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polar-chat.de  Der Hund
Moony90

Hund gesund. Aber irgendwie doch nicht

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Hallo, ich habe ein recht seltsames Problem.

Mein Hund ist gesund und ihr Allgmeinbefinden lässt auch nicht zu wünschen übrig und DOCH habe ich das Gefühl, etwas stimmt mit ihr nicht.

Ich habe Ronja vor nunmehr 10 wochen aus dem Tierheim Wesendahl geholt (was für ein Drecksloch, aber ich konnte sie nicht dort lassen!)

An dem Tag, als wir sie kennenlernten, war alles in Ordnung mit ihr. Keinerlei Krankheitsanzeichen.

Vier Tage sppäter jedoch, als wir sie abholten, wurde uns von einer der sehr *hüstel* kompetenten Mitarbeiterinnen gesagt, es würde einen Moment dauern da die Kleine sich heute nicht so wohl fühle.

Ich war verwirrt, aber an meiner Entscheidung war nichts mehr zu rütteln. Es dauerte eine dreiviertel Stunde bis sie uns den Hund endlich brachten.

Auf dem Weg nach Hause war nichts zu spüren, auch ihre erste Autofahrt überstand sie ohne sich zu übergeben :)

Doch zu Hause angekommen bemerkte ich einen seltsamen trockenen Husten bei der Kleinen, der stets in einem Würgen endete.

Ich schob es auf das Halsband (sie hatte vorher ein Geschirr um) obwohl sie nicht gezogen hatte.

In den nächsten drei Tagen wurde das schlimmer, sodass ich direkt zur Tierärztin fuhr (Bei dieser war ich erst ein Mal mit unserem Hamsterchen, der leider 6 Wochen danach verstarb). Die Tierarztpraxis kam mir gut vor. Wisst ihr was ich meine? Man fühlt sich in kompetenten Händen und wird dann enttäuscht.

Nachdem dir Ärztin dann keinerlei Defekt in Ronjas Atemapperat feststellen konnte und mir mitteilte, dass alles mit meinem Hund in Ordnung sei, empfahl sie mir noch einen Kastrationstermin für die kleine in der nächsten Woche (damals ca. 3 1/2 Monate alt!), eine Wasserpistole gegen das extrem ängstliche Bellen und schickte mich nach Hause.

Aber der Husten mit anschließendem Würgen wurde nicht besser.

Dann bekamen wir einen Tipp von einem bekannten Hundebesitzer. Eine Tierärztin in unserer kleinen Stadt, die sich auf Homöopathie spezialisiert hat und laut mehrerer Quellen schon totgeglaubte Tierchen wieder ins Leben geholt hat.

Gesagt, getan.

Bei dieser Tierärztin fühle ich mich wesentlich wohler, auch wenn sie keine schicke und sauteuer aussehende Praxis hat.

Sie stellte dann auch gleich leicht geschwollene Lyphknoten fest und hörte sie gründlich ab.

Ihre Diagnose war eine leichte Virusinfektion, die in den weniger gut isolierten Tierheimen gern mal rumgeht.

Ronja bekam zwei homöopathische Spritzen (ohne Quietschen, die Frau kann sehr gut spritzen) und einige Globuli verabreicht.

Und siehe da! Es wurde zunehmend besser und nach zwei Wochen war der Husten mit anschließendem Würgen(manchmal auch Erbrechen) verschwunden.

Dann hatten wir einige Wochen Ruhe, bevor sie sich bei einem ihrer 5-Minuten-Durchdreh-Sprints am Bett eine Vorderpfote verletzte. Als das schlimme Humpeln über Nacht (es war kurz vorm Schlafengehen) nicht besser wurde, es Freitag Abend war und mein Mann das Auto für die Arbeit brauchte, schleppte ich sie am nächsten Tag also in einer Reisetasche die 2 km zum Tierarzt. Von dem halte ich kaum etwas, aber ich dachte, eine verletzte Pfote würde sogar der "Mann" hinbekommen.

Im Wartezimmer fiel mir ein Bernersennenhund auf, der sich praktisch die ganze Zeit irgendwo kratzte oder rumknabberte. Er war vor uns dran und wohl wegen akkuten Durchfalls dort.

Als ich dann an der Reihe war, bemerkte ich viele Haare vom Berner auf dem Tisch und fragte ihn, ob er den Tisch noch abwischt bevor ich meine draufsetze. Aber er hatte es eilig und wollte sofort loslegen. (Noch am selben Abend begann Ronja, sich genauso intensiv zu kratzen wie ihr Vorgänger beim TA. Was uns Flöhe einbrachte, die aber direkt im Keim erstickt wurden. Habe nach der Behandlung und Wohnungsentflohung nichts mehr an Flöhen gesehen und auch das Kratzen und knabbern hörte auf. )

Nach einer dilletantischen Untersuchung ordnete er zwei Röntgenbilder an, die er im Nebenraum auch sogleich schoss. (bei der Auswertung hätte er kompetente Unterstützung gebraucht denke ich).

Er stellte eine Stauchung und Prellung der mittleren Zehen fest, spritze Ronja unter lautem Quietschen Schmerzmittel und Antibiotika, knöpfte mir 102,03 € ab und entließ uns wieder.

Die Pfote besserte sich und verheilte schließlich ganz, aber kurz danach bekam Ronja Durchfall. Einmal waren da, meiner Meinung nach, zwei verschluckte Haushaltsgummies dabei. Zwei Wochen später erbrach sie sich drei Mal in der Nacht, bekam blutigen Durchfall und wollte plötzlich nicht mehr fressen. Ich packte den erneut erbrochenen "Gummi" in eine Plastiktüte uns machte mich sofort auf dem Weg zur Tierärztin.

Die vermeintlichen Gummies stellten sich dann als Spulwürmer heraus. (Und das, obwohl ich sie erst 6 Wochen zuvor entwurmt hatte) Frau Dr. meinte, die Kleine hätte Dickdarmkälte und wäre sehr empfindlich.

Wir entwurmten noch am selben Tag und durften uns dann über lebende Häufchen freuen...

Schon am nächsten Tag ging es ihr besser. Sie frisst wieder gut (anfangs Schonkost) und fühlt sich putzmunter.

Allerdings habe ich schon wieder das Gefühl, dass mit ihr etwas nicht stimmt. Dieser seltsame Husten ist wieder da. Seltener, aber dennoch.

Gestern habe ich einen Floh gesehen und fürchte, die nächste Tortur kommt auf uns zu.

Nachdem ich gestern schon mal umsonst zur TAin gefahren bin (gestern keine Sprechstunde, Zettel an der Tür) werde ich heute noch mal mit der Kleinen hinfahren und etwas zum Entflohen holen sowie ihren Husten noch mal vorstellen.

Es ist zum Verzweifeln! Ich habe den Hund jetzt 2 1/2 Monate und war schon öfter beim Tierarzt als irgendwas sonst.

Ich weiß nicht, was ich noch machen soll, wenn da wieder nichts bei rauskommt.

Sie ist ja eigentlich gesund, fühlt sich pudelwohl und tobt und und und....aber ich habe immer dieses Gefühl, dass bei ihr etwas nicht stimmt. Das war zwischendurch auch schon mal weg das Gefühl, aber das war die kürzeste Zeit.

Danke fürs Lesen. Ich weiß, ich habe viel zu viel geschrieben und mich ausgeheult.

Herzlichst, Kristin

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Hallo,

wurde der Hund schon einmal auf Lungenwürmer untersucht??

Hier ein Link:

hier

Das könnte auch den Juckreiz und den Husten erklären!

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Oh, das klingt ja tatsächlich nach Lungenwürmern. Ich werde es bei meiner TÄin heute auf jeden Fall ansprechen

DANKE

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Solch ein Husten kann auch Anzeichen für eine Herzerkrankung sein

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Ohwei, ich drücke die Daumen, dass ihr geholfen werden kann.

Ich habe bei meiner auch ein sehr genaues Auge drauf, wenn etwas nicht stimmt, dann sehe ich das sehr schnell.

Leider glaubt das erst mal kaum jemand, aber weil ich mit Problemen im Bewegungsapparat aufgewachsen bin, bin ich sehr sensibel für kleine Wehwechen in dem Bereich.

Hilft nur dran bleiben, zum WOhle des Hundes.

Zum Tierheim sage ich jetzt mal nichts, auch nicht zu dem männlichen TA

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(bearbeitet)

Lungenentzündung kanns auch sein. Mein Hund hat auch nur gehustet (trocken, mit würgen am Ende) auf dem Röntgenbild hat man dann die weißen Punkte in der Lunge gesehen.

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Danke für die vielen Hinweise. Irgendwie scheine ich ein wenig blind gewesen zu sein. Natürlich könnte es auch so etwas sein.

Das war guter Input.

In einer Stunde mache ich mich auf den Weg zum Tierarzt und werde berichten wenn ich wieder da bin.

LG

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Ich denke auch spontan ans Herz (das wirkt sich nämlich auf die Lunge aus). Das solltest du auf jeden Fall abklären.

Viel Glück

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(bearbeitet)

So oft wie du mit deiner Hündin schon beim Tierarzt warst.... alles das hätte dem eigentlich auch schon mal selbst einfallen können, oder? Manchmal ganz schön erschreckend was manche Tierärzte "leisten"....

Ich glaube, man weiss selbst sehr genau, wann etwas nicht stimmt ... versuche es abzuklären.

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Zwingerhusten

Kehlkopfentzündung

Tomte

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