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Tornas

Parodontose beim Hund

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Hi all,

hab gerade gestern eine erschreckende Entdeckung gemacht - zwei kleine Zähnchen neben der Wasserschüssel - schauten gar nicht mal schlecht aus - weder Karies noch grossartig Zahnstein.

Heute früh hat er mich dann seine Unterlippe runterziehen lassen - zwei kleine vordere Beisserchen fehlen - beim Rest sieht man erschreckend den nackden Zahnhals - ansonsten sehen die Zähne unten vorne schön aus - also Paratontose live - das kommt ja nicht von heute auf morgen und das hätte ja die Tierärztin beim Zahnsteinentfernen und Zähneziehen sehen müssen.

Dieses Monat beim Impfen schaute sie im ins Goscherl und meinte nur - na da müssen sicher wieder ein paar gerissen werden.

Wir habe im November einen Tierzahnarzttermin für professionelle Zahnsteinentfernung und Kontrolle bzw. ev. Blomben - die Backenzähne schauen nicht gut aus und brauchen Blomben - nur das jemand nicht einmal eine Paratontose erkennt - echt ich bin stinksauer. Das ist ja eine bakterielle Erkrankung die auch auf den Kieferknochen übergreifen kann und es ist fraglich inwieweit die Zähne dann erhalten werden können.

Ich habe jetzt im Internet gegoogelt und jetzt gleich 3%iges Wasserstoffperoxid in der Apotheke gekauft (habe ich auch während meine Zahnklinikzeit verwendet) - 1 Woche zum Desinfizieren und dann Dentisept bestellt - ist gegen Paratontose und Zahnstein beim Hund. Das ganze hat gerade mal euro 10,30 gekostet und den Bakterien in Brunos Goscherl gehts an den Kragen.

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Ich schreib jetzt mal aus meinen Erfahrungen beim Menschen (bin Zahnarzthelferin mit Fortbildungen im Parodontose- und Prophylaxebereich, weiß also wovon ich rede), könnte mir aber vorstellen, daß beim Tier Parallelen da sind.

Hat der Hund wirklich eine fortgeschrittene Parodontose, wirst Du da mit H2O2-Spülungen und Mundspülung nicht mehr viel gerade gebogen bekommen. Im Internet wollen sie auch nur verkaufen.

Parodontose ist eigentlich nur ein Knochenabbau, den jeder mit dem Alter mitmacht. Darüberhinaus gibt es die entzündliche Variante, die Parodontitis, die auch in jungen Jahren schon recht schnell voranschreiten kann, z.B. durch schlechte Mundhygiene, zum Teil aber auch erblich oder krankheits- oder medikamentenbedingt. Beiden ist aber gemeinsam, daß Knochen abgebaut wird, und ist der einmal weg kommt der leider auch nicht mehr wieder. Beim Menschen ist es jetzt unter wirklich optimalen Bedingungen, d.h. super Zahnpflege des Patienten und der regelmäßigen professionellen Zahnpfege duch Zahnarzt möglich, diesen Zustand zu halten (oder eher gesagt, das ist das Ziel). Leider bekommen das aber schon recht wenig Menschen hin, da frage ich mich, wie soll das beim Tier funktionieren?

Wirst Du Ihm jetzt 3x am Tag die Zähne putzen mit Zahnseide und so?

Langfristig werden Zähne, die nur noch mit einem Drittel der Wurzel oder so im Knochen stehen nicht zu halten sein.

Warum ein Tierarzt das nicht erkennt? Keine Ahnung, ist vielleicht zu speziell. Ich kenne aus meiner Pferdehalterzeit es noch so, daß der Tierarzt sich mit den Zähnen nicht wirklich beschäftigt, sondern eher wie der Human-Allgemeinmediziner mit dem restlichen Körper. Nicht umsonst ist es in der Humanmedizin getrennt.

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Hallo Ufi,

Bruno hat nun 3x Dentisept Behandlung ein 2x Wasserstoffperoxid hinter sich - es ist echt teilweise wie ein Kampf mit einem Löwen - weil er es einfach nicht mag - aber es nützt nichts es muss sein - auch wenn er mich nicht an alle Stelle ran lässt so hatte er heute früh schon mehr Appetit und futterte mehr als sonst. Natürlich ist er kurz darauf immer stinksauer auf mich - aber was sein muss muss halt sein und er wird sich schon dran gewöhnen.

Die Frau Prof. (Tierzahnärztin) hat mich gestern noch sehr besorgt zurückgerufen wenn Bruno sich partout nicht behandeln lässt - natürlich könnten wir ihm auch Antibiotika für den Notfall geben - das Problem ist nur er verträgt es nicht mit dem Magen.

Wichtig ist halt das die Entzündung im Mund bzw. die Bakterien eingedämmt und grossteils entfernt werden denn die sind für den kompletten Körper krankmachend und belastend Nieren, Leber und Gelenke, denn der Hund nimmt die krankheitsmachenden Bakterien über die Nahrung mit auf.

Inwieweit Zähne und wieviele erhalten werden können ist abzuwarten - beim Hund verläuft die Paradontitis etwas rascher als beim Menschen. Habe noch Alternativmittel zu Antibiotika und Nahrungsergänzung gefunden.

Offenbar sind Tierärzte was Zahnmedizin betrifft nicht besonders ausgebildet - wir waren ja anfangs auch bei einem anderen Tierarzt und der meinte nur man sieht ja die Zahnhälse (Zahnsanierung wurde in Spanien gemacht) hat aber keine weiteren Tipps oder Sachen verschrieben - wahrscheinlich sind die Backenzähne nicht von Karies sondern von Paradontose betroffen - na wir werden es ja in wenigen Monaten erfahren

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Warum ein Tierarzt das nicht erkennt? Keine Ahnung, ist vielleicht zu speziell. Vielleicht (nur eine vermutete Möglichkeit!) weil das Zhanflesch durch die Entzündung angeschwollen war und die Zahnhälse überdeckt hat.Ich kenne aus meiner Pferdehalterzeit es noch so, daß der Tierarzt sich mit den Zähnen nicht wirklich beschäftigt, sondern eher wie der Human-Allgemeinmediziner mit dem restlichen Körper. Nicht umsonst ist es in der Humanmedizin getrennt.

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@Skita: Da magst Du recht haben. In solchen Situationen sieht man beim Menschen erst das wirkliche Übel auf einem Rö-Bild, was natürlich da viel schneller und leichter gemacht ist, als bei einem Hund.

@Tornas: Entzündliche Prozesse am Zahnfleisch oder Knochen entstehen durch Bakterien, die in Belägen (entstanden durch Essensresten) leben. Diese Beläge lassen sich nicht durch Spülungen entfernen, sondern nur durch manuelle Eingriffe, d.h. gründliches Schwingen der Zahnbürste. Ansonsten bekämpft man nur das Symthom, die Bakterien, aber nicht die Ursache.

Das das alles auch auf andere Organismen in dem Körper übergreift ist nicht neu und auch erwiesen.

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@ufi - wir kümmern uns jetzt nur mal ums Zahnfleisch und um die Entzündung - es ist auch besser dass die etwas abklingt bevor etwas gemacht wird - Anfang November darf sich die Frau Prof. dann in Brunos Goscherl austoben und sämtliche Beläge entfernen und na ja wahrscheinlich auch ein paar zu lose Zähnchen

bei so einer Hitze möchte ich soetwas nicht mache lassen - nur im äusserste Notfall - und unser Urlaub und die Kur stehen unmittelbar bevor - daher der Termin Anfang November - im äussersten Notfall bekommt er halt Antibiotika

4 von 5 Hunden sind offenbar von Paradont. betroffen - das macht echt nachdenklich.

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Hab ich echt noch nie drüber nach gedacht. Ich hab zwar die Zähne meines Hundes schon im Blick, aber auch noch nie wirklich genau geschaut.

Ich wünsche Euch alles Gute für den Eingriff und eine gute Prognose.

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Vielen Dank!!!

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Die Renate hat den Trick heraus wie sie dem Bruno am besten das Dentisept ins Goscherl schmiert (ich pack ihn an der Lefze und ab die Post) und mein kleiner Grosser frisst auch schon besser.

Eine gute Nachricht - eine Freundin hat mir DDr. Stoian empfohlen - ist zwar etwas weiter weg von mir - ich habe ihn dann aber gestern angerufen und war von seiner Kompetenz begeistert - endlich mal jemand der komplex denkt - auch an ein Blutbild falls die Niere/Leber etwas abbekommen haben solle und die Preise sind erstaunlicherweise in vielen Dingen viel günstiger als die Vet.med. oder sonst wo und auch auf Zahnerhaltung aus ist - ich war echt angenehm überrascht. Es wurde uns noch eine Vet. Aqua. Dent. Spüllösung von Virbac empfohlen für die Maulhöhle (besorge ich gleich heute) - ev. ein Antib. f. eine Woche (packen wir zur Sicherheit in die Reiseapotheke eine).

http://www.tierzahnarzt.at/language/de-de/home.aspx

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Hi all,

Bruno hat Ende August/Anfang November noch 7 Tage Antibiotika bekommen (Antirobe) - er hat es toll vertragen und ich war echt begeistert nach unseren letzten Problemen.

Gestern hatten wir Termin - nun ich kann jeden nur empfehlen bei Zahnproblemen ein Röntgen machen zu lassen - hier ist erst die volle Tragweite der Paradontose sichtbar geworden. Der Kieferknochen war schon von der Paradontose so angegriffen worden und ist nur mehr dünn und hätte jederzeit brechen können - was sehr schmerzhaft ist und man kann da dem Hund nicht wirklich helfen.

Es hatten sich bereits Zahntaschen gebildet mit Speisereste und Eiter gefüllt. Dr. Stioan meinte nur - da half gar nichts mehr - wenn man nicht alle Zähne gezogen hätte wäre das Tierquälerei gewesen.

Leider ist so eine durch Paradontose verursachte Verschlechterung des Kieferknochens nicht mehr rückgängig zu machen. Ich werde Bruno jedenfalls vermehrt Calciumprodukte (Käse mag er total) geben.

Na jedenfalls Bruno hat es gut überstanden - ist auf dem Weg der Besserung - bekommt jetzt noch einige Tage Antibiotika und Schmerzmittel - hat schon wieder guten Appetit und geht brav kleine Gassirunden.

Haupsache diese Zahnruinen gefährden seine Gesundheit nicht mehr.

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