Jump to content

36.794 Hundefreunde !

Jetzt kostenlos ein Konto erstellen oder mit Deinem Facebook oder Google account anmelden.

 

〉Registrieren Ι Anmelden

Hundeforum Der Hund
Pudelchen

Hund ist aggressiv zu allen Familienmitgliedern in bestimmten Situationen

Empfohlene Beiträge

Guten Tag, ich wuensche mir Rat wie ich aus unserer entzogen Situation wieder herauskomme. Belehrungen was ich falsch gemacht habe, mögen mir bitte erspart bleiben, da ich das inzwischen selbst weiß.

Wir (familie zwei kinder , eines unter 10 jahre ) haben uns vor einem jahr einen kleinen zwergpudel -mix , weiblich angeschafft es ist unser erster Hund, wir haben alle keine hundeernaehrung. . Der Hund war damals 9 Wochen alt und wie sich nachträglich herausstellte ( Fehler Nr.1) wahrscheinlich von einem Hundehändler. Ich habe mich sehr viel um den Hund gekuemmert, habe ihr leider erlaubt überall im Haus dabeizusein, abends schlief sie auf meinem Schoß, Nachts erst im schlafzimmer, dann alleine im Wohnzimer , weil sie nicht mehr mitkommen wollte. Ich habe eine hundeschulebesucht, wo sie sich als gelehrig erwies und Befehle wie Sitz , Platz schnell lernte. Leider klappte es Zuhause mit dem verbleiben auf dem koerbchen garnicht, so dass sie mich ständig begleitete und aufsprang , wenn ich Aufstand.

Mit 7 monaten Biss sie meinen Mann, weil er sie irgendwo herausholen wollt, ohne dass er wusste, dass sie einen Knochen hat. In der folge wurde sie auch läufig und fing an uns immer öfter anzuknurren. Ich holte eine hundetrainerin nachhause, die mir sagte , der Hund sein dominant und würde mich nicht ernstnehmen und mir riet, den Hund mit Gewalt ( er wiegt 3kilo) niederzudrücken , bis er aufgibt und nicht mehr knurrt. Ebenso sollte ich ihn mit lauter stimme dinge verbieten. Das haben mein Mann und auch ich auch mehrfach getan, ich hatte ein schlechtes Gefühl dabei und das mit recht, denn seither verschlimmerte sich die Situation immer mehr. Ich habe jetzt wieder eine hundetrainerin, die mir riet, bestimmte Dinge zu ignorieren. ( z.b. Sockenklau oder Schuhe bewachen) , nochmals mit der grunderziehung weiterzumachen, sie mit der Leine, die sie mittlerweile immer trägt, vom Sofa zu ziehen usw. Ich selbst habe das Gefühl ,sowohl emotional als auch geistig nur noch mit der erziehung des Hundes beschäftigt zu sein. Übrigens lässt sich unser Hund mittlerweile nur noch mit Würstchen zu kooperativem verhalten motivieren. Er knurrt uns an, wann immer er sich gestört fühlt, und verteidigt das Sofa Las sein Revier. Sie bewacht bei jeder Gelegenheit herumliegende Gegenstände wie socken, Schuhe u.a. Meine Brille ist auch ein beliebtes Objekt. Alles was auf dem Sofa ist gehört ihr auch.

Ich wünsche mir einen Familienhund, der mir vertraut und dem ich Vertrauen kann, der mitmacht und nicht versucht, die ganze Familie in Schach zu halten. Gerne kann er auf Sofas und in Betten, wenn er uns nicht anknurrt. Ratschläge , die mir bei diesem Ziel weiterhelfen, sind gerne Willkommen. Ich brauche Zuspruch und Mut , sonst kann ich den Hund, der übrigens sonst total Süß und lieb ist nicht bei uns behalten, und darueber wäre ich sehr traurig.

Danke eurer PudelchenBarth

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
(bearbeitet)

Erstmal Willkommen hier im Forum. :winken:

Die Situation ist zwar - aus meiner Sicht - ziemlich verfahren, aber nicht hoffnungslos unter der Vorrasusetzung, daß du noch eine Weile Geduld und Ausdauer hast an dem Problem zu arbeiten.

Meine erste Frage wäre: Habt ihr eine Hundebox oder könntet ihr euch eine kaufen? Für den Hund ist es auch Streß, das Haus und sein Rudel (ich sage das mal so) bewachen zu müssen. Daher wäre ein Rückzug gar nicht mal schlecht für den Hund. Man muß ihn natürlich daran gewöhnen.

Auf Sofa, Bett u.ä. sollte der Hund m.E. erstmal gar nicht, weil das eure Ressourcen sind.

Erzähl' doch mal, was ihr sonst mit dem Hund macht? Wie verhält er sich draußen?

Und ein Foto fände ich auch total klasse. :D (Geht mit http://picr.de)

Edit: Wir hatten auch einen Kleinpudel - genannt Pudelchen - der hat uns einmal angeknurrt als wir auf das Sofa wollten. Den Guten einmal ordentlich angebölkt und gut war.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Wo wohnt ihr denn? PLZ-Bereich.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
(bearbeitet)

Wow, ein Zwergpudel, der die Familie in Schach hält, das ist mal was neues :). Was ist in dem Mix denn noch drin???

Nun gut, ich denke, es bleibt nichts anderes als von vorne anzufangen. Und dafuer sorgen, dass Du alle Ressourcen im Haus verwaltest (Futter, Spielzeug, Sitzplaetze, ALLES) Nichts aus dem Boden rumliegen lassen (schwierig mit Kindern, aber einen Versuch ist es Wert). Hund weder auf das Sofa noch auf das Bett lassen, es sei denn, Du rufst ihn dorthin (gar nicht ist für den Anfang einfacher).

Keine Kauknochen o.ä., mit denen der Hund länger zu tun hat.

Futter nur noch auf Zuteilung.

Ohne Gemecker und Getoese, Hund auf dem Sofa ... kommentarlos runter (auch 100x). Hund hat was geklaut ... Kommentarlos wegnehmen und wegpacken. Und ihm beibringen, auf seinem Platz zu bleiben. Mit viel Ruhe und 100x wieder dort hinbringen. Irgendwann wird's ihm zu doof und er merkt, dass nur dort Ruhe zu finden ist.

Dazu dem Hund Aktivitaeten anbieten, die tägliche Futterration kann für Suchspiele genutzt werden, anstatt im Napf präsentiert zu werden. Viel Auslauf und vor allem viel Kopfarbeit (du schreibst ja, er lernt gerne und schnell).

Und damit die nicht alles zu viel wird, mach einen Plan für die ganze Familie, wer wann Gassi geht, wer wann mit dem Hund übt etc. Auslastung wird die halbe Miete sein. Und wenn er nicht mehr alles kontrollieren kann, weil er auf seinem Platz bleiben muss, wird er auch ruhiger werden.

Ich wünsche Euch viel Glück und gute Nerven. Ruhe ist die Basis bei dem Ganzen, nicht über den Hund aufregen, sondern immer wieder kommentarlos auf seinen Platz bringen, von Sofa schieben (oder ziehen, Leine ist ja dran), Sachen wegnehmen. Für den Hund ist es wenig spannend, wenn dich sein ganzes Gemalle nicht aufregt. Leicht gesagt, ich weiß ... :)

Edit: Box ist hilfreich, Das finde Ich auch.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Ist das Filippo?

In dem Fall war ich neulich bei euch zu Besuch. :kaffee:

Falls nicht: Ich war neulich wegen einer ganz anderen Sache bei einer Familie zu Besuch, wo es ganz ähnlich war. Das Sofa gehörte dem Zwergpudel Filippo und wer sich wagte, es in Anspruch zu nehmen, wurde angeknurrt und geschnappt.

Ich war so überrumpelt, dass ich einfach meine Handtasche genommen habe und den Hund damit wie einen Flusen vom Sofa, auf das ich mich dreisterweise gesetzt habe, gefeudelt habe.

Familie starrte mich irritiert an. Filippo war entsetzt, trat aber sofort den Rückzug an.

Wenn das mein Hund gewesen wäre, ich hätte ihn nebenbei, ohne ihm dabei Beachtung zu schenken, am Schlawittchen gepackt und er hätte den Flughund aus dem Raum hinaus gemacht.

Meine Hunde dürfen auch ins Bett und auf die Couch. Aber wer "vergisst", dass das in erster Linie unsere Möbel sind, der fliegt und zwar schneller als er gucken kann.

Runterdrücken oder runterwerfen nützen aber gar nichts, wenn ihr davon nicht überzeugt seid und die nötige lässige Souveränität ausstrahlt, sowie die Überzeugung, dass das EURE Wohnung ist, nicht das Reich des kleinen Hundes.

So ein kleiner Kerl, der würde bei mir sämtliche Privilegien verlieren; dazu gehört freie Wahl des Platzes, Spielen, Spielzeug, Kaukram, "Eigentum", Entscheidungen (wann gespielt wird und womit).

Diesem Hund würde ich klarmachen, dass ich über sein Leben entscheide. ICH entscheide, wann ich ihm sein Futter serviere und ICH entscheide, wann er davon nehmen darf.

Die Frage, was ihr sonst noch mit ihm macht, hätte ich auch noch. Gerade kleine Hunde spinnen manchmal nur herum, weil sie nicht ausgelastet sind.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Ein 3-kg-Hund beansprucht das Sofa für sich?

Alle Achtung - der hat euch gut erzogen!

Als Erstes würde ich ihn vom Sofa befördern und nicht mehr drauflassen!

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Danke erst einmal für die hilfreichen Ratschläge. Dass ich ein wenig Spott ernten würde, war mir klar. ;))

Wir haben eine Box , in die ich sie gelegentlich einsperre ( z.b. Wenn es mir zu bunt wird oder nachts). . Ich gehe morgens eine runde spazieren ( ca.30 min) , vormittags muss ich was arbeiten, sie kann aber in den Garten, dort spiele ich mit ihr aportierspiele (mittlerweile spielt sie nur mit, wenn die belohnung toll ist). Ich kuschele auch mit ihr auf dem Boden. Mein sohn geht nachmittags mindestens einmal mit ihr Gassi. Aber von 13-16uhr muessen wirhausaufgaben machen. Ansonsten ist bei uns nachmittags oft viel trubel. Abend gehe ich auf eine Wiese mit Wald, wo wir viele Hunde treffen . Sie kann dort ausgiebig spielen. Danach ist sie eigentlich müde.

Die schlimmsten ausfälle sind dann, wenn ich mich nicht um sie , sondern z.b. Um meine Tochter kümmern muss.

Vom Sofa befördere ich sie immer runter, aber wenn ich mich umdrehe , hüpft sie wieder drauf. Manchmal macht sie es bis ich sie festbinde, wobei ich mir nicht klar bin , ob das richtig ist.

Am besten geht es mir leider, wenn ich sie auch tagsüber einsperre, je weniger ich das tue, um so mehr leistet sie sich. Das einschüchtern, das ich auch schon versucht habe, führt nicht zum Ziel.

Unser Hund heißt nicht Filipa .

Vielen dank für weitere Ideen bin ich dankbar

Pudelchen

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Was ich noch sagen wollte, wegnehmen , wenn sie was hat , ist nicht, da ist sie so eingeschossen, dass sie beißen würde. Manchmal klappt es mit dem abnehmen, wenn ich Wurst anbiete, aber soll ich sie den ganzen Tag mit wurst" belohnen" , wenn sie etwas klaute? Vielleicht hat da noch jemand eine Idee.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Ich habe den Eindruck, daß es so gar kein richtiges "Erziehungskonzept" gibt bei euch, trotz HT. Ich würde vorschlagen, daß du die Dinge notierst, die du gerne geändert haben möchtest und die Dinge, die klappen oder mit denen du leben kannst.

Bei den Sachen, die zu ändern wären legst du eine Reihenfolge fest und dann kann man viel eher mit Tipps weiterhelfen.

Letztendlich läuft es immer darauf hinaus, daß der Hund Vertrauen und Sicherheit haben muß - dann gibt er gerne Aufgaben ab... ;)

Unser Pudelchen wäre uns auch auf der Nase rumgetanzt wenn wir ihn denn gelassen hätten.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Wenn das nicht Filippo ist, gibt es mindestens noch eine Familie mit exakt dem gleichen Problem. Kein Grund sich zu schämen - ihr seid nicht allein.

Und nein, du sollst sie nicht mit Wurst besänftigen. ich würde diesem Hund überhaupt keine Wurst mehr geben, es sei denn, er leistet etwas.

Besorg dir lieber einen dicken Lederhandschuh. Das meine ich erst, der Hund hat raus, dass er euch kontrollieren und beherrschen kann, wenn er seine Zähne einsetzt. Von dem Trichter müsst ihr ihn zwingend runter holen, sonst tanzt ihr nur noch nach seiner Pfeife.

Ich denke, ihr solltet unbedingt einen Trainer ins Haus holen, der euch Schritt für Schritt anleitet. Das ist ja kein Zustand so, oder?

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

×

Mit der Nutzung dieser Website stimmen Sie zu, dass wir Cookies verwenden, um unser Angebot zu personalisieren. Mehr erfahren.