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Hundeforum Der Hund
cloud

Überfordert

Empfohlene Beiträge

Hallo,

ich bin nicht stolz darauf, diesen Beitrag hier verfassen zu müssen. Aber ich brauche Rat.

Ich wollte einen Hund seit ich 7 bin (jetzt 20).

Ich habe unendlich viel Literatur gelesen, bin mit Tierheimhunden rausgegangen und mir alles sehr, sehr oft überlegt.

Seit drei Tagen habe ich nun einen kleinen Retrieverrüden hier bei mir. Ich wohne mit meinem Freund zusammen, der ist aber leider noch 12 Tage im Urlaub, weil der Termin, an dem ich ihn bekommen sollte, eigentlich ein anderer hätte sein sollen.

Ich wusste, dass es sehr anstrengend werden wird. Aber ich habe es anscheinend trotzdm noch unterschätzt.

Er verhält sich nicht großartig untypisch für einen Welpen. Ganz im Gegenteil.

Aber ich habe ziemlichen Schlafmangel, weil ich schon 3 Tage, bevor ich ihn geholt habe, schlecht geschlafen habe. Meine Eltern wohnen in einer anderen Stadt und sind auch ab morgen im Urlaub.

Ich komme nicht zum essen, trinken, duschen, geschweige denn zum lernen. Ich studiere (sehr entspannter Stundenplan), habe momentan noch anderthalb Monate frei - perfekte Zeit, dachte ich. Wenn er schläft, wollte ich eigentlich lernen, da ich am 1.10. noch einen Test schreibe.

Aber auch dazu komme ich aufgrund der Müdigkeit nicht.

Mein Rücken ist etwas kaputt und eigentlich tat er gar nicht mehr weh in letzter Zeit. Aber seit ich ihn immer hochnehme (wiegt 5Kilo) habe ich auch da wieder Schmerzen.

Ich fühle mich allein gelassen und überfordert. Ich hatte alles so gut durchdacht und überlegt und geplant. Und jetzt fühlt es sich so an, als wäre es nicht das Richtige.

Habe schon überlegt, ihn wieder abzugeben, wenn es so bleibt.

Ich kann einfach gerade nicht mehr. Sitze hier und heule rum.

Ich weiß nicht, was ich tun soll. Er ist gerade mal 3 Tage hier und ich denke schon so.

Eine Freundin hatte mal Katzenbabys und sie meinte, sie hatte auch riesige Zweifel und wollte sie wieder abgeben. Aber jetzt sind sie ihr Ein und Alles.

Aber ich empfinde eine Art Torschlusspanik. War es wirkich die richtige Entscheidung, Urlaube und Unternehmungen hinten anzustellen? Was ist, wenn er in anderthalb Moanten noch nicht anderthalb Stunden allein bleiben kann? Was ist, wenn ich nicht zum Lernen komme? Was ist, wenn durch den Stress irgendwie meine Beziehung kaputt gehen sollte?

Ich will eigentlich noch warten, bis mein Freund wieder da ist. Aber ich kann einfach irgendwie nicht mehr.

Vor mir liegt der größte Wunsch meines Lebens und ich kann ihm irgendwie nicht gerecht werden und spiele mit dem Gedanken ihn wieder abzugeben.. :-(

Was soll ich denn jetzt tun? Bitte gebt mri einen Rat, ich weiß gerade nicht mehr weiter. Vielleicht ist es die Übermüdung. Ich weiß es auch nicht.

Liebe Grüße,

cloud

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Hallo, Hallo...

Lies mal hier: http://www.polar-chat.de/topic_83915.html

Du bist nicht allein ;)

Kopf hoch. Das wird schon.

Nimms mit Humor!

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Das klingt mir sehr nach dem "Babyblues".

Ich habe das auch immer, je nach Hund mehr oder weniger.

Erstmal würde ich sagen: Ruhig Blut! Er ist erst seit drei Tagen da, ihr seid noch kein eingespieltes Team!

Dann: Gibt es vielleicht jemanden, der dich mal entlasten kann? Der vielleicht mit ihm rausgeht, zum Spielen (oder was auch immer man mit einem Welpen macht, ich kenn mich da nicht aus :D ).

Vielleicht kannst du dir außerdem andere Menschen mit Welpen suchen, die wissen, worum es geht und mit denen du dich austauschen kannst.

Ansonsten können dir hier viele Welpenerfahrene sicher noch viel mehr gute Tipps geben als ich. Ich bin aber sicher: Das wird schon! :)

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Erst mal durch atmen.

Und dann heißt es ab jetzt nicht mehr, dass schaff ich nicht sonder.

JA das schaffe ich und dann kann ich stolz sein.

Ich habe meinen Welpen mit 15 bekommen und musste mcih auch alleine darum kümmern.

Nur die kosten hat mein Vater solang bezahlt bis ich eine Ausbildung hatte.

Ich hab die ersten wochen auch gezweifelt, Nachts geheult wenn sie mir mal wieder unter das Bett geschissen hat.

Obwohl ich grad draußen war mit ihr.

Sie alles angeknabbert hat, nicht gehört hat, überall hin gepinkelt hat.

Gejammert hat weil sie nicht ins bett durfte,

Als sie es durfte hat sie auc da rein gepullert.

Sie hat alles an socken, bettwäsche usw zerstört was ich hatte.

Sie hat nicht gefressen. hatte durchfall

Dann war sie auch noch Krank.

Dann hat sie auch noch jagdtrieb.

Mag keine anderen Hunde, lief weg usw.

Ich war am Ende. ich hatte von nichts ahnung und wollte sie in den ersten 2 Wochen mindestens 100 mal ins Tierheim bringen.

Tja und nun ?

Ist sie mir das aller liebeste auf der Welt. mein Ein und alles.

Für keine Millionen würde ich sie weg geben.

Sie hört. Jagdtrieb ist so weit im griff. Stubenrein ist sie nun auch seit 7,5 jahren :D

Sie frisst gut, ist gesund und munter.

Verträgt sich mit anderen Hunden.

schlft im bett, aber ohne da rein zu pieseln.

Ist immer an meiner Seite. ist mein bester Freund, größter Helfer. Mein Seelenhund.

Und auch bei den anderen Beiden Hunden war es am Anfang blöd. Es ist immer ne umstellung, der Alltag ändert sich es tretten eventuel probleme auf. Man brauch vielleicht ein Trainer usw.

Trotzdem würd ich keinen meiner Hunde je abgeben.

Nach 3 Tagen ist es normal das man so fühlt.

Vorallem wenn du so unerfahren bist. Im moment allein da stehst und alles neu ist.

Was genau macht der Hund den das er dich so fertig macht ? Oder ist es einfach nur weil alles Neu und ungewohnt ist ?

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hallo cloud,

mir ging es ähnlich als meine Jamie bei mir eingezogen ist. Man geht die ersten Tage wirklich auf dem Zahnfleisch und dass du ganz alleine bist, macht es nicht besser. Aber diese Situation kannst du auch dafür nutzen, dass dein Welpe sich jetzt an dich bindet. Es ist eine Umstellung, plötzlich so ein kleines Pieselmonster in der Bude rumwetzen zu haben. Aber glaub mir (!!!) es gibt kein schöneres Gefühl als deinen Welpen auf dem Arm einschlafen zu sehen, die Liebe in seinen Augen für das, was du ihm gibst - Sicherheit, Schutz, Führung... und diese Liebe bekommst du ein ganzes Hundeleben. Spiel ein bisschen mit deinem kleinen Fratz, dann geh mit ihm vor die Tür und dann legt euch gemeinsam auf eine Decke und schlaft! Die Nähe die dein Hund von dir spürt, wird ihn seelig schlafen lassen.

Glaub mir, wenn ich meine - inzwischen 10 Monate "alte" - Hündin neben mir liegen sehe, ich lächel über die Gedanken die ich mir gemacht habe, die Sorgen und die Ängste. Das alles lohnt sich zu überstehen. Du bist bald nicht mehr allein, bis dahin hast du hier ziemlich coole Menschen im Forum die dir weiterhelfen... du packst das!! Ich habs auch geschafft :-)

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Geh mit deinem kleinen Welpchen in eine Welpengruppe.

Schau einfach, dass du "das richtige Maß" für den Umgang mit ihm findest. Dazu verhelfen Gespräche mit Gleichgesinnten. Vielleicht ist dein Hundi genauso gestresst wie du, weil du in seinen Augen viel zu viel mit ihm machst. Hunde - und vor allem Welpen - schlafen die meiste Zeit des Tages. Wenn das deiner nicht macht, hast du entweder ein "Hippel", dem du aktiv Ruhe auferlegen solltest, oder du hast einen Hund, der dir zuliebe ständig Action macht, weil er glaubt, du erwartest das von ihm.

Erzähl doch mal, wie euer Tag so aussieht. Was machst du mit dem Kleinen? Wie oft und wie lange?

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Das ist der berühmte "Hunde-Blues"....

Geht vorbei! Und hinterher schämt man sich sogar ein bißchen dafür :D

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Originalbeitrag

Geh mit deinem kleinen Welpchen in eine Welpengruppe.

?

Das würde ich nicht unbedingt empfehlen... lieber Kontakt mit ausgewählten, souveränen Hunden.

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Ja, das ist der "Babyblues", der nicht nur Babys betrifft.

Wäre es kein Hund, sondern ein Kind, hättest du jetzt eine Hebamme, die dir sagen würde, dass es ganz vielen jungen Müttern so geht und diese Gefühle vollkommen normal sind.

Ein neuer Lebensabschnitt beginnt - aber ein alter endet auch, da ist es normal, dass man auch ein bisschen trauert.

Mir ging es so, als ich mein Haus gekauft habe und eingezogen bin. Ich hab sogar geträumt, in einem Sarg zu liegen und da nie wieder rauszukommen :Oo

Sowas vergeht. Und ist kein Zeichen für Überforderung sondern ein normaler, psychischer Prozess. Den einen erwischt es mehr, den anderen weniger. Und die meisten genau an der Stelle, wo sie nie damit gerechnet hätten.

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(bearbeitet)

Ach herrje, Du hast einen Welpen-Blues, das ist nicht so unnormal!

Wenn Du mal Kinder haben wirst, kann es gut sein, dass Du Dich am Anfang ähnlich fühlen wirst!

(Wobei da natürlich der Gedanke an "Wiederabgabe" fehlen wird, hoffe ich jedenfalls! :D )

Es ist nun einfach mal anstrengend, einen Welpen grosszuziehen, ich muss das nicht mehr haben, aber ich bin auch schon was älter als Du! ;)

Und es bringt natürlich erstmal Dein ganzes Leben durcheinander, eine Routine muss sich erst entwickeln, aber das wird sie.

Ich bin sicher, Du hast Dich gut vorbereitet (auch wenn man mal wieder sieht, auf Alles ist man doch einfach nie vorbereitet!) und es wird die Zeit kommen, da wirst Du schmunzelnd an Deine jetzige Verzweiflung zurückdenken!

Als erstes solltest Du Dich damit beschäftigen, dass der Kleine "Ruhe lernt" und nicht den ganzen Tag bespasst werden will.

Vielleicht wäre es hilfreich,ihn an eine Box als Ruhe- und Rückzugzone zu gewöhnen, so könntest Du auch für Dich immer mal wieder ein paar Minuten rausholen, in denen Du nicht auf ihn achten musst.

Wenn Ihr die Entscheidung "pro Hund" gemeinsam getroffen habt, wird auch Eure Beziehung den Welpenstress überstehen, da bin ich sicher.

Ob Dir die Freude einen Hund als Begleiter zu haben das Hintenanstellen von Unternehmungen und Urlauben (alles auch mit Hund möglich!) wert ist, hast Du Dir bestimmt vorher überlegt, nur bezweifelst Du es wohl im Moment, weil Du Dich überfordert fühlst!

Das bleibt nicht so!

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