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Hundeforum Der Hund
raudi

War es die richtige Entscheidung? "... Ja, es war die Richtige!"

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Ich bin so am zweifeln ....

War es richtig Leni zu nehmen oder hätte ich es besser gelassen? Habe ich ihr damit einen Gefallen getan, habe ich Rayu einen Gefallen getan?

Sie ist so eine wilde Hummel, ständig dabei Rayu zu nerven. Und der ist sowas nicht gewöhnt, sucht sich immer wieder eine ruhige Ecke, versucht ihr aus dem Weg zugehen. Meine Tochter meinte sogar er sei "depressiv", wenn es so etwas überhaupt bei Hunden gibt?

Rayu hat z.B. eine Korb mit Spielsachen, mit seinen heißgeliebten Stoffbällen, die er oft rumträgt oder bringt damit wir mit ihm spielen. Mußte ich wegstellen, Leni zerstört alles, baut Quietschis aus, zerreißt die Stofftiere ....

Außerdem hat sie Jagdtrieb ohne Ende, sie ist ja mein 4. Dackel, aber so was hatte ich noch nicht dabei. Wir müssen jetzt erst mal den Garten vollkommen ausbruchsicher machen, bei uns sind viele Katzen unterwegs, Rehe kommen oft bis an den Gartenzaun :(

Oh Mann, könnt ihr mich verstehen, ist es jemandem schon ähnlich ergangen?

Brauch ich einfach noch Zeit um mich auf Leni einzustellen?

Dann steht auch noch das Problem der Kastration an, habe morgen einen Vorstellungstermin in einer TK.

Die machen das sowohl endoskopisch wie auch mit einem großen Bauchschnitt, welche Methode ist die bessere?

Lt. Vorbesitzerin war Leni zuletzt im Frühjahr läufig, sei aber bei ihr immer unregelmäßig gewesen. Hab`jetzt die Befürchtung das sie in die Hitze kommt und dann hab' ich den Salat!

Was mir auch aufgefallen ist, sie markiert wie ein Rüde!

Ach, ich hab' einfach nur Angst das ich zu voreilig in meiner Entscheidung war, Leni zu übernehmen .....

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Was heißt denn, Leni zu übernehmen? Ist sie dauerhaft bei dir oder nur vorübergehend? Wie alt sind die beiden Hunde?

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Sie ist seit Samstag ganz bei mir, beide sind 4 Jahre alt.

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Ich kenne zwei Geschichten aus dem Bekanntenkreis. Bei der einen Familie hat es eine Weile gedauert, bis der neue Hund richtig ankam. Es gab natürlich Veränderungen im Verhalten der ersten Hundes, aber alles ganz harmlos, ohne Agressivität. Scheinbar so lange, bis jeder seine Stellung, die sich auch änden kann, gefunden hatte. Jetzt sind sie glücklich miteinander. Also Geduld.

Die zweite Geschichte verlief weniger glücklich. Die Hunde konnten sich im wahrsten Sinne des Wortes nicht riechen. Da kann man auch nicht vermitteln. Das kann man nicht ändern. Wohl oder übel musste der dazugekommene Hund wieder abgegeben werden, sonst wäre das nicht gut aus gegangen. Aber so klingt es bei dir ja nicht.

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Als unsere Dackeline letztes Jahr zunächst als Pflegehund einzog, dachte ich auch, dass Mayla todunglücklich darüber ist, weil Molly einfach alles für sich beanspruchte... Bereits nach ein paar Wochen änderte sich das aber und mittlerweile mögen sich die beiden richtig, wobei Molly immer noch das Sagen hat. Deswegen würde ich auch sagen, gib den beiden und Euch noch ein bisschen Zeit....

Molly ist mein erster DAckel und ich kann das mit dem Jagdtrieb nur bestätigen. Wobei sie nicht aus dem Grundstück abhaut. Und sogar im Urlaub, wo es kein fest eingezäuntes Grundstück gab, blieb sie in der NÄhe und kam, wenn man sie rief, zwrar dauerte es manchmal etwas, aber sie war immer in Rufnähe..

Molly wurde freitag endoskopisch in der Slowakei kastriert, kam Samstag zu uns und man sah fast nix. Sie brauchte weder Medis noch Schmerzmittel und auch keine Halskrause. Kenn da von den größeren Bauchschnitten schon andere Geschichten....

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Hallo,

erstmal möchte ich Dir Respekt zollen das Du die kleine Dackeline überhaupt aufgenommen hast.

Nun zu Deinen Fragen:

Also ich kann nur von einer "hautnahen" Erfahrung sprechen die ich in letzter Zeit gemacht habe als ein Rudel erweitert wurde. Da war die Konstellation natürlich eine andere. Da wurde ein Welpe zu einer Althündin gesetzt. Die Althündin die ich vorher schon länger kannte wirkte durch die Beisetzung des Welpen gestresst, eingefallen und hat abgenommen. Meine persönliche Meinung ist daher das ich denke das es sowas wie Depression schon geben kann. Deutlich unterscheiden muss man in meinen Augen zwischen Anfangsschwierigkeiten und Dauerschwierigkeiten, das geht aber durch die virtuelle Welt nicht, das kannst Du sicher besser selber beurteilen/analysieren.

Kurz um: der Welpe hat der Althündin nicht unbedingt gut getan.

Zu der anderen Frage:

Unabhängig von dem Hund , der Dir sicher Freude bereiten wird würde ich mich fragen wenn ich in Deiner Situation bin: Kann ich beiden Tieren gerecht werden? Kann ich das zeitlich und finanziell ( eine Kastration bei einer Hündin ist nicht günstig) leisten mich entsprechend den Charakteren der beiden Hunde zu kümmern ?

Das wären die zentralen Frage die MICH beschäftigen würden. ICH stehe auf dem Standpunkt das jeder Hund ( bei Kindern aber auch ) das Recht auf ein Mindestmaß hat. Kann ich das nicht gewährleisten würde ich keinen zweiten Hund ( aber eben auch kein zweites Kind ) haben/halten.

Unser Hund ist chronisch krank, dadurch pflegeaufwändig und kostenintensiv. Ich kann mir keinen zweiten Hund leisten weder von der Zeit noch vom Geld her. Ich würde nicht beiden Hunden gerecht werden können.

Die Probleme mit dem Zerstören und Jagen sind sicher in den Griff zu kriegen wenn man entsprechend Zeit und Geld ( mitunter Hundeschulele) investiert. Auch hier die Frage: Kannst und willst Du das ?

Wenn Du alle Fragen mit Ja beantwortest, dann würde ich es versuchen. Ich denke hier im Forum wirst Du immer offene Ohren und viel Hilfe finden

:winken:

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Molly wurde freitag endoskopisch in der Slowakei kastriert, kam Samstag zu uns und man sah fast nix. Sie brauchte weder Medis noch Schmerzmittel und auch keine Halskrause. Kenn da von den größeren Bauchschnitten schon andere Geschichten....

Endoskopisch kastriert? Also wurde die Gebärmutter endoskopisch entfernt oder nur die Eileiter durchtrennt, also sterilisiert?

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Ich bin ja schon ne zeitlang Pflegestelle und ich hab mich in den ersten 2-3 Wochen auch immer gefragt ,"Warum tust du dir das eigentlich an ??"

Nicht dass es ständig Stress zwischen den Hunden gab, eigentlich haben meine das immer locker mitgemacht , aber es war einfach eine andere Energie im Raum, bis sich alles eingespielt hatte...

Ich würd sagen lasst euch noch ein bischen mehr Zeit....

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Vera, bei jedem Hund, der hier neu hinzukam, sass ich die erste Zeit da und habe mir gedacht:

"Oh, Gott, was habe ich da getan?"

Natürlich könnte es sein, dass Leni nicht zu Euch passt, dass Rayu sie weiterhin ganz doof findet, aber ich glaube, dass kann man jetzt einfach noch nicht sagen.

Als die beiden Griechen zu uns kamen, lief meine kleine Hündin bestimmt 10 Tage nur vollkommen stinkig durch die Gegend, sie fühlte sich offensichtlich unwohl.

Wir Menschen übrigens auch, denn die 2 waren Kathastrophen auf 4 Beinen und wir haben uns wirklich gefragt, welcher Teufel uns geritten hatte!

Mit unseren anderen Hunden (vor allem eben mit der kleinen) und den beiden ging es dann ganz schnell "bergauf" und sie mögen sich jetzt, sie haben gelernt, gut mit einander zu leben.

(Bei uns Menschen hat es länger gedauert! :D )

Gib Euch noch Zeit und schau, wie es sich entwickelt.

Ich denke, dass auch Deine Seelenleben noch etwas durcheinander ist, vielleicht erschwert Dir das jetzt die Gewöhnung an Leni ein bisschen!

Ich bin sicher, Ihr kriegt das hin! :kuss:

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Danke für euren Zuspruch!

Melde mich heute Abd. ausführlicher, bin gerade unterwegs und mit dem iPhone ist es so umständlich

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