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Hundeforum Der Hund
himbeerdadi

Hund läuft Radfahrern und Joggern hinterher :-(

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Also ich habe mal wieder eine Frage bezgl. meiner 4,5 Monaten alten Aussie Hündin.

Heute sind wir in der Früh spazieren gegangen, suchen uns hier immer wieder neue Stellen um das Zurückkommen zu trainieren, und das funktioniert eigentlich auch schon sehr gut. Leider überlegt sie für meinen Geschmack momentan ein bissl zu lange ob sie wirklich kommen soll.

Als wir so unseren Feldweg lang gegangen sind, sie ist frei gelaufen, kam ein Radfahrer auf uns zu. Ich habe sie zu mir geholt und sie solange an der Leine gehabt bis der Radfahrer uns überholt hat und ein Stück weg war. Als er an uns vorbei war, habe ich sie wieder von der Leine gelassen. Fataler Fehler ! Sie ist der armen Frau auf dem Rad in einem Affenzahn nachgeschossen und hintergelaufen. Ich hab gepfeift wie eine Blöde, aber das war vergebene Liebesmühe. Irgendwann hat sie dann nach ca. 200 m Verfolgungsjagd gemerkt das ich nicht mehr da bin und hat angehalten und sich umgedreht. Dann konnte ich sie zurückrufen und sie kam sogar.

Ich weiß ich hätte sie nach dem Radfahrer eigentlich gar nicht von der Leine nehmen sollen, aber das sie das macht war vollkommen neu. Die haben sie bis jetzt noch nie interessiert.

Als wir dann auf dem Rückweg waren, ich hatte sie an der Leine da ich einen Jogger kommen hab sehen, ging sie erst brav neben mir. Dann wollte ich in meiner Tasche nach einem Leckerlie suchen um sie abzulenken wenn wir an dem Jogger vorbei gehen, aber dann wollte sie schon mit einem Satz auf den Jogger zuspringen. Konnte sie zum Glück nicht da sie an der Leine war, aber der Jogger hat einen Herzinfarkt bekommen :Oo

Könnte ihr mir vielleicht ein paar Tipps geben wie man das einem Hund abtrainieren kann ? :???

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Das Verhalten zukünftig im Ansatz abbrechen und nicht versuchen, mit Leckerchen abzulenken.

Der Aufbau eines guten Abbruchsignals ist absolut wichtig.

Rückruf weiter mit Schleppleine sauber ausarbeiten, nur einmal rufen und auf das Kommen bestehen. Bei Zögern des Hundes nicht locken und mehrfach rufen, sondern kurz an der Leine anzipfeln oder kommentarlos vom Hund weg in die andere Richtung gehen.

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(bearbeitet)

Zur Radfahrersituation: Irgendwann ist immer das erste Mal :Oo

Mit 4,5 Monaten ist noch nichts "gesichert" - in Zukunft passt du einfach besser in der Situation auf :kuss:

Übe mal ohne Ablenkung ein Kommando, mit dem du ihr ganz klar vorgibst: du darfst gehen, aber nach VORNE... z. B. voraus, oder geh oder abmarsch...

Das übst du, indem du erst mal ohne Ablenkung ableinst und sie nach vorne schickst (Körperhaltung, oder leichtes Schieben) - will sie umdrehen, versperrst du den Weg ("Nein" und ein Ausfallschritt z. B.) und weist mit dem Arm nach vorne mit dem entsprechenden Kommando.

Machst du Suchenspiele mit ihr?

Ein Leckerchen vor die Nase gehalten und dann Wegwerfen mit dem Kommando "Such" lenkt zumindest meine Hunde enorm ab - mach das auch mal zunächst ohne Ablenkung, wenn du dann das nächste Mal einen Jogger passiert hast, mit dem entsprechenden Sicherheitsabstand ableinen und sie mit diesem Suchspiel belohnen.

Dass deine Kleine auf den Jogger reagiert hat, liegt daran weil du selber abgelenkt warst.

Konzentriere dich auf deine Kleine, der Jogger ist völlig egal.

Der Jogger muss aber schon extrem empfindlich gewesen sein, mit 4,5 Monaten sind Hunde doch noch enorm knuffig (auch für einen Laien), zumal Deine ja auch noch angeleint war...

Edit: Vreni76: Bei einem 4,5 monate alten Hund ohne Locken den Rückruf sauber ausarbeiten?

:think:

Finde ich nicht altersgemäß - auch die Schlepp finde ich hier noch nicht angebracht...

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Und das alles ist an einem Tag (also heute passiert) und sonst vorher nie?

Da würd ich sagen, vergiss den Tag heute. Vielleicht habt ihr beide bloß einen schlechten Tag.

Dass Du nicht willst, dass sie andere Menschen anspringt hast Du ihr nach der Jogger-Aktion ja vielleicht schon gesagt. Falls nicht und falls das öfter passiert, würde ich diese Situationen üben und ihr in aller Deutlichkeit sagen, dass das Tabu ist. Belohnung würde ich dafür auch keine geben. Sollte ja schließlich eine Selbstverständlichkeit sein, dass sie andere Menschen in Ruhe lässt und nicht eine Kür-Übung für die es was gibt.

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Originalbeitrag

Und das alles ist an einem Tag (also heute passiert) und sonst vorher nie?

Da würd ich sagen, vergiss den Tag heute. Vielleicht habt ihr beide bloß einen schlechten Tag.

Dass Du nicht willst, dass sie andere Menschen anspringt hast Du ihr nach der Jogger-Aktion ja vielleicht schon gesagt. Falls nicht und falls das öfter passiert, würde ich diese Situationen üben und ihr in aller Deutlichkeit sagen, dass das Tabu ist. Belohnung würde ich dafür auch keine geben. Sollte ja schließlich eine Selbstverständlichkeit sein, dass sie andere Menschen in Ruhe lässt und nicht eine Kür-Übung für die es was gibt.

Das unterschreibe ich voll und ganz.

Einige, wenige Dinge sollten einfach ganz klar verboten werden und man sollte seinem Hund gegenüber dann schon auch mal sehr deutlich werden.

Rum tricksen mit Leckerchen wäre auch nicht mein Weg.

Um es Dir und dem Hund einfacher zu machen, kannst und solltest Du Deinen Hund nach einem befolgten Abbruchsignal schon loben, von mir aus auch mit Futter, aber generell sollte das in Ruhe lassen von Joggern und Radfahrern schon aus Sicht des Hundes selbstverständlich und als Tabu angesehen werden. Jogger und Radfahrer "schönfüttern" halte ich für die falsche Lösung, weil Du beim Hund dann eine Erwartungshaltung aufbaust.

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Oh, da kann ich ein Lied davon singen....

Kurz zu uns, damit Du weißt, was VIELLEICHT auf Dich zukommen könnte , weil Aussie - Hündin = Hütehündin, Joss als Groenendael = Hütehund.

Also, bei Joss fing es auch so um den Dreh in dem Alter an.

Ich mir nicht soviele Gedanken gemacht, normal weiter geübt, bis es dann soweit war, dass er entgegenkommende Fahrradfahrer, sowie Fahrradfahrer, die uns überholten und in unsere Richtung weiterfuhren, sowie Spaziergänger und ganz unglaublich gerne Jogger gejagt hat, gestellt, verbellt, umkreist.

Je größer er wurde, desto weniger klappte der Abruf und desto mehr ängstigten sich die Leute.

Bis auch das Anspringen hinzukam.

Nix fruchtete.

Also, bis ich dann die Schleppleine gefunden habe und mit meiner Training speziell SL - Training beginnen habe.

Was ich Dir also wirklich empfehlen kann: Sollte es nochmal vorkommen, dass Deine Hündin das macht, hol eine Schleppleine und trainiere mit der Schleppleine, in Verbindung mit einem HT, der Dir genaue Übungen zeigen kann, wie man trotzdem mit dem Hund Ball spielt, wie man den Rückruf übt, wie man den Hund auf sich fixiert.

Unbedingt die nächste Zeit ( bei mir waren ca. 4 Monate ) NIEMALS mehr OHNE SL aus dem Haus gehen mit dem Hund. Kein Freilauf mehr sozusagen.

Denn mit jedem Mal, mit dem er es nochmal schafft, einen Fahrradfahrer oder Jogger zu jagen, machst Du Rückschritte ( Selbstbelohnung ).

Ich weiß, es ist umständlich. Ich weiß, es ist eine Überwindung - aber es lohnt sich ;)

Brauchst auch kein Mitleid mit Deinem Hund zu haben, dem geht es gut, trotz SL ;)

Mittlerweile ist es bei Joss so ( 16 Monate ), dass ich ihn zu mir rufen kann, an Joggern, Spaziergängern und Fahrradfahrern offline vorbeigehen kann.

Überholt ein Fahrrad uns und fährt in unsere Richtung weiter, also, sehen wir den Fahrradfahrer noch ne ganze Weile, dann darf ich Joss aber noch immer recht lange nicht aus dem Kommando raus nehmen, er muss also solange im Fuß oder im Sitz bleiben, bis der Radfahrer fast ausser Sichtweite ist - ich übe noch, immer weiter, aber mittlerweile schon lange ohne SL, weil der Rückruf klappt :)

Dieser Weg, den ich Dir jetzt beschrieben habe, muss übrigens nicht der Richtige für Dich sein, aber nun hast Du einen Ansatz, und kannst mit einem guten HT DEINEN Weg finden :)

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Was ist für euch die Konsequenz eines Abbruchsignals und wie baut ihr das auf?

Abbruchsignal (bei mir ist das ein Thriller mit der Pfeife) heißt ja: Jegliche Aktion sofort abbrechen - sonst...

Ja was sonst?

Bei mir sind die Hunde darauf trainiert: Sonst bin ich weg!

Heißt, ich drehe mich konsequent um und renne in die Gegenrichtung.

Dazu ist aber Bindung notwendig - und ob die Aufnahmefähigkeit eines 4,5 Monate alten Hundes schon soweit geht... hm... :think:

Ehrlich - in einem ungesicherten Gelände würde ich mich das mit einem so jungen Hund nicht trauen...

bindung baust du in dem Alter doch auf, indem du dich so interessant für den Hund machst, dass er mit Freude zu dir kommt - und oftmals ist ein Leckerchen längst nicht so interessant wie der Umweltreiz, den dein Hund gerade so interessant findest.

Außerdem ist ein Hund in dem Alter noch gar nicht darauf konditioniert, IMMER einen Teil seiner Aufmerksamkeit bei seinem Halter zu haben.

Alles Sachen die in kleinen Schritten über einen längeren Zeitraum aufgebaut werden müssen.

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Ja das mit dem Abbruchsignal wollte ich auch gerade fragen. Was versteht ihr unter einem Abbruchsignal ? Bei mir ist das entweder ein Pfiff mit der Pfeife oder ein Nein. Bin ich da falsch gewickelt ?

Die meiste Zeit funktioniert das auch gut, ich pfeife, gehe in die Knie und klatsche mir auf die Schenkel und sie kommt angeflitzt. Aber leider ist manches dann doch interessanter.

@marcolino Ja wir machen auch Suchspiele, werde ich mal versuchen wenn wieder Ablenkung auf zum zukommt.

Das mit dem rumdrehen und weglaufen handhabe ich auch so. Funktioniert auch gut, bis jetzt kam sie immer zurück.

Wie meinst du dass du würdest dich das in ungesichtertem Gelände nicht trauen? Meinst du nicht mehr von der Leine lassen ?

@vreni76 Wie soll ich ihr ohne Leckerlie bei Ablenkung klar machen das Radfahrer langweilig sind ? Du meinst ich sollte die Situation verbal lösen ?

Das mit der Schleppleine habe ich mir jetzt auch schon überlegt. Denke das wird wohl unser Weg werden. Aber ich muss da jetzt echt mal dumm fragen... Während der Zeit mit der Schleppleine darf der Hund ja nicht mehr frei laufen, wie werdet ihr da dem Hund körperlich gerecht ? Also meine genießt es am Morgen in einem Affenzahn über die Felder zu sprinten und sich da zu wälzen. Ich weiß, ich kann sie auch kopftechnisch fordern, aber das reicht meiner Kleinen irgendwie nicht. Tja, ich vermute da wird sie mir dann die Wohnung auseinandernehmen :D

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Also, wenn ich da von mir spreche : Doch es lastet die Hunde aus ;)

Du übst ja einerseits mehr, hast also schon mehr Kopfarbeit während des Spaziergangs.

Dann kannst Du immer wieder kleine Spieleinheiten einlegen, mit Ball, oder Suchspiele.

Auch das ist wieder Kopfarbeit ;) Bei einer 10 Meter Leine ist ja doch einiges an Spielraum ;)

Weiterhin kannst Du zuhause anfangen, Tricks einzuüben, Sachen beizubringen usw.

= Wieder Kopfarbeit ;)

Es ist natürlich - ja, anstrengend, zeitintensiver, als bis jetzt, aber ich hatte einen absolut entspannten Hund, der mittlerweile ne Reihe von Tricks auf dem Lager hat, gerne mal seine Hähnchenhälse zuhause sucht, mehrere Spielzeuge unterscheiden kann vom Namen her und bei dem der Rückruf klappt ;)

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Ja hast recht, das Schleppleinentraining ist ja auch Kopfsache. Zuhause üben wir auch jeden Tag ein paar Tricks. Sie kann schon High Five, Männchen machen und sich schämen :-)

Ach jaaa....ich habe gehofft ich komme an der Sache mit der Schleppleine irgendwie vorbei, aber dem ist wohl nicht so :Oo

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