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Hundeforum Der Hund
Renate

Machtübernahme im Rudel - zusehen oder eingreifen?

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Ich beobachte seit ca. zwei Wochen, dass unsere Shelly (16 Monate) still und leise als Rudelführer "motiert".

Sie übernimmt immer mehr Sachen, die Boomer (fast 10 Jahre) bisher inne hatte.

Aber das geschieht ganz ruhig, ohne Zank oder Stress!

Nur mit Körpersprache und Blickkontakt!

Und Boomer lässt es zu!

Ich hab manchmal sogar das Gefühl, er ist froh, dass da einer ist, der jetzt sein Ding übernimmt!

Ich bin mir jetzt nicht sicher, soll ich Boomer in seiner "noch Führungsposition" bestärken und eingreifen, oder machen die beiden das alleine unter sich aus?

Wie gesagt, es gibt absolut keinen Stress hier, Shelly wickelt halt nur den alten Boomer nach Frauenmanier um den kleinen Finger, aber auf eine ganz liebenswürdige Art und Weise!:P

Gebt mir mal bitte einen Rat!

LG Renate mit Shelly und Boomer

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Hallo Renate,

soweit ich weiß, will irgendwann der Rudelführer von einem jüngeren Rudelmitglied abgelöst werden. Das passiert wohl bei den meisten Hunden wenn sie vom alter her nicht mehr das Rudel so gut leiten oder verteidigen können. Dann gibt der Rudelführer freiwillig seine Position ab.

Viele Grüße

Carmen

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Ich beobachte seit ca. zwei Wochen, dass unsere Shelly (16 Monate) still und leise als Rudelführer "motiert".

Sie übernimmt immer mehr Sachen, die Boomer (fast 10 Jahre) bisher inne hatte.

Aber das geschieht ganz ruhig, ohne Zank oder Stress!

Nur mit Körpersprache und Blickkontakt!

Und Boomer lässt es zu!

Ich hab manchmal sogar das Gefühl, er ist froh, dass da einer ist, der jetzt sein Ding übernimmt!

Ich bin mir jetzt nicht sicher, soll ich Boomer in seiner "noch Führungsposition" bestärken und eingreifen, oder machen die beiden das alleine unter sich aus?

Wie gesagt, es gibt absolut keinen Stress hier, Shelly wickelt halt nur den alten Boomer nach Frauenmanier um den kleinen Finger, aber auf eine ganz liebenswürdige Art und Weise!:P

Gebt mir mal bitte einen Rat!

LG Renate mit Shelly und Boomer

Hallo!

Ich würde sie machen lassen. Sie können das ruhig unter sich klären, solange es friedlich ist und keiner leidet. Ist doch prima, dass sich das so friedlich löst. An deiner Stelle würde ich aber keinen der beiden bevorzugen. Die Stellung zu dir ist eine andere als die Beziehung zwischen den zweien. Ich würde sie gleichzeitig füttern und auch darauf acht geben, dass keiner das Futter des anderen frisst (also da würde ich schon eingreifen).

LG

Alice mit Anton und Lucy

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(bearbeitet)

hallo renate,

ich kenn von einem befreundeten züchter solch einen fall.allerdings war es da der rüde der der alten hündin die stellung wegnahm.dort gab es böse beissereien mit wirklich ernsten verletzungen.

letzendlich mussten die beiden getrennt werden,da war eine abgabe unmöglich.

die hündin schon 11 jahre und der rüde bullterrier.

viele sagten die hündin wird sich eher todbeissen lassen als freiwillig ihre stellung abzugeben und so ist es da auch fast gekommen.

im umgekehrten fall(wie bei dir)weiss ich nicht,ob es gut geht.

wird viel am rüden liegen,mitunter sind die jungs ja zu den mädchen sehr nett und tolerant.

das wünsch ich dir jedenfalls.

lg andrea

ps.ich fühle mich im moment als versager,eigentlich hab ich kein recht jemanden tips zu geben.

ich brauch einige zeit um damit fertig zuwerden.

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Ach Andrea, du musst dich nciht als Versager fühlen, denn du bist keiner!

Bei dir ist die Situation eine ganz andere als bei uns!

Der Machtkampf oder Wechsel zwischen zwei Rüden läuft ganz anders ab als bei nem Pärchen.

Ich habe den Vorteil, dass die beiden auch zusammen spielen, zusammen auf der Decke liegen, zusammen mit mir gehen usw. also ALLES eigentlich zusammen tun!

Und unsere Shelly ist ne Meisterin im "schleimen", aber sie macht das auf so ne liebe Art, dass ich als Rüde warscheinlich auch die Waffen fallen lassen würde!

Bei uns findet warscheinlich ein "Stiller Machtwechsel" statt, was vielleicht auch am Alter von Boomer liegen mag!

Und Shelly hat in dem Jahr, wo sie bei uns ist, auch das Wesen von Boomer ganz erheblich zum Positiven geändert, was mir immer wieder von Aussenstehenden bestätigt wird!

Bei euch liegt die Sachlage ganz anders, und ich würde mich 100%ig genau so entscheiden wie du, weil das auf Dauer nichts bei euch bringt, da ja gar keine Gemeinsamkeiten mehr da sind!

Frag mal Elke, die hatte das gleiche Problem wie du und hat auch richtig gehandelt, und die beiden Streithähne getrennt, indem sie einen Rüden wo anders hin vermittelt hat, und wie es scheint, geht`s dem jetzt wunderbar!

Also, mach dir keinen Kopf, du hast die richtige Entscheidung getroffen und du brauchst dir keinerlei Vorwürfe zu machen, in der Erziehung versagt zu haben.

Denn hier muss eine ganz schnelle Lösung her, bevor noch was schlimmeres pasiert. Da kann man nicht auf die altbewährte Erziehungszeit warten und denken: Das wird schon wieder!

Dafür ist die Situation zu prekär und man tut keinem der beiden Hunde einen Gefallen, hier noch erzieherisch eingreifen zu wollen, das dauert ganz einfach zu lange und schaukelt die Sache nur noch unnötig hoch!

Schliesslich hast du dir Gedanken gemacht und nicht einfach von heute auf morgen kopflos gehandelt und entschieden!

Also, wir warten weiterhin auf Tipps von dir, o.k.?;)

LG Renate mit Shelly und Boomer

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Renate, sei froh, dass sich deine Hunde so friedlich einigen! Meistens übernimmt der hochstrebende Hund nicht direkt alle "Machtbereiche" des vormals Ranghöheren. Es schleicht sich langsam ein, und ich würde die beiden gewähren lassen!

Es klappt nicht immer so reibungslos. Als Rex und Trixi zur alten Maika hinzu kamen, war sie die Chefin. Rex wollte aber nicht respektieren, dass sie z.B. die "Hoheitsgewalt" über alle Spielsachen hatte. Bei ihr galt immer der Grundsatz "Besitz" ist Macht, und so hat sie immer klammheimlich alles auf ihrem Lieblingsplatz gesammelt.

Rex versuchte dann, sich ein Teil nach dem anderen von Maika zu hamstern. Sie ließ ihn zunächst gewähren, war aber absolut nicht begeistert. Eines Tages wollte er an Maikas Lieblingsball heran, und sie war recht ungehalten! Da griff Rex Maika an und verletzte sie sogar durch einen Biss am Rücken! Nur mit Mühe konnten wir die beiden trennen! Ich war ziemlich fertig, weil ich dachte, dass es nun Dauerkrieg zwischen den Hunden gibt. In der Folgezeit beäugten sie sich argwöhnisch.

Eine Trainerin riet uns, die favorisierten Spielsachen wegen der Beuteaggression aus dem häuslichen Bereich zu entfernen und sie nur noch im Garten zur Verfügung zu stellen. Dort gab es mehr Ausweichmöglichkeiten im Ernstfall.

Eines Tages wurde Rex Maika gegenüber wieder ziemlich dreist, da hat sie sich wie eine Furie auf ihn gestürzt und dermaßen "gedeckelt", dass er es nie wieder gewagt hat, ihre Stellung anzuzweifeln! Er hat im Gegenteil dazu, Maika bis zum Schluss "gedient" und sie abgeschirmt, wenn Trixi mal wieder mit zu viel Tempereament in ihre Richtung gerannt kam. Er war Maikas Beschützer geworden!

Alte Hunde geben also nicht automatisch ihre Position ab, schon gar nicht an denjenigen, den sie nicht als "würdig" erachten. (Sorry, menschliche Denkweise, ich weiß! ;) )

Als Maika im Jahr darauf schwindende Kräfte zeigte, überließ sie Trixi immer mehr Rechte. Sie durfte sogar direkt an der Tür wachen, was Maikas unangetasteter Platz war. Trixi hat ganz still und leise ihre eigene Position verbessert. Rex bekam keine Chance mehr dazu!!!

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