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Hundeforum Der Hund
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Wann zum Haustierarzt - wann zum Spezialisten?

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Ich habe schon lange, lange Zeit meine Haustierärztin und bin sehr froh, dass sie trotz fortgeschrittenem Alter noch praktiziert. Besonders gefällt mir an ihr, dass sie zugibt was und wann sie am Ende ihres Lateins ist oder ein Gang zum Spezialisten angeraten ist, kein Problem beim Einholen einer zweiten Meinung im Zweifelsfall hat. Dadurch ist unser langjähriges Vertrauensverhältnis so besonders. In ihrer Praxis gibt es kein Röntgen, kein Ultraschall - daher überweist sie eben schnell zur Klinik, die dies alles bietet.

Nun ein anderer Fall meiner Freundin. Deren Hündin sollte planmässig am 50. Trächtigkeitstag geröntgt werden - um die Anzahl der zu erwartenden Welpen festzustellen. Haustierarzt hatte schon die Trächtigkeitsfeststellung per Ultraschall gemacht und dabei wurde der Röntgentermin für den 50. Trächtigkeitstag ausgemacht.

Dieser Hausstierarzt verlangte, dass die Hündin nüchtern ( mind. 12 Stunden ungefüttert ) zum Röntgen kommt :??? . Das habe ich jetzt erst im Nachhinein erfahren - sonst hätte ich schon vorher interveniert. :motz:

Also ging meine Freundin mit der seit dem Vorabend hungernden tragenden Hündin nachmittags zu ihrem Haustierarzt.

Der röntgte dann nur den unteren und hinteren Bauchraum... eine Aufnahme... (beim nicht gerade kleinen Boxer?) ...undeutlich erkennbar 3 Welpen. Mehr hielt er nicht für sinnvoll, da die Welpen ja schon gerutscht wären. Hä? :??? Am 50. Trächtigkeitstag? :???

Da derselbe Haustierarzt beim Ultraschall aber 4 oder eventuell 5 Welpen gesehen hatte bot er an am 57. Trächtigkeitstag noch einmal zum Röntgen zu kommen ... und natürlich wieder mit dem Hinweis die Hündin solle nüchtern ( 12 Stunden ) vorgestellt werden. :wall:

Ich habe dies alles hinterher erfahren - und meine Freundin zum sofortigen Anruf in der nächstliegenden Tierklinik animiert. Dort hat sie 3 Tage später einen erneuten Röntgentermin ... natürlich nicht nüchtern ( Tierärztin am Telefon: " Ich würde doch meine hochttragende Hündin nicht hungern lassen." ).

Ich bin durch die Umstände meiner Haustierarztpraxis immer für ähnliche Diagnostiken in die naheliegende Tierklinik... und damit dort immer zufrieden gewesen.

Ich fahre mit meiner hochtragenden Hündin ( 57. Tag ) nie unnötigerweise Auto - Termine kann man eher legen. ( Okay ich hatte vor 30 Jahren eine Hündin, die dadurch verkeilte Welpen hatte und ein Kaiserschnitt dies nur rettete... noch mal gut gegangen, aber unnötiges Risiko ).

In den Tierkliniken wird viel häufiger geröntgt, die Tierärzte haben daher mehr Erfahrungen - sind zum Teil echte Spezialisten. Dort sind meist modernere Geräte im Einsatz - da ja anders ausgelastet.

Warum überweist ein Haustierarzt nicht für eine bessere Diagnostik - sind es finanzielle Aspekte oder hat er Angst Patienten zu verlieren?

Ich denke nun seit einigen Tagen über diese Dinge nach und mich interessiert Eure Meinung und Eure Erfahrungen.

Was macht Ihr noch beim Haustierarzt - wann geht Ihr gleich zum Spezialisten?

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Also mein Haustierarzt hat mein volles Vertrauen. Wir wägen gemeinsam ab und mein Tierarzt gibt auch weiter Möglichkeiten/Behandlungsmaßnahmen an.

Am Ende entscheiden wir gemeinsam, wobei mein Tierarzt da ganz ehrlich ist und mir sagt, wo seine Grenze ist. Er vermittelt mich dann weiter!

Was Hundegeburten insgesamt anbelangt, so haben viele Tierärzte theoretisches Wissen, aber keine praktischen Erfahrungen. Gerade als Züchter braucht man einem Tierarzt mit Erfahrung. Praktischer Erfahrung!

Deshalb sollte man sich bereits vor Planung des Hundekinderwunsches ganz genau informieren.

Da muss man unter Umständen einen anderen TA

miteinbeziehen.

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Was Hundegeburten insgesamt anbelangt, so haben viele Tierärzte theoretisches Wissen, aber keine praktischen Erfahrungen. Gerade als Züchter braucht man einem Tierarzt mit Erfahrung. Praktischer Erfahrung!.

So sehe ich das auch und bin traurig, dass sich meine Freundin wohl für den falschen Tierarzt entschieden hat.

Nun hoffe ich nur, dass die Geburt glatt läuft und vor allem auch der von mir gewünschte Welpe dabei ist. :D

Aber wie soll Jemand wie meine Freundin merken welcher Tierarzt wirklich praktische Erfahrung hat und welcher bloss die grosse Klappe?

Leider ist sie zu weit weg um zu den Tierärzten meines Vertrauens gehen zu können.

Leider muss sie wohl erst eigene Erfahrungen sammeln.

LG Heike

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Es ist leider so, dass man als Anfänger Erfahrungen sammeln muss.

Hilfreich kann der Zuchtverband sein. Anfragen bei unmittelbaren Züchtern, wo in der Nähe ein Tierarzt ist, der sich mit Hundegeburten auskennt.

Ansonsten, viel Wissen erlesen, telefonischen Kontakt zu Züchtern halten, die gerne auch helfen.

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Ich habe einen ganz hervorragenden Haustierarzt mit sehr viel Fachwissen. Besonders was Knochen, Gelenke betrifft vertraue ich ihm sehr. Er hat Felix´Kreuzbandriss operiert. Hervorragend.

Bei Felix Herzproblemen gibt es für mich allerdings nur eine Anlaufstelle, nämlich bei einem Tierkardiologen. Ich habe das Glück, einen DER besten in Deutschland in der Nähe zu haben.

http://www.tierklinik-kaiserberg.de/users/jgkresken

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Eigentlich sollte es optimaler Weise so laufen, dass die Erste Anlaufstelle der Haustierarzt ist (oder der bereits bekannte behandelnde Spezialist) und der dann an entsprechende Fachärzte überweist.

Klappt leider nicht bei allen so, einige meinen immer noch, man würde sich einen Zacken aus der Krone brechen, wenn man in eine spezialisierte Klinik überweist....

Deswegen mein Rat: Wenn man das Gefühl hat, der Haustierarzt kommt nicht weiter, ihn selber auf eine Überweisung ansprechen, im Zweifel drauf bestehen!

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Genau, unser Tierarzt hat ja auch wegen des Lahmens die Segel gestrichen und uns den Orthopäden empfohlen.

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Skita, sehe ich genauso. Ich habe gerade bei Herzproblematiken den Eindruck, dass Leute zu lange den Haustierarzt rumdoktoren lassen. Tierärzte dorthin net immer gerne überweisen. Sobald ein Tierarzt die Verdachtsdiagnose "Herzproblematiken" nennt, hätte ich beim Kardiologen auch schon einen Termin gemacht. Gilt natürlich auch für andere Erkrankungen.

Z.B. bei Kreuzband-OP würde ich generell meinem Tierarzt den Vorzug geben. Ich vertraue da vielen Tierkliniken weniger.

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Ich bin jetzt nach Jahren des Unzufriedenseins bei einem alten Praktiker gelandet. Dessen Praxis ist nicht hypermodern mit den neuesten Gimmicks ausgestattet, er hat moderne Röntgendiagnostik und OP-Technik für Routinesachen, das wars. Er stellt noch Diagnosen nach Beobachtung von Symptomen. Dem wird das Wartezimmer eingerannt.

Er hat es nicht nötig, Patienten zu Tode zu behandeln, sondern überweist zügig an Spezialisten, wenn etwas seine Möglichkeiten überschreitet. Da hängt er sich auch sofort ans Telefon, um mit Tierkliniken oder Fachkollegen einen Termin zu vereinbaren.

Leider sind Haustermine nicht möglich, und 4 Stunden Wartezeit muß ich einplanen. Ums Geld geht es dem mit Sicherheit nicht, ich bin immer wieder verblüfft, wenn ich bezahle.

Manche Tierbesitzer empfinden ihn als schroff und kurz angebunden, ich kann mich immer super mit ihm verständigen und er freut sich immer, meine unkomplizierten, gelassenen Hunde zu sehen.

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Die optimale Betreuung trächtiger Hündinnen beim Hautierarzt ist so oft ein Problem. Wir waren viele Jahre bei einem TA, als dann unser 1. Wurf geboren werden sollte war er zur Fortbildung- obwohl wir vorher alles besprochen hatten und er zugesagt hatte, am Geburtstermin errichbar zu sein. Wir haben mit der hochtragenden Hündin den Arzt gewechselt- und das war das Beste was uns passieren konnte. Unser jetziger Tierarzt war selbst Züchter und ich finde es sehr beruhigend, daß er nicht nur theoretiische sondern auch praktische Erfahrungen hat.

Unser Tierarzt hat keine durchgstylte Praxis, aber viel Erfahrung, ich weiss, daß ich mich auf ihn verlassen kann und daß er auch seine Grenzen kennt. Leider sehen das viele andere Tierbesitzer auch so- das Wartezimmer ist immer voll.

Wenn er mit der Diagnostik nicht weiterkommt oder ich eine zweite Meinung möchte besprechen wir das offen . Oft arbeitet er dann mit dem entsprechenden Spezialisten zusammen- es kann aber auch schon mal passieren, daß er mir rät, den Empfehlungen eines Kollegen nicht zu folgen.Ist bisher erst einmal passiert....und er hatte Recht.

Der Haustierarzt bleibt für mich die erste Anlaufstelle. In den Tierkliniken wird zwar die technische Ausstattung immer besser und es gibt Spezialisten für alles mögliche, aber ich bin mir oft nicht so sicher, ob die Qualität immer "stimmt" und alle Maßnahmen wirkiich ausschließlich dem Wohl der Tier dienen.

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