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polar-chat.de  Der Hund
Myrna

Hobbyzucht/anerkannter Züchter

Empfohlene Beiträge

Hallo!

Hoffe, ich habe die richtige Rubrik gewählt.

Zum Thema:

Unsere Genie ist von einem sogenannten "Hobbyzüchter", während unser Cit von einem anerkannten Züchter ist.

- Und ja: wegen Genie dürft ihr jetzt gerne alle auf mich losdreschen, denn ich habe es wirklich verdient. Würde mir auch nie wieder passieren, einen Hund vom Hobbyzüchter zu kaufen.

Aber genau darum geht es: Während Cit bis jetzt keinerlei nennenswerten, gesundheitlichen Probleme hatte, kam Genie mit Giardien und dadurch Mangelernährung zu uns und steckte natürlich Cit gleich erst mal mit an.

Ein gutes halbes Jahr hatten wir damit zu kämpfen.

Während Cit ein gut sozialisierter Welpe war, war Genie - hat das Haus des Halters nie von innen gesehen - ängstlich und schreckhaft.

Jetzt, mit mitlerweile 10 Monaten ist Cit bereits ein ziemlich souveräner, ausgeglichener Hund, während Genie unsere kleine Hibbelbiene ist, die bei Hundebegegnungen erst mal unsicher reagiert.

Versteht mich nicht falsch: für MICH sind alle beide Traumhunde. Gerade wegen ihrer Verschiedenartigkeit im Charakter. Genie ist verschmust und anänglich, Cit als Rüde dafür eher so taub-dumm, wenn er etwas nicht will, würde ich sagen ;)

Meine Frage: hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht, was Hunde aus Hobbyhaltung und Hunde aus anerkannter Zucht angeht?

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Ich kenne ganz viele, ganz tolle "Hobbyzüchter"(d.h. ihre Welpen haben keine Papiere), die ihre Welpen super aufziehen. Zum Teil geben die mehr Mühe und investieren mehr als so manche "anerkannten Züchter", die ich auch persönlich kenne.

Alles hängt also von "Züchter" ab - und nicht davon, ob die Zucht eine anerkannte oder eine Hobbyzucht ist.

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(bearbeitet)

Unsere Hunde, vor unserem jetztigen, kamen auch aus einer "HobbyZucht".

Ich muss sagen, wir haben das nur "bedingt" bereut. Einzigstes Manko war, dass dort nicht so gesundheitlich kontrolliert wird, wie bei anerkannten Züchtern bzgl. gesundheitlicher Probleme.

Wir musste beide Hunde (aus einem Wurf) relativ früh einschläfern lassen, da beide Tumore hatten. Im nachhinein haben wir auch mitbekommen, dass die Mutterhündin das selbe tödliche Schicksal hatte.

ABER, beide waren super Hunde, rassetypisch und sonst nie krank. Super sozialisiert und mit der Umwelt bekannt gemacht.

Zudem waren die "Züchter" viel viel mehr an ihren Welpen interessiert, wie unsere jetzige Züchterin unseres Hundes, der Papiere hat.

Bei der Hobbyzucht wurden die Welpen Wochen bevor wir sie holen durften besucht, die "Züchterin" wollte eine Bedenkzeit, ob wir die Richtigen für die Hunde sind, bis ein paar Tage später dann der Anruf kam, dass wir sie haben dürfen.

Beide waren geimpft und entwurmt und wir wurden nach einiger Zeit auch von der "Züchterin" besucht. Außerdem sagte sie uns, sollte irgendwas sein (Allergie oder sonstiges) sollen wir sie bitte anrufen, bevor wir die Hunde weitergeben würden oder sie würde sie dann wieder aufnehmen (der Fall trat nie ein).

Da steckte viel Herzblut in der Zucht und Leidenschaft zum Hund.

Preislich war es eine Null auf Null Rechnung.

Auch der Abschied fiel ihr schwer, Welpenpaket für beide gabs auch dazu.

Zu unserem jetzigen Hund aus einer anerkannten Zucht, kann ich nur sagen, dass wir enttäuscht sind. Gründe für einen Hund mit Papieren waren nur die Gesundheitskontrollen, um hoffentlich einen Hund zu bekommen, der lange gesund bleibt und auch "alt" wird.

Irgendwie kommt es mir vor, dass es der Züchterin egal ist, wo die Welpen gelandet sind. Es kommt keine Reaktion von ihrer Seite auf Mails oder sonstiges.

Die Abholung vom Hund war eine Sache von 15 Minuten ^^, nix mit Welpenpaket oder so.

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Die Frage ist, wie definiert man "Hobbyzüchter"? Was ist der Gegensatz dazu? Profizüchter?

Für mich wäre ordentliches Züchten ein sehr teures Hobby, denn wenn man es ordentlich macht, lässt sich kaum viel Geld verdienen.

Diejenigen, die viele Welpen auf den Markt schmeißen, egal ob billig oder teuer, verdienen richtig gut daran.

Ich denke, es gibt unter dem Verband genauso viel schlechte wie gute außerhalb des Verbandes. Alleine die Standards, denen man sich freiwillig unterzieht, garantieren, dass jemand auf den Züchter mal ein Auge gehabt hat und er sich der Kontrolle seiner Zuchtstätte unterworfen hat. Ob er dann Welpen gut aufziehen kann? Das ist nicht gesagt.

Mir wäre es wichtig, dass Elterntiere möglichst über Generationen auf Erbkrankheiten untersucht worden sind, die Zucht dem Wohl der Rasse dient, die Welpen ordentlich aufgezogen werden. Ob ich da neben den Untersuchungsunterlagen dann noch Vereinspapiere bräuchte, weiß ich nicht.

Zudem gibt es genug Arbeitsrassen, die gar nicht unbedingt immer unter einem Verein gezüchtet werden, wie z.B. die Jagdhundrassen.

Ich habe einen Jagdhund vom VDH-Züchter, alles super, netter Züchter, tolle Verpaarung, tolle Welpen, es wird Wert auf Gesundheit gelegt - also, mit allem drum und dran. Und der Hund hat 1200 EUR gekostet. Die wenigen Züchter dieser Rasse in Deutschland sind alle im VDH.

Auf der anderen Seite habe ich noch einen Jagdhund, der von Jägern kommt, die zwei gute Elterntiere miteinander verpaart haben, die jagdlich gute Leistungen gezeigt haben. Untersuchungsergebnisse liegen mir nicht vor, ich weiß nicht, wie der Hund aufgewachsen ist. Der Hund ist charakterlich und gesundheitlich top und inzwischen 12 Jahre alt. Er hat 350 DM gekostet damals.

Auch heute würde man diese Rasse noch für einen ähnlichen Preis (in EUR halt) bekommen. Bei den Jägern ist es üblich, dass die das unter sich ausmachen, welche Hündin mit welchem Rüden. Ist eine ganz eigene Welt. Zwar gibt es auch Showzüchter dieser Rasse, die unter dem VDH züchten - das käme bei mir in dem Fall allerdings nicht in Frage, weil die Hunde rein auf Optik gezüchtet werden und nicht auf Charakterstärke, Arbeitsleistung usw.

Würde ich diese Rasse noch einmal wollen, würde ich direkt beim Jäger kaufen und mir das Umfeld ansehen und ein paar Fragen stellen, die Welpen ansehen und gut ist.

Man kann also die Frage nach Hobbyzüchter = schlechter Hund/Verbandszüchter = guter Hund über einen Kamm scheren. Es gibt überall solche und solche und sehr große Unterschiede.

Allerdings lehne ich ab, wahllos zwei Rassen miteinander zu kreuzen, nur weil sich solch bunte Mischungen mit tollen Versprechungen quasi als Wunderhunde heute besonders gut verkaufen lassen.

Das ist dann noch mal eine ganz andere Geschichte.

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Bei uns ist es genau anders herum: Genies Züchter meldet sich überhaupt nicht mehr, auf den angeblichen Besuch, den er angekündigt hat, warten wir noch heute.

Der VDH-Züchter von Cit ist für uns auch jetzt noch telefonisch jederzeit erreichbar und im September findet ein Welpentreffen mit ihm statt. Und, wie jemand schon schrieb: bei diesem Züchter weiß ich, dass der Hund und die Ahnen Hd-frei usw usf. sind.

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(bearbeitet)

Mich stört hier die Definition Hobbyzüchter für die, die Welpen ohne Papiere produzieren( fällt gerade keine andere Bezeichnung ein, außer noch Vermehrer.

Züchter ist für mich ein Mensch, der verantwortungsvoll Verpaarungen vornimmt. Dazu gehören Stammbaumanalysen ( geht also nicht wirklich ohne Papiere), und natürlich Gesundheitsvorsorge, etc.

Hinzu kommt, dass ein Züchter auch ein Zuchtziel haben sollte. Ansonsten ist es reines vermehren.

Bei den Katzenzüchtern sind fast alle Hobbyzüchter, da nicht gewerblich, aber mit Papieren gezüchtet wird. Ich denke, dass das bei den Hunden ähnlich ist.

Das Wort Hobbyzucht besagt dabei lediglich, dass man damit keinen Gewinn erzielt.

Klar gibt es da auch schwarze Schafe, aber sicher weniger als bei den Vermehrern.

Für eine verantwortungsvolle Zucht braucht es Papiere, da nur so über die Vorfahren mögliche Erbkrankheiten ausgeschlossen werden können, zumindest kann das Risiko deutlich dezimiert werden. Klar gibt es auch Tests, aber eben nicht für alles, da muss man schon Stammbaumanalysen hinzu ziehen.

Mich bringt es immer wieder ziemlich auf die Palme, wenn sich Vermehrer Hobbyzüchter nennen. Das bringt dann andere, die sich genauso nennen, aber wirklich züchten gleich mit in Verruf.

Was meine persönlichen Erfahrungen betrifft. Ich würde mir nur einen Hund von einem Vereinszüchter holen, oder eben aber aus dem TH/TS oder wie wir es getan haben einen Hund, der ein neues zu Hause sucht( kein Welpe).

MIt Vermehrern ohne Papiere habe ich zumindest bei den Katzen fast nur schlechte Erfahrungen gemacht( vor allem im Bekanntenkreis..selbst habe ich nur eine Katze, unsere Oldie Dame, von einem solchen.)

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Moin,

Originalbeitrag

.

Während Cit ein gut sozialisierter Welpe war, war Genie - hat das Haus des Halters nie von innen gesehen - ängstlich und schreckhaft.

während Genie unsere kleine Hibbelbiene ist, die bei Hundebegegnungen erst mal unsicher reagiert.

. Genie ist verschmust und anänglich,

[/size]

Ich könnte mir vorstellen ,das solche Erscheinungen des Wesens bzw. Charakters auch

bei Hunden auftreten , welche von einem anerkannten Vermehrer stammen.

Ursache muß auch nicht zwingend in der Abstammung oder Sozialisationsphase zu finden

sein.

LG Jörg

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Kräuterhexe hat es schon angesprochen.

"Hobby" heiß nicht gleich schlecht.

Ein Züchter im VDH, bspw, ist auch ein Hobby-Züchter. Er macht die Hundezucht nicht beruflich, un dinvestiert eine Menge Geld in sein Hobby.

Trotzdem betreibt er sein Hobby "professionell".

Wir züchten auch im VDH, haben selten einen Wurf- warten nun wieder auf eine neue Hündin, investieren, investieren.... das ist Hobby.

Ebenso ist die RH-Arbeit unser Hobby- aber auch hier versuchen wir es möglichst "professionell" zu machen.

Ergo, ist es eigentlich umgekehrt: Der Hobbyzüchter ist der "gute", der, ders kommerzeiell betreibt, will Geld "verdienen" - auf Kosten der Investitionen. Denn je mehr er investieren muss- (Zwingeranmeldung, Zuchtwartbesuche, TÄ-Untersuchungen, Züchterschulungen, Ausstellungen - das kostet alles) - je geringer ist sein Gewinn und für ihn unrentabel.

Hundezucht ist nie rentabel.

Lg

Tanja

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Unter Hobbyzüchtern verstehe ich Leute, die nen eigenen (nur als Beispiel) Pudel haben und sich denken: "der ist so toll, so schön und so prima - da haben mir schon so viele gesagt, er sei ein so toller, rassetypischer Hund - mit dem könnte man züchten".

Und dann nimmt das Unglück seinen Lauf.

Das ist für mich Hobby - der Einstieg in die Zucht mit dem eigenen Haushund, der nicht angeschafft wurde, weil man schon eine konkrete Linie im Kopf hatte, ein konkretes Ziel, sondern einfach als "normaler" Begleiter im Alltag.

Züchter haben einen Plan, eine Linie im Kopf, ein Ziel. Und ein Zuchtziel muss für mich schon mehr sein als "gesund und wesensfest". Denn das sollte überhaupt erst die Voraussetzung sein um zu züchten (ohne gesunde wesensfeste Hunde keine Zucht), ein Ziel ist das nicht.

Aber vlt denk ich da auch zu sehr an Schlittenhunde...

Wie gesagt: Hobby ist für mich wenn einer nen Hund über seine geliebte kleine Paula rutschen lässt, weil die ja so ne tolle ist. Selbst wenn der Papiere hat und im Verband züchtet --> für mich ein No Go.

So lieb und toll die eigenen Hunde auch sind - es wäre schon ein verdammter Zufall, wenn ausgerechnet dies der perfekte Zuchthund für meine konkreten Ziele wäre. Gute Zuchthunde wachsen nicht auf Bäumen - manche suchen Jahre nach nem guten Rüden, der ins Konzept passt.

Geld - naja... kann man - wie ich kürzlich erfurh - ganz leicht verdienen. Sogar mit "Verband" und "Papier" *g*

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hm... immer wieder ein schwieriges Thema...

ich muss gestehen, dass ich grade ein bisschen dabei bin die Fronten zu wechseln :kaffee:

Meiner Meinung nach sollte es in der Zucht vor allem um Gesundheit und Wesen gehen und dann irgendwann abgeschlagen auf dem letzten Platz folgt das Aussehen...

Das bedeutet, dass ich von einem Zuechter zu allererst verlange, dass er alles menschenmoegliche tut um die Zuchttiere auf erbliche Krankheiten zu untersuchen und nur Hunde in die Zucht nimmt, die gesund sind...

was das Wesen angeht wirds schon schwieriger... je nachdem was der Hund machen soll, braucht er unterschiedlich Veranlagungen... Schaue ich mir den Cattle an, dann wird mir klar, dass ein Hund, der wilde Rinder hueten soll und das Full Contact, zwangslaeufig nicht unbedingt ein zartes Seelchen sein kann... ich kann also nicht zum einen Plueschhundequalitaeten und auf der anderen gute Hueteeigenschaften erwarten... das heisst, ich sollte mir vorher ueberlegen was ich will... denn irgendwo werde ich abstriche machen muessen.. so oder so...

und jetzt kommt das eigentliche Problem...

Das alles koennte man natuerlich auch unter dem VDH zuechten... logisch... waere machbar... allerdings... wer zahlt dann ueber 1000 Euro fuer einen Hund, von dem man noch nicht mal weiss, ob er wirklich hueten kann? ein Schaefer ganz sicher nicht...

tja und nu? wenn ich also moechte, dass meine Huetehunde mehr tun als ein bisschen Hobbyhueten oder Ausgleichssport, was mache ich dann? die Antwort ist eigentlich ganz einfach... aber eben leider nicht gern gesehen... weil dann ist man ein Vermehrer...

genauso als wenn ich als gewerblicher Zuechter anfange einen der oben genannten Punkte zu vernachlaessigen, weil ich das grosse Geld rieche... meiner Meinung nach duerfen Leute mit der Zucht auch Geld verdienen... aber nur, wenn die Hunde dabei nicht auf der Strecke bleiben!

und meiner Meinung nach darf man auch Hunde unterschiedlicher Rasse zusammenschmeissen, wenn beide nachweislich gesund sind (inklussive ihrer Ahnen) und ich in dem Fall vor allem das Wesen miteinbeziehe und nicht auf Optik gehe um nem Pudel das Merleaussehen zu verpassen...

Ich sollte halt wissen was ich tue, mich mit meiner Rasse (oder eben auch beiden Rassen) wirklich auskennen und ein Ziel damit verfolgen...

Wirkliche Zucht ist auch wirklich arbeit! egal wie teuer der Hund verkauft wird hinterher...

Helena

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