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Myrna

Kleiner Hund immer Opfer?

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Das Problem zwischen großen Hunden und kleinen ist einfach- dass wenn mal etwas passieren sollte- der kleine Hund dem großen nicht viel entgegen zu setzen hat.

Ich finde es bedenklich (ich weiß, dass das viele anders sehen und es ist eben nur meine persönliche Meinung) Hunde mit extremen Größenunterschieden miteinander agieren zu lassen.

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Ich finde es bedenklich (ich weiß, dass das viele anders sehen und es ist eben nur meine persönliche Meinung) Hunde mit extremen Größenunterschieden miteinander agieren zu lassen.

'Bedenklich' ist vielleicht das falsche Wort und etwas zu hart ausgedrückt, aber ich sehe das auch immer kritisch, wenn Lesley viel kleineren Hunden begegnet. Mache mir da meist mehr Sorgen, als der HH des kleinen....

Zum Glück begegnet Lesley allen Hunden höflich. Und sollte ihr mal etwas nicht passen, z.B. Von kleinen Hunden angepöbelt zu werden, geht sie aus der Situation und lässt das mich regeln. Manche legen das als Ängstlichkeit aus, sehe ich aber nicht so.....

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Flauschi, das sehe ich auch so.

Spielt Joss mit größentechnisch gesehen ähnlich gebauten Hunden, dann ist beim Toben und Rennen ein Rempler eben ein Rempler.

Sind es kleinere Hunde, dann wird aus dem Rempler ein Umrennen, welches schon wieder gewisse Verletzungsgefahren birgt.

Deshalb bin ich gerade in letzter Zeit immer vorsichtiger geworden, auch aus dem Grund, dass Joss nicht mehr der Zurückhaltende ist, der er mal war, sondern - wie ich denke pubertätsbedingt oder auch sein Sicherheitsgefühl habe ich endlich geschafft zu stärken ;) - er wird grober, ausgelassener.

Das heißt für mich, begegnen wir kleinen Hunden, und davon hats einige hier, lasse ich ihn spielen, aber kontrolliert.

Was auch wieder heißt, die Kleinen dürfen ihm hinterherrennen, bei Wechsel allerdings bekommt er das Kommando "Langsam", welches er mittlerweile wirklich supergut umsetzen kann :)

Gestern früh zum Beispiel begegnete uns ein unbekannter kleiner Rüde, der an der Leine wild gekläfft hat, Joss wollte auch bellen ( machtE er sowieso recht gerne bei unbekannten Hunden ) und ich rief ihn zur Ruhe, er war übrigens offline und bin mit ihm weiter gelaufen. Die Besitzerin sprach ( rief, ich war schon ein paar Meter weiter weg ^^ ) mich dann an und fragte, ob meiner denn verträglich sei. Hab Joss ins Platz gelegt, es bejaht und sie ließ ihren Suerte ( nicht die Rasse, der Name ;) ) von der Leine, die beiden spielten.

Der kleine Suerte allerdings mit einem Dauergekläff und sie konnte ihn auch nur wieder anleinen, weil ich Joss zu mir gerufen habe. Ich kenne einen Hund hier, der Gekläff überhaupt nicht leiden kann und dann sofort anfängt zu korrigieren - was bei Joss kein Problem ist, weil gleichgroß, bei Suerte allerdings schon wieder für mich persönlich als riskant anzusehen wäre :think:

Also, bei uns ist es leider schon so, dass auch in der Welpen- oder Junghundestunde kaum HH mit kleinen Hunden sind, obwohl wir hier viele kleine Hunde haben.

Viele nehmen ihre kleinen Hunde schon von Weitem auf den Arm, sind selbst unheimlich unsicher, wenn sie große Hunde sehen und machen es damit nicht besser :(

Andererseits, wenn sie schon schlechte Erfahrungen gemacht haben mit ihrem kleinen Hund, dann kann ich schon wieder verstehen, dass es ihnen lieber ist, ihren Hund geschützt auf dem Arm zu halten :think: Ein kleiner Hund hat nunmal eben gegen den Größeren kaum eine Chance .

Finde ich schade!! Also, nicht das mit der Chance, sondern dass da recht wenige Möglichkeiten fehelen, für beide Seiten, das kontrolliert zu üben.

Letztendlich empfinde ich als Mensch die Größe eines Hundes als erstmal irrelevant - ob groß oder klein, Erziehung muss sein ;)

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Das Problem zwischen großen Hunden und kleinen ist einfach- dass wenn mal etwas passieren sollte- der kleine Hund dem großen nicht viel entgegen zu setzen hat.

Ich finde es bedenklich (ich weiß, dass das viele anders sehen und es ist eben nur meine persönliche Meinung) Hunde mit extremen Größenunterschieden miteinander agieren zu lassen.

Das sehe ich genauso und deshalb lasse ich meine Hündin nicht zu Hunden hin, die sehr, sehr viel kleiner sind als sie. Kommt ein sehr, sehr viel kleinerer Hund auf uns zu, dann schicke ich ihn weg und lasse keinen Kontakt zu. Das wäre mir viel zu gefährlich. Ich will, dass meine Hündin kleine Hunde ähnlich wie die Schafe auf der Wiese oder Radfahrer sieht - eben nicht als Spielpartner sondern als "Beiwerk", das sie überhaupt nichts angeht und das sie in Ruhe zu lassen hat.

Die Verletzungsgefahr ist einfach viel zu hoch.

Andersherum schütze ich sie aber auch stärker als sonst vor anderen Hunden, die sehr, sehr viel größer sind als sie und zu grob spielen oder sie anrempeln.

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Also ich wäge ab, mit welchem kleinen Hund ich Jasper spielen lasse. Hunde die, wie beschrieben, nahezu hysterisch werden und weglaufen, fallen komplett raus. Meiner setzt seinen Jagdblick auf und das schlägt das Spiel in eine Hetzjagd auf Beute um(quasi Kaninchen-Modus)

Dann gibt es aber auch Hunde, wie zum Beispiel Spikey, ein Chi-Mix aus der Nachbarschaft, der eine so dermaßene Souveränität ausstrahlt. Und das für so einen Mini Hund(3kg)

Da wird dann auch gespielt, aber sehr vorsichtig und respektvoll.

Da ist das Frauchen aber auch die Gelassenheit in Person und der Kleine hört besser, als viele Große, die wir hier treffen.

Das ist bei uns wirklich ne Sache, die ich vom Charakter der Hunde abhängig mache.

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Hallo

Ich bin mit einem grossen Hund (~68cm) aufgewachsen, hatte dann einen mit 40cm und der jetzige hat etwa 50cm Schulterhöhe. Ich habe eigentlich beide Seiten kennengelernt.

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Viele kleine Rassen, gerade die Rattenjäger, sind ja schon aufgrund ihrer Genetik darauf programmiert, letztlich bis auf das Äußerste zu gehen.

Viele dieser Kleinen sind "mutig", aber sind das auch gleich Kläffer? Ich kenne hier einige Rattler, die sich normal mit grossen Hunden verstehen aber einige der kleinen Begleithunde, die sich als fürchterliche Kläffer aufführen. Ich denke eher, dass die Kläffer den Umgang mit anderen Hunden nie lernen/üben dürfen, weil die HH zu ängstlich sind. Oder, wie ich, was Schlimmes erlebt haben.

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Kleine Hunde die wegrennen und vor a l l e m Angst haben sind Wesenskrüppel (genau wie große die vor allem Angst haben und weglaufen!). Das ist eine Frage der Zucht!

Bei den Wesenskrüppeln bin ich deiner Meinung, aber... Weshalb ist da die Zucht schuld?

Ich hatte so einen Wesenskrüppel. Sie war das aber nicht von Anfang an. In jungen Jahren hat sie mit allen Hunden, ob gross oder klein, sehr gern gespielt. Die grossen haben sie manchmal überrannt, da meine nicht kapiert hat, dass die nicht so schnell bremsen können wie sie. Dann trafen wir noch auf eine bissige Schäferhündin, deren Halterin uns zu spät gesehen hatte. Danach hatte ich einen Hund, der vor grossen Hunden Angst hatte. Der wohl von viele grossen Hunden als Beute angesehen wurde. War dann nicht so toll. Sie war meist in meiner Nähe, insbesondere wenn wir fremde Hunde trafen. Trotzdem wurde sie noch mehrmals von grossen Hunden attackiert, immer wurde mir nachher erklärt "Das hat er noch nie gemacht". Danke.

OriginalbeitragWenn du also weißt, dass dein Hund schreckhaft ist, schnell wegrennt etc pp, dann solltest du ihn nicht in Situationen bringen, in denen er dieses Verhalten zeigt. Denn das macht der ja nicht zum Spaß.

Also muss ich dann meinen Hund an der Leine führen, nur noch in der Nacht spazieren gehen oder die einsamsten Wege suchen... Nur dass die anderen HH wieder in Ruhe und ohne Kontrolle über ihre Hunde haben zu müssen, spazieren gehen dürfen...

Meine Meinung zu dem Problem gross/klein: solange die HH sicher oder ruhig sind und alle Hunde einigermassen erzogen gibt es kaum Probleme. Ängstliche HH und schlechte bzw. meist kaum Erziehung der Hunde sind, hier zumindest, das grössere Problem.

Gruss

Monika

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Nein, du sollst nicht die einsamsten Wege suchen oder den Hund an die Leine nehmen, damit die Anderen Ruhe haben, sondern deinem Hund zu liebe. Wenn der Hund panisch wird bei Hundekontakt, ist jede Runde Gassi mehr Stress als Erholung. Für Halter und Hund.

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Im Großen und Ganzen scheint hier die Meinung vertreten zu werden, dass es doch Sache des HH ist rsp. der Erziehung des Hundes.

Mich persönlich erleichtert das sehr, denn dann kann ich es so auch meiner Freundin gegenüber kommunizieren. Wenn ich auch befürchte, sie sieht das anders:)

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Also muss ich dann meinen Hund an der Leine führen, nur noch in der Nacht spazieren gehen oder die einsamsten Wege suchen... Nur dass die anderen HH wieder in Ruhe und ohne Kontrolle über ihre Hunde haben zu müssen, spazieren gehen dürfen...

Ich danke dir für diesen Satz. Genau so fühlt es sich meistens an, wenn andere HH es nicht verstehen können. Ich glaube aber nicht, dass Yatzy das in diesem Falle so meinte.

Es ist doch so, dass mein "Beutehund" sich gar nicht erst zur Beute macht so lange ein Hund ruhig und anständig Kontakt aufnimmt. Die Flucht und Panik tritt nur noch ausschließlich auf, wenn ein Hund auf uns zu brettert. Deswegen sehe ich einfach nicht ein mir vorwerfen lassen zu müssen, ich würde nicht erziehen und müsse meinen Hund "im Dunkeln einsam und verlassen nur noch an der Leine ausführen". Wenn man eben doch als Großhundehalter seinen Hund so weit erzieht, dass er nicht anbrettert und außer Kontrolle jagt, dann braucht das "kleine Kanninchen" auch nicht an die Leine.

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Das Problem ist wohl Folgendes:

Kleiner Hund fordert zum Spiel oder zum Raufen auf - och wie süß!

Großer Hund geht darauf ein - oha, jetzt wirds kritisch. "Rufen Sie Ihren Hund zurück!"

Ich denke, es gibt da keine Patentlösungen. Natürlich muss man eingreifen, wenn es kritisch wird. Ich finde aber auch, dass man nicht immer nur dazwischengehen kann, sondern dem kleinen Hund auch mal die Möglichkeit bieten sollte, selbst effektive Grenzen zu setzen.

Ich habe einen großen Hund mit pubertätsbedingtem Größenwahn und einer Neigung, Schwächeren erstmal deutlich zu machen, wer die Hosen anhat. Möchtegern eben.

Und ich habe einen kleinen Hund (kein Kleinsthund).

Es hat ein wenig gedauert, auszutesten und herauszufinden, wann man wie eingreifen muss. Nicht zu früh - denn ich will dem kleinen Hund durchaus die Chance geben, sich selbst zu behaupten. Aber auch nicht zu spät, denn der kleine soll sich nicht fertiggemacht fühlen und der Große soll nicht abheben.

Inzwischen spielen und raufen die beiden ganz prima und Selma (die Kleine) hat herausgefunden, mit welchen kleinen Kniffen sie Abby (die Große) sofort zur Räson bringen kann, wenn die zu doll wird.

Sie raufen ausgeglichen trotz 15 Kilo Größenunterschied.

Mit fremden Hunden muss man natürlich wieder schauen ...

Man kann nicht erwarten, dass kleine Hunde wissen, wie sie große "anzufassen" haben. Das müssen die gelernt und geübt haben und die Möglichkeit hat nicht jeder. Ich bin daher nicht traurig, wenn jemand signalisiert, dass der kleine Hund bitte nicht mit meiner Schäfersau toben soll. Dann möchte ich den kleinen Hund aber bitte auch nicht um meine Füße hüpfen haben ...

Meinen kleineren Hund kann ich bedenkenlos zu jedem anderen Hund lassen. Sie geht einen Bogen und signalisiert ein Stopp, wenn ihr ein Artgenosse unheimlich ist. Bei Jagdspielen haben sie der Haken wegen meist keine Chance und beim "Kontakttoben" passiert idR auch nichts, weil sie, sobald es zu heftig wird, gleich quiekt wie ein Welpe (bei reiferen Hunden) ODER in die Lefzen beißt (bei Jungspunden) und somit die Situation immer im Griff behält. Da brauch ich nicht eingreifen und ihre Kompetenz anzweifeln.

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