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Hundeforum Der Hund
gast

Zu nett zu den Nachbarn

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(bearbeitet)

Wir wohnen keinem beschaulichen Vorort, viel Grün, viele Reihenhäuser, viele Familien, viele Rentner. meine Schwestern, die in Hamburg aufm Kiez leben, nennen es gern spießig :so

geh ich mit Hund in den Wald geht es ganz gut! Egal ob ohne oder mit Leine, man spricht sich ab, fragt vorher etc, und gut is.

Hier vor der Haustür aber ist es sooo nervend. Von weitem wird schon gequietscht: oooohhh, ein Welpe, dabei ist er inzwischen fast 4 Monate und gar nicht mehr so klein und knuffig.

Leute kommen über die Strasse zu uns herüber, lassen ihre Hunde generell an der ausgefahrenen Flexi zum Hund hin, hundelose verkünden " na, den muss ich jetz aba mal anpacken" und wildfremde Versprechen, das nächste Mal auf jeden Fall Leckerli mitzunehmen. Dabei steh ich dabei, werde einfach komplett übersehen und bin einfach fassungslos. Und passende Kommentare fallen mir natürlich immer erst hinterher ein.

Selbst, wenn ich für alle eigentlich deutlich sichtbar auf Grünstreifen zurückziehe, Hund laut zuquatsche nach dem Motto: "ja, da gehen wir jetzt brav vorbei, nein wir wollen doch lernen, nicht anzuspringen, na koooooommmmm weiter etc wird trotzdem gleichzeitig von der Seite duziduzi gemacht.

Der Hammer war heute ein Hund, der plötzlich frei auf dem Bürgersteig herumlief, den ich vorher gar nicht gesehen hatte. Wäre auch nicht möglich gewesen, denn die Halterin hatte sich gewundert, dass er auf ein mal an der Tür so gebellt hat und ihn dann rausgelassen zum Gucken. Ich schaute da wohl schon sehr zweifelnd, aber ihrer sei ja soooo lieb (war er auch, aber tut ja nichts zur Sache).

Dabei werde ich immer gern von "Ich-hab-immer-schon-Hunde-gehabt"-Haltern belehrt, der Welpe brauche doch Sozialkontakte, ich brauche keine Angst (!) haben, der habe Welpenschutz etc als sei ich ca 12 und nicht 42...

Gleichzeitig bin ich erstaunt, dass viele von denen meist so wenig verstehen bzw sehen bei ihren eigenen Hunden. da werden alte Hunde gemaßregelt, nur weil sie keine Lust auf Welpen haben, teilweise festhalten (!) um den Welpen nett spielen zu lassen, und verständnislos reagiert, wenn ich schnell weiter will oder an der Leine nicht spielen lasse. die kommen dann auf einen zu, möchten, dass ihr Hund meinen begrüßt, um dann im selben Satz zu sagen, "meiner mag ja keine Welpen"

Innerlich bin ich dann immer halb am platzen, gleichzeitig tut mir die einsame Omi von gegenüber, der alte Herr, dem sein Hund gerade gestorben ist und der Müllmann ("wenigstens einer, der sich freut, mich zu sehen") immer leid.

Ich kann mir ja nun auch keinen Tunnel graben bin zur nächsten Wiese oder in den Wald. oder mit dem Auto zum Löseplatz fahren. Oder nur noch in den Garten machen lassen. Und ganz mit den Nachbarn verscherzen möchte ich es mir auch nicht. Dass es so extrem ist, habe ich mir nicht vorgestellt.

Das ist irgendwie vollkommen maßlos und ohne jede Distanz.

In meiner Kindheit wäre niemand völlig aus dem Häuschen geraten wegen eines Hundes.

-edit-

Bin auf die Tastatur gekommen, zu früh abgeschickt, Titel sollte eingentlich "zu nett zu den Nachbarn" oder so heißen...

-edit2-

danke!

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Mmh sowas kenne ich überhaupt nicht, kann mir aber vorstellen, das es ganz schön nerven kann. Ich denke aber auch, das Positive Begegnungen egal ob Hund oder Mensch nicht verkehrt sind für deinen Hund. Ich würde jedenfalls bei den Dingen die dir überhaupt nicht passen direkt und freundlich sagen was Sache ist...das ist dein gutes Recht, und wenn dich keiner für Wahr nimmt, dann mach freundlich auf dich aufmerksam :)

P.S.:Welpenschutz gibt es nicht...

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Hi,

bist du genervt oder dein Hund?

Gruß

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Mein Mitgefühl hast. Weil, das kenn`ich auch.

Und was man dagegen machen kann:

Schnell flüchten.

Wegdrehen, Hund dabei gegen Anfasser blockerien.

Sagen, dass der Hund krank ist (funktioniert nur bei anderen Hundehaltern).

Sagen, dass er **** (was auch immer) lernen soll.

Stimmt ja auch öfters.

NICHT sagen, dass er (vielleicht) misstrauisch gegenüber Fremden ist, schon GAR NICHT sagen, dass er ANGST hat. Denn dann weiß JEDE/R, wie man damit umgeht, weil JEDER ja schon immer Hunde hatte oder gut mit Hunden kann: Na, komm' doch mal her, du süßer, bist du aber ein hübscher, och ne, hast du Angst, musst du nicht..

Blablabla.

Und man kricht die Krise. Eine nach der anderen.

:Oo

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Mein Hund findet das alles ganz große Klasse, Retriever eben. der würde sich von jedem adoptieren lassen, der nur begeistert genug säuselt: Ja, was bist du für ein Süßer!

Nur ich weiß nicht, wie man ihm unter solchen Umständen das Anspringen abgewöhnen soll.

Und jeder Weg dauert nochmal so lange.

Schwierig auch, dass es nicht so in meinem Naturell liegt, jedesmal noch begeisterter guziguzi zu machen als der jeweilige Gegenüber, damit mein Hund dann irgendwann auch mal freiwillig mit mir weitergeht.

natürlich freu ich mich, dass die meisten Leute im Viertel meinen Hund so mögen, aber manchmal wird's echt zu viel.

und auch wenn Hund es toll findet, er hängt in der Leine, an ruhige Begrüßung ist dann nicht zu denken und steigert sich immer mehr in die Begeisterung rein. Gleichzeitig muss ich natürlich aufpassen, dass Hund keine weißen Hosen beschmutzt und auch keine Wurst aus dem Einkaufskorb klaut.

wobei, vielleicht wär ja genau das der Weg, die überschäumende Begeisterung etwas einzudämmen...

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(bearbeitet)
Originalbeitrag

.Gleichzeitig muss ich natürlich aufpassen, dass Hund keine weißen Hosen beschmutzt und auch keine Wurst aus dem Einkaufskorb klaut.

wobei, vielleicht wär ja genau das der Weg, die überschäumende Begeisterung etwas einzudämmen...

Unser Liam ist ein Hund, der jeden anderen Hund und jeden Mensch toll findet. Wir haben ihn mittlerweile soweit, das er nur noch so ist, wenn wir ihm es "erlauben" (von der Leine lassen, Leine locker lassen und nicht weitergehen). Sobald nun jemand mit "dutzidutzi" und "lassen sie ihn ruhig" kommt, sage ich ganz erhlich, das er Kampfschmuser ist, schubst, anspringt, leckt, schnuffelt und vorher nicht gebadet hat.... wer dann noch will, darf auch unter ihm leiden.

Wenn Leute ihn füttern wollen, antworte ich ehrlich, das ich ihn dann nicht mehr abrufen kann, er ihnen folgen wird, alles vollsabbern wird und die Haare vom Kopf fressen wird... wers dann noch will... muss halt mit den Folgen leben...

Und wer denkt, gut, bei einem Schäfermix kommt das nicht so häufig vor... doch, leider schon...

Manchmal lachen die Leute dann, und ich weise dann nochmal hin das ichs ernst meine... wer dann noch will, hat auch nicht zu meckern, hat bisher auch nur einer und der meckert eh immer... :D

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werd das mal ausprobieren, gerade jetzt am Wochenende :D

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Unserer ist jetzt auch schon 4 Monate und damals, als wir ihn gerade bekommen hatten, die ersten drei Wochen rum war es wirklich extrem. Die Leute blieben stehen. Sagten, wie süß er sei, wollten ihn alle streicheln und haben sich förmlich auf ihn gestürzt. Mir allerdings hat das nichts ausgemacht. Ich finde es schön, wenn sich Menschen an was niedlichem erfreuen können. Dementsprechend habe ich dazu auch nie etwas gesagt. Jetzt ist es nicht mehr so schlimm. Er ist jetzt größer, aber trotzdem bleiben die Leute noch ab und an stehen und einige kommen auch, wollen ihn streicheln. Auch jetzt macht es mir nichts aus, aber Kenai hat auch von Anfang an die Leute nicht angesprungen und ist jetzt auch noch sehr distanziert. Aber er fasst immer mehr Vertrauen zu Fremden. Denke aber, dass ich mit ihm das Problem Anspringen bei Fremden nie haben werde. Das macht er nur bei den Leuten, die er kennt und gern hat.

Wenn du das gar nicht möchtest, würde ich entweder einfach ehrlich an Orte fahren wo du auf nicht so viele Leute triffst und dort mit ihm deine Runden drehen oder einfach ehrlich sein und sagen, was Sache ist. Fassen wohl viele merkwürdig auf, aber der ehrliche ist oft der beste Weg.

Liebe Grüße und schönes Wochenende. :winken:

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Hi,

kannst du die Leute nicht einfach nutzen - wenn sie schon da und so begeistert von deinem Hund sein.

also sowas sagen wie: "oh, das ist aber toll jemanden zu treffen, der so tierlieb ist. Würden sie mir mal kurz helfen, er soll ja keine Leute anspringen, wenn er mal dreckige Pfoten hat, dann ..... . Ich gebe ihnen ein Leckerchen und wenn er hoch springt, sagen sie nein und wenn er auf dem Boden steht, dann belohnen sie ihn."

Oder so ähnlich.

Gruß

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Das Ganze bestärkt meine Annahme, dass es sich um einen Wachtrieb in Bezug auf das Haus handelt. Er versucht auch Leute anzuspringen, die die Wohnung betreten wollen und die er kennt und mag.   Der Hund unter uns ist für ihn ein Problem. Den hört er ständig bzw. sieht ihn auch. Mit "Alles ist gut, das hast du fein gesehen/gehört, XY geht spazieren. Das darf der..." beruhigt er sich mittlerweile meistens sehr schnell wieder. Trotzdem ist das Haus ein Ort der Anspannung für ihn. Gestern war eine blöde Situation. Die Nachbarin und ich haben uns mit den Hunden an der Straße zufällig getroffen. Mein Hund (ich schreibe extra hier nicht den Namen von wegen Google und so) war auf Entfernung beunruhigt, als er den anderen erkannt hat, aber es ging. Wir haben dann kurz etwas geredet und dann sind beide weitergegangen. Dummerweise haben wir uns vor dem Haus dann wieder getroffen (für meinen Hund Horroszenario pur). 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Danach hatten wir uns darauf verständigt: Ok, das machen wir nicht nochmal, sollten wir uns aber zufällig in der Situation befinden oder im Garten ineinanderrennen, lassen wir beide einfach los um das erstmal zu entzerren und dann nimmt jeder seinen Hund raus. Ich muss dazu sagen, ich kenne ja meinen Hund und weiß, dass er nicht beißt. Der andere wiegt 15kg mehr und ist wehrhaft. Sonst hätten wir das ja nicht so vereinbart. Meiner rannte also hin, zog sein mieses Programm ab und ich hab gerufen, sie soll ihren loslassen. Stattdessen war sie mega hysterisch, hatten ihren Hund noch kürzer genommen (der sich mega aufgeregt hat) und hat meinen geschubst usw. was ihn noch mehr hat hochfahren lassen. Sobald ich da war, hab ich meinen natürlich da rausgenommen. Ich will der Nachbarin da keine Schuld zusprechen, aber ich hatte erstmal kurz gewartet, dass sie ihren losmacht und wollte den Hunden Raum geben. 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Es war meine Schuld (hat aber nicht gereicht dass ich das einmal gesagt hab...) und mein Hund ist der schwierige, wenn es um das gemeinsame Wohnen in einem Haus geht. Soweit klar. Was dann kam, hat mich nur noch verletzt: Mein Hund springe ja auch den anderen Nachbarn an (letztens haben sie noch "verstanden, dass der Hund den Typen nicht mag"),  geht sofort auf andere Hunde los, ihr Hund müsse ja darunter leiden, der sei ja so gut erzogen, er habe sie ja auch schon angesprungen, das könne ja nicht wahr sein etc. Die wollten quasi von mir hören, dass mein Hund ganz ganz böse ist und ich unfähig, ihn zu führen.   Dabei verstehen wir uns eigentlich gut und haben quasi eine Allianz gebildet gegen die Leute hier, die gegen Hunde im Haus sind. Wir unterstützen uns da gegenseitig auch was Gassigehen angeht. Das sieht faktisch so aus, dass sie zweimal meinen Hamster gefüttert hat (und dabei so Sachen nicht beachtet hat wie Wohnungstür abschließen und Licht ausmachen und es daher einmal nicht gemacht hat, weil sie dachte ihr Freund hätte das gemacht) und einmal mit meinem Hund draußen war. Ich hab eine Woche lang jeden Tag die Katze betüddelt und gefüttert und mich schon 3x bereiterklärt ihren Hund zweimal täglich auszuführen. Dabei stand ich einmal bei denen im Wohnzimmer und sie waren dann doch da, hatten mir aber nix gesagt. Mehrfach schon haben sie vergessen die Wohnungstür zu schließen und ihr Hund kam mir auf der Treppe entgegen. All sowas. Sehr unzuverlässig.   Die sind total lieb und nett zu mir, wenn sie was wollen. Aber wenn irgendwas ist, schreien sie mich nur an. Das war auch schon, als ich sie freundlich gefragt habe, ob es sein muss, dass sie mit ihrem Hund im Garten toben. Ich hatte das natürlich anders formuliert. Der ist eh nicht eingezäunt und sie jagt ihn eigentlich nur 3-4 Meter weit. Da dieser Hund unendlich viel klimpert mit seinen ganzen Marken, kriegt meiner immer nen halben Herzinfarkt und bricht alles ab. Ich hab versucht, normal mit denen darüber zu reden um einfach zu kommunizieren, dass das für uns furchtbare Minuten sind (und wir dann wieder Ärger kriegen von den anderen Nachbarn) und um rauszufinden, wie wichtig denen das Spiel im Garten ist (wir wohnen direkt am Wald und 5 Min. von einer riesen Auslauffläche entfernt). Ich hab da weder Forderungen gestellt noch sonstwas. Trotzdem sind da beide mega hysterisch geworden und haben sich Gott weiß was aufgeregt, sie müssten sich ja eh schon einschränken unseretwegen (wüsste nicht wie) und dann wieder: Ihr Hund sei ja so gut erzogen und jetzt leide er darunter, dass meiner so problematisch sei etc. Ich finde, in einem Haus, in dem sowieso nicht alles so rosig ist, könnte man sich etwas mehr solidarisieren. Ich hab ja auch schon versucht, dass die Hunde sich besser kennenlernen und aneinander gewöhnen können. Die sind aber so unzuverlässig, dass ich das mit meinem Tagesablauf nicht gebacken kriege. Sagen im letzten Moment ab oder sagen gar nicht ab und ich warte, während sie schlafen etc. Dazu kommt, dass sie zu zweit sind und viel zu hause und trotzdem mit ihrem großen, bewegungsfreudigen Hund (Labby und was Nordisches) höchstens in den Park und zurück oder kurz in den Wald und zurück gehen. Die bilden sich mega viel darauf ein, dass ihr Hund, den sie von Welpe an aus irgendeinem Ups-Wurf haben, "super erzogen" sei. Dabei stimmt das nicht einmal. Mir ist das völlig egal. Aber der springt einen auch an und hinterlässt Wunden von seinen Krallen an meinem Unterarm, der kann überhaupt nicht (!) vernünftig an der Leine gehen (was bei 45kg nervig ist) und er zieht auch ständig zu anderen Hunden hin, auch wenn er dann nix macht als sie nervig anzuspielen. Der Rückruf sitzt in so Situationen auch überhaupt nicht.  Der Hund ist labbymäßig freundlich zu allen und offensichtlich recht genügsam, das wars aber auch. Wie gesagt... spielt keine Rolle für mich, das ist ein sehr netter Hund, aber sie stellen das als ihr Verdienst hin, was es aber nicht wirklich ist. Ich laste meinen sehr viel besser aus, wir sind stundenlang im Wald unterwegs, und ich trainiere mit ihm quasi permanent. Trotzdem sind wir die Bösen, weil meiner es einfach nicht schafft, hier so angepasst zu sein. Ich will natürlich nicht, dass sie davon einen Nachteil haben. Aber unter Hundebesitzern ein bisschen Verständnis und Solidarität wäre wünschenswert und zwar nicht nur dann, wenn man was will. Es gibt hier auch eine Dame, die mein Hund gern mag, die er aber in manchen angespannten Situationen anspringen will. Ich weiß das vorher und warne vor, sie solle bitte auf Abstand bleiben. Sie kommt trotzdem, streichelt, wird angesprungen und ruft den Vermieter deshalb an. 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