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Karen

Katastrophe bahnt sich an....wieder ein Border Collie

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Hallo,

irgendwie muss ich mir das heute erlebte von der Seele schreiben, es lässt mich einfach nicht mehr los - vielleicht kann mir ja jemand von euch schreiben, was ihr in diesem Fall tun würdet? Ich bin hin und her gerissen...

Heute war ich zu einem Gasttraining in einem fremden Hundeverein. Außer Welpengruppe und Basis läuft dort noch nicht viel...Agility ist im Aufbau (in den Anfängen) und Obedience ist geplant. Auch gibt es in diesem Verein bislang nur "Hobbyausbilder" also keine ausgebildeten Fachkräfte dort. Für mich war's die Gelegenheit an einem für meine Hunde fremden Ort zu trainieren.

Jedenfalls war dort eine junge Frau mit einer Border Collie Hündin. Sie sprach mich an weil ich auch einen Border Collie führe und so unterhielten wir uns über die Hunde. Unsere Hunde sind gleich alt - 2 Jahre.

Sie war ganz unglücklich weil sie ihren Hund nie im Gelände von der Leine lassen kann und ihr Hund alles hütet was sich bewegt - auch Autos. Sie wollte von mir dann wissen, wie ich das hinbekommen habe, dass mein Hund so etwas nicht tut. *puuuuh - als absoluter "Fan" dieser Rasse hatte da einen Kloß im Hals. Es stellte sich heraus, das es ihr erster Hund ist - als Welpe von einem Hobbyzüchter (Bauernhof) gekauft. Eigentlich ein typisches Dilema....keine Ahnung von Hunden schon garnicht von Border Collies.

Und jetzt frage ich euch.....was soll ich tun? Die Frau tat mir so leid und der Hund noch viel mehr! Das Beste wäre den Hund in "erfahrene Hände" abzugeben aber das kann man doch nicht anraten oder? Meiner Ansicht nach hat der Hund keinerlei Auslastung (Unterordnung in der Basis ist keine Auslastung für solche Hunde!) Ich habe ihr geraten sich schnellstens über die Rasse zu informieren und sich kompetente Hilfe zu suchen.( Bei Canis könnte sie sich fachlichen Rat holen) Ich wollte ihr ja nicht noch mehr Sorgen bereiten aber das wird nur noch schlimmer wenn sie nicht ganz schnell "das Richtige" für diesen Hund tut.

Es ist so typisch.....es gibt soooooooooooooo viele Hunderassen die sich als "nur" Familienhunde besser eignen als ein Border Collie...aber genau DER muss her. Schon mit 8 wo. hätte der Hund ein ausgeprägtes Hüteverhalten gezeigt (das ist durchaus normal bei Border Collies!)

Wenn ich der Frau meine wirkliche Meinung sage, redet sie nie wieder mit mir! Aber geholfen ist ihr damit auch nicht. Im Verein sah man das nicht als Besorgniserregend an....das wird schon - der Hund braucht mehr Zeit hies es. Unfassbar für mich!

Ich kann nicht wegsehen...auch wenn es mich nichts angeht. Was würdet ihr denn dieser Frau raten? Ich bin davon überzeugt, das SIE mangels Wissen und Erfahrung diesen Hund niemals auslasten kann....die Weichen sind schon gestellt.

Grübelnde und nachdenkliche Grüße,

Karen mit Bonny + Isa

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Karen, kannst du ihr nicht mal ein Rasseportrait aus dem Internet ausdrucken und ihr zu lesen geben?

Vielleicht sieht sie dann, dass sie was mit dem Hund tun muss, um ihn auszulasten!

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seh ich auch so und vielleicht rate ihr deine Hundeschule zu besuchen !!!

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Ich weiß dass der Rat ein wenig abgedroschen wirkt, aber ein richtig gutes Buch über eine Hunderasse zu lesen hat noch niemandem geschadet. Daraus erfährt man einiges.

Wenn es ihr erster Hund ist und sie so unsicher ist, würde ich ihr auch empfehlen in eine gute Hundeschule zu gehen, vielleicht kannst Du ihr dabei helfen eine gute zu finden.

Gibt es eigentlich Hundeschule's die sich auf so agile Rassen spezialisiert haben und sich auch wirklich damit auskennen? Der Gedanke kam mir gerade, das wäre doch gar nicht so übel, gerade für unsichere Ersthundebesitzer die ausgerechnet einen Border Collie gewählt haben. Nicht falsch verstehen, natürlich braucht man für alle anderen Rassen auch Know How, aber so ein BC ist in meinen Augen schon ein ganz aussergewöhnlicher Hund, vielleicht ein bisschen mehr als andere Rassen. Und wenn man dem nicht gerecht wird....dann ist das Ergebniss meist ein trauriges.

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Ja Renate....das mache ich. Kann ihr auch gerne einige meiner Bücher ausleihen nur ist das Kind ja leider schon in den Brunnen gefallen. Das kriegt sie nicht ohne kompetente Hilfe hin (wenn überhaupt! - meine Meinung)

@Stephi: in unserem Verein sind keine Hütehundespezialisten und da das eine ganz spezeille Rasse ist wäre das dringend notwendig. Außerdem haben wir nicht die Möglichkeiten Einzeltraining für Problemhunde anzubieten, wir haben einen sehr großen Zulauf!

Danke für eure Anregungen! LG,

Karen mit Bonny + Isa

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Nicht falsch verstehen, natürlich braucht man für alle anderen Rassen auch Know How, aber so ein BC ist in meinen Augen schon ein ganz aussergewöhnlicher Hund, vielleicht ein bisschen mehr als andere Rassen. Und wenn man dem nicht gerecht wird....dann ist das Ergebniss meist ein trauriges.

Da haschte Recht! Ist auch meine Meinung....

Gruß,

Karen mit Bonny + Isa

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Hallo Karen!

Deine Gedanken sind doch richtig. Was ist falsch daran sie zu äussern. Falsch wäre, wenn Du bei einem solchen Gespräch emotional werden würdest, das greift Menschen an und blockiert sie die tatsächliche Sachbotschaft zu erkennen.

Sachlich, nach besten Wissen, die Wahrheit zu sagen, war noch nie falsch. Was Dein gegenüber daraus macht ist seine Sache.

Verändere was Du verändern kannst, alles andere nimm gelassen hin.

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Hallo Karen!

Falsch wäre, wenn Du bei einem solchen Gespräch emotional werden würdest, das greift Menschen an und blockiert sie die tatsächliche Sachbotschaft zu erkennen.

Verändere was Du verändern kannst, alles andere nimm gelassen hin.

Hi Anita!

Da spricht die Fachfrau.....das mit den Emotionen ist so eine Sache! Beim Hund bekomme ich das ganz gut hin - beim Menschen weinger :(

Aber Dein Rat ist wirklich gut....was man nicht ändern kann gelassen hinzunehmen. Wohl dem der's kann...der lebt viel leichter! ;) Ich glaube ich muss da erst noch hinkommen.

Ich merke ich bin gehemmt ihr meine Meinung zu sagen also sind Emotionen im Spiel. Ist ja schon heikel wenn dir jemand rät deinen Hund wegzugeben! Außerdem könnte da ja jeder kommen oder?! Bei Dir ist das eine ganz andere Sache wenn Du jemandem diesen Rat gibst.....

Danke für den Rat! LG,

Karen mit Bonny + Isa

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Hi Karen

Grrr – das alte Thema: Berufshüter als Familienhunde. Da könnte ich auch jedes Mal die Krise kriegen.

Ich habe hier zwei solcher Ex-Familienhüter. Der eine bereits mit wenigen Monaten schon in den Zwinger abgeschoben (altdeutscher Hüter). Der andere super erzogen - keine Frage, die Familie hat sich wirklich Mühe gegeben. Nur das sich der Hund Arbeit gesucht und gefunden hat…. Und das dann irgendwann schief ging.

Der beste Artikel den ich dazu kenne: Problemhund BC

Ansonsten wäre ich unverblümt ehrlich. Kläre die Leute über die Rasse auf und hilf ihnen, einen Weg zu finden. Solange die Hundeschule so was als „normal“ abtut, wird die Familie keinen Anlass sehen, etwas zu ändern. Ist schließlich normal, das Hüter hüten.

Irgendjemand MUSS ihnen halt sagen, das es auch anders geht. Und manchmal ist man echt erstaunt, wie sinnig die Leute reagieren.

Die Familie meines Zweit-Hüters hat den Hund abgeben. SEHR schweren Herzens. Aber ich denke, alle sind glücklicher. Sie hätten ihn sicher auch behalten und ihr Verhalten geändert, wenn es ihnen zeitlich möglich gewesen wäre, nachdem ihnen durch sehr harte Worte dämmerte, was da passiert war. Leider war es für sie aber zu diesem Zeitpunkt nicht möglich, mehr Zeit aufzuwenden.

Sag der Frau nicht unbedingt deine Meinung – aber teile dein Wissen mit ihr. Geb ihr hilfreiche Tipps, schildere ihr, wie du es gemacht hast, mach Erfahrungsaustausch….

Wenn sie dich schon anspricht, wie du es hingekriegt hast, dass dein Hund nicht alles hütet, zeigt das ein gewisses Interesse und eine gewisse Anerkennung. Nutz das aus – und vergiss nicht, sie ebenfalls anzuerkennen, dass sie so einen Bauernhoflümmel halbwegs hingekriegt hat.

Verabrede dich zum Gassi mit ihr (immerhin müssen gleich alte Borders zusammen hüten ;) ) und zeig ihr, wie du mit deinem (und ihrem) Hund umgehst.

Ich bin sicher, dass sie sich peu à peu bei dir Sachen abschaut.

Toi toi – Trial und die Hütergang

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Hallo,

ich denke auch das da noch was zu machen ist, wenn die Dame

die richtigen Dinge tut wie Training, Auslastung sich eben die richtige

Hundeschule für sich und Ihre Fellnase sucht.

Und wenn Du sie ein wenig unterstützt, Man, das könnte doch noch

was werden meinst Du nicht?

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