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Hundeforum Hundeforum
Cony

Sterbehilfe für Hund

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Hallo!

Zur Zeit kann ich nur den Kopf schütteln über das Verhalten einer Freundin. Ich kenne sie nun seit ca. 1 Jahr (sie hat 2 Hunde).

Schon seit dieser Zeit ist einer ihrer Hunde wirklich sterbenskrank (der Hund hat eine chronische Krankheit und hat dadurch oft Durchfall, kann nicht mehr richtig fressen und ist von eigentlich normalen 12 kg mittlerweile auf 6 kg abgemagert).

Sogar ihr eigener Tierarzt hat ihr nach vielen Therapieversuchen erklärt, dass es für den Hund besser wäre, erlöst zu werden.

Nun hatte sie sich vor 14 Tagen aufgerafft und einen Termin gemacht, um den Hund von seinem Leiden zu erlösen.

Diesen Termin hat sie nun schon 2mal verschoben, weil sie es nicht "packt". Heute habe ich nochmal mit ihr geredet und da war sie mit einer Freundin in einen Kurzurlaub gefahren.

Den kranken Hund schiebt sie immer zu ihrer Mutter ab (sie ist berufstätig und hat kaum Zeit für den anderen Hund) ?!?

Die Wohnung ihrer Mutter müsste generalüberholt werden, da die Hündin schon überall hingeschissen hat. Es ist eine Zumutung für ihre Mutter, die eh schon unter Altersdemenz leidet.

Ich habe der Freundin schon mehrfach ins Gewissen geredet, dass sie sich nun endlich durchringen muss, den Hund von seinen Leiden erlösen zu lassen.

Stattdessen sucht sie das Weite und lässt ihre Mutter mit dem Problem sitzen.

Unsere Freundschaft leidet inzwischen auch unter dieser ungelösten Situation.

Eine andere Freundin hat ihr nun angeboten, sie auf dem letzten Gang des Hundes zu begleiten.

Andererseits hat sie mir erzählt, dass sie sich schon nach einem neuen Hund umgeschaut hat! Am liebsten hätte sie ihre Hündin belegen lassen, die hat aber den ausgesuchten Rüden weggebissen.

Ich hatte ihr auch davon abgeraten, das sie nicht genügend Zeit hat, einen Wurf grosszuziehen geschweige denn, einen Welpen zu behalten, da sie ja ganztägig bei der Arbeit ist.

Was sagt man nur zu so viel Unvernunft?

Ehrlich gesagt, möchte ich mich von dieser Freundin trennen, da ich ihr Verhalten nicht verstehen kann.

Was meint ihr dazu?

Cony

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Hi Cony!

Ich kann dich sehr gut verstehen! Mit so einer Person wäre auch ich die längste Zeit befreundet gewesen! :(

Es tut mir unendlich leid für den Hund, dass sie ihrer Verantwortung als Hundehalter nicht gerecht wird. Wenn man sich für ein Tier entscheidet, dann sollte man das mit allen Konsequenzen, und das beinhaltet für mich auch, das Tier zu erlösen, wenn es leidet. Das ist man einem langjährigen Gefährten schuldig, auch wenn es schwerfällt!

Ich hoffe für den Hund, dass sich sein Frauchen endlich dazu durchringt, das zu tun, was nötig ist und ihn erlösen lässt! Du kannst wahrscheinlich nicht mehr viel tun, du hast es ja schon versucht!

Traurige Grüße, Iris

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Bei manchen Menschen fragt man sich, ob sie überhaupt lebensfähig sind, wenn sie nicht immer andere Leute hätten, die ihnen letztlich die Kohlen aus dem Feuer holen.

Ich kann selbst nicht gut loslassen und kann verstehen, dass man zögert, über Leben und Tod entscheiden zu müssen, aber irgendwo sind Grenzen erreicht.

Kann dem Hund nur wünschen, dass ihm schnellstmöglich geholfen wird. Wenn Du Dich jetzt zurück ziehst, ziehst Du zwar eine nachvollziehbare Konsequenz, aber Du kannst nicht mehr helfen/eingreifen.

Ich würde mich zurückziehen, aber noch versuchen, einfluss zu nehmen. Vor allem, dass sie sich nicht wieder einen Hund zulegt.

LG Anja

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Kopfschüttel

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Ich finde die Haltung deiner "Freundin" armselig. Jeder hofft doch, dass sein geliebter Hund eines morgens einfach eingeschlafen ist, aber einfach abzuwenden, abzuwarten und das Tier zu schinden ist verantwortungslos.

Kann die Mutter nicht einen Tierarzt bitten, den Hund zu erlösen?

Und solche Leute wollen dann noch einen nächsten, gesunden Hund haben....der dann genau so behandelt wird, wenn er krank wird...furchtbar.

Solange du noch Einfluss nehmen kannst, wäre es toll, wenn du es versuchst.

Für den Hund- und den Nächsten.

Gruß Tina

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Kann nur sagen - schließe mich meinen Vorrednern an. *denkopfschüttelübersovielunvernunft*

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Ich kann selbst nicht gut loslassen und kann verstehen, dass man zögert, über Leben und Tod entscheiden zu müssen, aber irgendwo sind Grenzen erreicht.

Ich denke genau so!

Ich mag zwar heute noch nicht an den Gedanken denken, dass irgendwann einmal der Tag *X* bei uns kommt, und ich hoffe, meine Hunde entscheiden selbst, wann sie *gehen* wollen.

Aber bei einem unheilbar, kranken Hund, der zudem noch Schmerzen hat, muss man einfach loslassen können!

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Das ist mir auch völlig unbegreiflich :???

Ich kann verstehen das Du mit ihr nichts mehr zu tun haben willst.

Kann es sein das es ihr gar nicht um den Hund geht, sondern darum selber möglichst wenig mit der Situation belastet zu werden?

Das letzte woran ich in so einer Lage denken könnte wäre ein Urlaub, und sei er noch so kurz *kopfschüttel*. Vielleicht nachdem der Hund erlöst wurde, um erstmal Abstand zu gewinnen.

Und einer demenzkranken Frau, die noch dazu ihre eigene Mutter ist ihren kranken Hund zu geben halte ich auch für untragbar.

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Hallo

Was für die VorrednerInnen nicht nachvollziehbar ist, ist für mich im ersten Augenschein auch ein fast unmögliches Verhalten.

Aber es gibt nun mal Menschen, die können solche tragischen Entscheidungen nicht treffen und durchführen. Genauso wie Menschen nicht über Brücken oder durch Tunnel gehen können. d025.gif

Warum fährt sie in Urlaub und gibt den Hund ihrer Mutter????..... Vielleicht mit der Hoffnung, dass wenn sie wieder kommt alles vorbei ist. a045.gif

Für uns (die Vorschreiber und ich) nicht nachvollziehbar. k025.gif

Ich würde deiner Freundin den Hund nehmen und den letzten Schritt mit ihm gehen. Zwar sehr schade das sein "Frauchen" nicht dabei ist, aber immerhin jemand der im Abschiednehmen die Pfote hält und das Fell krault.

MACH DU ES .... dem Hund zur Liebe .... dein Freundin kann es nicht.

LG

Andreas

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Wenn ich ganz tief in mich reinhöre muss ich auch zugeben das ich mir kaum vorstellen kann diesen Schritt jemals zu gehen. Genaugesagt kommen mir beinahe die Tränen wenn ich es mir nur vorstelle.

Aber wenn mein Hund leiden, nicht mehr fressen,spielen und laufen könnte und dazu noch auf die Hälfte seines Gewichtes abgemagert wäre? Dann stellt sich die Frage womit ich ihm mehr schaden würde. Indem ich zulasse das er sich quält oder indem ich ihn davon erlöse.

Da muss man eben echt mal in der Lage sein über seine eigenen Gefühle hinwegzusehen, jedenfalls für den Moment. Ich persönlich werde mit Sicherheit ein Fall für den Psychiater sein wenn es jemals soweit sein sollte, aber das muss mir dann vorerst egal sein.

Ich schließe mich aber Calmette an, es gibt nunmal Menschen, mich eingeschlossen die mit solchen Entscheidungen große Schwierigkeiten haben. Cony, für Deine Freundin und ihre Hündin wünsche ich mir das sie ihre eigenen Gefühle für eine Zeit hinten anstellen kann und es schafft ihre Hündin zu erlösen.

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