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Hundeforum Der Hund
Jelly

Würde ein einzelner Hund sich ernsthaft mit einem Rudel anlegen?

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Hallo alle zusammen,

ich bin neu hier und hoffe auf gute Ratschläge bzw. eure Meinungen zu meiner Angst...

ich habe 3 Hunde (1Rüde,5Jahre,Parson russell,Chipkastriert)(1jack Russell Hündin,10Jahre unkastriert)(1Terriermix Hündin,ca.2Jahre,kastriert)

Mein Rüde ist ein alter Haudegen,immer bereit sich kloppen zu wollen, meine junge Hündin ist eher ängstlich,pöbelt aber gerne mal andere an,bellen die sie aber an,kneift sie den Schwanz ein und lässt sich vom Rüden verteidigen,die kleine ist da die pflegeleichste...lässt alle in Ruhe solange sie sie in ruhe lassen..

Nun hatte ich heute Abend meine Horrorvision live...Ein Schäferhund kam plötzlich aus dem dunkel über die straße gerannt zu mir und meinem Rudel...ich weiss nicht genau was seine Absichten waren, aber mein Rüde hatte danach Kratzer am Bein (hatte ihn zwischendurch hoch genommen um einen direkten Kampf zu verhindern) die kleine hat still daneben gestanden und die ängstliche hat ihn ordentlich angebellt und versucht und zu verteidigen...als der Schäferhund dann hinter ihr her war,riss sie sich los und rannte weg...der schäferhund einige Meter hinterher...das spiel wiederholte sich noch einmal, bis er dann endlich abhaute und ich meine Hündin wieder einfangen konnte...nebenbei bemerkt,der Besitzer des Schäferhundes war nirgends zu sehen :wall:

Nun habe ich mich gefragt...hatten wir einfach Glück...oder wollte der Schäferhund sich garnicht wirklich mit uns anlegen und wenn ja, war er eigentlich lässig drauf oder legt sich ein einzelner Hund nicht ernsthaft mit einem Rudel an?

Trau mich garnich mehr mit ruhigem gewissen auf die Straße...

was denkt ihr darüber?

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Was hast Du denn gemacht, außer den Rüden auf dem Arm zu halten?

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Ich denke, der Schäferhund wollte nicht zwingend etwas Böses - sonst wäre nämlich mehr als ein Kratzer am Bein.

Dass du den Rüden aus der Situation genommen hast, war vermutlich richtig, allerdings ist hochheben (leider erfahrungsgemäß) nicht so schlau, denn viele Hunde springen dann hoch und "testen" mal, ob man das essen kann. Oder warum auch immer sie es tun.

Ich verstehe aber, dass man mit drei Terriern und einem Schäferhund den man nicht kennt erstmal nur blöd rumsteht und versucht das Schlimmste zu verhindern.

Zu deiner Ausgangsfrage:

Ja.

Würden sie. Wenn sie sich Chancen ausrechnen, wenn sie zB wissen, dass es nur einen echten Gegner in dem Rudel gibt oder wenn der Hund nen Sockenschuss weg hat (was ich dem Schäferhund erstmal nicht unterstellen will - ich weiß es ja nicht)

Zumal vielleicht ein Rudel Schäferhunde einfach mehr Eindruck macht als ein Rudel Terrier - so aus Sicht des Schäferhundes der sich überlegt, hinein zu brettern.

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Ja, ein Rüde würde sich mit einem Rudel anlegen, wenn er sich - wie Lemmy schon sagte - Chancen ausrechnet (oder aber völlig Banane ist, was ich aber auch in diesem Fall nicht glaube...)

Richtig war, deinen Rüden aus der Situation rauszunehmen (wobei das auf den Arm nehmen nicht wirklich prickelnd ist...) - aber aus einer anderen Intention heraus als der Deinen... :Oo

Das hier

Mein Rüde ist ein alter Haudegen' immer bereit sich kloppen zu wollen, meine junge Hündin ist eher ängstlich,pöbelt aber gerne mal andere an,bellen die sie aber an,kneift sie den Schwanz ein und lässt sich vom Rüden verteidigen,die kleine ist da die pflegeleichste...lässt alle in Ruhe solange sie sie in ruhe lassen..

gibt mir etwas zu denken... :(

Ich weiß nicht ob du dir im Klaren darüber bist, dass du deinem Rüden die Aufgabe überläßt, euch zu verteidigen - deine kleine Pöbelprinzessin macht nämlich nichts anderes als andere zu provozieren in dem Bewußtsein, ihr "großer Bruder" klärt sie Situation für sie, wenn es Ärger gibt.

Damit gibst du gleich 2 Sachen aus der Hand: einmal erlaubst du deiner Hündin zu pöbeln - und läßt dann deinen Rüden "sein Rudel" verteidigen.

Auch wenn deine Hündin außer kläffen "nichts" macht - ist sie damit der Auslöser für die Reaktionen deines Rüden - er ist ja in der Bedrängnis, "seine" Hündin verteidigen zu müssen.

Und du läßt das zu...

Bitte hindere deine Hündin daran, zu pöbeln - du ersparst dir und deinem Rüden damit eine menge Stress.

In deinem jetzt von dir beschriebenem Fall hast du wirklich Glück gehabt, dass der Schäferhund nicht zu den durchgeknallten Exemplaren gehörte - er hat nämlich erfasst, dass DU deinen Rüden raushälst (sonst hätte er sich nämlich erst mal diesem zugewandt) und statt dessen deiner Hündin erst mal klar gemacht, dass sie mit ihrem Pöbeln bei ihm an der falschen Adresse ist.

irgendwie habe ich den Eindruck, dass du dein Rudel nicht souverän führst - nimm diese Geschichte zum Anlass, daran zu arbeiten (mit Hunden als Trainingspartner, die wie der Schäferhund NICHT auf Beschädigung aus sind... ;) )

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Hallo,

tut mir leid wenn ich so in den Thread reingrätsche aber was wäre Eurer Meinung in der Situation den angemessen oder besser gewesen als den Rüden hochzuheben ?

Ich hatte früher auch das Problem das ich meinen Terrier dann hochgehoben habe bei so einer Aktion ( hatten wir leider vor zwei Tagen wieder da Hund der bedrängte sich nicht vertreiben ließ). Wie reagiert man besser ?

Danke :D

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Ja, das machen Hunde...

Ich habe das auch schon 3 oder 4 mal erleben dürfen, dass ein größenwahnsinniger (?) Hund in mein Rudel stürzt..... ganz ganz dumme Idee ;) Nein, bisher ist noch kein Blut geflossen, aber meine zeigen dem dann schon, was sie unter Individualdistanz verstehen.....

Ob derjenige sich dabei irgendwelche Chancen ausgerechntet hat oder einfach auch nur Bock auf eine herzerfrischende Keilerei hatt, weiß ich nicht, hab nicht nachgefragt...

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(bearbeitet)

Wenn ein Hund wirklich mit Beschädigungsabsicht angerauscht kommt...kannst du ihn daran sowieso nicht hindern, indem du deinen Hund auf den Arm nimmst. Dem Hund ist dann nämlich egal, ob er deinen Hund oder deinen Arm zu fassen bekommt.

Besser ist, den eigenen Hund zu kontrollieren, ihn daran zu hindern, selber zu pöbeln - d. h., der eigene Hund muss gut im Gehorsam stehen und es DIR überlassen, die Situation zu klären.

In diesem Fall bringst du dich zwischen deinen und dem fremden Hund, blockst den Fremden dadurch ab.

Dafür muss dein Hund aber akzeptieren, dass DU diese Aufgabe übernimmst und seine Unterstützung unerwünscht ist.

Edit: Skita, manche Hunde haben von Natur aus selber eine sehr geringe Induvidualdistanz (dazu zählen ja die Überrollkommandos Golden und auch Labbi z. B. ... :Oo ) - wenn diesen nicht von Beginn an beigebracht wird, dass andere Hunde ihre eigene Individualdistanz haben, die einzuhalten ist wenn es friedlich gehen soll ... preschen sie ohne böse Absicht "ich tu doch nix" überall hin ...

finde ich auch unmöglich... :wall:

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Mich würde auch interessieren wie du dich in der Situation sonst noch verhalten hast.

Haben deine Hunde, bevor der Schäfer zu euch gelaufen ist, in seine Richtung gebellt?

Ich würde dir gern nahe legen mit deinen Hunden zu Arbeiten. So wie du sie beschreibst sind sie, in meinen Augen, sehr unentspannt.

Dein Rüde und deine junge Hündin nehmen die Position ein, die eigentlich du innehaben müsstest.

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Ich denke auch icht das der Schäfer etwas wirklich böses wollte.

Und zu deiner Ausgansfrage ja auch wir hatten schon den Fall mit 4 Hunden und 4HH unterwegs zu sein (Neufi-Dame, unsere Mittelgroße Dame, 2 kleinen Rüden), was einen wirklich kleinen schwarzen irgendwas Rüden nicht davon abgehalten hat aggressiv mitten in das Rudel zu stürzen und sich unser Mädchen als Opfer auszusuchen. Er hatte Glück, hätte er sich einen anderen aus dem Rudel genommen, hätte er das warscheinlich nicht überlebt...

Wir haben sofort die anderen Hunde aus der Situation raus genommen und in Sicherheit gebracht und Lena und den kleinen schwarzen Rüden getrennt. Niemanden ist was passiert aber alle Hunde und Hundehalter waren geschockt und auch aufgebracht.

PS: zu dem schwarzen Rüden gab es keinen Besizter den haben wir erst ne halbe Stunde später gefunden, den hat es aber auch nicht interessiert ob irgendwer zu Schaden gekommen ist...

Soviel zum Thema ob sich ein Hund ernsthaft mit einem Rudel anlegen würde: JA und wären wir nicht schnell genug gewesen als HH wäre das auch echt böse ausgegangen

was nun der Schäfi von euch wollte kann ich auch nicht sagen, aber gut das nichts weiter passiert ist, solche Situationen können so schnell aus dem Ruderlaufen... Ich würde es auch mal mit den Tipps von marcolino und muck versuchen um auch in dein eigenes Rudel mehr Ruhe und Sicherheit zu bekommen. Dann lassen sich solche Situationen vielleicht besser entschärfen.

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Danke erstmal für eure Tipps! Meine Hündin ist noch nicht lange bei uns,versuche ihr auch gerade das Pöbeln abzugewöhnen, und JA, sie haben vorher zu dem Schäfi rüber gebellt...hab dann gleich AUS gebrüllt und wollte weiter,aber da kam er schon...mein Rüde lässt sich überhaupt nicht davon abhalten sich prügeln zu wollen...ein hundetrainer hat ihn mal so eingeschätzt,dass er sich nicht unterwerfen würde...weiss nich ob er recht hatte...ich wills nicht ausprobieren...er lässt auc nicht wirklich zu dass ich eingreife...er beisst dann wild um sich...ich weiss,alles andere als optimal und geordnet,aber so Terrier sind ja bekanntlich auch sehr dickköpfig und diese verhalten hatte er schon bevor die pöbelprinzessin da war...wie kann ich ihm das abgewöhnen ich fand die situation nämlcih alles andere als prickelnd...ach und zu dem Thema "Böse Absicht" eine andere Hundehalterin hat mir heute erzählt,dass wohl dieser Schäferhund schon einige Hunde ernsthaft gebissen hat...ich hasse so Hunde und vorallem solch Hundehalter!!!Leine und Maulkorb sag ich da nur!

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