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Hundeforum Der Hund
Blake

Unser Hund flippt völlig aus, wenn er einen anderen Hund schon von Weitem sieht ...

Empfohlene Beiträge

..... wir haben unseren Hund Blake aus einem Tierheim im Elsass.

Blake, war/ist ein Traumhund, gestern abgeholt und nach Hause gebracht und er war der liebste den man sich vorstellen kann. Er erschien uns bis heutemorgen wohlerzogen, hatte nicht gebettelt, lag weder auf dem Sofa noch hatte er versucht die Nacht in unserem Bett zu verbringen.

Kurzum, er war die Aufmerksamkeit in Person, hatte nicht einmal gebellt oder sich sonstwie daneben benommen.

Gut...., er furzt und stinkt danach grauenvoll, aber sonst hatte er wirklich keine Fehler, ehrlich.....

Heute wollten/sind wir dann nach draussen, an einen kleinen Fluss sind wir, wo es viele andere Hunde gibt.

Kaum ausgestiegen aus dem Auto, sah er den ersten Hund und er machte die volle Welle. Er führte sich auf, bellte in einer Tonlage, die uns direkt Angst machte.

Man muss wissen, er ist ein ca. 3 jähriger Mischlingsrüde, der ausgesetzt wurde, Stockmass ca. 55 cm un ein kleines Kraftpaket.

Er ist ausserdem coupiert, wir können deshalb nicht einschätzen ob er freudig erregt ist oder aggressiv erregt ist. Geknurrt hatte Blake nicht.

Er hatte einfach nur ein Dauerbellen von sich gegeben und sprang total nervös herum, war kaum zu halten und lies sich auch nicht beruhigen.

Wir schnurstracks umgedreht, den Hund ins Auto gepackt und es war ruhe.....

Der Hund hat uns angestrahlt und fast schon wieder abgeknuddelt. Er war schlagartig wieder ein Traumhund.

Wir sind nun in den Wald gefahren mit ihm und er war wirklich toll. er konnte laufen (an der Leine), keine andere Hunde weit und breit und er hatte sogar ein Loch gebuddelt, scheinbar hatte er Trüffel o. ä. gesucht.... aber es war nix da, noch nicht einmal eine Waldmaus......

Wir wollten dann nach hause irgendwann, mussten aber nochmals anhalten um Brot zu kaufen und wollten dort noch einen Kaffee trinken, wir hätten bestimmt auch noch ein wasser bekommen für Blake....

Aber ...... kaum sah er einen Hund, ging das Theater schon wieder los. Der Hund macht die welle, zieht wie verrückt an der Lrine und bellt dermassen, dass die ganze Straussenwirtschaft schaut was denn los ist.

Wir haben und leise geschämt.......

also ist meine Frau alleine zum Brot kaufen gegangen während ich versuchte unseren Hund zu beruhigen.....

Alles hatte nichts geholfen, weder gut zureden, noch leckerli. Wir also umgedreht und ab zum Auto.....

Da dann wieder das selbe, er spielt wieder Traumhund und jetzt wo wir zuhause sind sowieso.

Meine Frage jetzt, ist es normal, ist der Hund aggresiv oder sind wir zu unsicher.

Wie gesagt, am Schwanz kann man nicht erkennen ob der sich freut oder nicht, der ist ja nicht mehr da.....

Also, wir freuen uns über eure Antworten und in die Hundeschule gehen wir schnellstmöglich, das haben wir schon beschlossen, nur so zur Info :-)

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Wie wäre es denn, wenn ihr euren neuen Hund erst mal in Ruhe kennen lernt?

Und er euch. Grund zum schämen habt ihr nicht, sucht euch zum spaziergehen

doch vorerst ruhige Strecken aus, wo nicht so viel los ist. Und findet rasu, was

eurem Hund freude macht, was macht er gerne.

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ja, das sollten wir wirklich, er muss uns ja erst vertrauen, uns kennenlernen und wir ihn.

Trotzdem hat uns das Verhalten erschreckt.

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Ich würde das nicht überbewerten. Wenn ihr eine Hundeschule gefunden habt bittet

doch um eine Einzelstunde, in der ihr mit Trainer in solche Hundebegegnungen gezielt

reingeht. Lasst euch die Körpersprache eures Hundes erklären und wie ihr vorgehen

sollt. Das kommt immer drauf an was von Seiten des Hundes dahintersteckt.

Auf jeden Fall ist es aber so, dass ihr jetzt unsicher und schon vorher gestreßt seit,

weil ihr ja zu wissen glaubt was passiert bei Hundesichtung. Und das passiert dann

auch. Darasu entsteht ein regelrechter Teufelskreis, ihr werdet immer unsicherer und

gereizter und euer Hund spürt das und wird ebenfalls immer unsicherer. Da einer die

Situation regeln muß aus Sicht eures Hundes, wird er das dann tun. Und vermutlich

nicht so wie ihr euch das vorstellt.

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Meine Hündin ist auf der Straße und im Tierheim aufgewachsen.

Bis etwa zum ersten Geburtstag kannte sie Menschen nur als die, die das Futter bringen, mehr nicht.

Die ersten Monate ist sie bei Hundebegegnungen auch durch gedreht, für sie war es viel wichtiger, den Hund zu treffen, als was ich dazu sage.

Woher sollte sie auch wissen, das Menschen toller sind.

Heute lässt sie Hunde links liegen, ich bin wichtiger.

Also habt Geduld und lasst den Hund ankommen.

Das dauert eine Weile aber ist mMn normal.

Ihr müsst Euch erst kennen lernen.

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Wieso kann man bei einem kupierten Hund nicht erkennen, warum er bellt?

Falls du das Schwanzwedeln meinst, es hat nichts mit Freude oder Freundlichkeit zu tun, wenn der Hund wedelt.

Und ob der Schwanz aufgestellt oder eingezogen ist, sieht man auch beim kupierten Hund.

Geht erst einmal mit ihm dort, wo keine anderen Hunde sind. So lernt er euch in Ruhe kennen und ihr ihn.

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Hundebegnungen lassen sich manchmal nicht vermeiden, trotzdem würde ich erstmal nicht in Gebieten spazieren gehen, wo bekanntermaßen viele Hunde rumlaufen.

Ich würde den Bellattaken auch keine große Bedeutung beimessen, sondern einfach weitergehen mit einen Bogen um den anderen Hund (also nicht direkt auf den anderen Hund zu, sondern mehr oder weniger ausweichen, aber ohne zu flüchten) und führe Deinen Hund möglichst dabei auf den abgewandten Seite vom Fremdhund.

Macht Euch keine Gedanken darum, dass das Gebell peinlich sein könnte, versucht auch nicht (krampfhaft) Euren Hund abzulenken durch Leckerlie oder so.

Konzentriert Euch einfach auf etwas anderes, z.B. auf eine Baum, den ihr ansteuert, um den Bogen zu schlagen.

Der Hund ist ganz frisch bei Euch, für ihn ist alles neu, vermutlich ist er ziemlich verunsichert und weiß ja nicht, dass er jetzt ein bleibendes Zuhause hat.

Unruhe wie "Flucht" zurück zum Auto und Ablenkungsversuche sind eher kontraproduktiv. Bleibt einfach in Bewegung und vermittelt ihm durch Euer ruhiges Verhalten, was es ist: nämlich kein Drama.

Und viel Erfolg in der Hundeschule!

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Hallo :winken:

woher im Elsass habt ihr ihn denn? Bin nur neugierig, da wir auch seit März eine Hündin aus Ebersheim haben....

Sie war die erste Zeit direkt nach der Ankunft im neuen zu Hause sowas von lieb (andere Hunde völlig ignoriert), wir waren schon völlig verdattert. Als dann aber die "Schockstarre" oder "ich-bin-der-liebste-und-ruhigste-Hund-der- Welt" nach den ersten 2-3 Tagen nachgelassen hat, hatten wir auch einen Hund, der nun statt ruhig, erstmal alles angegangen und angeblöfft hat, was er nicht kennt UND was ihm unheimlich war.

Und sie hatte Energie für 20... Mindestens ;)

Hatte sie ja erstmal an der Schleppleine (mind. 30 kg Hund) und bald einiges an Blasen an den Händen. Und war schon in Panik, wie ich das Dauerhaft aushalte. Aber nachdem der erste Dampf mal raus war, ging auch das immer besser.

Und zum Thema "Kaffeetrinken gehen" - da kannst du bei mir auch "Erfahrungsberichte" nachlesen.

ABER mit viel Ruhe haben wir nun schon einiges zusammen gemeistert .

Stehen aber auch gerade davor einen Hundetrainer dazuzuholen um noch ein paar wichtige Dinge zu lernen.

Dann mal viel Spaß und Übungserfolge mit eurem neuen elsässischen Mitbewohner ;)

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So wie Du den Hund beschreibst - es könnte unsere Ella sein.

Ella ist ein Fundhund aus dem Tierheim. Es ruhen zwei Seelen in ihrer Brust - ein Engelchen und ein Teufelchen. Im Haus lieb bis zum geht nicht mehr, sie kann dir mit der Pfote auf die Nase hauen, ohne das es weh tut - aber ohweh draußen- eine Furie. In der Hundeschule lieb und folgsam - draußen ohweh.

Das einzige, das gegen dieses Benehmen hilft ist, die Leine lang genug lassen, dass sie an die anderen Hunde rankann, dann will sie aber meistens nicht und wenn sie ganz schrecklich ist, lass ich die Leine auch schon mal los und gehe weg. Dann ist Ella so schockiert und kommt ganz kleinlaut an.

Viel Spaß mit Eurem neuen Hund und wenn es Euch ein wenig tröstet - unsere Ella ist jetzt 7 Jahre bei uns und ein klein wenig hat es sich gebessert - aber ganz weg, wird dieses Verhalten wohl nie gehen.

LG Angelika

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@Blake,

ich würde an eurer Stelle erst einmal gar nicht an dem Problem selber herumdoktern. Ihr habt den Hund noch nicht kennenlernen können und wisst nicht um die Ursache für sein Verhalten, und ebenso hatte der Hund noch keine Gelegenheit, zu erfahren, dass er bei euch jetzt sicher ist und eurem (Ein-) Wirken vertrauen kann. Wenn ihr in dieser Phase jetzt falsch arbeitet, verschlimmbessert ihr unter Umständen das Problem; und ein Problem - um auf deine abschließende Frage einzugehen - scheint da definitiv existent zu sein.

Verstärkend womöglich schon, ja, aber allein an eurer Unsicherheit liegt es meiner Ansicht nach nicht, wenn der Hund bei Begegnungen mit Artgenossen so dermaßen aus der Fassung gerät.

Wartet also am besten ab, was die Hundetrainer in der Hundeschule dazu sagen und geht in der Zwischenzeit dort eure Runden, wo es ruhig ist, ohne grossartige Hundebegnungen. Unter fachkundiger Anleitung könnt ihr dann langsam und unter Aufbau der Bindung zwischen euch und dem Hund an dem Problem arbeiten.

Viel Erfolg dabei!

PS: Darf ich fragen, nach welcher Philosophie die Hundeschule arbeitet, die ihr besuchen wollt?

Am Rande:

Originalbeitrag

Wieso kann man bei einem kupierten Hund nicht erkennen, warum er bellt?

Falls du das Schwanzwedeln meinst, es hat nichts mit Freude oder Freundlichkeit zu tun, wenn der Hund wedelt.

Und ob der Schwanz aufgestellt oder eingezogen ist, sieht man auch beim kupierten.

Der TE schrieb:

Originalbeitrag

Er ist ausserdem coupiert, wir können deshalb nicht einschätzen ob er freudig erregt ist oder aggressiv erregt ist.

Der TE schrieb nicht, dass er glaubt, dass das Wedeln Freude ausdrückt, sondern er schrieb ganz richtig, dass man an einer kupierten Route nicht eindeutig erkennt, welche Stimmung genau der Hund mit dem Wedeln ausdrückt.

Es gibt viele Varianten des Wedelns, mit denen der Hund sich mitteilt, da reicht ein einfaches "man sieht, ob der Schwanz aufgestellt oder eingezogen ist" bei Weitem nicht, um sagen zu können, welcher Art die Erregung ist.

Die kurz kupierten Routen sind auch bei Hunden untereinander sehr wohl problematisch für die Kommunikation, so abwegig ist die Unsicherheit diesbezüglich also nicht.

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