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Hundeforum Der Hund
Jasperxy

Ist das Aggression oder wie soll ich es verstehen?

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...und vor allem: wie kann ich es unterbinden?

kurz knapp vorweg die Randdaten:

-Rüde Jasper, Border Collie, unkastriert

-soll 3 Jahre alt sein (die Tierarzt schätzt ihn eher auf mind.5)

-ist seit knapp 7 Monaten bei uns

-kannte rein gar nichts und konnte auch nix (Grundkommandos o.ä,)

-hatte Angst vor allem und jedem (vor allem Männer) auch vor anderen Hunden

-wirkte ständig "depressiv" und lustlos

Wie schon in einem anderen Thread berichtet, haben wir nun (nach echt harten Anfangs-

monaten) einige Baustellen abgebaut. Er ist mittlerweile ein recht entspannter und vor allem

fröhlicher Hund geworden. Er hat den Grundgehorsam schnell gelernt, läuft meist ohne Leine

und ist gut abrufbar (dank langem Schleppleinen-Training), auch bei Wild....nur bei entgegen-

kommenden Hunden hört er nicht immer auf Abruf und wird daher angeleint, wenn sie auftauchen.

Bisher war er jedem Hund gegenüber freundlich oder zumindest neutral aufgetreten.

Nun gab es vor einigen Wochen aber einen Beißvorfall, er war an der Leine, der andere Hund

nicht. Der andere Hund stürzte sofort auf ihn und ohne jegliches vorheriges Schnüffeln startete

eine Beisserei, bei der aber glücklicherweise niemand zu Schaden kam. Diesem Rüden versuchen

wir nun nach Möglichkeit aus dem Weg zu gehen, was nicht immer einfach ist, denn er wohnt in

der Nachbarschaft.

Nun ist letzte Woche folgendes passiert: ein Rüde (ebenfalls ein Border), mit dem es vor 2 Monaten mal einen Vorfall an der Leine gab (der andere war agressiv an der Leine und wir haben zu spät reagiert), erschien am Donnerstag zu Jaspers Agility Stunde auf dem Hundeplatz.

Der andere "begrüßte" Jasper mit einem tiefen Knurren und sass dann an der Leine und

wartete auf seinen Einsatz für die Agi-Runde.

Als Jasper dran war (logischerweise ohne Leine) hat er konzentriert mit meinem Mann

gearbeitet, ist aber nach Abschluss der Runde (trotz Rückruf) direkt zu dem Border gelaufen,

hat ihn 1mal umkreist und ist dann auf ihn los! er hat also quasi "angefangen".

Es gab Lärm, passiert ist nix. Trotzdem war mein Mann ziemlich geschockt, dass unser

ehemals so ängstlicher Hund sich plötzlich so zeigt.

Die Hundetrainerin hat recht gelassen darauf reagiert und sein Verhalten damit erklärt,

dass die beiden wohl noch eine Rechnung offen gehabt hätten. Wir sollten uns nicht einen

zu grossen Kopf darum machen, die beiden müssten in Zukunft eben wirklich getrennt trainieren.

Soweit so gut. Heute aber war ich mit Jasper beim Longieren. Es kam ein neuer Hund

dazu, ein junger sehr unsicherer Irish Setter Rüde. Da die anderen Teilnehmer noch nicht

da waren, sollten die beiden erstmal auf dem Platz ohne Leine laufen und sich kennenlernen.

Von Jasper gab es ausgiebiges Schnüffeln, der andere zeigte sich unsicher.

Daraufhin zwickte Jasper ihn in die Seite und fing an, ihn zu umkreisen, liess sich zwar

erst von mir abrufen, lief aber sofort wieder zu ihm und zwickte ihn erneut, obwohl

der Andere schon bei seinem Frauchen Schutz gesucht hatte. Das war wirklich keine rüde

Spielaufforderung oder so, Jasper wollte ihn echt ärgern!

Beide Hunden kamen an die Leine und das Training begann. Jasper arbeitete wie gewohnt

konzentriert mit und interessierte sich auch nicht mehr groß für den anderen.

Die Trainerin meinte, dass er jetzt langsam "aufgetaut" sei und immer selbstbewusster

wäre (was wir ja auch wollten) und nun austesten würde,wie weit er gehen könne.

Wir sollten das konsequent unterbinden, uns aber keine grosse Sorgen machen, er wäre

kein wirklich agressiver Hund.

Trotzdem liegt mir das im Magen!

Bei Hündinnen gab es bisher noch nie dieses Problem und bisher hab ich im Wald immer

gesagt, wenn ich gefragt wurde "nee, der versteht sich mit jedem", dann wurden die Leinen

losgemacht und es ist nie was passiert. Das trau ich mich jetzt nicht mehr....

Jetzt würde mich Eure Einschätzung dazu interessieren!

sorry, ist wirklich lang geworden, danke an alle, die durchgehalten haben :)

Conny

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kleiner Nachtrag:

Jasper kommt aus einem Animal Hording Haushalt (ist da geboren), sollen so

50 Tiere in einer Wohnung gewesen sein.

Auf bellende Hunde (egal wie gross oder klein) reagiert er nach wie vor ängstlich

und zurückhaltend.

Wenn er mit einem Hund spielt und es kommt ein dritter dazu, räumt er sofort das

Feld, als hätte er Angst, der andere könnte "Besitzansprüche" auf den Spielgefährten

geltend machen wollen.

vielleicht hilft das bei der Beurteilung?

hat vielleicht doch jemand einen Tip für mich?

oder mach ich mir wieder einmal viel Gedanken um nix?

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Hallo :)

Ich würde mich deiner Trainerin anschließen, dass - neben anderen Dingen die noch eine Rolle spielen - nach 7 Monaten dein Hund nun "bei euch" ist.

Bei Lemmy kam auch mit 6 Monaten bei mir ein kleiner Umschwung im Verhalten, ich weiß nicht mehr was genau, ich erinner mich aber noch daran, dass er mit einem Mal "frecher" wurde.

Nen wirklichen Rat hab ich jetzt nicht, außer natürlich dem deiner Trainerin - nicht zulassen! Und das heißt vermutlich auch, genauer hinsehen wie dein Hund sich bei anderen Hunden verhält und bei den ersten Anzeichen von "Motzeritis" schon unterbrechen/verbieten.

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Danke Lemmy für Deine Antwort.

Wahrscheinlich hast Du (und meine Trainerin) Recht und er testet nur aus,

eben WEIL er sich jetzt endlich sicher fühlt, was ja eigentlich toll ist.

Ich werde versuchen, dieses Stänkern zu unterbinden und hoffe, dass es nicht

schlimmer wird.....und ich weiss, dass auch ich in solchen Situationen etwas ruhiger

werden muss und nicht immer gleich ein neues Drama auf mich zu kommen sehen darf.

in diesem Sinne: Ooooooohmmmmmm ;)

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Für Hibbelhunde (ich hab auch so einen, wenn auch keinen Border) ist es wirklich gut, wenn man mehr Ohmmmmm im Leben hat :D

Umgekehrt ist es prima, wenn einem ein Hibbelhund auf die Art mal zeigt, dass es auch einen Schritt langsamer geht, wenn man durch eine Tür will ;)

Viel Erfolg weiter, und auch wenn ich im Moment nicht denke, dass es extrem gefährlich gemeint ist: wehret den Anfängen! Solch einen Mist gewöhnt man sich schnell an und dann ists echt eklig :(

Auch das kann ich leider aus Erfahrung bestätigen :Oo

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Mein Tipp: Mach den inneren Film schleunigst aus. Wenn du nämlich dann bei Hundebegegnungen ständig daran denkst was passiert ist, dann wird genau das auch wieder passieren. Da gehen deine Gedanken direkt in die Leine über und übertragen sich auf den Hund.

Das heißt für dich: Arbeite an deiner Einstellung und an deiner Ausstrahlung, vermittle Sicherheit und Ruhe. Bei den Hundeplatzsachen würde ich sagen: Mit Leine auf den Agiplatz und sofort nach der Runde ist die Leine dran und du legst den Hund auf einen festen Platz. Dort bleibt er, andere Hunde werden nicht genervt.

Und wie Friederike so schön sagt: Wehret den Anfängen :) wenn man direkt daran arbeitet tut man sich so viel leichter als wenn es sich über Monate hin einschleicht.

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ein Hibbel ist er nicht mal.....

aber mehr Ohmmmm kann ich durchaus gebrauchen, allgemein im Leben, nicht nur

beim Hund /wahrscheinlich bin also ich eher der Hibbel bei uns beiden) :)

ja, ich muss mal wieder an meiner Ausstrahlung (und Einstellung) arbeiten, hätte früher nie

gedacht, dass das so einen Unterschied machen kann.....

Film ausschalten fällt erstmal schwer, aber ich geb mir Mühe.

Wehret den Anfängen....das trifft es sicher....ich werde zusehen, dass sich da nix

einschleift....

und wenn gar nix mehr hilft hat meine Hundetrainerin mir geraten:

"Bind ihn einfach am Hundeplatz an, ich nehm ihn dann schon mit"

ich meine, ich hätte da ein paar Herzchen in ihren Augen gesehen....

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Sing sobald der Film auftaucht innerlich Madonna-Songs. Ich empfehle immer "Like a Virgin" :D

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Oh Gott Saskia, das werde ich doch jetzt nie wieder los

:o

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I made it through the wilderness

Somehow I made it through

Didn't know how lost I was

Until I found you

:whistle

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