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polar-chat.de  Der Hund
Isabell Reek

Hund uriniert beim Anleinen

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Hallöchen,

möchte Euch einmal um Rat bitten.

Ich passe jetzt wieder seit einigen Wochen Mittags auf ein anderes Hündchen auf (das bei uns im Haus wohnt).

Ablauf ist immer der gleiche:

Gegen 14 Uhr gehe ich hoch. Mache die Tür auf, werde kurz begrüsst, nehme die Leine in die Hand und schon ist es auch fast passiert. Diese Woche war es jetzt jedes Mal, sobald ich mich runter beugte zum Anleinen, piselte sie los.

Ich muss dazu sagen, dass es mir vor etwa 3 Monaten nicht möglich war diesen Hund überhaupt anzuleinen. Sie knurrte mich an, fixierte mich und schnappte schließlich nach meiner Hand sobald ich in ihre Richtung griff. Mittlerweile vertraut sie mir so sehr, dass sie sich sogar letzte Woche auf meinen Schoss legte und umdrehte damit ich ihr den Bauch kraule.

Sie ist ein ehemaliger Straßenhund aus Spanien.

Was mache ich denn jetzt am besten, damit es nicht jedes Mal passiert? Wie würdet ihr euch verhalten? Es ist doch höchstwahrscheinlich aus Unterwürfigkeit?! Würde ihr den Stress gerne nehmen können.

Danke euch schonmal für eure Idee.

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Hallo Isabell,

wie leinst Du sie denn an ?

Beugst Du Dich im Stehen zu ihr herunter und kommst quasi wie die Bedrohung von oben ?

Oder "bedrohst" Du sie nicht und gehst erst in die Hocke, machst Dich also klein, lockst sie zu Dir, um dann von vorne oder seitlich (aber eben nicht von oben) anzuleinen ?

Was passiert, wenn Du sie nicht direkt anleinst (so nach dem Motto "hopplahopp- wir müssen schnell gehen ...), sobald Du reingehst, sondern erst einmal in aller Ruhe ankommst, damit sie sich erstmal "abregen kann" ?

LG

Marita

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Das sind alles seeehr interessante Fragen.

Die ich noch gar nicht so genau beantworten kann.

Hab es leider zum Teil schon recht eilig. Gerade diese Woche war ziemlich blöde, weil ich immer erst alleine mit meinem Hund und dann mit ihr gehen musste. Meine Ruby ist nämlich krank und die Tierärztin sagte die Erkältung sei ansteckend. Deshalb blieb mir nichts anderes übrig als hopplahopp zu machen, damit der Hund überhaupt noch ne Gelegenheit bekam raus zu kommen. :(

Muss anschließend meistens wieder fix zur Uni.

Auf meine Körperhaltung habe ich letzter Zeit bewusst versucht zu achten. Kam durch ihr weg Schnappen anfangs sehr steif und fast ein wenig ängstlich rein. Hat sich aber zum Glück dann wieder entspannt.

Ich kann mich nur an einmal erinnern, wo ich sie von der Seite angeleint habe...da drehte sie sich komplett auf den Rücken.

Ansonsten versuche ich relativ häufig sie zu berühren. Ich merke zwar, dass dies ihr auch nicht immer total geheuer ist, aber nach dem Gassigang ist sie entspannter und das Ableinen ist auch nicht mehr so tragisch, wie das Anleinen.

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Ich würde mich hinhocken, sie zu mir locken/rufen (wenn sie so nicht kommt mit Leckerchen) und sobald sie bei mir ist , leicht seitlich von ihr wegdrehen.

Nicht über den Hund beugen.

Dabei anfangen ihr zu erklären was du machst .

Inhalt ist völlig wurscht, solange es bei jedem Schritt immer das selbe ist und alles in der gleichen Reihenfolge abläuft. Alles sollte möglichst Positiv und ohne Stress/Hektik/Zwang ablaufen :)

Das gibt einen besseren Kontext für den Hund und er kann sich darauf einstellen und verknüpfen was als nächstes passiert.

Dazu noch ein Endesignal -> bei uns Fertig.

Viel Erfolg wünsche ich dir.

Ich hab damit ziemlich schnellen Erfolg bei uns und Geschirranziehen gehabt.

(als Lolis Auge noch nicht draussen war und sie Panik vorm anfassen und anleinen hatte)

Bei mir wars :

Köpfl durch , unterm Bäuchlein durch, auf der einen Seite zu und auf der anderen auch.

Fertig. Hab einfach das genommen was mri als erstes eingefallen ist.

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Lieber fünf Minuten in Ruhe ankommen, mit der Leine auf den Boden setzen, erstmal schnuffeln lassen, evtl. Kraulen, dann in aller Ruhe Leine ran und dann auch mit aller Ruhe raus.

Auch wenn Du es eilig hast - zieh die fünf Minuten lieber vom Gassi Gang ab, aber gib dem Hund eine Chance, sich in Ruhe auf dich einzustellen.

Nicht bequatschen, nicht locken, einfach entspannt hinsetzen und den Hund kommen lassen. Und dann auch ohne Brimborium raus gehen.

Dann muss sie auch nicht pinkeln (was sie tut, um Deine Aufmerksamkeit von sich abzulenken, Beschwichtigung).

Schön, dass du dich um sie kümmerst!

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Ich danke Euch.

Werde es mal wirklich dann ab Montag mit mehr Ruhe versuchen. (Auch wenn es schwer ist, wenn die Zeit einem im Nacken sitzt :Oo) Sie springt mich nur erst auch so fordernd an, von wegen raus raus raus, beißt in die Leine sobald sie dran ist...

Also sollte ich das Ganze am besten Ritualisieren, so wie Isy sagte?

Bin ja schon mächtig stolz auf sie, was wir für Fortschritte gemacht haben.

So langsam hängt mein Herz auch an ihr. Wenn ichs nicht Mittags noch machen würde, wäre die Süße jeden Tag über 8 Std alleine und kommt danach auch nicht wahnsinnig lange raus. Klar gibt genug Hunde die das gut verkraften...ich selbst mag mich aber nicht so gern damit anfreunden, dass die Maus da alleine rum sitzt. Dann hoffe ich mal, dass es dank euch weiter mit uns bergauf geht.

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Ich hab damit gute Erfahrungen gemacht.

Das hat sich auch für Lolis Verhältnisse sehr schnell bei uns eingespielt.

Nach gut einem Monat musste ich nichts mehr dazu sagen und sie kam von selbst zu mir hat ihren Kopf durch das Geschirr gesteckt, das Pfötchen gehoben und ist auch nicht mehr beim zuklicken der Klickverschlüsse zusammengezuckt.

Vorher ging da gar nichts .

Soll heissen, du musst das nicht bis an ihr Lebensende so machen :D nur bis sie sich daran gewöhnt hat (wenn du es denn versuchen willst) - das wird schnell zur Gewohnheit.

Loli hat das Ganze Sicherheit vermittelt.

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