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Hundeforum Der Hund
Moony90

Masochistischer Mini

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Hallo alle zusammen! :winken:

Wir haben in unserer Hunderunde ein neues Mitglied und dieser zeigt ein Verhalten, welches mir auch die Besitzerin nicht erklären konnte und deswegen wollte ich mal fragen, ob das schon mal jemand irgendwo beobachtet hat oder sogar kennt.

Also der neue Hund ist eine frühkastrierte(vor der 1. Läufigkeit) Hündin, die mittlerweile 9 Jahre alt ist, 3,5 Kilo wiegt und zu den Terriern gehört (die genaue Rasse lasse ich aus datenschutztechnischen Gründen weg ;) ).

Generell haben wir nur mit den Besitzern Kontakt. Die Hündin kennt nur eines. Ihren Ball oder ein anderen Spielzeug. Auf Leckerchen fährt sie auch nicht ab. Sie zeigt praktisch komplettes Desinteresse an Menschen wie Hunden. Die Besitzerin bemerkte, dass sie auch zu Hause selten bis nie kuschelt oder Körperkontakt sucht. Im Gegensatz dazu hört sie auf Kommandos recht gut.

Wenn sie ihren Ball hat und einer der anderen Hunde kommt auch nur ihre Nähe, fletscht sie die Zähne,, knurrt, wird steif, geht aktiv nah vorn und schnappt/beißt dem jeweiligen Vierbeiner in die Lefzen(immer ins Gesicht).

Das war nur am Anfang ein Problem, da alle unsere Vierbeiner sehr schnell gemerkt haben, dass sie sich von dieser Hündin tunlichst fernhalten müssen.

Und nun zu dem mir unverständlichen Verhalten.

Wenn die Hündin ihren Ball hat (recht groß, so wie ihr Kopf, mit Schnur dran), dann schüttelt sie ihn als würde sie ihre Beute tot schütteln. Aber permanent. Also sie hört nicht mehr auf damit. Gestern waren wir alle 2 Stunden zusammen draußen und ich habe die Hündin nicht einmal nicht schütteln sehen(außer wenn sie ihren Ball verteidigt oder ihn apportiert).

Wenn sie ihren Ball nicht bekommt, dann bellt sie so lange Frauchen an ohne sich ablenken zu lassen bis sie ihn bekommt.

Mir ist klar, dass der kleine Rattenjäger seine Beute totschüttelt, aber hat das nicht schon zwanghafte Züge? Die Besitzerin meinte, sie macht das schon seit sie klein ist und sie lässt sie einfach machen. Zu Hause schüttelt sie wohl auch die ganze Zeit mit wenigen Pausen.

Oder kann das auch an der frühen Kastration liegen? Ihre Besitzerin meinte, dass sie sich nie verändert hat verhaltensmäßig seit sie Welpe war.

Wenn ein Hund Kontakt mit ihr aufnehmen will, steht sie stocksteif da. Da ihre Reizschwelle sehr niedrig zu sein scheint, schnappt sie sehr schnell zu. Keiner nimmt das für voll, da sie so klein ist :Oo

Ich habe sie bis jetzt noch nie positiven Kontakt zu anderen Hunden aufnehmen sehen.

LG, Kristin

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Das ist schlicht ein Balljunkie, ein hochgradig süchtiger Hund und ein ganz armer

Hund dazu. Für Menschen mag es lustig und ein Spiel sein, für den Hund nicht.

Ball jagen ist reines Jagdverhalten, die Ball-Beute wird gehetzt gepackt und

totgeschüttelt.

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(bearbeitet)

Schließe mich da Sabine ganz an.

Ich kenne auch einen Vollblut-Balljunkie. Der Hund hat keine Augen mehr für was anderes als seinen Ball. Außer die Bälle von anderen. Der rennt gern mal mit 3 zusammengesammelten Bällen rum.

Dabei macht er sich einen totalen Stress und die Besitzer finden es lustig.

Edit: Ball spielen macht deshalb süchtig, weil Jagdverhalten, bzw Teile davon, imitiert wird. Jagdverhalten ist teilbelohnend, d.h. schon allein das anvisieren oder hetzen der Beute schüttet Glückshormone aus.

Diese Glückshormone können jedoch süchtig machen. Beim Ball spielen werden folglich Glückshormone ausgeschüttet.

Spielt man nun regelmäßig und viel Ball, so gewöhnt sich der Körper an die Menge der Glückshormone. Der Hund will also immer mehr Ball spielen.

Wirft keiner den Ball, so bekommt der Hund seinen Suchtstoff nicht, was frustiert. Also fängt er an zu bellen oder manchmal sogar zu beissen. Die meisten Hundehalter machen dann das was der Hund will - und der Ball fliegt.

Der Hund hat dabei ein enormes Stresslevel. Er muss ja immer sehen wo der Ball ist, das ihm der Ball nicht geklaut wird von anderen Hunden etc.

Und zuviel Stress ist für den Hund, wie auch für den Menschen, nicht gesund.

Ich finde man kann das gut mit einem Alkoholiker vergleichen. Der braucht bei seiner Sucht auch immer mehr und mehr Alkohol und macht unüberlegte Dinge nur um an Alkohol zu kommen.

Ich hoffe das was ich geschrieben habe ist verständlich, ansonsten einfach fragen.

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Ich schließe mich euch auch an, der Hund tut mir wirklich leid :(

@ wubsel: sogar sehr verständlich geschrieben ;)

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Balljunkie, klar.

Da hilft nur Entzug des Suchtmittels (und zwar schlicht und einfach für immer). Dann such er erstmal Ersatz (Stöcke, Zapfen etc.), was mit AUS und weitergehen zu beantworten ist.

Diese Hunde laufen auch mit schwersten Verletzungen dem Ball hinterher. Bei großer Hitze. Einfach immer. Weil sie nicht anders können, nicht, weil es so lustig ist.

Nun ist der Hund ja schon älter und es wird nicht ideal für rücken und Gelenke sein, sie ewig dem Ball hinerherspurten zu lassen. Und für die Psyche war es noch nie Ideal. Aber der Halterin scheint das ja egal zu sein. Schade.

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@Wubsel

Ich kann nur zustimmen, das war wirklich sehr verständlich.

So in der Art dachte ich mir das auch. Der Hund ist wirklich IMMER in Alarmbereitschaft. Knurrt und kläfft auch wenn sie den Ball hat und ihn schüttelt. Die Besitzerin meinte ein mal, sie würde sich sogar heiser bellen und meinte lachend dass sie dann vor ihr steht und sich nur die Schnauze öffnet und schließt.

Wegen dieser "Sucht" will sie wahrscheinlich auch keinen Hundekontakt, oder? Sie sieht in den anderen keine Spielkameraden sondern nur Konkurrenz und Bedrohung.

Ich hatte vorher schon den Eindruck, dass der Hund nicht unbedingt Spaß im üblichen Sinn hat, aber dass es so krass zu sein scheint, schockiert mich.

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