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Hundeforum Der Hund
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Läufige Hündin im Freilauf

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eigentlich will ich nur mal ein bischen meckern... :( , weil mich die Unbedarftheit eines Hundehalters gestern nur zum Kopfschütteln brachte... :Oo

ich hatte bisher selber immer nur intakte Rüden, bei Begegnungen mit läufigen Hündinnen leine ich sie grundsätzlich an - und gut ist (Will ja keine Upsallawürfe unterstützen).

in den mittlerweile 14 Jahren Hundehaltung hatte ich auch noch nie Probleme damit, die Halter haben mir frühzeitig gesagt: "sind das intakte Rüden, weil meine ist gerade läufig" - und alle wurden angeleint und gut war's.

Jetzt hatte ich in diesem Jahr 2 Mal Begenungen mit läufigen Hündinnen im Freilauf, die auch ganz hervorragend (zu meinem Erstaunen und auch großer Freude und Erfahrungsbereicherung) geklappt haben.

Die jeweiligen Halter waren äußerst sicher im Umgang mit ihren Hündinnen, sie wußten, dass diese nicht in der Stehzeit sind und dass sie eben außerhalb der Stehzeit durchaus in der Lage sind, auch sehr aufdringliche Rüden abzuwehren.

Diese beiden Begegnungen liefen überaus entspannt, ich habe also die Erfahrung machen können, dass auch intakte Rüden nicht zwingend von läufigen Hündinnen fern gehalten werden MÜSSEN im Freilauf, es kommt halt sowohl auf die Hunde als auch deren Halter an, ob eine solche Begegnung komplikationslos und stressfrei (und natürlich ohne Nachwuchs) gehandhabt werden kann.

Um jetzt jedem Missverständniss vorzubeugen: Ich nehme diese Begegnungen jetzt nicht zum Anlass, meine Hunde jederzeit überall mit läufigen Hündinnen "kommunizieren" zu lassen; nach wie vor kommen sie erst mal an die Leine - erst wenn ich mir wirklich sicher bin, dass sowohl die Hündin sicher agiert (heißt: sie läßt die Rüden NICHT ran) als auch der jeweilige Halter sehr sicher ist und KEINESFALLS ungeplanten Nachwuchs haben will ... kann ein leinenloser Kontakt stattfinden.

Nach diesem langen Vorwort :Oo zu meinem gestrigen Erlebnis:

Auf einer großen Wiese (keine Hundekontaktbörse, dort sind nur ganz selten andere Hunde anzutreffen) waren wir im Spiel, mein "Kleiner" (Amigo, 18 Monate) hatte sich an den Rand der Wiese zum Pinkeln begeben, als aus dem Waldweg ein HuHA mit 2 Hunden kam;

Amigo hat sich sofort flach hingelegt, mein Vasco bekam von mir ein "Sitz" - auch Amigo hätte ich sofort in Gehorsam genommen, wenn der andere HuHA seine Hunde irgendwie gesichert hätte.

Hat er aber nicht, sowohl mein Amigo als auch der fremde Hund zeigten keinerlei Anzeichen die auf irgendwelche Komplikationen schließen ließen - und so habe ich zunächst einmal den Kontakt zwischen den Beiden zugelassen, bevor ich dann (kurze Absprache mit dem HuHa) auch meinen Vasco hin ließ.

Alles gut, alles easy, ich ging selber auch hin...als der andere HuHa meinte:

"Sind das Rüden?"

"Ja."

"Ich meine, sind die intakt?"

"Ja."

"Weil - meine ist gerade läufig..."

...kurze Panikattacke meinerseits:"Aber nicht in den Stehtagen?!!!"

"Nö, die sind vorbei"

Aufgrund meiner (so umfassend vorab beschriebenen :Oo ) Vorerfahrungen ging ich also recht gelassen weiter auf sie zu ... und als ich noch so ca. 5 m entfernt war sah ich, wie die Hündin ihre Rute zur Seite schob und voller Inbrunst meine Rüden schnuppern und lecken ließ...

:o

die 5m habe ich mit Beamen überwunden, blitzschnell hatte ich meine Beiden verzückten Jungs am Halsband gepackt und auf Abstand gebracht...

...und im Gespräch mit dem Halter dann erfahren, dass diese junge, hübsche, gut hörende Jagdhündin mit Papieren gar nicht SEINE HÜNDIN IST, sondern einem Freund gehört und er sie nur während dessen 1-wöchigem Urlaub betreut... :wall:

Der hatte ÜBERHAUPT keine Ahnung, hat mich tatsächlich gefragt, warum ich denn mit meinen beiden hübschen Jungs nicht züchte - und bekam kugelrunde Augen als ich ihm sagte: "Die sind zwar intakt und haben auch Papiere - aber ich würde niemals ohne Zuchterlaubnis Nachwuchs produzieren..."

...und er meinte nur: "Ich wußte gar nicht, dass man zum Züchten eine Erlaubnis braucht...?!"

Ich habe ihm dann ein wenig erklärt, warum was wichtig ist bei der Zucht...blablabla...

aber ich habe doch so meine Zweifel, dass er - obwohl er das alles abgenickt hat - jetzt wirklich überzeugt ist, besser auf die Hündin seines Freundes achten zu müssen... :wall:

Ich finde sein Verhalten sowas von unverantwortlich, frage mich, was sein Freund wohl davon halten würde wenn er seine Hündin gedeckt zurück bekommen würde... :wall::motz:

manchmal denke ich wirklich - der Appell an die Vernunft der Menschen ist ein Kampf gegen Windmühlen... :heul:

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Hm ,

Originalbeitrag

manchmal denke ich wirklich - der Appell an die Vernunft der Menschen ist ein Kampf gegen Windmühlen...

...erzähl`doch mal von den Momenten , wo du dies nicht denkst.....

das klingt spannend !!

;)

LG Jörg

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(bearbeitet)

@Jörg: :think: ... :klatsch:

Aber...doch, so Momente habe ich auch des Öfteren...erzähle ich mal später von, muss jetzt los.

Hm, hatten wir da nicht mal so einen Thread, wo nur die schönen Erlebnisse erzählt werden?

Edit: so ganz spontan - die beiden Erlebnisse mit den läufigen Hündinnen im Freilauf waren solche Momente, das waren für mich richtige Aha-Erlebnisse.

auch im Hinblick auf meine beiden Jungs; für mich war dabei auch deren Reaktion nach diesen Begegnungen sehr toll; wie oft habe ich schon gelesen, dass intakte Rüden solchen "Liebeskummer" haben, dass sie enorm leiden und unerträglich werden.

Dieses Verhalten zeigten meine 2 gar nicht, es war auch völlig unproblematisch, mit ihnen von der läufigen Hündin weg zu gehen.

Zählt das??? :D

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Hm ,

Originalbeitrag

Zählt das??? :D

NEIN !

Betrifft ja das Innenverhältnis.

Dein Beitrag bezüglich Vernunft , galt ja dem Außenverhältnis.

Und da erlebe ich , seit ich meine Erwartungen auf NULL reduziert habe ,

keinerlei Überraschungen mehr.... ;)

LG Jörg

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Hi marcolino,

wie geht das mit dem beamen? Würde ich auch gerne können. Funktioniert das auch bei längeren Strecken?

Gruß

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Da meckere ich mal mit:

Hier gibt es ein Paar, die es tatsächlich lustig finden, ihre läufige Hündin in der Standhitze unangeleint durch den Park wuseln zu lassen. Sie amüsieren sich köstlich, wenn sie Rüden ihren Hintern unter die Nase hält und die Rüdenbesitzer alle Mühe haben weiterzugehen.

Da ist jedes Reden fruchtlos. Ich hab ihnen auch schon gesagt, dass ich jetzt meinen mal losmache und sie dann sehen können, wie sie demnächst 10 Huskywelpen loswerden. Hilft alles nix.

Neulich haben sie es fertiggebracht, tatenlos dabei zuzusehen, wie ein Kastrat (dessen Kastration wohl offenbar nicht im Hirn angekommen ist) ihre Hündin gerammelt hat, nicht angedeutet, sondern richtig.

Ich rege mich eigentlich fast nie über andere Hundehalter auf, aber bei soviel Blödheit verliere auch ich die Fassung.

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Ich war mit den Huendinnen immer abseits unterwegs, die ganze Laeufigkeit durch. Um mir, meiner Hündin, den Rüden und deren Besitzern den Stress zu ersparen. Denn selbst wenn sie sich nicht decken lässt, genug Rüden fressen nicht mehr, heulen nur noch, drehen echt am Rad.

Ich finde, das muss nicht sein.

Allerdings die Hündin einem unerfahrenen Freund für den Urlaub zu geben, während diese läufig ist ... Na wenn der mal nicht demnächst ein paar Hunde mehr zu Hause hat ... !

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Hier bei uns läuft eine rum, die ihre Hündin während der Läufigkeit ohne Leine laufen läßt, aber jedem Rüdenbesitzer von weitem zuruft:" Leinen Sie bitte Ihren Hund an, meine ist läufig"

Sie selbst denkt aber gar nicht dran ihre Hündin anzuleinen.

Einmal ist ein Retriever-Rüde, der eigentlich schon nicht mehr in Sichtweite war,zurück gerannt und hinter der Hündin her. Da diese aber etwas ängstlich ist, hat die kehrt gemacht und ist nach Hause gerannt, mit dem Rüden im Schlepptau und über 2 Straßen. Frauchen in Schlappen hinterher. Lerneffekt gleich null. Bei der nächsten Läufigkeit wieder ohne Leine. Da kann man nur den Kopf schütteln

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auch wenn es imer noch Leute gibt die daran zweifeln, aber genau so kam ich zu meinem Wurf Bulldoggen als ich in der Klinik lag und meine Hündin zur Betreuung bei einem Bekannten war ( dieser hat mir erst erzählt das da was gewesen wäre, als es für eine Abtreibung zu spät war und er auch meinte. er wolle eh noch nen 2. Hund grrrrrrrrrrrrrrrrr - aber schön brav hinterher erzählt )

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Ich habe Marley in ihrer Läufigkeit auch weiterhin dem Freund gegeben, der oft auf sie aufpasst. Allerdings mit dem mehrfachsen Satz: "Sie ist läufig, niemals ableinen und keinen Rüden zu ihr lassen!!!"

Ich selbst habe sie in der Zeit auch nur einmal zum Spielen abgeleint, weil es die erste Läufigkeit war und ich auf keinen Fall ein Risiko diesbezüglich eingehen möchte. Hundewald, Hundestrand etc. sind in der Zeit ja sowieso tabu.

Sie wehrt aufdringliche Rüden auch eher nicht ab, das ist ihr fremd. Einige Zeit nach der Läufigkeit versuchte ein kastrierter Rüde mal sein Glück und wir konnten auch nicht dazwischen gehen, weil die Hunde im Wasser waren. Marley hat nichts dagegen unternommen. Ich glaube, sie hat nicht mal verstanden, warum der Hund sie so nervte. Das wäre in der Läufigkeit nicht anders gewesen, konnte man in Ansätzen schon sehen, wenn beide Hunde angeleint aneinander vorbei gingen und die Rüden teilweise immer längere Flexileinen bekamen. :Oo Sie macht nichts. Somit also noch wichtiger, dass ich keinen Kontakt gestatte.

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