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Hundeforum Der Hund
Ribanna

Macht die Hundeschule ihn fertig?

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Ich weiß nicht, ob das Thema hier her oder zu Krankheiten usw. gehört. Vielleicht auch ganz woanders?

Ich habe ja schon mehrmals von unserem Hund geschrieben, der trotz seiner fünf Jahre sehr wenig kannte, weill er nie draußen war. Wir arbeiten mit ihm an der Impulskontrole, an der Frustrationstoleranz und natürlich am Grundgehorsam. In der Hundeschule hatten wir Einzeltrainig, die kennen also Lou und seine Geschichte, nun haben wir Gruppentraining zum Thema Leinenbegegnungen. Waren wir vorher ganz zufrieden mit der Hundeschule, sind wir es jetzt ganz und gar nicht mehr.

Als wir gestern am Trainingsort ankamen, war der Hund schon vom Autofahren sehr gestreßt - war eine viertel Stunde Fahrt, aber Lou speichelt, quietscht und wirft Fell ab wie verrückt. Die Frage, was man hier machen kann, gegen den Stress für den Hund und uns , wurde mit "da müssen Sie durch!" beantwortet - "das kann auch über ein Jahr dauern, nehmen Sie Ohrstöpsel!"

BEIM AUTOFAHREN Ohrstöpsel? Den Hund weiter stressen? Gibt es wirklich keine andere Lösung? (Wir nehmen ihn ooft auf ganz kleine Touren mit, damit er lernt, nicht immer passiert was Tolles. Aber leider reicht dies Training nicht, und er ist wirklich enorm aufgeregt!)

Okay. An dem Platz, an dem das Training begann, fuhr die Bahn lang. Lou stieg in die Leine und bellte. In der Gruppe waren außer den Hunden die er schon kannte - und die er in Ruhe lässt - zwei neue Hunde, und es kostete ihn viel Konzentration, die zu ignorieren. Dann das Training, Begegnung mit fremden Hunden (Vier), auf dem Weg und bei den Wartezeiten kamen dort natürlich auch Leute mit Hund vorbei.

Ich ärgere mich jetzt, dass wir nicht einfach gegangen sind, denn Lou hechelte, sabberte, quietschte und wurde immer unruhiger. Er absolvierte trotzdem seine Übungen, sogar einigermaßen gut. Aus der geplanten 3/4Stunde waren mittlerweile 1 1/2 geworden. Die Trainerin selbst sprach von Reizüberflutung bei Lou, sagte aber nicht, was zu tun sei. (Ich weiß, wir hätten gehen sollen!)

Ganz zum Schluss mussten wir noch an einer zweiten Gruppe dieses Hundeschule vorbei, Lou verlor vollständig die Fassung. Die Trainerin nahm ihn uns ab und zog ihn mit anbrüllen und knuffen an der Gruppe vorbei.

Ich war völlig fertig, Lou war den ganzen Tag zu nichts zu gebrauchen, heute nacht hat er sich übergeben. Zufall?

Ich weiß gar nicht, was genau ich fragen will. Ich bin immer noch ziemlich geschockt, denke, ich hätte ihn früher da 'raus nehmen sollen, und glaube, dies aller war nicht gut für meinen Hund, weder körperlich noch psychisch.

Hätte ein verantwortungsvoller Trainer nicht irgendwie reagiern sollen? Sorry, das war jetzt lang, aber es muste mal 'raus! Danke fürs Lesen!

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Ein guter Trainer hätte nicht nur gesehen, dass der Hund extremen Streß hat, er hätte ihn auch nicht mit brüllen und knuffen nochmal an anderen Hunden vorbei geführt.

Du hast Recht, du hättetst reagieren sollen.

MIR würde diese Hundeschulele nicht zusagen. Hast du keine Alternative?

Wenn Lou so reizarm aufgewachsen ist, dann kann er nicht schneller aufholen und dazu lernen. Es werden in den ersten Lebensmonaten im Gehirn fürs Lernen wichtige Verbindungen aufgebaut, wenn das bei einem Hund/Mensch/etc. nicht der Fall war, dann braucht es länger, u.U. sehr viel länger.

Höre auf dein Gefühl und schau dir deinen Hund an - dann mach es richtig.

Wenn ein Hund so einen großen Streß hat, ist kein Lernen mehr möglich, eher das Gegenteil wird bewirkt.

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Ich würde die Hundeschule wechseln.

Die Trainerin hat dir keine Hilfestellung gegeben, obwohl offensichtlich war, dass der Hund mit der Situation überfordert war und ihn dann zusätzlich unfair und mies behandelt, als er schon gar nicht mehr aufnahmefähig war....geht für mich gar nicht! Vorallem bei der Vergangenheit deines Hundes.

Ich würde es vorrübergehend um den Stress etwas zu reduzieren mit Zylkene versuchen oder DAP-Spray auf einem Halstuch und die nächste Zeit das Training in dieser Hundeschule vermeiden.

Wie weit wärst du denn bereit zu fahren?

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Also der Trainer hätte es sehen müssen und Euch vielleicht den Rat geben können doch etwas auf abstand zu gehen,

bis es für Deinen Hund etwas erträglicher ist oder es für Euch abbrechen müssen,

damit der Hund nicht so gestrest ist.

Ich weiß man selber ist manchmal "überfordert" und reagiert falsch/garnicht,

erst hinterher fällt einem ärgerlich ein was man hätte tun können.

Und zu dem brüllen und knuffen des Trainers....

DAS hätte sie mit einem unserer Hunde wagen sollen...dann hätte sie gleich mal testen können wie das ist,

die hätte ruckzuck die Leine um den Hals und ich wäre brüllend und knuffend mit der durch die Gegend gegangen.

..bei sowas werd ich aggressiv.

Mein Hund darf KEINER so anpacken, egal ob Trainer oder nicht !

...durch solche Aktionen verliert der Hund das Vertrauen in Dir und Deine Führung,

das sollte jeden Trainer auch klar sein.

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Sorry, aber es ist wirklich unglaublich, was manche ihrem Hund antun! :Oo

Wie kann man es erlauben, daß jemand so mit dem Hund umgeht und noch dazu in einer Hundeschule!

Wie soll er da je Vertrauen lernen? :???

Immer wieder liest man das hier - da holt man sich zuerst einen Hund unbekannter Vergangenheit und dann geht man so damit um!

Ich habe (hatte) auch einen Hund, der immer noch ängstlich ist, der nicht autofahren wollte usw.

Es wäre mir nicht im Traum eingefallen, ihn so behandeln zu lassen.

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Wie lang habt ihr den Hund nun?

Weil sowas:

Als wir gestern am Trainingsort ankamen, war der Hund schon vom Autofahren sehr gestreßt - war eine viertel Stunde Fahrt, aber Lou speichelt, quietscht und wirft Fell ab wie verrückt. Die Frage, was man hier machen kann, gegen den Stress für den Hund und uns , wurde mit "da müssen Sie durch!" beantwortet - "das kann auch über ein Jahr dauern, nehmen Sie Ohrstöpsel!"

sollte man vielleicht erstmal bearbeiten, bevor man aufn Hundeplatz geht und Dinge verlangt, die der Hund in angemessener Gemütslage gar nicht ableisten kann.

Ein Hund der schon von 15 Minuten Autofahren so abdreht, stelle ich danach zum konzentrierten Arbeiten nicht auf den Platz. Ganz einfach eigentlich.

Deshalb arbeitet doch lieber mal in eurem Alltag an diesen Dingen. Impulskontrolle und Frustrationstoleranz sind super wichtig - aber wenn man dem Hund aufm Weg zum Trainingsort zig fach zu verstehen gibt, dass er beides über Bord schmeißen kann, dann hilft das Arbeiten aufm Platz herzlich wenig.

Die Schritte sind für EUCH vlt einfach zu groß. Ein gestresster Mensch hat keine Chance einen gestressten Hund zu beruhigen. No way.

Also wäre es wichtig auch an sich selbst zu arbeiten.

Die "Einzelstunden" die du vorher hattest: waren die bei euch zu Hause oder auch auf dem Platz?

Ist es generell Autofahren was ihn stresst, oder nur der Weg mit dem Auto zum Platz?

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unglaublich, was sich heute alles Hundetrainer schimpfen darf.

Und dir, Ribanna, erstmal der Tipp: entspann dich selbst. Du wirkst unglaublich bemüht und gestresst, nur ja nichts falsch zu machen und genau das ist das falsche. Meide, was nicht gut tut, geh deinen Weg und freu dich deines Lebens. Dann wird es dein Hund auch tun.

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Ich glaub die Gruppe ist noch zu viel für euch.

Dort lernt man meist ja nur Sitz Platz und Begegnungen.

Ich denke was ihr braucht ist ein Einzelltraining was nach Prinzip der welpenstunde arbeitet.

Spielerisch neue Dinge kennen lernen.

Völlig egal wie man das jetzt angeht.

Bei der Sache mit dem auto ist es sehr schwer.

Den Angst ist viel schwieriger zu bearbeiten wie ein aufgeregter Hund oder aggressiver Hund.

Da kann man glaub ich 100 mal Autofahren und es wird sich wohl wenig besser.

Das einzige was mir einfällt, so hat es eine Freundin gemacht, sie hat einige male mit Hund im auto geschlafen, ihn nur noch im Auto gefüttert und irgendwann mal dabei das auto etwas rollen lassen, später im stand beim füttern den Motor angemacht usw.

Bei ihr hat es 2,5 wochen gedauert und nun liebt der Hund Auto fahren.

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Vielen Dank für Eure Antworten.

Paige, vielleicht hast Du Recht, ich möchte eben das Beste für den Hund und versuche, es so gut wie möglich zu machen.

Yatzi, wir hatten Trainings auf dem Platz aber auch an neutralen Orten - fahren mussten wir immer. Und ohne Hundeschule? Na, wir waren anfangs ziemlich überfordert, da Lou alles ansprang, was sich bewegte, vom Eichhörnchen bis zum Motorrad. Und die Trainerin sagte ja, das sei "normal", dass er sich im Auto so verhält, "da müssen Sie durch". Ich habe erst jetzt so richtig begriffen, dass das reiner Streß ist! Von unsertem ersten Hund kannten wir soetwas gar nicht, und wir haben erst mal der Trainerin vertraut... :wall:

Davina, ich war einfach selber völlig fertig und sprachlos. Ich hoffe, das passiert mir nie wieder, aber bei so etwas stehst Du wirklich nur fassungslos da!

Natürlich waren wir in dieser Hundeschule das letzte Mal. Wir lassen es jetzt erstmal langsam angehen, und ich versuche, ihn lauter positive Erfahrungen machen zu lassen, wie wir es schon von Anfang an taten.

Er ist jetzt drei Monate bei uns, sehr lernwillig und bereit, alles mitzumachen.

Maurash, dies Mittel, kann ich das dem Hund einfach geben oder kann man damit auch etwas falsch machen? Etwas Ruhe in ihn zu bringen, damit er aufnahmefähiger ist für die "schönen Dinge", das wäre schon toll!

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Es ist eine Nahrungsergänzung ohne Nebenwirkung. Man gibt es einfach über das Futter. Nicht jeder Hund braucht es, aber bei euch finde ich es schon sinnvoll.

Mein Benny hat es bekommen und mich hat es wirklich sehr überzeugt! (aufgrund seiner stark ausgeprägten Umweltangst - er kam erst mit Zylkene in einen lernfähigen Zustand)

Ich würde dir Cumcane empfehlen :

www.cumcane.de

Die machen auch "Fernberatung", fals es vor Ort nicht möglich ist und sind etwa 1:30h von dir entfernt...

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