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Hundeforum Der Hund
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Hunde, wollt ihr ewig leben?

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Wenn das mal alles so einfach wäre.

"Ich würde das und das tun, wenn..."

Leider sind die Zeichen oft nicht so deutlich und man weiß manchmal einfach nicht, was richtig ist. Und was ist, wenn ein Hund volller Lebensmut ist und wach und klar und lebendig wie immer, aber die Beine versagen ihren Dienst? Wie soll man so jemanden "erlösen"? Wovon?

Das ist ein ganz großer Mist manchmal!

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Wenn das mal alles so einfach wäre.

"Ich würde das und das tun, wenn..."

Leider sind die Zeichen oft nicht so deutlich und man weiß manchmal einfach nicht, was richtig ist. Und was ist, wenn ein Hund volller Lebensmut ist und wach und klar und lebendig wie immer, aber die Beine versagen ihren Dienst? Wie soll man so jemanden "erlösen"? Wovon?

Das ist ein ganz großer Mist manchmal!

Ich kann nur hoffen, meine Hunde im Falle eines Falles so gut zu kennen, dass ich erkenne was sie möchten. Und ich hoffe, dass ich mich und meine Wünsche und Hoffnungen dann zurückstellen kann und nur das Wohlergehen des Hundes im Vordergrund sehe.

Vielleicht hab ich ja Glück und die beiden fallen irgendwann einfach um! ;)

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Es hat nicht immer was mit Hoffnungen und Wünschen des Menschen zu tun. Du schreibst, du hoffst zu erkennen, was sie möchten. Und wenn es ist, dass sie leben wollen? Was dann?

Einen Hund ohne Lebensqualität und ohne Lebenswillen einzuschläfern ist leicht.

Weißt du, was ich mir wünsche? Dass Berta keinen Lebensmut mehr hat, dass sie sich aufgibt und nicht mehr will. Aber den Gefallen tut sie mir nicht, tot umfallen schon gar nicht.

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Es hat nicht immer was mit Hoffnungen und Wünschen des Menschen zu tun. Du schreibst, du hoffst zu erkennen, was sie möchten. Und wenn es ist, dass sie leben wollen? Was dann?.

Dann werde ich hoffentlich in der Lage sein mein Möglichstes zu tun dem Hund noch Lebensqualität zu schenken.

Ist das ein schwieriges Thema.

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Also, ich bin mir sicher ( ich weiß auch nicht warum), das ich Spike anmerke, wann es genug ist.

Ihn leben zu lassen, da war ich mir damals nicht sicher aber die Entscheidung war gut.

Ist schon komisch, diese Sicherheit.

Ist vielleicht auch nur eine Momentaufnahme.

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Den wenigsten HuHa fällt die Entscheidung, ihren Hund gehen zu lassen, leicht.

Die Allermeisten haben Probleme damit, überlegen ob sie nichts übersehen haben, ob der Zeitpunkt zu früh oder zu spät ist...

Lebensqualität geht auch für mich vor Quantität - aber ist das nicht auch immer ein subjektives Einschätzen des jeweiligen Menschen?

Ein Hund lebt im Hier und Jetzt, er stellt sich keine Fragen nach dem Morgen und erst recht nicht nach dem "Danach". Deshalb ist mir wichtig, dass ich meine Hunde bis zu ihrem letzten Atemzug begleite, ihnen unnotigen Stress und Angst erspare, damit ihre letzten Momente angefüllt sind mit Liebe und Geborgenheit und Vertrauen in ihre Menschen.

Wann dieser Zeitpunkt da ist, kann ich immer nur nach bestem Wissen und Gewissen entscheiden - aber letztendlich bleiben immer Zweifel und Leere...

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Ich bin mir sicher wenn ich in der Situation wär würd ich es eh anders machen.

Als ich die Hirnblutung hatte haben sie mich in den Heli geschoben ,der deutsche Notarztz mit den Worten"ich weiss nicht ob wir sie hier lebend wieder rausholen.

(ich habs ja nicht gehört)

Nach 24 Stunden war sicher ich überlebe aber wie??wusste keiner welche Schäden bleiben.Ich musste wieder laufen lernen ,essen ,sitzen,sprechen usw. Der Neurologe meinte nach 8Monaten das er keine Prognose wagt da er auch nicht geglaubt hätte das ich in 8 Monaten solche Fortschritte mach.

Oft genug dachte ich auch ich kann nicht mehr aber vorbei ist es erst wenns vorbei ist.Wenn ich zb Monika Lierhaus sehe die so um ihre Sprache gekämpft hat macht mir das Mut ,trotzdem Ärger ich mich oft genug über mein verwaschenes gestammel.

Das bringt einen zur Kernfrage was macht mich aus ?Ein funktionierender Körper?

Für Hunde(Tiere) generell heisst das ich erwarte von mir zumindest das ich sie nicht quäle

un mein Massstab nicht zwingend der richtige sein muss.

Einen fröhlichen Hund in den Rolli kein Thema aber andererseits auch einen Gefährten gehen lassen wenn er nicht mehr will.

lg Bj

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Puh... das ist so schwierig, dass man da einfach keine pauschale Aussage treffen kann.

Ich hatte die Situation vor einiger Zeit mit meiner Katzenomi.

Innerhalb von zwei Tagen hat sie so abgebaut, nichts mehr gefressen/getrunken und sich nicht mehr viel bewegt.

Die TÄ gab ihr Infusionen und sagte, sie würde maximal bis morgen warten, sie dann aber erlösen wollen. Ihre Vermutung war ein Nierenversagen.

Zuhause ging es ihr dann dank der Infusionen schon besser und sie hatte einen richtig wachen Blick, hat alles mit verfolgt und war sehr interessiert an ihrer Umwelt.

Am nächsten Tag waren wir wieder beim Tierarzt und ich bestand erneut auf ein geriatrisches Blutbild.

Das Ergebnis war für alle extrem überraschend- alle Werte vollkommen normal- bis auf erhöhte Leukos!

Letztlich hatte die Maus "nur" eine Halsentzündung. Hatte aber niemand nach geschaut, weil bei einer so alten Katze (sie ist jetzt 20) der Verdacht zuerst auf etwas sehr Schlimmes gelenkt wurde.

Der Hund meiner Eltern hat/te einen Tumor an der Wirbelsäule und ohne Bestrahlung hätte er vielleicht noch 2-3 Wochen gehabt.

Entgegen vieler Meinungen entschieden sie sich für die Therapie, die natürlich wahnsinnig aufwendig und anstregend für alle Beteiligten war.

Auch in seinem Blick hat man trotz der ganzen Strapazen immer den Lebenswillen gesehen und keiner hat daran gezweifelt, dass er es schafft.

Ob der Tumor sich nun wirklich richtig zurückgebildet hat, das wird ein CT in naher Zukunft zeigen. Jedenfalls geht es ihm heute sehr gut.

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Wenn das mal alles so einfach wäre.

"Ich würde das und das tun, wenn..."

Leider sind die Zeichen oft nicht so deutlich und man weiß manchmal einfach nicht, was richtig ist. Und was ist, wenn ein Hund volller Lebensmut ist und wach und klar und lebendig wie immer, aber die Beine versagen ihren Dienst? Wie soll man so jemanden "erlösen"? Wovon?

Das ist ein ganz großer Mist manchmal!

Ja, Kerstin, das ist es,ein ganz grosser Mist! :kuss:

Mein Sam,der bei guter Gesundheit 15 1/2 Jahre alt wurde, stellte sich ein paar Monate vor seinem Tod erst eine Diabetes Insipidus heraus, zusätzlich dann ca.3 Wochen vorher noch eine enorme Speiseröhrenerweiterung.

Die Nächte verbrachte er zum grossen Teil hustend, Schleim auswürgend und unverdaute Nahrungsreste regurgitierend, morgens hatte er dann oft hohes Fieber und ich musste ihm 2 - 3 Spritzen in seinen ausgemergelten Körper "hauen"!

Er wurde immer dünner und schwächer,weil die Nahrung einfach nicht mehr da ankam, wo sie hin sollte.

Als meine Freundin, die damals auch unsere behandelnde TÄ war, zum Einschläfern zu uns nach Hause kam, ist er aufgestanden und ihr schwanzwedelnd zur Tür entgegengegangen.

Während sie ihm die Spritze gab, hat er ein Babygläschen vom Löffel gefressen.

Bei ihm bin ich sicher, hätte ich ihn fragen und er mir antworten können, zumindest in diesem Moment noch hätte er nicht gehen wollen.

Ich habe so entschieden, weil ich wusste, was in den nächsten Tagen womöglich noch auf ihn zu kommt und davor wollte ich ihn bewahren.

Ich musste noch nie vorher und bis jetzt auch nicht mehr ein Tier einschläfern lassen, dass noch bleiben wollte und ich sage Euch, das ist nicht nur Mist, das ist ganz grosse Sch...!

Trotzdem bin ich auf Grund des für einen Riesenschnauzer geradezu biblischen Alters und dem Wissen, ihm womöglich noch Schlimmeres erspart zu haben, relativ gut mit seinem Tod fertig geworden.

Heul! :(

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Bei Hunden mußte ich bereits zweimal die Entscheidung treffen „Gehen lassen“ oder „Noch mehr Behandlung“. In beiden Fällen waren die Aussichten gleich Null, dass eine weitere Behandlung Erfolg haben könnte.

Fall 1: Gonzo fraß seit ein paar Tagen nicht mehr, konnte wegen Alters kaum noch laufen und hatte keine Lebensfreude mehr.

Fall 2: Dasty hatte den 3. Zusammnenbruch wegen der Vergiftungsgeschichte. Auch hier war klar, es hat keinen Sinn mehr.

Die Fälle waren für mich eindeutig, weil einfach keine Lebensqualität mehr vorhanden war.

Ich selber wollte dem Ganzen ein Ende machen – auch aus egoistischen Gründen, das gebe ich gerne zu.

Wie weit ich in der Behandlung gehen würde, hängt sicher auch vom Alter und sonstigen „Zustand“ des Hundes und natürlich den Heilungschancen ab. Ich glaube nicht, dass ich Jacki z.B. einen Rolli „zumuten“ würde, aber wenn es denn soweit wäre, könnte ich evtl. auch umdenken. Ich weiß es nicht.

Lebensverlängerung um jeden Preis möchte ich weder bei Menschen noch bei Hunden – nur dass man bei Hunden aktiv handeln kann, um ein Leben (in Würde) zu beenden.

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