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Hundeforum Der Hund
Moony90

Wie sag ich das am besten...?

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Also ich suche ein paar Ratschläge, wie ich einer anderen Hundehalterin taktvoll sagen kann, dass ich nicht mehr möchte, dass mein Hund mit ihrem freilaufend spielt, das sie bei ihrem Hund kein Fehlverhalten feststellen will/kann. Und ich würde gerne wissen, ob ich überreagiere oder das was ich vorhabe, nachvollziehbar ist.

Kurze Erklärung:

Der besagte Hund heißt Willy und ist ein Terriermix von ungefähr selber Größe wie Ronja. Er ist anderthalb Jahre alt und ein kastrierter Rüde. Laut seiner Besitzerin kaum triebig und zeigt keinerlei Jagdambitionen. Ich denke das Gegenteil.

Als wir Willy mit Anhang das erste Mal trafen, war er an der Schleppleine. Ronja lief kurz neben mir. Eigentlich wollte ich so hektisch auf der Straße keinen Leinenkontakt. Schon gar nicht, wenn mein Hund nur an seiner normalen 2m-Leine und der andere Hund an einer schleifenden 10-m-Leine läuft.

Willy stürmte sofort auf uns zu, die Rufe seiner Halterin ignorierend. Seine Haltung zeugte von Imponierverhalten denke ich. Schwanz senkrecht aber starr, Ohren aufgestellt, direkter Blick und vorn ein wenig steif stolzierend(ich hoffe, ihr wisst, was ich meine).

Als die Hunde sich an der Leine widererwarten verstanden, entschieden wir uns, noch 20 m weiter zu gehen und sie miteinander spielen zu lassen.

Als die Leinen ab waren, änderte sich Ronjas Verhalten schlagartig von gutgelaunt und neugierig zu....naja, sie lief mit eingezogenem Schwanz und hochgestelltem Fell (Bürste im Nacken, an der Schwanzwurzel und ein tennisballgroßes Stück Fell stellt sich dann immer noch in der Mitte des Schwanzes auf) vor Willy davon. Er jagte sie eindeutig wie ein Hund Beute jagt. Ronja war jedoch schneller als er. Ich rief sie zu mir wo sie auch Schutz suchte. Als Willy an mir vorbei wollte, trat ich einen energischen Schritt auf ihn zu und er verkrümelte sich wieder.

Dann lief Ronja selbstständig wieder zu ihm und forderte ihn zum Spielen auf(Po in die Höhe, ihr kennt das). Ich dachte, ich hätte klar gestellt: Du meinen Hund nicht jagen!

Das schien aber nicht der Fall gewesen zu sein. Dieses "Spiel" war sehr sehr grob. Ich bin mit großem Schutzhund aufgewachsen und weiß, dass ein Spiel manchmal recht brutal aussehen kann, die Hunde aber viel Spaß daran haben. Doch hier hatte ich kein gutes Gefühl.

Fast augenblicklich schlug das Spiel in eine erneute Hetzjagd um. Wie vorhin beschrieben, nur dass Willy jetzt, wann immer er konnte, während des Laufens nach Ronja schnappte und sie auch stürzte. Nicht wie eine befreundete Hündin sanft im Rennen nach dem Nacken greift, sondern er biss in die Flanken/Haxen. Doch dieses Mal ließ Ronja sich erst nach 3 Versuchen abrufen.

Als ich die Besitzerin darauf ansprach, meinte sie nur, dass das ganz normal ist und dass das nur so schlimm aussieht und die total toll miteinander spielen. :Oo

Als ich Ronja dann anleinte(wenn sie bei mir ist, ist er der herzallerliebste), sah ich, dass sie eine Hinterpfote nicht richtig belastete(minimal) und tastete die Gelenke durch. Ich dachte sie hätte sich vertreten. Zu Hause stellte ich dann fest, dass Ronja an beiden Hinterläufen kleine Wunden hatte. Vemutlich wo Willy sie erwischt hatte. Es kaum geblutet und ist auch gut abgeheilt. Keine tierärztlichen Behandlung nötig, aber trotzdem.

Ich ging Willy von da an aus dem Weg und leinte Ronja auch nicht mehr ab, wenn wir uns abends mit unserer Hundespielrunde trafen. Er war bis jetzt jedoch nur ein Mal dabei.

Ich sprach andere Besitzer auf Willy an und sie bestätigten mir, dass er recht grob beim Spielen ist und sie ihre Hunde auch ungern mit ihm laufen lassen. Die hätten zwar noch keine Wunden gehabt, aber nur weil sie wohl nicht vor ihm flohen sondern sich stellten. (Fast nur Rüden und große Hündinnen).

Gestern waren wir dann abends wieder 4 Hunde und plötzlich kam Willy dazu. Seine Besitzerin leinte ihn von Weitem ab und dann kam er auf uns zugestürmt. Er brettert nicht in die anderen Hunde hinein oder so. Er stoppt kurz vorher, schnüffelt und fängt dann an, die anderen zu hetzen. Sein erstes "Opfer" gestern war Ronja. Ich unterband das aber recht schnell, da ich sah, dass es keinen Sinn hat. Beide Hunde zeigten das gleiche Verhalten wie vorher. Nach ihr jagte er auch noch die anderen beiden kleinen Rüden über den Platz. Den Besitzern war es unangenehm, aber sie sagten nichts.

Die Besitzerin von Willy ist ein zartes Persönchen mit leisem Stimmchen und sie erzählte mir freudig, dass eine recht neue Hundebesitzerin aus der Gegend ihr gesagt hätte, dass wir uns immer zu einer bestimmten Uhrzeit treffen und sie sonst immer zu früh war und keinen getroffen hätte. Wir warfen uns einen Blick zu. Verdammt. Jetzt muss es ihr einer sagen.

Wieder zu Hause bemerkte ich einen blutigen Kratzer an Ronjas Bauch. Ich habe beobachtet, wie sie sich ihm ein Mal unterworfen hat, er aber nicht locker ließ. Wahrscheinlich hat er sie gekratzt. Mit Zahn oder Kralle weiß ich nicht.

Da kommt meine Frage. Wie teile ich ihr am besten mit, dass ich unsere Hunde nicht mehr zusammen "toben"- wie sie es nennt- lassen möchte.

Und ist diese Bitte überhaupt gerechtfertigt oder mache ich mir nur zu große Sorgen?

LG, Kristin

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Ich hätte da auch kein gutes Bauchgefühl...

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(bearbeitet)

Ne, du machst dir keine zu großen Sorgen, denn das Verhalten, was der Rüde zeigt, ist extrem rüppelig, grobmotorisch und er jagd, ohne Rücksichtnahme.

Deine Hündin hat bei dir schon Schutz gesucht, was du ja auch wahrgenommen hast und sie geschützt hast.

Ich finde, hier gehört jetzt eine ganz klare Ansage von dir hin, dass dein Hund kein Spielobjekt für ihren Rüden ist. Sie gehört nicht gejagd, schon gar nicht, wenn auch unabsichtlich, verletzt.

Im schlechtesten Fall und dessen musst du dir bewusst sein, verliert sie ihr Vertrauen in dich, wenn du dieses Verhalten zulässt, oder setzt sich irgendwann, weil sie keine andere Chance sieht, zur Wehr.

Riskiere das nicht. :)

Sag deutlich deine Meinung, nicht nur dir, sondern eben deiner Hündin zu Liebe und unterbinde das Zusammentreffen, auch wenn diese Frau danach vielleicht pikiert ist.

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Deine Sorgen würde ich mir um meinen Hund auch machen.

Und ich würd es ihr einfach sagen. Nett, freundlich, aber bestimmt. Wenn es dein Kind wäre, was immer mit ner Beule vom Spielplatz kommt, würdest du auch nicht zögern.

Dass dein Hund kleine Wunden hat, ist kein Drama. Aber der Terrrier ist für deinen Hund zu grob, dein Hund hat keinen Spaß an dem "Spiel" (was ich auch nicht als solches bezeichnen würde).

Und: wenn der Terrier kein Maß kennt, kann es auch schonmal zu heftigeren Wunden kommen. Es zeigt im ja niemand Grenzen auf, dein Hund schafft es nicht. Die Halterin will nicht. Du kannst nicht.

So seh ich das nach deiner Beschreibung.

Ob die HuHalterin das anders sieht oder nicht, wär mir egal.

DU bist verantwortlich für deinen Hund, seine Gesundheit udn sein Wohlbefinden.

Aber nicht für die Auslastung des Terriers und das Seelenheil des Frauchens.

:)

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Ich wäre diplomatisch!

Ich würde ihr einen gemeinsamen Spaziergang anbieten und ab "dort" geht jeder seines Weges. Keine gemeinsamen Spielis mehr!

Während des Spaziergangs kann man wunderbar die Menschen kennen lernen, Erfahrungen austauschen und vielleicht ist die Einstellung der Dame eine ganz andere und sie nimmt Hilfe in der Erziehung ihres Hundes an.

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Sry aber da helfen nur klare Worte.

Ihr sollt ja nicht wie die Hyänen über die Frau herfallen aber sachlich den Stand der Dinge schildern.

Fakt ist das ihr keinen Bock auf ihren unerzogenen Hund habt.

Die Situation bzw ihr Hund läßt sich nicht von ihr kontrollieren. Also entweder meidet ihr die 2 oder ihr klärt das in einem Gespräch.

Ich würde in etwa sagen: Es tut mir sehr leid aber ich muß den Hundekontakt zu ihrem Hund unterbinden da mein Hund nach jeder Begegnung Blessuren davon trägt.

Bis jetzt zwar noch keine ernsthaften aber ich möchte es nicht drauf ankommen lassen.

Sollten sie uns sehen bitte ich sie daher ihren Hund angeleint zu lassen.

Ansonsten sehe ich mich gezwungen ihren Hund dementsprechend abzuwehren.

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Ich versteh es irgendwie nicht. Da stehen also die Menschen seelenruhig rum und reden hinter dem Rücken der Halterin über sie und ihren Hund und wenn diese dann Ahnungslos kommt, hat keiner den A... in der Hose mal mit ihr darüber zu reden?

Und warum hast du nicht wenigstens deinen Hund direkt geschnappt und bist gegangen als sie auftauchte, wenn du doch weißt, dass es für deinen eigenen Hund unangenehm ist?

Ich weiß schon, warum ich solche Ansammlungen meide wie die Pest

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Entweder du sagst ihr deutlich, dass dein Hund kein Spielzeug für ihren ist oder du gehst einfach weg, sobald sie auftaucht.

Ich glaube nicht, dass sie kapiert, dass es kein lustiges Spiel ist.

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(bearbeitet)

Danke für die vielen schnellen Antworten.

Wir sind eben wieder zu Hause eingetrudelt. Die bekannte Hunderunde, immer plus ein oder zwei neue.

Wir haben uns im selben Waldstück an einer anderen Stelle getroffen. War nicht abgesprochen aber kam irgendwie dazu. Wir waren 6 Hunde und es gab keine Probleme. (Chihuachihua-JackRussel-Mix, Malteser, unbekannter Mischling, Französische Bulldogge, Dackelmischling und meiner)

Doch es kam wie es kommen musste. Willy mit Frauchen entdeckte uns, leinte ihn ab und das Folgende könnt ihr euch vorstellen.

Als er angefangen hatte, Ronja zu jagen, quietschte sie dieses Mal sogar andauernd. Die Besitzerin reagierte in keinster Weise, obwohl ich zu den Hunden lief. Ich hab in meiner Angst irgendwas gebrüllt, aber keiner der Hunde reagierte auf mich.

Doch dann passierte etwas das ich nicht erwartet hatte. Die Französische Bulldogge, ein unkastrierter 11-jähriger Rüde der taub ist, wurde auf einmal wieder "agil" und klärte die Situation für mich. Ronja zog sich dann bei ihm und mir zurück, er stand recht nah bei mir. Er drohte Willy (wurde steif, große Augen), doch dieser ignorierte das und näherte sich mit seiner typischen dominanten Haltung. Das war zu viel für den Bulli. Er griff Willy an. Nicht ernsthaft. Es war nur ein Ordnungsgong sozusagen, aber das reichte Willy fürs Erste. Er zog ab.

Ronja kam zu mir und ich leinte sie an. Doch Willy schien seinen Frust nun an der kleinen Dackelmixhündin auslassen zu wollen(Ronjas Lieblingshundefreundin, sie liebt Dackel aller Art).

Dazu muss ich sagen, dass die Dackel-Mix-Hündin und die kleine Malteserhündin zum Rudel des Bullirüden gehören. Da kannte der alte Herr dann keinen Spaß mehr.

Er war gerade irgendwo schnüffeln und hörte ja nicht, was da los war. Die Kleine wehrte sich allerdings viel mehr als meine. Sie fletschte die Vorderzähne(Verteidigung) und schnappte nach Willy bevor ihr Bulli das mitbekam.

Er beschützte seine Hündin und biss Willy sozusagen von ihr weg und blieb dann drohend über ihr stehen(sie verkroch sich unter ihm, sie ist sehr schüchtern eigentlich).

Da meinte Willys Frauchen nur, dass der Bulli aber aggressiv wäre und sie jetzt wohl lieber geht.

Die Besitzerin vom Bulli verstand die Situation und war auch stolz auf ihren Rüden wie sie im Nachhinein sagte, hatte aber dennoch Angst, dass Willy verletzt sein könnte. Er hatte jedoch nichts.

Sie verabschiedete sich mit einem fröhlichen "Bis morgen."

Und ich hab beschlossen, morgen mit ihr zu reden wenn sie kommt. So geht das nicht mehr weiter. Ich hab die Bulldogge ja nicht immer dabei um mir zu helfen...leider.

FOTO ENTFERNT - Das Moderatorenteam

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Traurig, dass ihr nicht den Arsch in der Hose habt eure Hunde selber zu schützen und vorallem mit der Frau vernünftig zu reden

Ohne Worte, echt :Oo

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