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Hundeforum Der Hund
EleanorRigby

Unser gestresster Labradorwelpe, die Zweite

Empfohlene Beiträge

Hallo, es gibt Neuigkeiten von Bruno, dem frechen Labrador

Manche wissen vielleicht, dass die ersten Wochen mit ihm sehr anstrengend waren und ich schon befürchten musste, wir würden nie wieder eine Nacht durchschlafen ;)

Die meisten Dinge haben sich von selbst erledigt, leider nur in der Wohnung. Dort ist er ein aufgeweckter, gelehriger Hund, verschmust, fröhlich - kurzum perfekt.

Leider eben nur in der Wohnung. Während dort seine heftigen Ausbrüche mittlerweile gar nicht mehr vorkommen, haben sie sich draußen dafür verdreifacht. Ich denke mittlerweile, dass er stark unter Stress steht, weiß aber nicht genau, wieso, und bin deshalb echt ratlos.

Anzeichen sind (beim Gassigehen):

- Leine beißen, zerren, steigert sich bis ins wahnsinnige Knurren und Beißen

- permanentes Kratzen

- Sein bestes Stück ein- und ausfahren

- viele Schuppen

- Plötzliches Aufspringen, weglaufen, fast schon panisch reagieren (kommt meist aus dem Nichts: am Anfang dachte ich, er wäre von irgendwas gestochen worden)

- aufgeregt Löcher buddeln

- Bei Erstkontakt mit fremden Hunden: Schwanz einziehen, Ohren anlegen und Haare aufstellen

Wir waren bereits in der Hundeschule, die Trainerin meinte nur, wir hätten da "einen kleinen Macho" und sollten aufregende Spaziergänge vermeiden. Hilf mir leider nichts, da wir mitten in der Stadt leben und ich einfach durch den Verkehr MUSS, wenn wir zu nem Park oder in die Freilaufzone wollen.

Eine andere Trainerin meinte, das würde sich alles noch im Normalbereich abspielen und wir sollen versuchen, das Verhalten des Hundes bei Stress umzuleiten (z.B. durch ein Kauseil statt der Leine, oder ihn Sitz machen lassen. Das funktioniert manchmal, meistens aber nur kurz.)

Vielleicht sei anzumerken, dass seine "Ausbrüche" hauptsächlich beim Nachhausegehen auftreten, beim Überqueren von Straßen und oft im Stiegenhaus (wo er aber getragen wird). Er hat auch gute und schlechte Tage, manchmal flippt er gar nicht aus, manchmal nur leicht, dann wieder umso heftiger. Oft auch in neuen, ungewohnten Situationen, wenn wir z.B. jemanden treffen oder in einer fremden Wohnung sind.

Nächste Woche kommt eine Hundetrainerin zu uns, bis dahin hoffe ich trotzdem auf Tipps ... Ich verstehe einfach nicht, was wir falsch machen und wieso der Kleine scheinbar nie richtig zur Ruhe kommt ...?!? Zuhause gibt es genügend Ruhezeiten für ihn, ich überfordere ihn nicht mit irgendwelchen langen Übungseinheiten und draußen ist er so oft wie möglich von der Leine.

Er bekommt zwischendurch Such- und Denkaufgaben, seinen Kong .... trotzdem läuft da irgendwas gewaltig falsch!

eine erneut etwas verzweifelte Eleanor

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Es wäre auch eine Möglichkeit mal beim Tierarzt die Schilddrüsenwerte untersuchen zu lassen und zu testen, ob er vielleicht auf bestimmtes Futter allergisch sein könnte

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Originalbeitrag

Hallo, es gibt Neuigkeiten von Bruno, dem frechen Labrador

Manche wissen vielleicht, dass die ersten Wochen mit ihm sehr anstrengend waren und ich schon befürchten musste, wir würden nie wieder eine Nacht durchschlafen ;)

Die meisten Dinge haben sich von selbst erledigt, leider nur in der Wohnung. Dort ist er ein aufgeweckter, gelehriger Hund, verschmust, fröhlich - kurzum perfekt.

Leider eben nur in der Wohnung. Während dort seine heftigen Ausbrüche mittlerweile gar nicht mehr vorkommen, haben sie sich draußen dafür verdreifacht. Ich denke mittlerweile, dass er stark unter Stress steht, weiß aber nicht genau, wieso, und bin deshalb echt ratlos.

Anzeichen sind (beim Gassigehen):

- Leine beißen, zerren, steigert sich bis ins wahnsinnige Knurren und Beißen Das finde ich jetzt nicht sehr auffällig, kenne ich von meinem Hund, sie wollte dann Zerrspiele machen.

- permanentes Kratzen Das ist nicht normal. Hast du das abklären lassen? Hat der Hund Flöhe oder eine Allergie?

- Sein bestes Stück ein- und ausfahren

- viele Schuppen bitte abklären, in Kombination mit Juckreiz eine Nahrungsmittelallergie ausschließen lassen. Bei permanentem Juckreiz ist es klar, dass der Hund unruhig ist. Ebenso Schilddrüse checken lassen

- Plötzliches Aufspringen, weglaufen, fast schon panisch reagieren (kommt meist aus dem Nichts: am Anfang dachte ich, er wäre von irgendwas gestochen worden)

- aufgeregt Löcher buddeln

- Bei Erstkontakt mit fremden Hunden: Schwanz einziehen, Ohren anlegen und Haare aufstellen

der Hund ist bei fremden Hunden verunsichtért, finde ich nicht sehr ungewöhnlich

Wir waren bereits in der Hundeschule, die Trainerin meinte nur, wir hätten da "einen kleinen Macho" und sollten aufregende Spaziergänge vermeiden. Hilf mir leider nichts, da wir mitten in der Stadt leben und ich einfach durch den Verkehr MUSS, wenn wir zu nem Park oder in die Freilaufzone wollen.

Eine andere Trainerin meinte, das würde sich alles noch im Normalbereich abspielen und wir sollen versuchen, das Verhalten des Hundes bei Stress umzuleiten (z.B. durch ein Kauseil statt der Leine, oder ihn Sitz machen lassen. Das funktioniert manchmal, meistens aber nur kurz.)

Vielleicht sei anzumerken, dass seine "Ausbrüche" hauptsächlich beim Nachhausegehen auftreten, beim Überqueren von Straßen und oft im Stiegenhaus (wo er aber getragen wird). Er hat auch gute und schlechte Tage, manchmal flippt er gar nicht aus, manchmal nur leicht, dann wieder umso heftiger. Oft auch in neuen, ungewohnten Situationen, wenn wir z.B. jemanden treffen oder in einer fremden Wohnung sind.

Nächste Woche kommt eine Hundetrainerin zu uns, bis dahin hoffe ich trotzdem auf Tipps ... Ich verstehe einfach nicht, was wir falsch machen und wieso der Kleine scheinbar nie richtig zur Ruhe kommt ...?!? Zuhause gibt es genügend Ruhezeiten für ihn, ich überfordere ihn nicht mit irgendwelchen langen Übungseinheiten und draußen ist er so oft wie möglich von der Leine.

Er bekommt zwischendurch Such- und Denkaufgaben, seinen Kong .... trotzdem läuft da irgendwas gewaltig falsch!

eine erneut etwas verzweifelte Eleanor

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hi,

ja, Schilddrüse wäre jetzt auch mein Tip gewesen.

Und den Proteingehalt des Futters überprüfen.

LG

Andrea

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Moin,

erstmal könnte es sein, dass sich sein Verhalten auch draußen iwann von selber ändert.

Weiß ja nicht, wie schlimm es anfangs in der Wohnung war. Außerdem ist er ja erst 4 Monate alt.

Was mich aber gleich iwie stutzig gemacht hat, ist: Permanentes Kratzen und viele Schuppen.

Warst du deshalb schon beim TA?

Und dann würde ich noch gerne wissen, was du fütterst.

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Also beim Tierarzt waren wir mittlerweile 5 Mal, haben auch drei Mal gewechselt, weil uns immer was anderes erzählt wurde.

Erst waren es Milben, dann plötzlich eine Lebensmittelunverträglichkeit, wir sollten Bruno also mal 8 Wochen auf Pferdefleischdiät setzen. Tatsächlich hatte er aber zu dieser Zeit ganz starken Wurmbefall, es ging ihm eine Zeit lang wirklich schlecht, deshalb wollte ich auf keinen Fall zusätzlich eine Diät mit ihm machen.

So. Die dritte Ärztin meinte nun, solange er nicht völlig entwurmt ist, kann man mal auf gar nichts schließen. Wir gehen die Woche noch mal zu ihr, wegen Schilddrüse werde ich mich bei ihr erkundigen.

Er kratzt sich hauptsächlich draußen, aber auch nicht immer. Am Anfang war es ganz schlimm, deswegen sind wir ja so oft zum TA. Mittlerweile hat es sich aber beruhigt, vermehrt tritt es eben beim Gassigehen auf.

Wir füttern momentan Royal Canin extra für Retrieverwelpen.

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Für mich klingt das, das der kleine Mann wahnsinnig unter Stress steht und dadurch versucht ihn abzubauen.

Es ist alles so neu und so Aufregend für ihn !

Da musst jetzt für ihn ein Fels in der Brandung sein und ihm zeigen, das alles normal ist.

Du kannst ja erstmal mit dem Krümelchen zu Hundewiese mit dem Auto fahren.

Also versuchen alles erstmal reizärmer zu gestalten und ihn nicht zu überfordern.

Das Schuppen und kratzen können alle mit dem Stress zu tun haben und nichts krankhaftes sein.

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Wo stammt der Hund denn her?

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Wir haben ihn von einer sehr lieben Familie, die ihre Labradorhündin mit einem Zuchtrüden verpaart haben, weil sie unbedingt Welpen wollten. Also mehr oder weniger "Hobbyzucht".

Er stammt aus einem sehr großen Wurf mit 10 Geschwistern.

Ich vermute eben auch, dass er sehr gestresst ist. Auto habe ich leider keines, der Park ist auch nur 3 Gehminuten entfernt, die Freilaufzone ca. 10, bis dahin gibts auch keine Öffis, die ich nehmen könnte.

Ich versuche so gut als möglich, selber ganz ruhig zu bleiben, was aber auch nicht immer gelingt. Mir fällt allerdings auf, je angespannter ich bin, desto schlimmer wirds bei ihm.

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Wir füttern momentan Royal Canin extra für Retrieverwelpen.

ICH persönlich halte nichts von RC!

Hast du dir schon mal die Zusammensetzung durchgelesen?

Hast du vorher was anderes gefüttert? Weil du schreibst "momentan"

Muss ja nicht das "falsche" Futter sein - könnte natürlich auch stressbedingt sein.

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      in Hundeerziehung & Probleme

    • ED-OP die Zweite

      Eigentlich wollte ich ja nicht lamentieren und tapfer einfach durch. Jetzt habe ich aber doch ziemliches Grimmen im Bauch und denke, so ein paar Forendaumen könnten ganz bestimmt nicht schaden.    Vor einigen Wochen schrieb ich hier noch fröhlich wie paletti alles mit Garrys ED ist. Prompt fing er kurz darauf an, zu lahmen. Also gab es Schmerztherapie für zwei Wochen und ja, es ging wieder besser. Trotzdem blieb ein leichtes Ticken, unrundes Laufen. Außerdem schlich der Bube manchmal hinter mir her wie ein alter Mann. Dazwischen gibt es durchaus auch lauffreudigere Tage.    Ich habe in Hofheim einen Termin gemacht und war nun letzten Mittwoch dort: Das CT von vor zwei Jahren, zeigt ja bereits einen Befund, nur hat man damals noch von einer OP abgesehen. Am Mittwoch hatte Garry ganz umsonst auf sein Frühstück verzichtet, kein CT. Er wurde untersucht, autschte auch an den „richtigen“ Stellen. So wurde beschlossen, einen Tandemtermin zu machen, was soviel heißt wie den Knaben in Narkose zu legen, CT zu machen, dann kurz besprechen und anschließend mit so ziemlich an 100 Prozent grenzender Wahrscheinlichkeit direkt zu operieren. Morgen ist es soweit, mir ist ganz flau. Der arme Bube: Erst diese Operiererei, dann der doofe Trichter und wieder sechs Wochen Schonzeit. Dabei hatten wir doch grade wieder mit dem Trailen angefangen und er war mit einer solchen Begeisterung dabei.    Aber es hilft ja nix, ich will ihn nicht mit ständigen Schmerzen rumlaufen lassen. Garry ist jetzt fünf, die erste OP hatte er mit einem Jahr und nun ist es eben so weit, dass die Zweite fällig wird. Ich hoffe nur, er hat dann auch wirklich was davon und kann sich wieder fröhlich und möglichst schmerzfrei bewegen!    Während er jetzt gemütlich kauend im Wohnzimmer liegt, werde ich immer nervöser. Genauso, als müsste ich selber unter’s Messer. Der weiß ja nicht, was da morgen auf ihn zukommt…  

      in Hundekrankheiten


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