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polar-chat.de  Der Hund
Lemmy

Alleine bleiben

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Hallo

Ich bin neu hier und habe seit 1 Woche einen Labrador-Mix aus dem Tierheim. Er (Lemmy) ist ein sehr lieber Kerl, der zwar etwas unfreundlich gegenüber Rüden ist - aber das ist ja schon fast "normal" und vielleicht begreift er irgendwann demnächst, dass er kastriert ist und damit völlig ausser Konkurrenz laufen sollte... Und wenn nicht, dann ist das ein Problem, das ich auch in den Grif bekomme. Ich bin bereits erfahren mit Hunden, wenn auch zugegebenermaßen nur mit "Anfängerhunden", die einfach so unproblematisch sind, dass sie als animierte Stofftiere durchgehen. Aber jetzt habe ich meinen eigenen Hund und bin auch sehr froh darüber.

Sein Gehorsam ist absolut fantastisch, die 1. Vorbesitzer haben echt was geleistet. Sitz, Platz und Leinegehen. Hin und wieder geht er bei Fuß, aber das dazugehörige Komando habe ich ncoh nicht herausgefunden. Er jagd, kommt aber wieder (nach 1 Stunde), aber wenn ich den Ansatz bemerke und ih rufe, kommt er schon recht zuverlässig. Ohne Leine laufen - kein Problem. Mit anderen Hunden dann eben aufpassen. Toller Hund, echt ein Schatz.

Aber kommen wir also zu meinem Problem:

Lemmy ist 6 Jahre alt und kann absolut nicht alleine sein. Wenn ich ihn irgendwo warten lasse, wo er mich nicht sieht (vor Aldi, z.B.) macht er Radau und bellt wie verückt. Leider kann man ihn auch nicht im Auto lassen, denn das nimmt er - sehr systematisch - auseinander! Ich habe jetzt ein riesen Loch in meinem Himmel im Auto. Und auch einen zerbissenen Gurt! Da ich aber hin und wieder meinen blöden Köter alleine lassen MUSS, habe ich erstmal eine Transportkiste aus einem Metallgitter gekauft. Das findet er durchaus ok, keine Angst oder ähnliches. Aber gestern hat er auch diese auseinander montiert. Jetzt ist sie verschraubt, aber ehrlich gesagt ist das ja keine wirkliche Lösung.

Meine Frage: ist davon auszugehen, dass sich dieses Verhalten irgendwann bessert, wenn er weiß, dass ich ihn nicht verlassen werde, oder muss ich da (evtl. mit Trainer-Unterstützung) aktiv dran arbeiten. Und wenn 2., wie stelle ich das am besten an? Denn so kann es ja nicht dauerhaft bleiben. Was wäre denn, wenn ich ihn in meiner Wohnung alleine gelassen hätte.... :o

Unsere anderen Hunde (2 Border-Colli-Mix-Rüden) bei meinen Eltern haben nie sowas angestellt, aber die sind auch seit ihrer Welpenzeit bei uns gewesen.

P.S.: "blöder Köter" ist nicht wörtlich zu verstehen!

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Erst einmal herzlich Willkommen hier im Forum!

Da Du den Hund erst seit einer Woche hast, verlangst DU ganz schön viel von ihm. Du lässt ihn ohne Leine laufen? Nach einer Woche. Er haut für eine Stunde ab?

Also zum allein lassen, dass muss ganz langsam aufgebaut werden. Dazu ist hier auch schon viel geschrieben worden. Du kannst dazu die Suchfunktion nutzen.

Aber mal was anderes:

Hallo

Ich bin neu hier und habe seit 1 Woche einen Labrador-Mix aus dem Tierheim. Er (Lemmy) ist ein sehr lieber Kerl, der zwar etwas unfreundlich gegenüber Rüden ist - aber das ist ja schon fast "normal" und vielleicht begreift er irgendwann demnächst, dass er kastriert ist und damit völlig ausser Konkurrenz laufen sollte...

Was meinst Du damit? Wie soll der Hund denn begreifen, dass er kastriert ist???

Pöbeln in der Leine ist ein Führungs und Vertrauensproblem und all das, kann nach einer Woche nicht da sein.

Das hat auch mit der Kastration nicht wirklich viel zu tun.

Am besten ist Du suchst Dir eine gute HUndeschule, denn für mich hört es sich so an, als ob da noch einiges zu zu arbeiten ist. Soetwas bessert sich nicht einfach so von allein.

Das er lieb ist, das steht ausser Frage. Und toll, dass DU einen Hund aus dem Tierheim genommen hast. Bravo!!!

LG MEike und Gioconda

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Hallo Meike.

Danke für die Antwort. Ich weiß, das ich eventuell etwas viel verlange. Daher ja auch meine Frage.

Was das ableinen angeht: er ist mir 1x abgehauen, da hatte ich nicht aufgepasst und das arme, dumme Hirschtier lief vor ihm weg. Was ich mit meiner Geschichte sagen wollte war, dass er alle Eigenschaften zu einem guten Jagdhund hätte - er kommt nämlich wieder! - und das OHNE mein Zutun. Zwar nach der Jagd, aber besser als gar nicht. Und da hatte ich ihn auch schon eine Weile frei laufen lassen und er war immer brav in der Nähe geblieben. Daher mein Fehler. Jetzt weiß ich es besser.

P.S: er leif mir im Wald weg, nicht an einer Straße oder so!

Natürlich muss ich ihn losmachen, denn wie sonst teste ich, ob ich das tun darf, ohne dass er "einfach so" wegläuft?? Er kann doch nicht ewig an der Leine bleiben?? Und da ich in Wald arbeiten muss, muss ich herausfinden, ob ich ihn immer irgenwo (in seiner Sichtweite!) festmachen muss. Muss ich nicht!

Und was das andere angeht: er pöbelt nicht an der Leine. er stellt die Rangfolge unter den Rüden klar. Da er erst seit kurzem kastriert ist und mein Tierarzt mir sagte, manche Rüden verlieren ihr Testosteron-bedingtes Macho-Gehabe erst nach Wochen oder nie nach einer Kastration, meinte ich DAS mit dem "Begreifen". Nichts anderes!

Hatte das große "DU" in dem Satz "Und toll, dass DU einen Hund aus dem Tierheim genommen hast" einen tieferen Sinn? Muss ich jetzt mein Rückenhaar aufstellen??

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Nein das Du ist mir ausgerutscht, da ich meinen Finger nicht schnell genug von der Shift-Taste bekomme. Daher unterschreibe ich auch oft mit MEike.

Natürlich muss er irgendwann von der Leine, aber nnicht nach einer Woche. Da kann noch nicht genug Bindug entstanden sein.

Aber ich denke die Hundeschule ist eine gute Möglichkeit an vielem wie auch dem Alleinsein zu arbeiten.

Wie Du das aufbauen kannst wurde hier schon oft beschrieben. Einfach mal die Suche benutzen.

LG MEike und Gio

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Danke. Ich werde mich schnell auf die Suche nach einer guten Schule machen. Das mit Shift kenne ich auch, daher fragte ich ja auch, bevor mein Nackenfell sich sträuben soll. Ich schätze mal, Lemmys vorblidliches Verhalten in allen anderen Dingen hat mich etwas zu verwöhnt gemacht. Und unsere anderen Hunde sind - wie gesagt -kein fairer Vergleich. Aber so schlau wie mein kleiner Autokiller ist, wird er sicher begreifen, dass ich jetzt zu ihm gehöre. Solange darf ich eben keinen Schraubenzieher in seine Nähe legen oder mich daraus entfernen...

Schönen Gruß

Friederike und Lemmy

P.S.: Fotos folgen!

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Hallo, Friederike!

Also, ich habe meinen Joey (Terrier durch und durch = Jagdtrieb ohne Ende) auch erst vier Wochen, aber ich hätte nie gewagt, ihn nach nur einer Woche mal "zur Probe" von der Leine zu lassen. Was ist denn, wenn er nicht mal eben so wiederkommt? Oder ein Jägersmann unterwegs ist, den es nicht interessiert, ob der Hund vielleicht gleich wieder zurückläuft?

Und bis heute habe ich mich immer noch nicht getraut ihn loszulassen, er läuft an der Schleppleine und ich glaube damit kann er (können wir) ganz gut leben. Beim Bällchenspielen lasse ich die Leine los, aber er ist dann auch total auf den Ball fixiert und nicht am Geschehen im Wald interessiert. Habe aber trotzdem immer einen Blick auf die Umgebung, ob nicht doch mal Reh o. ä. um die Ecke blickt.

Wieso ist die "Kiste" im Auto keine Lösung? Ist doch für alle eine sicherer! Für Dich, weil Dein Auto heile bleibt, für den Hund im Falle eines Unfalls, dass er nicht durch die Gegend fliegt!

LG

UTE

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Ja, gut. Ich gebe es zu - es war ein Risiko. Gegen Jäger trägt mein Köter ja ein Jagdhunde-Signalband. Keine Garantie, aber es ist zur Zeit Jagdruhe im Staatswald... Wenn ich es schaffe, dann kann man mit ihm ja zum Entenjagen gehen - Enten sind TOLL - dann trägt er es auch nicht nur zur Show und wird ein "echter" Jagdhund...

Wie gesagt, es war ein Risiko. Ich hätte es ja auch nicht gewagt, wenn er nicht vorher so cool gewesen wäre. (Dann hätte ich aber auch einen anderen Hund gewählt). Dieses Risiko bin ich - pfui - heute wieder eingegangen. Und ich werde es immer wieder eingehn, allerdings nur, wenn ich ihn im Auge behalte. Denn er parriert gut bei Zuruf und kommt auch schnell und zuverlässig. Sofern ihn nicht die Hirsche belästigen...

Und im Gestrüpp kann ich leider keine Schleppleine nehmen, dann muss ich die immer wieder lostüddeln.

Aber JA. Immer vorsichtig sein. Und JA. Immer an der Stelle warten, von der er weg ist (wenn es wieder passiert).

Und JA: wenn ich unsicher bin kommt er an die Leine (dort ist er nämlich braver als unsere B-C-Mixe im Norden)!

die Kiste ist ok fürs Auto. WENN er sie denn heile lässt. Und damit ist aber das Problem: "Frauchen ist weg, wenn ich Terror mache kommt sie vielleicht wieder" noch nicht ganz gelöst. Ich glaube nämlich, vor Aldi würde er ab 10 minuten die Leine zerbeissen. (Nein, DAS werde ich nicht testen ohne eine 2. Person)

Aber ich seh´ schon: mein Traum vom Superhund ohne Fehler war ein Luftschloss. Ich werde dran arbeiten - mit schrittweisem "Verlassen" und Wiederkommen. Im Büro klappt das übrigens sehr gut.

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Hi,

du weißt ja nicht was der arme Kerl schon mit gemacht hat-mit dem Alleinsein.

Vielleicht wurde er ausgesetzt? Das würde das Verhalten erklären.

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Hallo, Friederike!

Also Du scheinst wirklich nicht ganz so glücklich mit Deinem Hund zu sein - wenn ich das so lese, tut es mir schon bissl weh, wie über ihn geschrieben wird.

Wie war das Du hast ihn jetzt seit einer Woche oder seit einem Jahr??? Verstehe mich nicht falsch aber auch wenn er schon älter ist, so ist es doch eine Umstellung für ihn, er besser gesagt ihr, müßt Euch doch ersteinmal richtig beschnuppern/kennenlernen! Ich kann doch nicht wenn ich mir einen Hund zulege, sofort von ihm verlangen, dass er super auf's Wort hört oder gleich das macht was ich von ihm verlange.

Und was ich auf keinen aber auch wirklich keinen Fall machen würde, meinen Hund als Köter zu bezeichnen. Da könnte Miss Elli noch soviel Dummheiten gemacht haben aber das Wort Köter käme bei mir nicht in Frage. Warum sprichst Du nicht von Deinem Hund???

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Hallo nach Chemnitz

Ich wollte euch nicht erschrecken. "Blöder Köter" sollte nicht etwa meine Einstellung zu Lemmy darstellen. Bei uns in der Familie werden gerne unfreundliche Worte als Koseformel genutzt. So zum Beispiel " Du kleines süßes Mistvieh, du" oder ähnliches. (Dazu muss man sich jetzt eine alberne Stimme vorstellen!) Da ich so schreibe, wie ich denke, und vergesse, dass ihr mich nicht hören, sondern nur lesen könnt, hab ich wohl nicht bedacht, dass andere Menschen das nicht sofort erkennen können. nochmal Sorry

Damit keine Missverständnisse auftauchen:

Lemmy ist super. Er hört absolut TOP (ohne viel zutun meinerseits, muss der Vorbesitzer gemacht haben), benimmt sich Hündinnen gegenüber freundlich, Welpen mag er nicht, tut ihnen aber auch nichts (ausser brummen und wegschnappen) und ist ein echtes Lamm bei Menschen. Er sit ruhig, geht recht vernünftig an der Leine und richtig gut ohne Leine. DAS habe ich nach meinen ersten Versuchen etwas vertieft, und wenn ich bemerke, das da was ganz toll riechen muss, dann nehm ich ihn eben wieder an die Leine. Da ich die meiste Zeit im Wald unterwegs bin - beruflich - und dort eben auch mal Rehe und ähnliches herunlaufen, muss ich einfach aufpassen. Aber er kommt, wenn man ihn ruft - dann natürlich seinen Namen! und das ist für mich tatsächlich eine Freude.

Ich würde ihn nicht mehr hergeben wollen, auch wenn mir etwas vor dem Treffen mit unseren anderen Rüden bangt. Aber mal sehen, das kriegen wir schon irgendwie hin.

Was das alleinesein angeht, werde ich eben etwas trainieren. Gute Tips dazu habe ich ja schon in den Rubriken hier gefunden. Danke dafür.

Ich sehe ja ein, dass mich seine gute Erziehung eingelullt hat. Ist eben doch ein normaler Hund, mit all seinen Macken und kleinen "Unebenheiten". Nicht Kommissar Rex, Lassie, Benji oder was es sunst noch gibt.

Schönen Gruß aus Kreuztal

Friederike

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