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Hundeforum Der Hund
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Das Sportplatzproblem

Empfohlene Beiträge

Hallo ihr Lieben,

ich hab mal wieder ein Problem.

Mein Freund spielt Fußball im Dorfverein. Meist ist jeden Sonntag ein Spiel. Nun hat er es gerne, wenn ich (absolut fußballblond) ihm zusehe.

Damit ich da nicht ganz doof und alleine rumstehe, habe ich jetzt schon 3 mal Odin mitgenommen.

Nun gut. Odin ist ein typischer Dorfhund. Kennt also größere Menschenansammlungen nicht.

Folgendes Problem ist dabei (wieder) aufgetreten:

Ich bin unsicher, weil er ja die Menschenmengen nicht kennt. Der Hund ist auch unsicher, er kennt die Situation nicht und Frauchen ist auch unsicher, dann muss ja was sein.

Odin ist ein Hund der aus seiner Unsicherheit nach Vorne geht, wenn man ihn lässt.

Also bin ich da mit Käse und Hund bewaffnet hin gegangen. Immer wenn die Situation brenzlig werden könnte habe ich ihn mit dem Käse abgelenkt und aus der Situation rausgenommen (Stückchen weggegangen). Gut. Das hat auch alles geklappt, ist nichts passiert.

Nur hat er permanenten Stress und er fixiert ständig Leute. Beim ersten Mal wars schlimm.

Heute (Doppelspieltag, deswegen war heute Abend ein Spiel) war er schon ruhiger als beim 1. Mal und ist besser wieder runter gekommen. Heute hatte ich allerdings auch meine Mum und seinen Ball dabei. Den Ball zum ablenken und zum Stressabbau.

Das Fixieren gefällt mir nicht. Ich unterbinde das und biete ihm eine Alternative, also lenke ihn wieder ab. Mein Ziel ist aber das er lieb und ruhig neben mir liegt und nicht das ich ihn ständig ablenke.

Wie würdet ihr in meiner Situation handeln? Ich muss meine Unsicherheit loswerden, dass etwas passieren KÖNNTE (das hört sich jetzt so an als ob mein Hund voll böse wäre, ist er aber nicht, ich bin nur ein Angsthase) und der Hund muss/soll ruhig werden.

So weitermachen wie bisher?

Könnte da konditionierte Entspannung helfen?

Gar nicht rumdoktorn und einen Trainer holen?

Oder ganz anders?

Auf eure Anregungen, Kritik falls ich irgendwas total falsch mache und Tipps freue ich mich.

Einen Plan wie ich den Hund an den Platz gewöhnen kann habe ich nicht. Im Moment versuche ich ihn nur ruhig zu kriegen und hoffe, dass diese Situation irgendwann von ihm als normal angesehen wird.

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schau mal hier zum Thema Entspannung konditionieren:

http://www.easy-dogs.net/home/blog/training/gastautor/dr_ute_blaschke_berthold/konditionierte_entspannung/entspannung_grundlagen.html

mein Kuro ist da genauso. Typischer Dorfhund und wenn wir dann mal in der Stadt sind ist er ganz hibbelig und stressig.

Wir haben angefangen da dran zu arbeiten..

Erstmal wichtig das du selber den Stress weg kriegst. Also bei dir. Weil ein gestresstes und unsicheres Frauchen ist das letzte was helfen würde ;D

gut.. er ist mit Futter ablenkbar.. geh mit ihm irgendwo an den Rand des Geschehens und probier ihn mal mit Futterspielchen abzulenken.. also mal dorthin was werfen und dann mal dahin.. und immer schön 'such :D!' und mal in nen Grasbüschel.. ablennken eben..

Dann kannst du mal versuchen das du vielleicht jeden Tag oder zumindest öfters mal für 5-10 Minuten mit ihm auf einen Mittel-belebten Platz gehst. Einfach hingehen und dort n bisschen bleiben, evtl Futterspielchen.. das er lernt dort is nix besonderes. Nur Menschen die rumlaufen. Kein Drama.

Was du auch versuchen kannst ist dieses 'abstellen'. Das übst du am besten erst zuhause.. also du stellst ihn einfach irgendwo hin aber ohne irgendwas zu sagen. keine sitz kein platz und auch kein bleib. .. am besten iwohin wo er was im Rücken hat.. ne Wand oder so.. damit er da ne kleine Sicherheit fühlt.. und dann gehst du einfach mal 1-3 Schritte zielstrebig von ihm weg und bleibst einfach ganz entspannt stehen. Schau ihn dabei nicht an. Wenn er den ihm zugewiesenen Platz verlassen will dann mach 'kscht' um ihn dran zu hindern und wenn er doch weg geht dann bring ihn zurück. Das kann am Anfang ein ziemliches hin und her sein weil er mit dir diskutiert. Aber irgendwann lernt er die von dir gesetzten Grenzen zu akzeptieren und wird sich entspannen können.. meiner ist ja generell leicht stressbar... mit der Methode krieg ich ihn auch mitten in der Stadt zum entspannen und schlafen :D

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Danke für die schnelle Antwort!

Den Artikel habe ich grade überflogen, gefällt mir aber gut das da die ganzen einzelnen Zusammenhänge auch erklärt und dargestellt werden. Ich hatte die Idee aus dem Artikel *klick*

Das mit meinem Stress ist so eine Sache. Im Prinzip weiß ich ja wieso ich Stress habe und unsicher bin. Nur da hängen so viele Faktoren dran. Ist alles nicht ganz einfach.

Ich stehe meistens etwas abseits, ganz ins Geschehen traue ich mir und ihm noch nicht zu. Und du meinst ich soll ihn einfach weiter ablenken. Gut, das wäre einfach.

Um an mittel-belebte Plätze zu kommen muss ich 2km laufen, um in die nächste Stadt zu kommen. Das ist also kein Problem. Wenn ich mit ihm in der Stadt laufe, hat er auch nicht so einen Stress, nur wenn ich mich z.B. auf eine Bank setze. Meist ignorieren ihn die Leute nicht, sondern meist wird er fixiert. Das macht ihm auch Stress, aber ich glaub ich weiß schon wie und wo ich das anfange.

Die Abstellen-Übung ist notiert.

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Es müssen ja nicht unbedingt Futterspielchen sein. Aber das ist für den anfang am leichtesten. Bei den meisten Hunden ist es so das sie sich mehr oder weniger 'entspannen' müssen wenn sie spielen wollen.. also nen Hund der komplett von dem um sich geschehenden abgelenkt ist und alles und jeden was sich bewegt fixiert und anguckt wird das erstmal interessanter finden als son Spielzeug und wird auch dementsprechend angespannt sein etc... :D nagut. du hast ja geschrieben mit Ball funktionierts auch ganz gut.

Also geh da möglichst entspannt ran und spiel kleinere ruhige Runden mit ihm.. Futterspielchen.. oder Ball apportieren (den nur n bisschen wegrollen).

Durch das dort spielen verknüpft er den Ort auch gleichzeitig positiv. Also er sieht es nicht als negativ und weltuntergang an dort an einer Menschenmenge zu sein. Und gleichzeitig lernt er das Frauchen ja eig doch noch viel viel interessanter ist als diese Menschenmenge :)

ich muss auch 2 km laufen :D

mh wie ist er denn sonst so drauf wenns ums Warten geht? Kann er allgemein nicht ruhig dasitzen und einfach warten? oder ist das nur genau bei solchen Situationen in der Stadt? Kannst du dich an nem ruhigen Ort, im Wald, zuhause einfach mit ihm hinsetzen und er muss dort ruhig wartend sitzen? wenn nicht würd ich erstmal daran arbeiten das er allgmein ruhiger wird wenns ums warten geht. also das er sich dann keinen Stress macht.. nicht dauernd wieder aufsteht, rumhibbelt.. zieht..

das Problem hatte ich mit meinem Bub auch. Der konnte keine Sekunde ruhig sitzen. Das hat viel Geduld gefordert :D vorallem bist du als Frauchen da gefragt. Vermittel ihm das Gefühl das du alles im Griff hast. ansonsten denkt er er muss sich einmischen oder alles alleine lösen.

Das mit dem von Menschen fixiert, angeschaut werden kenn ich nur zu gut. Son großer schwarzer Schäfi in Orten wo nur kleine Hunde rumtippeln is da irgendwie schon n Hingucker und alle beobachten uns immer. Ist halt nicht grade förderlich aber da muss man durch! :D

nur Mut :) das wird schon alles früher oder später :)

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Originalbeitrag

nur Mut :) das wird schon alles früher oder später :)

:D Kann ich so bestätigen. Wenn ich einen ehemalige Laborhund dazu bringe, sich wohl inmitten von vielen fußballbegeisterten Menschen zu fühlen, dann schaffst du das mit Links.

Meine 'Ultra-Damen' (sollte ich mal wieder ein bißchen aktualisieren ...)

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Kann dich gut verstehen.

Ich würde mich mit dem Hund nicht direkt dorthin begeben wo die meisten Menschen sitzen oder durchgehen.

Geh etwas Abseits des Geschehens mit ihm und beobachte ab welcher Nähe er nervös wird. Sobald du merkst das er Fixiert bist du zu weit und gegangen. Dann würde ich wieder an einen stilleren Platz mit ihm gehen.

Das mit dem Käse ist nicht schlecht, so verbindet er den Platz mit was Leckerem. Aber lenk ihn nicht zu viel ab, er soll ja schon die Situation "SPüren und sehen, ob er sich noch wohlfühlt".

Ich hoffe man versteht was ich mein.

Das Ganze würde ich aber nicht sooo lange ausdehnen. Erst mal nur ne halbe Stunde oder so und wenn er entspannt war, dann gehst du mit einem positiven Gefühl mit Hund wieder nach Hause. Das nächste Mal kannst du es vielleicht schon etwas näher an den Menschen versuchen. Kommt eben immer auf den Hund an. Das Wichtigste ist, das du gut auf seine Zeichen achtest, die er sendet.

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Danke für eure Antworten!

Ich bin froh das ich es anscheinend nicht grundsätzlich falsch angegangen bin.

Normalerweise stehe ich an den Ecken vom Platz, aber eben nicht ganz dran. Da kommen nicht so viele Leute hin. Einzige Aufregemöglichkeit für Odin sind die Eckbälle.

Aber gestern hat es mit dem ablenken schon recht gut geklappt.

Früher konnte Odin sehr gut warten (wenn Frauchen sich mal wieder verquatscht...), gestern hat er in der zweiten Halbzeit angefangen zu meckern. Hab da ihn konsequent ins Platz geschickt und soweit ignoriert. Nach einiger Zeit meinte er, er müsste dem einen Fußballer, der in meiner Nähe stand (Auswechselspieler) seinen Ball hinschmeißen :kaffee:

Naja, das krieg ich hoffentlich auch noch hin.

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Soetwas ist nie einfach, vor allem da dein Brötchen einen Belgier im Blut hat. Der geht nach vorne wenn der Stress zu groß wird.

Ich finde du machst es gut, aber woran du selbst arbeiten musst, du musst gelassener werden.

Wenn du die Menschenmenge siehst, darfst du nicht denken "Oh mein Gott, eine Menschenmenge, was macht mein Brötchen jetzt wohl", das spürt er und wenn du als Rudelführer nicht beschützen kannst, muss er das in die Hand nehmen, was noch mehr stress ist.

Der Weg den du gehst, mit ablenken und die Situation zu etwas positivem zu machen ist definitiv der Richtige. Aber dass er dem Fußballer am Eckball den Ball gab, war ja schon nicht mehr schlecht, solange er den nicht zum Tor hinkickt.... :D

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