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polar-chat.de  Der Hund
Moonchild77

Wie richtig reagieren bei Begegnungen jeglicher Art???

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(bearbeitet)

Hallo Foris,

also irgendwie kommen wir gerade nicht vorwärts mit Sam, aktuell 8 Monate alt.

Wie ich ja in einem anderen Fred schon geschrieben habe, ist er zuhause ein absolut toller Hund. Er hört, er ist respektvoll und devot, er ist einfach nur lieb und problemlos.

Doch sobald man mit ihm raus in die große weite Welt geht, ist´s vorbei mit lieb sein. Bis vor kurzem war auch die Leinenführigkeit ein Problem, dass hat sich wieder gelegt, klappt also wieder besser.

Kommen jedoch Leute entgegen, will er unbedingt hin, springt in die Leine, winselt und bellt manchmal auch. Sind Hunde dabei, wirds noch ekliger, da geht er dann richtig ab, nicht aggressiv, er WILL da JETZT halt HIN, SOFORT!!! Auch bei Radfahrern und Joggern müssen wir aufpassen mittlerweile. Dann lassen wir ihn am Straßenrand absitzen und für jeden Blickkontakt gibts Leckerli, dass klappt sehr gut. Doch wenn ein Hund mit im Spiel ist, geht das überhaupt nicht. Manchmal kommt er dann richtig in Rage. Beißt in die Leine, springt am Herrchen hoch, er wird halt richtig frech.

Leider kann ich selbst momentan nicht mit Sam arbeiten wg. eines Beinbruchs, ich fall noch bis Mitte Oktober aus und so übernimmt nun meine bessere Hälfte den Akt. Allerdings muss ich dazu sagen, dass er viiiiiel zu weich ist. Da wird ein bisschen mit treudoofen Blick geschmachtet und schon ist Sam ein armes Bubi :Oo:wall:

Also muss ich nochmal eingehend mit ihm reden, dass ist wohl die größere Aufgabe :Oo

Wir bekamen nun also schon verschiedene Herangehensweisen. Hund absitzen lassen geht gut, solange kein Hund im Spiel ist. Auch Richtung wechseln, großen Bogen machen funktioniert, ist aber leider nicht immer möglich. Im Fall, wo es nicht möglich ist, den Hund körperbetont abdrängen und bestimmt und souverän am anderen Hund vorbei ziehen, schaff ich persönlich kräftetechnisch nicht. Als absolute Notmaßnahme wurde mir zu einem Spritzer Wasser geraten.

Ich möchte also nun für uns eine konsequente Handlung finden, mir ist jedoch wichtig, dass Sam auch verknüpft. Ich kann mir jedoch schwer vorstellen, dass Hund durch Situationsvermeidung lernt, wie er sich alternativ verhalten kann. Gehe ich also immer diesen Begegnungen aus dem Weg, kann ich meinem Hund ja nicht zeigen, was ich von ihm erwarte :??? Spritz ich ihm auf´s Ohr, unterbricht der Hund mit Sicherheit, allerdings aufgrund Fremdeinwirkung und nicht wg. meiner "Autorität"... ich weiß nicht, ob ich rüberbringen kann, was ich meine.... mir ist wichtig, Sam zu zeigen : SO NICHT MEIN FREUND!!!! Aber er ist da wie weggedriftet, wie in einer anderen Welt... :(

Nun würde mich interessieren, wie ihr Ruhe und Souveränität in solche Begegnungen gebracht habt. Mein Ziel ist, wieder entspannt und stressfrei überall mit Sam spazieren gehen zu können, so wie es bis zur Pupertät immer möglich war. Jetzt führt er sich auf, als würde er das alles zum ersten Mal sehen :wall:

Für was also die ganzen Begegnungsübungen, Frustrationsübungen usw., wenn jetzt alles so ist, als käme er aus schlechter Kellerhaltung :motz:

Danke für´s Lesen und für Tipps :kuss:

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Hi,

meine Erfahrung ist, dass ein Hund sehr genau weißm wer da am anderen Ende der Leine hängt und wie der drauf ist. Habe ich schon oft beim Training mit meinem Trainer erlebt. Hund zieht wie doof, Trainer sagt, gib mal her - übernimmt und Hund hört aufs Wort. Tja.

Wenn du also wieder fit bist und das Training wieder übernimmst, dann ist es meiner Meinung nach egal, wie und was dein Mann gemacht hat. Er lernt (also der Hund): "Okay, jetzt ist Frauchen da, da darf ich dies nicht". Wenn dein Mann nicht entsprechnd trainiert, dann wird der Hund bei ihm ganz anders sein.

Aber ich finde, dass ist die Sache von deinem Mann, was er beim Hundverhalten wie toleriert und zu ertragen bereit ist.

Gruß

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jubb, diese Einstellung teile ich auch. Doch es wird nun an die 6 Wochen dauern, bis ich wieder richtig laufen kann. Von Hund an der Leine festhalten, wenn der ausflippt, brauch ich nicht zu reden. :(

Und mir ist halt wichtig, dass sich das rüpelhafte Verhalten nun nicht "einschleift". Denn das dann raus erziehen ist ja noch schwieriger :so

Bei anderen Dingen habe ich auch kein Problem, zwei Augen zuzudrücken, dass ist dann das Problem vom Männe. Da weiß ich auch, dass Sam bei mir genau weiß, dass er um bestimmte Dinge nicht drum rum kommt. Aber was nun die Umwelttauglichkeit betrifft, da hab ich eben keinen Einfluss für längere Zeit und das macht mir doch ganz schön Bauchweh...

Das Sam auch mich nicht ernst nimmt und überhaupt nicht von meiner Körpersprache beeindruckt ist, wenn er da so abflippt, ärgert mich natürlich sehr. Doch daran will ich ja arbeiten, bzw. arbeiten lassen :kaffee:

Ich hoffe somit auf Tips und Erfahrungsberichte mit der Hoffnung, etwas für uns mitnehmen zu können.

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Hallo :winken:

blöde Situation grade mit deinem gebrochenen Bein.

Aber ich denke auch, dass der Hund nachher ganz klar unterscheidet, wer am anderen Ende der Leine hängt. Natürlich würde es die Sache aber absolut erleichtern, wenn dein Mann jetzt an dieser Problematik ebenso arbeiten würde wie du - auch für Sam, da es hier ja einfach um SEIN Fehlverhalten geht.

Ich würde an deiner Stelle nochmal eindringlich mit deinem Mann reden.

Du hast weiter oben geschrieben, du willst ihm klarmachen "So nicht, mein Freund!"

Wie würdest du das denn bei einem Menschen machen?

Ich weiß nicht, ob du Kinder hast - da ist dieser Spruch nämlich fast an der Tagesordnung :D

Meine Hündin hatte auch an der Leine Fehlverhalten gezeigt - sie ist auf alles aggressiv losgegangen, was ihr nicht respektvoll genug entgegengekommen ist :wall:

Ich hab alles versucht.

Aus der Situation rausgehn (keine gute Möglichkeit, weils oft gar nicht möglich ist und man sich ja den Situationen auch stellen sollte).

Absitzen lassen und Blickkontakt mit Belohnung - voll in die Hose gegangen.

Sie hatte mich damals echt an der Leine schon mehrfach umgerissen.

Und dann war ich auch soweit und sagte: "So nicht, mein Freund!"

Ich hab sie im Auge behalten beim Spaziergang und sowie sie schon den ersten Blickkontakt zu dem anderen Hund aufgebaut hat und sich groß gemacht hat, hab ich sie leicht in die Seite geschubst mit einem klaren und unmissverständlichen "HEY"...oder "LASS ES"

...und siehe da...nach ein paar Mal brauchte ich nur noch ein leichtes Zuppeln an der Leine mit einem leisen "Hey" und heute gar nichts mehr...sie ist lammfromm. :D

Ich denke, man muss in dem, was man tut, authentisch sein und klar und unmissverständlich. Dann ist es eigentlich egal was man tut - der Hund wirds kapieren.

Und ist doch auch gut, wenn man mal an sich selbst arbeiten kann. Hilft einem ja auch im Alltag. ;-)

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Du hast weiter oben geschrieben, du willst ihm klarmachen "So nicht, mein Freund!"

Wie würdest du das denn bei einem Menschen machen?

Ich weiß nicht, ob du Kinder hast - da ist dieser Spruch nämlich fast an der Tagesordnung

Ja, ich habe 2 Buben. Mit denen klappt auch alles super toll. Da kann man halt auch reden und an die Vernunft appelieren :)

Jedoch ist die Muttersprache der Hunde ja eigentlich Körpersprache, da hapert es wohl, bzw. spüren sie ja jegliche Nervosität und selbst wenn man autoritär und souverän durch eine Situation gehen will, sie checken es soooofort!!!

Meine Hündin hatte auch an der Leine Fehlverhalten gezeigt - sie ist auf alles aggressiv losgegangen, was ihr nicht respektvoll genug entgegengekommen ist

Ich hab alles versucht.

Aus der Situation rausgehn (keine gute Möglichkeit, weils oft gar nicht möglich ist und man sich ja den Situationen auch stellen sollte).

seh ich genau so....

Absitzen lassen und Blickkontakt mit Belohnung - voll in die Hose gegangen.

klappt nur, wenn es sich nicht um eine Hundebegegnung handelt und auch wenn Jogger, Radfahrer oder dergleichen vorbei sind, muss man warten und sehen, dass Sam nicht doch noch hinterher geht...

Sie hatte mich damals echt an der Leine schon mehrfach umgerissen.

was meinst Du, weshalb ich ein gebrochenes Bein habe???

Und dann war ich auch soweit und sagte: "So nicht, mein Freund!"

Ich hab sie im Auge behalten beim Spaziergang und sowie sie schon den ersten Blickkontakt zu dem anderen Hund aufgebaut hat und sich groß gemacht hat, hab ich sie leicht in die Seite geschubst mit einem klaren und unmissverständlichen "HEY"...oder "LASS ES"

darauf reagiert Sam in keinster Weise. Er ist da, wie schon gesagt, wie weggebeamt. Ich kann ihn touchieren, a la Cesar mit dem Fuß anstupsen und ihn mal fester am Halsband oder Geschirr packen. Mein Eindruck ist, dass er da nur noch narrischer wird....

...und siehe da...nach ein paar Mal brauchte ich nur noch ein leichtes Zuppeln an der Leine mit einem leisen "Hey" und heute gar nichts mehr...sie ist lammfromm.

wie alt war sie in der schlimmsten Zeit und wie alt ist die Süße heute?

Ich denke, man muss in dem, was man tut, authentisch sein und klar und unmissverständlich. Dann ist es eigentlich egal was man tut - der Hund wirds kapieren.

Und ist doch auch gut, wenn man mal an sich selbst arbeiten kann. Hilft einem ja auch im Alltag. ;-)zitieren

Das seh ich genauso! Man bekommt nicht den Hund, den man will, sondern den, den man braucht! :)

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Also ICH hab es damals nicht geschafft, in solchen Situationen immer autoritär und souverän zu bleiben und ich war auch ein Nervenbündel....is doch kein Wunder wenn man so ne 30 kg-Rakete mit an der Leine hat! ;-)

Wenn du DEN gefunden hast, der dir beibrigt wie man DAS schafft, dann stell ihn sofort hier im Forum vor - ich glaub, er hat viel zu tun! :D

Akita war damals auch in der Pubertät (ca. 10 Monate) und es hat etwa 2 Jahre gedauert bis ich alle Methoden durchprobiert und abgehakt hatte. Bis ich zu dieser hier gekommen bin - dann wars innerhalb weniger Tage vorbei mit dem Rumgerüpel. Heute ist sie 5 und wir haben keine Probleme mehr damit.

Aber es war wirklich bei ihr sehr wichtig - und das ist glaub ich bei allen Hunden so - dass sie gar nicht erst ins "weggebeamt"-Stadium kommt, wie du es beschrieben hast. Dann war nämlich nix mehr zu machen. Totaler Flash, nicht mehr ansprechbar. :wall:

Ich habs dann abgehakt und nächstes Mal früher reagiert....wie gesagt, schon beim ersten Blickkontakt, Kopf heben und Ohren aufstellen. Dann hats geklappt.

Man bekommt nicht den Hund, den man will, sondern den, den man braucht! zitieren

So isses! ;)

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Originalbeitrag

...

Aber es war wirklich bei ihr sehr wichtig - und das ist glaub ich bei allen Hunden so - dass sie gar nicht erst ins "weggebeamt"-Stadium kommt, wie du es beschrieben hast. Dann war nämlich nix mehr zu machen. Totaler Flash, nicht mehr ansprechbar. :wall:

Ich habs dann abgehakt und nächstes Mal früher reagiert....wie gesagt, schon beim ersten Blickkontakt, Kopf heben und Ohren aufstellen. Dann hats geklappt.

Richtig! Verhalten im Ansatz unterbinden, fast noch effektiver: das Verhalten im Keim "ersticken". Also noch bevor er überhaupt Anstalten macht Fehverhalten zu zeigen, du aber weißt, dass er es gleich zeigen wird. Ist ein sehr schmaler Grat! Aber es steht und fällt mit dem Timing der Korrektur!

Ich habe deinen Sam ja kennen gelernt. Es ist noch sehr viel "heiße Luft" die er durch dieses Verhalten an den Tag legt. Das bleibt aber nicht dabei, irgendwann ist es Abneigung gegen andere Hunde, Abneigung die aus nicht passenden Korrekturen resultiert. Dem musst du jetzt entgegenwirken. Und wenn du die Erfahrung gemacht hast, dass Sam deine "körperlichen" und verbalen oder was auch immer für welche Korrekturen nicht annimmt, weil in dem Moment nicht passend, dann setze einen Cut, indem du wie oben bereits geschrieben sehr viel früher reagierst.

Ansonsten wünsch ich dir gute Besserung und an deine bessere Hälfte nen lieben Gruß, er möge die nächste Zeit in Sam einfach nur den Hund sehen, der nach einer klaren und verlässlichen Führung sucht und nicht den süßen Sam der herzerweichend gucken kann:-)

Grüßle

Grifuba

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Hallo Grifuba :kuss:

tjaaaa, leichter gesagt als getan mit den Männern. Bei den Kindern ist er da konsequenter, bzw. nicht so nachsichtig :Oo

Sam wird bereits, bevor er selbst reagiert, zur Seite genommen. Und er hält dann auch seine Aufmerksamkeit so lange bei mir, bis der Hund auf gleicher Höhe ist. Dann will er an mir vorbei preschen. Da kann ich vorher wirklich mit rohem Fleisch vor seiner Nase wedeln, ich kann mich zum Hampelmann machen, sobald der Hund auf gleicher Höhe ist, evtl. sogar auch rumkläfft, kann ich Sam nicht mehr blocken. Oft ist halt ein großer Bogen auch nicht möglich... Wie soll man dann noch auf den Kerl einwirken... seufz ... und es ist ja eine extreme Frechheit, mich so zu "übergehen"...

Um Hundebegegnungen nicht so ausarten zu lassen, würde wirklich nur konsequenter Richtungswechsel helfen. Beim Gassi gehen ja kein Problem, läuft man halt wieder retour. Schwierig jedoch, wenn wir einen Ausflug machen, durch eine Stadt schlendern o.ä. ....

Ich habe Deinen Rat befolgt, ich bin da emotional total frei, habe keinerlei schlechtes Gewissen und es tut uns beiden gut Grifuba. Danke nochmal für das vergangene Telefonat :kuss:

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Hallole,

ja, das mit dem schlechten Gewissen hat mich auch einige Zeit gekostet... ;)

Braucht man aber net haben, da hab ich auch einiges von Grifuba mitgenommen, gelle! :winken:

Wenn man keinen Richtungswechsel machen kann, dann "Augen zu" und durch... natürlich nur bildlich gesprochen, man soll sich ja beim Gassi gehen net verletzen...*duckundweg* :kuss:

Das mit dem Absitzen hat bei uns auch genau so lange funktioniert, bis der andere Hund da war, dann gings ab, von daher mache ich das nimmer. Aber wir sind ja auch noch auf dem Weg, wie Du weißt. :kaffee:

Bis dann, gute Besserung nochmal!

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dangööö Nanne :kuss:

geteiltes Leid ist halbes Leid !! :)

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