aber nicht rum oder an einem hoch. (wundert mich eh, da die meisten ja keine Erziehung genossen haben, aber wirklich nicht an einem hochspringen).

Wie gesagt, das sind meine Erfahrungen und gebe sie halt gerne weiter, bevor man sich hinterher ärgert!

Grüße

Benni

Wir sind auch für alle Ratschläge und Erfahrungen dankbar. Natürlich gibt es hibbelige Labbis wie auch Schlaftabletten. Da ist alles dabei. Daher haben wir uns bei der Züchterwahl auch viel Mühe gegeben und wirklich auf den Charakter und Gesundheit der Eltern geachtet. Die Hündin haben wir 3 Stunden sowohl arbeiten (Dummyarbeit) sehen als auch zu Hause völlig tiefenentspannt erlebt. Beim Rüden haben wir natürlich nur die Beschreibung des Züchters, des Rüdenbesitzers und des Wesenstests. Alles klingt toll - ein gut arbeitender Hund, der sonst völlig gelassen ist. Aus dieser Mischung erhoffen wir uns natürlich charakterlich ähnliche Welpen - unsere Züchter haben sich über die Verpaarung viele Gedanken gemacht und lange nach dem passenden Rüden gesucht.

Da wir noch ganz neu bei der Hundeerziehung sind und uns das Belesen in diversen Retriever-Büchern nicht reicht, haben wir vor Ort einen privaten Hundetrainer (der selbst 5 Labbis hat), mit dem wir gerne arbeiten möchten (Grundgehorsam und auch Dummyarbeit). Wir durften auch bereits ein Training mit einem Labbi mitmachen - lustigerweise ein Sohn unserer Deckhündin :D (dadurch sind wir auch auf die Zucht gekommen...). War wirklich toll gewesen.

Man kann eben keine Hunderasse an sich oder Tierheimhunde verteufeln. Der hibbelige Labbi ist eben auch ein Vorurteil, so wie die Annahme, das alle Tierheimhunde verhaltensgestört sind ;) Die Labbis, die wir bisher bei workingtests etc. gesehen haben, haben toll gearbeitet und waren sonst entspannt. Wir wissen aber, dass es durchaus anders geht... wir werden aber alles in unserer Macht stehende tun, dass unser Hund ausgeglichen sein wird ...

Liebe Grüße

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Nach einer weiteren Woche habe ich kurz über das Umtauschrecht nachgedacht... ;) ...dann folgte die Schlaflosigkeit....ich habe mal das Thema wieder rausgesucht ;)Schlaf Kindchen schlaf

Nach nur 3 Monaten hatten wir das Schlafproblem im Griff (ich hätte vielleicht früher drauf kommen können, dass sie kein Getreide verträgt und deshalb nachts immer raus muss... :wall: ) und auch das Autofahren klappte mittlerweile.

Heute ist sie der beste Hund, den ich mir wünschen konnte. Sie ist mein Engel...und hat alles wieder "ausgebügelt" :)

Habe gerade den Thread gelesen - 3 Monate lang? Hammer, was ihr da mitgemacht habt. Das muss Liebe sein :zunge:

Am besten immer aufs Schlimmste einstellen und sich dann freuen, wenn es doch besser wird als erwartet :klatsch:

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Ich hab nur Angst, weil ihr alles so "perfekt" haben wollt, das ihr euch ärgert, wenn der Hund dann nicht so ist. Wirklich jeder Hund ist anders, besonders vom Charakter, es kann Ähnlichkeiten geben, aber sicher werden die Welpen nicht genau wie der Papa oder die Mama.

Mein Welpe vom Züchter war die ersten 8 Wochen immer der ruhigste, wir dachten super toll, genau das was wir suchen.

Sein Bruder hingegen war da schon aufgedrehter in den ersten 8 Wochen (wollten wir nicht haben).

Nach den 8 Wochen war's aber so, der kleine den wir genommen haben wurde immer fitter, konnte kaum abschalten, dagegen ist sein aufgedrehter Bruder fast zur Schlaftablette geworden, der konnte überall ohne Probleme schlafen, egal wieviel Reize drumherum waren.

Will nur sagen, egal wieviel ihr macht und plant, es kann immer noch anders kommen.

Trotzdem viel Spass mit dem kleinen Welpen!

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Ich habe mich damals auch bewusst für einen Welpen vom Züchter und gegen einen Tierschutzhund entschieden und diese Entscheidung nicht eine Sekunde bereut.

Wenn sie krank gewesen wäre, vor allem im Bereich HD und ED, wäre ich sehr enttäuscht gewesen, aber ich könnte mir zumindest sagen, dass ich alles menschenmögliche getan habe, um ihr so ein Schicksal zu ersparen, indem ich sowol bei der Züchterwahl aufmerksam als auch in ihrem ersten Lebensjahr vorsichtig war. Mehr kann man nicht tun.

Meine größte Sorge war das Alleinbleiben, weil ich alleine mit dem Hund bin (WG okay, aber das zählt ja nicht richtig) und studiere. Immerhin hätte aber die Möglichkeit bestanden, dass wenn es überhaupt nicht funktioniert hätte, die Züchterin meine Hündin zurückgenommen und selbst behalten hätte. So eine Gewissheit finde ich gut, weil sie einem Sorgen abnimmt und einen entspannter sein lässt.

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Ich hab nur Angst, weil ihr alles so "perfekt" haben wollt, das ihr euch ärgert, wenn der Hund dann nicht so ist. Wirklich jeder Hund ist anders, besonders vom Charakter, es kann Ähnlichkeiten geben, aber sicher werden die Welpen nicht genau wie der Papa oder die Mama.

Will nur sagen, egal wieviel ihr macht und plant, es kann immer noch anders kommen.

Nein, wir wollen es nicht perfekt haben, tut mir leid, wenn das so rüber gekommen ist. Wir wollen nur die besten Startvorrausstzungen schaffen - ich denke, dass ist nochmal ein Unterschied. Wir haben uns die Entscheidung für den Hund nicht leicht gemacht und uns ganz bewusst auf das Abenteuer eingelassen - denn das ist und bleibt es ja irgendwie :D

Wir sind uns durchaus bewusst, dass immer etwas anders als geplant kommen kann, das hat uns das Leben schon so manche Male gelehrt ;) . Ich denke aber, das wir das annehmen können, auch wenn der Hund sich nicht als Therapiehund eignet etc. Schließlich geht es um ihn als Gefährten an unserer Seite und nicht um ein Trainingsobjekt :)

Trotzdem viel Spass mit dem kleinen Welpen!

Dankesehr :)

@SvenjaL

Und wie klappt es jetzt mit dem Alleinbleiben? Ab wann musste er denn alleine bleiben?

Liebe Grüße!

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Habe gerade den Thread gelesen - 3 Monate lang? Hammer, was ihr da mitgemacht habt. Das muss Liebe sein :zunge:

Am besten immer aufs Schlimmste einstellen und sich dann freuen, wenn es doch besser wird als erwartet :klatsch:

Ja, das ist wahre Liebe :D

Wenn ich sie dann verschlafen ansah und eigentlich zu müde war um mich zu ärgern....und sie mich dann knopfäugig und schwanzwedelnd begrüßte....dann war schon fast alles wieder vergessen ;)

Mit jedem Hund bekommen wir neue Aufgaben. Dabei ist vollkommen egal, woher er stammt.

Ich habe mich auch sehr bewusst für einen Hund aus einer Zucht entschieden, da ich mich in diese Rasse verliebt habe und mir sowohl die Verpaarung, wie auch die Aufzuchtsbedingungen sehr wichtig waren.

Ich würde es immer wieder so machen. :)

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@SvenjaL

Und wie klappt es jetzt mit dem Alleinbleiben? Ab wann musste er denn alleine bleiben?

Wir hatten prinzipiell etwa 4 Monate Zeit für die Eingewöhnung (Mitte Juni bis Mitte Oktober). Während der Monate habe ich aber auch manchmal gearbeitet und sie mitgenommen, wobei sie dann auf Arbeit ebenfalls einige Stunden allein war, wenn wir weg mussten. Mit etwa 13 Wochen war sie einige Abende mehrere Stunden allein, weil ich kellnern war, war auch kein Problem. Natürlich habe ich von Anfang an eingekauft, war mal in der Stadt und so, das dann ab 8 Wochen.

Regelmäßig und auch täglich für mehrere Stunden blieb sie dann mit einem halben Jahr allein, weil da die Uni angefangen hat. Das Maximum setze ich persönlich so bei 6 Stunden. Wenn ich schon vorher weiß, dass ich z.B. einen langen Unitag habe, gebe ich sie entweder direkt zu einem Freund von mir oder sie kommt mit, wartet im Auto und wir gehen in den Pausen auf dem Campus raus bzw. sie darf dann auch mal ein Seminar miterleben.

Wir haben von Anfang an beim Alleinbleiben und nachts mit einer Box gearbeitet und da sehr gute Erfahrungen gemacht. Sie liebt diese Box total und als sie aus Platzgründen weg war, fand sie das doof. ;)

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@SvenjaL

Und wie klappt es jetzt mit dem Alleinbleiben? Ab wann musste er denn alleine bleiben?

Wir hatten prinzipiell etwa 4 Monate Zeit für die Eingewöhnung (Mitte Juni bis Mitte Oktober). Während der Monate habe ich aber auch manchmal gearbeitet und sie mitgenommen, wobei sie dann auf Arbeit ebenfalls einige Stunden allein war, wenn wir weg mussten. Mit etwa 13 Wochen war sie einige Abende mehrere Stunden allein, weil ich kellnern war, war auch kein Problem. Natürlich habe ich von Anfang an eingekauft, war mal in der Stadt und so, das dann ab 8 Wochen.

Regelmäßig und auch täglich für mehrere Stunden blieb sie dann mit einem halben Jahr allein, weil da die Uni angefangen hat. Das Maximum setze ich persönlich so bei 6 Stunden. Wenn ich schon vorher weiß, dass ich z.B. einen langen Unitag habe, gebe ich sie entweder direkt zu einem Freund von mir oder sie kommt mit, wartet im Auto und wir gehen in den Pausen auf dem Campus raus bzw. sie darf dann auch mal ein Seminar miterleben.

Wir haben von Anfang an beim Alleinbleiben und nachts mit einer Box gearbeitet und da sehr gute Erfahrungen gemacht. Sie liebt diese Box total und als sie aus Platzgründen weg war, fand sie das doof. ;)

Das klingt doch gut :) Wir haben zwar nur 4 Wochen Zeit zur Eingewöhnung (rund-um-die-Uhr), aber der Wuff würde danach, wenn es nötig ist, von einer Hundesitterin betreut werden.

Haben auch vor, das Alleinsein von Anfang an zu üben, weil der Wuff regelmäßig schon auch 2-3mal die Woche (manchmal auch weniger...) für 2-6 Stunden alleine bleiben muss.

Wir haben hier eine gute Hundebetreuerin gleich ums Eck, allerdings nimmt sie die Hunde nicht zu sich, sondern geht mit ihnen Gassi oder betreut sie zu Hause bei den Besitzern. Würde es reichen, wenn sie den Wuff nach 2,5 Stunden Alleinsein für ne Stunde spazieren führt (anfangs natürlich viel weniger), mit ihm spielt, ihn füttert etc., er also 1 Stunde Gesellschaft hat und danach 2,5 Stunden auf uns warten müsste!? Oder wäre eine Betreuung über den ganzen Zeitraum sinnvoller? Ich weiß nicht, wie ein Hund das empfindet ... ob es für ihn jeweils 2 gefühlte getrennte Zeiträume des Alleinsein sind und daher von der Länge nicht so schlimm oder ob er trotz der "Zwischenbeschäftigung" es also 6-stündige Trennung erfährt!?

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Zitat:

Wir haben hier eine gute Hundebetreuerin gleich ums Eck, allerdings nimmt sie die Hunde nicht zu sich, sondern geht mit ihnen Gassi oder betreut sie zu Hause bei den Besitzern. Würde es reichen, wenn sie den Wuff nach 2,5 Stunden Alleinsein für ne Stunde spazieren führt (anfangs natürlich viel weniger), mit ihm spielt, ihn füttert etc., er also 1 Stunde Gesellschaft hat und danach 2,5 Stunden auf uns warten müsste!? Oder wäre eine Betreuung über den ganzen Zeitraum sinnvoller? Ich weiß nicht, wie ein Hund das empfindet ... ob es für ihn jeweils 2 gefühlte getrennte Zeiträume des Alleinsein sind und daher von der Länge nicht so schlimm oder ob er trotz der "Zwischenbeschäftigung" es also 6-stündige Trennung erfährt!?

Hallo AnjaCo,

auch nach 4 Wochen Eingewöhnung kann der Welpe noch nicht alleine bleiben.

Ich würde auf jeden Fall eine komplette Betreuung suchen für die Zeit, die ihr arbeiten müsst.

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