Jump to content
polar-chat.de  Der Hund
BellaSpiky

Zu zwei Hunden Dritthund?

Empfohlene Beiträge

Hallo alle zusammen :) ,

ich mit Bella und Spike sind neu hier. Bella ist eine reinrassige Bernersennenhündin (2 J. 7 Mo alt, intakt) von klein an bei mir, mein Ersthund, etwas verwöhnt ;) (schläft mit im Bett, hat ein paar Freiheiten, ist aber -bernerlike- gehorsam) und Spike ein Berner-Rotti-Mischling (9 J. 5 Mo alt, kastriert) seit 1,5 J. bei mir, nun sein 3. Zuhause (+ noch Zuchtstätte) und dazwischen immer Tierheim, hatte nix gelernt, außer so die Grundkommandos, haben viel gearbeitet (und abnehmen lassen - gab nur Leberwurstbrot vorher :Oo ), Hundeschule, leichten Hundesport, hat andere Menschen und Tiere erstmal kennen gelernt, Verhalten hat sich extrem verbessert, ist sicherer geworden im Umgang mit Mensch und Tier (kannte vorher immer nur einen Menschen und teilw. war er an der Kette). Er bekommt nun gutes Futter, regelmäßige Spaziergänge, läuft frei auf meinem Grundstück ... wird leider gerade inkontinent, hat Arthrose, ist ein ruhiger Vertreter, liebt mich ohne Ende, klebt beim Gassigehen an mir, läuft auch schon schlechter bei nasskaltem Wetter, wird tierärztl. versorgt. So, da sind wir bei dem Problem, was ich habe. Meine junge Hündin ist gut sozialisiert, liebt alle Menschen und alle Hunde ... wir haben alles gemacht von Welpenstunde bis Hundetraining, Hundesport. Sie ist sehr agil und sehr sportlich und schlank für einen Berner.

Spiky hat in den 1,5 J. -zunehmend in letzter Zeit sehr abgebaut- und Bella ist sehr agil, wie gesagt. Sie tobt also vorn allein über die Felder, nachdem wir nun auch nicht mehr ihre beste Freundin ab und zu bei uns haben (wegen Scheidung bei den Freunden), und ich denke, dass es für sie mit einem anderen (Jung-)Hund schöner wäre. Wir sind nun auf's Land gezogen und treffen hier keinen Hund auf dem Feld und wenn doch, wollen die ihren Hund nicht toben, spielen lassen - aus welchem Grund auch immer! Muss man akzeptieren.

Nun habe ich nach einem etwa gleichaltrigem Hund Ausschau gehalten, gern eben auch einem Berner, und gestern war diese 2-jährige und 3 Monate alte Hündin (sterilisiert) mit ihrem Herrchen zu Besuch. Sie ist Scheidungsopfer. Frau einfach gegangen. Der Mann hat somit auch die 2 Kinder, das Haus, ist berufstätig. Der Hund ist damit viel allein 8-10 Stunden sind die Regel. Das kleine Kind ist 10, kann sich nicht in dem Maße kümmern. Das große auf einer Schule außerhalb, also nur am WE da. Sie soll somit in gute Hände abgegeben werden. Wir haben uns nun gestern auf einer Wiese in meiner Umgebung getroffen und waren fast 3 Stunden spazieren zusammen. Das 10-jähr. Kind war mit.

Meine Wunschvorstellungen wurden jetzt -beim ersten Mal- nicht wirklich erfüllt, deswegen frage ich hier nach eurer Meinung. Vielleicht haben wir auch Fehler gemacht, belesen habe ich mich vorher und eben auch eigene Erfahrung (habe auch länger schon mehrere Hunde zum Gassigehen ausgefürt - meine inklusive), aber jeder Hund ist anders ... und vielleicht soll es auch nicht sein!?

Wir also auf der Wiese gewartet, meine angeleint, Mann kam mit Hund und Kind, meine wollten hin ... wir ein Stück zusammen gegangen - von Wohngebiet weg- alle an der Leine. Dann, wo keiner mehr war, abgeleint. Die neue Hündin hat sich eher unterworfen bei meiner Hündin. Meine hat an ihr gerochen, war aber nicht sonderlich begeistert, wie es den Anschein machte. Es gab auch ein kurzes Angebelle. Zwischendrin hat Leila auch mal kurz die Lefzen hochgezogen :( . Mit Spike gab es kein Problem. Die beiden "Weiber" wollten nicht so viel voneinander wissen. Ich hätte mir das ja gern anders gewünscht. Es gab kurze Annäherungen, wo sich Leila so halb abgewandt hat, wenn Bella vorbeigegangen ist. Ich kann sie noch nicht gut einschätzen. Sie macht mir aber eher einen zurückhaltenden Eindruck, außer bei Futter. Gut, es war das erste Zusammentreffen und sie hat bestimmt auch schon was gespürt. Ich weiß es nicht.

Jedenfalls sie konnten beide aneinander vorbeigehen. Sie haben auch zusammen an einem Fleck geschnüffelt, aber z.B. beim Leckerliverteilen hat Bella anfangs versucht, Leila wegzu"beißen". Es gab also zu Anfang Futterneid und auch Eifersüchteleien, wenn ich Leila streichelte ... hat sich im Laufe des Spaziergangs mehr und mehr gelegt. Aber sie sind nicht, wie vorher z.B. im Juli mit dem Nachbarbesuchshund, auch eine Hündin, aber 6Jahre alt, losgetobt und haben sich über die Felder gejagt und haben sich aufeinander gefreut. Was ich eben gern hätte für meine Bella. Ich weiß eben nicht, ob das beim nächsten Besuch sich ändert.

Hier wäre auch die Frage zum Alter: Ich dachte, eine jüngere Hündin, das Bella Chefin bleibt. Was meint ihr? Und auch noch eine Frage zur Sterilisation: macht das einen Unterschied? Bei Rüden ist es ja oft so, dass die gar nicht als Rüden mehr wahrgenommen werden. Wie ist das bei Hündinnen? Bellas Freundinnen waren auch immer noch intakte Hündinnen. Da fehlt mir die Erfahrung.

Jedenfalls sind die 2 sich nur mal so ab und an begegnet beim Spaziergang ... nun waren ja auch das Kind und der Mann mit, die auch versuchten, die 2 Hündinnen zu locken und zusammen zu bringen. Ich hab immer gesagt, lass sie doch allein. Das war bestimmt nicht ganz so glücklich. Naja, war nun so.

Jedenfalls ging Leila -auch zur neuen Erkenntnis für ihr Herrchen- ins Wasser (was mich freute, weil wir an einem See wohnen und meine Wasserraten sind), aber eben immer allein - nicht mit meinen! Hat so ihr eigenes Ding gemacht ... war ja auch bisher Einzelhund. Ändert sich sowas?

Auf mich hörte sie, wider Erwarten recht gut. Sie hat in letzter Zeit eben wenig Erziehungsfestigung erfahren. Ich hatte aber auch gute Leckerlis. ;) ... verfressen ist sie. Über das Futter kann man da auf jeden Fall arbeiten.

Spiky klebte an mir und ließ sich vom Kind streicheln. So hat es nun "einen neuen Freund"! *lach* ... anders wär es mir lieber gewesen, eben Bella und Leila.

Über Stöckchen werfen haben wir versucht, sie zum Spielen zu animieren. Bella hat auch da versucht, den Stock Leila abzunehmen, was diese auch geschehen ließ. Das Kind hat uns da immer ein wenig dazwischen gefunkt, weil von mehreren Seiten Kommandos und Stöcke kamen. Das Kind musste nun mal mit, war eben auch nicht so glücklich gewählt. Hab ich aber zu spät erfahren. Da war nichts mehr zu ändern. :Oo ... Am Ende des Spaziergangs waren Bella und Spike bei uns Erwachsenen und das Kind rannte vorne weg und Leila hinterher. Naja.

Meine Wünsche und Erwartungen wurden nicht wirklich erfüllt. Allerdings war es das erste Zusammentreffen und eben kein optimales.

Der Mann ist dann mit Kind zum Auto. Ich hatte alle drei Hunde angeleint bei mir und bin zu meinem Haus gelaufen. Sie kamen dorthin. Saßen im Auto. Leila hat sich auf dem Weg umgedreht und geschaut, wo ihr Rudel ist, ist aber dann ganz gut mitgelaufen. Ich bin mit den Hunden auf mein Grundstück, hab Spike laufen lassen, weil dem es egal ist und es ja um die 2 Mädels ging. Dann hab ich sie auch abgemacht. Leila schaute - auch gleich in die leeren Freßnäpfe- ;) , Bella ließ sie erst, war aber dann nicht ganz so amused, dass jetzt hier noch eine auf ihrem Grundstück ist. Ich bin da dazwischen, damit nichts passiert. Der Mann stand nun von außen an meinem Grundstück ein Stück weg hinter 'ner Hecke. Leila ist vor, ist ja nicht dumm, hat sich übers Tor gehangen in seine Richtung geschaut. Der Mann kam dann rein und sie hat sich an ihn gedrängt - eine Seite er, eine Seite an den Zaun - glücklich sah das für mich nicht aus und ich sah, wie sehr sie ihn liebt. Er geht auch gut mit den Hunden um. Das muss man sagen, aber hat eben keine Zeit mehr für Leila.

Wir waren unschlüssig. Weil eventl. der Plan war, sie da zu lassen, aber wir haben uns dagegen entschieden. Ich war der Meinung, dass wir uns nochmals treffen und es überschlafen und es auch jetzt nicht übers Knie brechen müssen.

So, nun weitere Fragen. Wir haben bestimmt auch Fehler gemacht. Das passiert. Eigentlich sollte der Mann nicht draußen sein. Aber zu dem Zeitpunkt war es mir aber recht, weil ich mir auch unsicher war. Ich möchte ja keine streitenden Hündinnen hier bei mir haben.

Ja, wie macht man es richtig? Wir wollen uns morgen oder Montag nochmals treffen. Ist es ratsam, Leila dann einfach mitzunehmen nach einem weiteren Gassigang, eine Woche es dann mindestens zu probieren bzw. Frage: wie lange wird es dauern bis sie sich eingelebt hat? Oder stehen die Zeichen sowieso schon nicht soooo gut? Wird Bella sie dann hier akzeptieren? Am Ende des Spaziergangs ließen sie sich reihrum von mir füttern!

Soll der nächste Spaziergang ohne "ihr Rudel"- sprich Mann und Kind passieren? Sollen sie gleich oder nach dem Gang weg sein?

Wie lange wird Leila trauern? Was tue ich -neben sie viel beschäftigen, gleichwertig behandeln, eigener Rückzugsort-, um es ihr zu erleichtern? Ich weiß ja eben auch nicht, ob sich die 2 Damen dann doch noch "auf den 2. Blick ineinander verlieben" und verstehen? Der nächste Spaziergang ist da abzuwarten, ob sie sich aufeinander freuen ... viele Fragen und auch viel Text! ... Wie sind eure Erfahrungen und Meinungen? Ich brauch sie recht schnell! Danke im Voraus!

Ganz liebe Grüße von uns Dreien! :o)

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Mh, schwierig so auf die Entfernung was dazu zu sagen. Wenn du dich hier im Forum mal ein wenig einließt, dann wirst du erfahren, dass die Ansicht zum "Spielen" zwischen Hunden hier teilweise eine andere ist: Nämlich je ruhiger Begegnungen zwischen Hunden passieren, desto besser.

Gedanken machen würde ich mir eher um den alten Rüden. Wenn er sich sehr zurückzieht hätte ich Angst, dass er bei zwei jungen agilen Hunden etwas "hinten runterfällt". Ich würde ihn mit der vertrauten hündischen Partnerin alt werden lassen.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Hört sich für mich nicht nach dem passenden Dritthund für euch an und schon garnicht als Gesellschaft für deine jüngere Hündin

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Danke für deine Antwort. Klar ist es schwer auf die Entfernung zu antworten, deshalb hab ich auch ausführlich berichtet. ... und ich bin hier am Lesen! ;) Also verstehe ich es richtig, dass du meinst, dass die ruhige Begegnung positiv war? :???

Und keine Angst, Spiky fällt nicht hinten runter. Er ist ja ständig bei mir bei Spaziergängen und bekommt die volle Aufmerksamkeit. :) Außerdem ist er auf unserem Gelände der "ausführende Chef", da er der Wachhund ist. ... ja, vielleicht bleibt es ja auch so! ... wir werden sehen!

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

@Junimond

Wieso meinst du es, dass es nicht die passende ist für meinen Junghund? :??? Woran machst du es fest?

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Mir wären die im Alter deutlich zu nah bei einander und noch dazu zwei Hündinnen.

Mag mich täuschen, ist nur so ein Bauchgefühl nach deiner Beschreibung. Knallt es mal bei 2 Hündinnen, dann meist aber richtig heftig

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

@ Junimond

Ja, da hast du recht. Leider weiß ich das auch, dass es bei Mädels schlimmer sein kann, als bei Rüden, denn da ist viel Imponiergehabe dabei und bei Mädels geht's um alles. 1. Was würdest du für ein Alter als richtig empfinden? Und 2. die andere Info ist, dass Spike -trotz Kastration (wahrscheinl. erst spät)- mit vielen Rüden nicht kann und auch sein Weibchen verteidigt ... mit Mädels aber gut kann.

Eine andere Idee war: Bella soll eh einmal werfen und davon einen Welpen zu behalten. Da kann man dann ja gut auswählen. Eben den, der zu beiden am besten passt. :-)

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Ich würde auch sagen, dass ruhige Begegnungen besser sind als Wildes Toben. Soll das den ganzen Tag so gehen, wenn die Hunde zusammen leben?

Ich würde auch nie wildfremde Hunde gleich nebeneinander füttern. Wozu soll das gut sein?

Wenn beide nicht begeistert sind und sich lieber aus dem Weg gehen, wenn überhaupt kein Interesse da ist, würde ich mich gegen die Hündin entscheiden.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Ob deine Hündin so dringend eine Tobe- und Spielgefährtin braucht? Sie hat doch den alten Rüden und die beiden kommen doch gut miteinander klar. Auch wenn sie alleine rennt, so fühlt sie sich ihm doch zugehörig oder nicht? Und da ist ja auch noch der erwähnte Hundesport. Nach allem was ich lese, lastest du sie doch aus?

Eine andere Sache wäre es, wenn du die junge Hünden nehmen wolltest, um ihr eine neue Chance zu geben. Genau wie Junimond stelle ich es mir aber eher schwierig vor, zwei junge Hündinnen zusammenzuführen als dass die Ersthündin dankbar über eine Spielgefährtin wäre.

Ob nun dieses erste Zusammentreffen nicht ganz nach Plan gelaufen ist, spielt dabei wohl weniger eine Rolle. Sowas braucht Zeit und klare Vorgaben seitens der Menschen. Meine zwei Mädels fanden sich anfangs auch nicht gerade supertoll und ja, es hat in der Folge auch ein paar Mal gerumpelt zwischen den Beiden. Obwohl sie grundverschieden sind und jeweils anderen Hobbies nachgehen, empfinden sie sich inzwischen aber als zusammengehörig und ich habe nicht den Eindruck, dass einem von Beiden ein "passender" Spielgefährte fehlt.

Ich würde mir vor allem um den "alten Wachhund" Gedanken machen.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

@kristinmitpoldi

Ich hatte über Hundezusammenführung einiges gelesen und da war das als Tipp gegeben ... mit seinen eigenen immer beginnend und reihrum, wenn das passt, dann alles gut! ... DA hat's gepasst! ;)

Meine Tendenz ging ja gestern auch immer mehr dahin ... mich gegen sie zu entscheiden. Nun gibt es noch ein 2. Mal und dann die Entscheidung! Danke für's Gedankenmachen! :o)

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

×

Mit der Nutzung dieser Website stimmen Sie zu, dass wir Cookies verwenden, um unser Angebot zu personalisieren. Mehr erfahren.