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polar-chat.de  Der Hund
ArcheNoah

Haben wir ein Problem, oder ist dies Verhalten noch normal?

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Unsere kleine Taja (Neufundländer) ist ja in einem Alter von 8 Wochen bei uns eingezogen und heute 15 Wochen alt.

Sie ist ein super Hund, ruhig, ausgeglichen und orientiert sich auch gut an uns.

Trotzdem haben wir ein Problem beim Gassigehen, welches mir immer mehr Kopfzerbrechen bereitet.

Sie will sich einfach nicht vom Haus entfenen.

Am Anfang haben wir sie immer getragen und den Rückweg laufen lassen. Dies lief auch ganz entspannt ab. Sie war nicht panisch, sondern lief ganz entspannt zurück. Wir könne mit ihr in Cafe's oder in Restaurants und sie liegt ganz entspannt unter dem Tisch und schläft. Machen wir einen Schaufensterbummel durch die Stadt, läuft sie entspannt und wartet auch entspannt vor jedem Fenster. Also keine panischen Verhaltensweisen.

Vor ca. 2-3 Wochen haben wir dann angefangen, dass sie selber laufen sollte, doch wir können machen was wir wollen - sie möchte nicht. Sie scheint wirklich ängstlich zu sein.

Nehmen wir unseren 2. Hund Max mit, dann folgt sie, zwar auch widerwillig, aber sie kommt. Nur das wollten wir eigentlich von Anfang an vermeiden, denn Max hat einige Baustellen und wir möchten auf gar keinen Fall, dass sie sich seine Unarten abguckt.

Gehen wir mit mehreren Personen (mind. 3) und Taja, dann folgt sie auch.

Ganz schlimm ist es, wenn ich allein mit ihr laufen möchte. Ich muss mich an der ganz normalen 2 Meter Leine immer hinhocken, dann läuft sie schnell zu mir. Ich lobe sie, stehe auf, entferne mich wieder 1 1/2 Meter, warte, und muss mich wieder hinhocken, damit sie kommt.

Nehme ich eine Schleppleine und entferne mich um den Folgetrieb zu nutzen, versucht sie aufgrund der zu großen Distanz zum Haus zu kommen.

Nun hab ich versucht, sie mit ihrem Futterdummy (den sie liebt) abzulenken, damit wir uns quasi spielerisch die Straße erobern, aber sobald irgendjemand die Straße entlang kommt, ist Ende im Gelände.

Nun werden vielleicht viele von euch sagen, sie sei noch jung und ich sollte Geduld haben. Ich würde vielleicht das Gleiche sagen, aber mein Bauchgefühl sagt mir, dass ich hier wirklich ein Programm brauche. Ich hab das Gefühl, dass sich das nicht von alleine geben wird. Und bisher konnte ich mich auf mein Bauchgefühl meistens verlassen.

Ich wäre wirklich dankbar, wenn ihr mir Tipps geben könntet.

Wie gesagt, sie reagiert nicht panisch, orientiert sich an mir, sucht bei mir Schutz und läuft völlig entspannt, wenn sie in fremden oder weit genug entfernten Gebieten ist. Das Problem bezieht sich quasi nur auf unsere Straße, in der sie nie etwas schlechtes erlebt hat.

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Nehmen wir unseren 2. Hund Max mit, dann folgt sie, zwar auch widerwillig, aber sie kommt. Nur das wollten wir eigentlich von Anfang an vermeiden, denn Max hat einige Baustellen und wir möchten auf gar keinen Fall, dass sie sich seine Unarten abguckt.

Warum arbeitet ihr nicht an den Baustellen und geht dann gemeinsam Spazieren? Ist doch auch viel schöner.

Was genau tut Max denn?

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Prinzipiell ist das Verhalten deiner Welpe ganz normal.

Instinktiv versuchen sie, nah bei ihrem Zuhause zu bleiben, solange sie noch hilflos sind und Gefahren nicht abwenden können. Das ist ein wichtiger Instinkt, eine beschützende Mutterhündin müsste bei einem großen Wurf ansonsten permanent Welpen einsammeln.

Da das nicht geht, bleiben Welpen (auch wenn Mama wieder Jagen geht) von allein instinktiv daheim, bzw. nah bei ihrer Höhle.

Dein Hund hat also gute Urinstinkte - freu dich drüber, das ist heutzutage nicht mehr selbstverständlich. So viele Instinkte sind schon weggezüchtet.

"Meist" gibt sich das nach ein paar Wochen. Ob es mit 15 Wochen noch durchschnittlich ist, kann ich nicht beurteilen. Aber es gibt immer Hunde, die etwas früher oder später dran sind.

Von daher: Abwarten und entweder ein Stück tragen oder ein Stück mit dem Auto wegfahren.

Es gibt sich wirklich, versprochen.

Ich hab auch früher gedacht, ich müsste meinen Schäferhund noch mit 30 Kilo durch die Gegend tragen - das Problem verschwand dann irgendwann über Nacht, als wäre es nie da gewesen.

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(bearbeitet)

Es ist für einen 15 Wochen alten Junghund ein völlig normales Verhalten.

Hundekinder erobern im nachhinein recht langsam ihre Umgebung; erweitern, wenn sie sich sichern fühlen und gehen so weit, wie es ihr "Gefühl" zu lässt.

Ich würde mir keine Sorgen machen. Den Junghund weiterhin locken, rufen und wenn erforderlich eben auf den Arm nehmen, wieder absetzen, wieder rufen usw.

Dieses Freiheitsgefühl kommt ganz von selbst.

So lange der Hund in fremder Umgebung entspannt ist, würde ich sie gar nicht bedrängen, sondern ihr alle Zeit der Welt geben.

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Oi, da hätte ich auch kein gutes Gefühl.

Es scheint aber ja nur darum zu gehen, dass sie nicht vom Haus bzw. dem Rest der Familie weg will. Wird sie denn im Haus unruhig, wenn ihr alle erst zusammen seid und dann in verschiedene Räume geht? Ich würde versuchen, erstmal die Ursache rauszufinden.

Und tragen wird ja nun bald nicht mehr gehen ... :)

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Hiro mag mit seinen 6 Monaten das Haus zur Haustüre hin nicht verlassen. Also freiwillig an der Leine da rausrennen? Nö.. Ist zwar keine große Überzeugung notwendig, aber trotzdem mag er auf der Seite das Haus nicht verlassen. Warum weiß ich auch nicht, weil wenn wir raus gehen bedeutet das in erster Linie Spaß, Toben.. Home, sweet Home.. ;)

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Warum arbeitet ihr nicht an den Baustellen und geht dann gemeinsam Spazieren? Ist doch auch viel schöner.

Was genau tut Max denn?

Max reagiert auf viele fremde Hunde und auf große Autos sehr - nennen wir es mal unsouverän ;)

Wir gehen auch mit beiden Hunden, damit Taja lernt, dass an der Leine nicht getobt wird. Wir möchten dies aber hauptsächlich dann machen, wenn wir keine LKW's oder andere Hunde treffen.

Wir sind mit Max am Arbeiten, haben aber zur Zeit das Problem, dass er sich eigentlich nur von mir vernünftig führen lässt (und auch das nur, wenn ich zu 100% bei ihm bin), bei jedem anderen macht er den absoluten "Hau-Drauf". Max wird demnächst einen Kastrations-Chip bekommen, da die TÄ meint, dass Max zu sehr von seinen Hormonen gesteuert wird. Bevor wir Taja hatten, war Max Verhalten viel besser geworden, aber jetzt hat er wohl das Gefühl für sie verantwortlich zu sein. Deshalb arbeite ich mit den beiden zu ruhigen Zeiten. Ich gehe morgens um 5:00 mit beiden, dann nochmal um 6:00, abends um ca. 20:00 und kurz vorm Schlafen. Um 5:00, um 6:00 und bei der allerletzten Runde führe ich sie allein, das klappt gut. Um 20:00 mit meiner Tochter. Am Tage vermeiden wir dies aber, da wir zusätzlich noch eine riesen Baustelle in unserer Straße haben und den ganzen Tag LKW's rumfahren. Ich führe Max deshalb am Tage allein und arbeite an diesem Problem.

Dein Hund hat also gute Urinstinkte - freu dich drüber, das ist heutzutage nicht mehr selbstverständlich. So viele Instinkte sind schon weggezüchtet.

Es gibt sich wirklich, versprochen.

Ich hab auch früher gedacht, ich müsste meinen Schäferhund noch mit 30 Kilo durch die Gegend tragen - das Problem verschwand dann irgendwann über Nacht, als wäre es nie da gewesen.zitieren

Ich hoffe du hast recht. Sie ist eigentlich wirklich der absolute Traumhund.

Sie ist immer in sich ruhend. Wenn jemand das Haus betritt, bleibt sie entspannt und begrüßt den jenigen freudig, aber ohne zu springen oder aufzudrehen. Sie knabbert keine Möbel an, hört sofort auf ein "Aus", liebt ihren Dummy, hat eine, für ihr Alter, außergewöhnlich gute Impulskontrolle..... Tja, aber perfekt, gibt es wohl nicht :)

Jetzt hat sie 15 Kilo - bis 30 haben wir ja noch ein wenig Zeit. ;)

So lange der Hund in fremder Umgebung entspannt ist, würde ich sie gar nicht bedrängen, sondern ihr alle Zeit der Welt geben.zitieren

Deshalb bin ich ja auch so hin- und her gerissen. Auf der einen Seite ist sie total entspannt, auf der anderen Seite so zurückhaltend. Ich hab halt ein wenig Angst, zu spät zu reagieren. Und ein evtl Problem zu lange zu ignorieren.

Oi, da hätte ich auch kein gutes Gefühl.

Wird sie denn im Haus unruhig, wenn ihr alle erst zusammen seid und dann in verschiedene Räume geht? Ich würde versuchen, erstmal die Ursache rauszufinden.

Und tragen wird ja nun bald nicht mehr gehen ... zitieren

Sie wird überhaupt nicht unruhig. Zu einigen Räumen, wie Wohnzimmer und Schlafzimmer hat sie noch berhaupt keinen freien Zugang. Wir haben eine große Wohnküche wo sich am Tage das Leben abspielt. Zu den Zimmern von meinem Sohn und meiner Tochter kommt sie auch noch nicht, da sie Treppen laufen müsste. Sie ist also gewohnt uns nicht überall hin zu folgen und hat damit auch keine Probleme.

Seit wir sie haben, musste ich insgesamt 3 Mal mit wehenden Fahnen unvorhergesehen, das Haus für ca. eine halbe Stunde ohne sie verlassen. Sie hat nicht einmal geweint oder etwas kaputt gemacht.

Wenn ich einkaufen fahre, lasse ich die Hunde ohne Verabschiedung allein und verlasse das Haus wortlos. Mein Sohn ist aber im Haus und horcht, ob etwas los ist. Sie sind immer ruhig.

Mit dem Tragen hast du Recht, sie wiegt ja schon 15 Kilo und ich hab ehrlich gesagt inzwischen ziemliche Rückenprobleme.

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Ich unternehme mit einem Welpen in dem Alter maximal einmal am Tag etwas alleine. Das kann ein Spaziergang an der Leine, aber auch eine Fahrt mit dem Auto irgendwohin sein.

Er soll halt nur auch alleine Umwelterfahrungen machen.

Ansonsten geht der Welpe nur zum Lösen raus oder läuft im Rudel.

Zuviele Eindrücke können nämlich auch kontraproduktiv sein - überfordern.

Wenn am Tag durch die Baustelle zu viel los ist, dann setz Dich doch ins Auto und fahr zu einer ruhigeren Stelle.

LG Heike

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Dein Problem erachte ich nicht als Baustelle. Dein Problem wird sich lösen, wenn der Hund geschlechtsreif wird und seine Welt draußen wirklich wahr nimmt.

Es ist eine völlig normale Vorgehensweise, die die Natur so eingerichtet hat, um Reizüberflutungen nicht aufkommen zu lassen.

Ich würde mir Sorgen machen, wenn der Hund außerhalb nicht entspannt unter Tischen und Stühlen liegen könnte, wenn er fremde Menschen angiftet. Das ist ja offensichtlich nicht der Fall!

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Dein Problem erachte ich nicht als Baustelle. Dein Problem wird sich lösen, wenn der Hund geschlechtsreif wird und seine Welt draußen wirklich wahr nimmt.

Du willst damit sagen, das sie warten muss bis der Hund geschlechtsreif ist, um mit ihm "normal" Spazieren gehen zu können?

Das ist jetzt nicht dein Ernst oder?

Das hab ich doch sicher falsch verstanden oder? :)

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