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Hundeforum Der Hund
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Hunde, wollt ihr ewig leben?

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Ein Artikel auf SPON über die heutige Tiermedizin und wie weit man bereit ist zu gehen, um seinen Hund bei sich zu halten.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/luxus-tiermedizin-das-geschaeft-mit-kranken-haustieren-a-846633.html

Jetzt mal abgesehen von der persönlichen Ansicht der Autorin, die Frage an euch: wo ist für euch die Grenze erreicht?

(und bitte daran denken: ich frage hier bewusst nach persönlichen Grenzen, persönlichen Meinungen - die Beantwortung ist individuell, wie auch Lebensumstände, Hunde etc pp)

Meine persönliche Grenze:

Ein Hund der nicht mehr alleine laufen kann, bekommt von mir keine Prothesen verpasst. Fertig.

"Zweibeinige" mit Rollstuhl? --> für mich undenkbar und ich finde es schlimm, sowas bei anderen zu sehen (gebe dazu aber auch im konkreten Fall nicht ungefragt meinen Kommentar ab, sondern ignoriere es).

Schmerzen werden immer anständig behandelt - selbst wenn das langfristig auf die Gesundheit einzelner Organe schlägt. Mein Credo ist: lieber zwei Jahre schmerzfrei, als 4 halbwegs schmerzfrei.

Qualität statt Quantität.

Loslassen können --> finde ich wichtig. Und ich wünschte oft, es wäre im Bereich der Humanmedizin auch so einfach (rechtlich).

Dass das schwer fällt: klar.

Besonders bei Hunden die den Anschein machen, sie seien noch fit und hätten Freude am Leben.

Insgesamt ein schwieriges Thema und ein schmaler Grat auf dem man wandelt.

Aber persönliche Eindrücke kann man ja dennoch sammeln.

Also los.

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Als meiner alt wurde habe ich mir folgendes vorgenommen:

-der Hund muss selbständig aufstehen und sein Geschäft verrichten können.

-sollte er Schmerzen haben, wird er dagegen etwas bekommen

-was medikamentoes zu behandeln ist, wird korrekt eingestellt

Ich hatte Glueck, er ist 16,5 Jahre alt geworden, etwas taub und ein wenig schlecht sehend, nicht mehr wahnsinnig schnell auf den Beinen, schon noch manchmal im Galopp unterwegs, aber ohne jede Erkrankung und ohne Medikamente. Dann ein massiver Gehirnschlag. Morgens hat er noch mit den anderen gespielt. Das war perfekt.

Prothesen und ähnliches lehne ich fuer meine Hunde ab. Ehrlich gesagt auch, weil ich die Kosten-Nutzen Situation abwäge (jetzt werde ich gesteinigt...). Ein 10 Jahre alter Hund hat nur noch wenige Jahre vor sich. Ich glaube, wenn ich 6.000 € für eine Prothese ausgeben wuerde, dann lieber für ein Kind, das mit dieser Prothese noch weitere 60 Jahre leben kann.

Oh je, das liest sich schrecklich. Aber das ist trotzdem meine Meinung. Ich wuerde auch 95jaehrigen Menschen keine Herzschrittmacher einsetzen ... aber auch da bin ich wohl etwas extrem unterwegs :)

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In fast allen Punkten sehe ich das wie du, einzig zu den "Rolli-Hunden" habe ich eine vollkommen konträre Meinung.

Ich habe Hunde kennengelernt, die auch mit diesem Handicap ganz viel Lebensqualiät hatten.

Das sollte in meinen Augen immer vom jeweiligen Hund abhängig gemacht werden, aber die Chance würde er von mir auf alle Fälle bekommen, sofern es nicht von Anfang an Gründe gibt, die dagegen sprechen und für mich wäre das z.B. u.a. ein sehr hohes Alter des Hundes mit den übrigen dazugehörenden Zipperlein.

Einen Hund gehen zu lassen ist mir noch nie schwer gefallen, also ich meine damit, dass ich niemand bin und niemals sein werde, der zu lange wartet.

Da bin ich der Meinung, besser 3 Wochen "zu früh" als auch nur einen Tag zu spät, wenn diese rausgeschundene Zeit mit Leiden für den Hund verbunden ist.

Ich versuche immer zu sehen, ob die "guten Tage" noch überwiegen und wie schlimm die "schlechten" wohl für den Hund sind.

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Hallo

egal wie sehr ich meine Tiere liebe,wenn meine Tiere nicht mehr können dann lasse ich sie gehen.Was hat mein Hund davon wenn er schmerzen hat und z.b. jede woche spritzen braucht.

Ich stelle mir immer vor wenn ich in dieser Haut stecke würde und schmerzen ect hätte.

Aber leider gibt es noch genug Menschen die nur auf sich achten,als auf das Tier und das ist schade.....

Julchen hätte auch noch leben können...Der Tierarzt wollte eine chemo machen,davor eine OP und danach immer schön Schmerzmittel und ect....Aber ich war schlauer und habe mich über Nasentumore informiert und wusste nun was zu machen war...Es war die richtige entscheidung das ich Julchen einschläfern gelassen habe.....

"Wir werden geboren,damit wir lernen können,ein gutes Leben zu führen.Wir sollen alle lieben und nett zu ihnen sein, stimmt's? Na ja, Tiere wissen doch schon, wie das geht, also müssen sie nicht so lange hier bleiben wie wir..."

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Hallo

egal wie sehr ich meine Tiere liebe,wenn meine Tiere nicht mehr können dann lasse ich sie gehen.Was hat mein Hund davon wenn er schmerzen hat und z.b. jede woche spritzen braucht.

Ich stelle mir immer vor wenn ich in dieser Haut stecke würde und schmerzen ect hätte.

Oh, wenn Du jede Woche eine Spritze brauchen würdest, um dann ohne Schmerzen leben zu können, würdest Du das ablehnen?

Ich nicht und meine Hunde sicher auch nicht!

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Hey, wie gesagt: wenn einer sich selber sagt "Mein Hund bekommt nen Rolli" dann ist das so und der soll machen, wie er denkt. Der kennt ja seinen Hund am besten und er ist es auch, der das verantworten muss. (so wie andere verantworten müssen, den Hund einzuschläfern)

Nur ich für mich, lehne das einfach ab.

Wenn mein Hund morgen nicht mehr laufen kann und die Ursache irreversibel ist, dann sage ich schweren Herzens "Gute Nacht mein Freund. Du wurdest geliebt und nun darfst du gehen, mein Herz."

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Ich sehe es wie Du, mit einer Einschränkung:

Eigentlich bin ich kein Fan von Hunderollis und eigentlich würde ich nie darauf zurückgreifen (wollen)

ABER: ich weiß nicht, wie ich real reagieren würde, wenn Indja mit dem rechten Hinterbein Probleme bekommt (das linke fehlt ja seit 9 Jahren). Medikamente: Na klar!

Aber wenn sie ansonsten noch so agil und fröhlich wäre, ich weiß nicht, ob ich dann nicht meine eigenen Prinzipien über Bord schmeißen würde und es nicht zumindest phasenweise zur Entlastung mit einem Rolli versuchen würde!

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Ja, das kann ich ja auch verstehen, solange man versucht, im Sinne des Hundes zu handeln!

Würde heute meine fast15 jährige Hündin nicht mehr laufen können, würde ich ihr ähnliche Worte sagen, wäre es einer der 2 jährigen, würde ich sagen:

"Wir versuchen es, mein Freund!"

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Ganz ehrlich, ich weiß es nicht. Vor ein paar Jahren habe ich gedacht, gut welche Möglichkeiten es in der Tiermedizin gibt. Im letzten Jahr ist meine Freundin nach 4 1/2 Jahren geschnibbel, Chemotherapie, und unzähligen anderen Maßnahmen an Brustkrebs gestorben. In dieser Zeit und auch jetzt noch denke ich häufig, muss man wirklich alles probieren? Oft war es ein so unwurdiges Leben was sie hatte. Ich verstehe es, da der Mensch immer Hoffnung hat. Aber hat ein Tier Hoffnung?

Allerdings weiß ich nicht wie rationell ich denken kann, wenn mit meinen Hunden mal etwas ist.

Ich glaube ich hab ein bisschen verwirrt geschrieben, Sorry.

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Aber wenn sie ansonsten noch so agil und fröhlich wäre, ich weiß nicht, ob ich dann nicht meine eigenen Prinzipien über Bord schmeißen würde und es nicht zumindest phasenweise zur Entlastung mit einem Rolli versuchen würde!

Das ist für mich der absolut ausschlaggebende Faktor.

Das Tier (ist ja nicht nur beim Hund so) muss einen Lebenswillen in den Augen haben.

Dieser ist natürlich (wie immer) subjektiv, aber wenn ich sehe, dass sich mein Tier nur noch herum schleppt und eher "leidig" als "fröhlich" aussieht, dann ist der Punkt auch für mich erreicht, an dem ich sagen würde, dass man dem Tier zuliebe loslassen muss/sollte.

Ich tue mich aber enorm schwer damit, solche eine Entscheidung einfach so ungeachtet des Willens eines Lebewesens zu treffen (gilt bei Menschen noch stärker), denn ich kann nicht wissen, was es wirklich empfinden und was es wirklich möchte.

Dennoch würde ich die Entscheidung eines meiner Tiere einzuschläfern sehr abhängig machen von der Lebensqualität, der Schmerzhaftigkeit (bekommt man das Tier wirklich noch schmerzfrei ohne dass die Lebensqualität darunter leidet) und eben auch ganz klar von dem Gemütszustand.

Ich könnte kein "waches" Tier einschläfern, welches noch ein Glänzen in den Augen hat.

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