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Hundeforum Der Hund
cirrus

Hund verbellt Pflegepersonal

Empfohlene Beiträge

Hallo,

habe heute eine merkwürdige Geschichte von einem meiner Mitarbeiter erzählt bekommen. Wollte mal eure Meinung dazu hören:

Sein Hund (2,5 Jahre, seit Welpenzeit in der Familie) wurde bis vor kurzem überwiegend von der Mutter betreut. Diese ca. 70-Jährige Dame hat jetzt aber einen Schlaganfall erlitten und ist zum Pflegefall geworden.

Die eigentliche Bezugsperson (lt. meinem Mitarbeiter die Rudelchefin)ist aber wohl die Frau des Mitarbeiters. Sobald diese anwesend ist, wird die Frau verfolgt und der Hund sucht den Kontakt.

Wenn allerdings die Frau die Mutter pflegerisch betreut macht der Hund Alarm und verbellt seine eigene Bezugsperson!? :???

Wenn der Sohn oder der Mann dies tun passiert nichts. Das Verhalten zeigt der Hund auch nur tagsüber. Wird der Mutter nachts auf die Toilette geholfen, dann bleibt der Hund ruhig liegen.

Bei externem Pflegepersonal ist das verbellen auch schon vorgekommen, hängt da aber wohl stark von deren Verhalten ab. Eine sehr ängstliche Pflegerin wurde sogar schon mal gekniffen ?!?

Laut Aussage des Mitarbeiters haben sie schon alles probiert, Ablenken, Befehle erteilen, Leckerchen, Wegsperren :( bis hin zum "einen Überziehen" :[

Morgen kommt ein Tierpsychologe.

Wie interpretiert ihr die Situation?

Gruß

Axel

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Hm,

schwierig....

Wieviel Kontakt hatte der Hund zu der Mutter?

Wer hilft der Mutter nachts zur Toilette?

Ist der Mitarbeiter sicher, dass seine Frau die Bezugsperson ist? Nur weil sie ihn füttert oder tagsüber versorgt, heisst das noch gar nichts.

Ich kann mir vorstellen, dass das externe Pflegepersonal als Bedrohung für die kranke Mutter angesehen werden könnte. Darum meine Frage, wieviel Kontakt der Hund zu ihr hatte. Was für ein Hund ist es eigentlich?

LG Manuela

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Hallo Manuela,

Wieviel Kontakt hatte der Hund zu der Mutter?

bis zum Schlaganfall wohl recht viel, da der Hund den Tag komplett mit der Mutter verbracht hat.

Wer hilft der Mutter nachts zur Toilette?

die Frau des Mitarbeiters, deswegen ist es ja so irritierend, daß der Hund dort keinen Alarm macht

Ist der Mitarbeiter sicher, dass seine Frau die Bezugsperson ist? Nur weil sie ihn füttert oder tagsüber versorgt, heisst das noch gar nichts.

tagsüber versorgt hatte bis dato die Mutter, das die Frau des Mitarbeiters als Rudelführerin angesehen wird, macht der Mitarbeiter an der Reaktion des Hundes fest,w enn diese nach Hause kommt und das der Hund dann nur noch Kontakt mit dieser Person sucht.

Ich weiß aber nicht, wer den Hund füttert und wie das Verhältnis Hund zur Frau tatsächlich aussieht

Ich kann mir vorstellen, dass das externe Pflegepersonal als Bedrohung für die kranke Mutter angesehen werden könnte. Darum meine Frage, wieviel Kontakt der Hund zu ihr hatte. Was für ein Hund ist es eigentlich?

mittelgroßer Labradormix

Gruß

Axel

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(bearbeitet)

Also für mich klingt das nach einem schrecklich überforderten Hund, der zuhause aufgrund mangelnder Ordnung innerhalb der Familie im totalen Kontrollwahn ist.

Wenn ein Hund vermeintlich Kontakt sucht, so ist das meist eher das Bedürfnis, diese Person auf Schritt und Tritt zu kontrollieren. Ich war neulich auch in einem Haus, wo ICH als Besucher total kontrolliert wurde. Frauchen meinte, "er möchte gestreichelt werden". Ja von wegen. Ich war dort übrigens, weil der Hund nach seinem Frauchen, der TOTALEN Bezugsperson gebissen hatte.

Wenn ich lese, "auch mal einen übergezogen", so denke ich, dass in der Beziehung wenig Vertrauen, viel Druck und vor allem kaum Hundeverstand und Bindung vorhanden ist. Der Hund kann nicht anders, als sich selbst zu helfen, in dem er die Dinge so handhabt, wie er meint, dass es für ihn selbst am besten ist, da ihm keine Sicherheit vermittelt wurde. Und dass sich der von ihm bisher kontrollierten Person nun einfach jemand nähert, das geht ja gar nicht.

Bin ja gespannt, was der Psychologe dazu sagt... :o :o :o :o Da stellen sich bei mir immer so latent die Nackenhaare, weil sich diverse Fern"studien"gängler auf dem Markt tummeln, die viele Bücher gelesen haben, aber bei denen im Umgang mit Hunden in der Praxis leider nicht viel vorhanden ist.

Drücke ihnen die Daumen, dass sie an jemand Kompetentes geraten.

LG Anja

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Ich seh das auch mehr so wie Anja...also was die Kontrolle und die Überforderung betrifft!

Verbellt der Hund denn bei allen pflegerischen Tätigkeiten oder sind da bestimmt Tätigkeiten bzw. Abläufe die der Hund verbellt? Sprich...bellt er auch wenn der pflegebedürftigen Dame tagsüber auf die Toilette geholfen wird?

Weißt zu wie lange die Pflegebedürftigkeit der Mutter schon besteht oder ob sich in der letzten Zeit etwas an ihrem Zustand geändert hat?

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In dem Verhalten, Jemandem auf Schritt und Tritt zu folgen, kann ich Aias wieder erkennen.

Er tut dies ebenfalls, wenn sich bei uns Leute/Personen aufhalten, die ihm nicht suspekt sind. Ich werde dann immer sehr unruhig, hole ihn aus der Situation heraus und schicke ihn auf seinen Platz.

Sonst wandert er permanent vom Erdgeschoß ins Obergeschoß und wieder zurück. Ich stelle es darin ab, in dem ich ihn bei mir behalte und er keine Möglichkeit zur Kontrolle mehr hat. Ich sage ihm, dass es ok ist, wenn sichediese Person/en hier aufhalten. Mittlerweile bessert sich das Verhalten stetig, früher war es noch schlimmer, teilweise hat er sogar geschnappt.

LG Manuela

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Hallo,

bei dem Hund handelt es sich dann nicht um einen Labrador-Mix, sondern um einen Endelbucher-Sennenhund!

Der "Tierpsychologe" war ein Hundeerziehungsberater, welcher von der Tierärztin empfohlen wurde.

Mein Mitarbeiter war aber ziemlich enttäuscht, da zur Ursache des Verhaltens keine Äußerung gemacht wurde. Es wurde empfohlen das Clicker-Training zu intensivieren. Kann aber nicht sagen, in welchem zeitlichen Zusammenhang zu den Vorkommnissen.

Ich habe die hier geäußerte Vermutung, es könnte sich um einen Kontrollmechanismus seitens des Hundes handeln angesprochen, und das seine Frau ggf. nicht der Rudelführer sei. Der Mitarbeiter schien dieser These nicht abgeneigt.

Ich werde das Thema verfolgen.

Aufgrund der Enttäuschung bzgl. der Beratung: Kennt jemand einen wirklich guten Hundtrainer im Bereich Bielefeld/Hannover?

Gruß

Axel

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Aufgrund der Enttäuschung bzgl. der Beratung: Kennt jemand einen wirklich guten Hundtrainer im Bereich Bielefeld/Hannover?

Hmm,

frag mal Anita/Karl per PN ob sie jemanden dort in der Ecke kennt......ansonsten kann ich dir leider auch nicht helfen!

LG

Birgit

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Hi Axel,

ein Entebucher? Ok, er ist ein Hüte-Treibhund. Man kann ihn mit Aias vergleichen.

Ein Hund, der ursprünglich zum Hüten und treiben von Vieh zuständig war und zwar so gut wie selbstständig.

Er scheint mit der Situation vollkommen überfordert zu sein, so wie Aias es damals auch war. Man sollte ihn herausnehmen und seinen Kontrollzwang umlenken. Ihm abnehmen, dass er nicht zu entscheiden hat, wer kommen und wer bleiben darf. Er versucht nur, die ihm bekannte Person zu schützen, weil er offensichtlich der Meinung ist, seine Leute machen das nicht richtig.

Zu dem könnte er möglicherweise auch durch die veränderte Situation nicht so behandelt und ausgelastet werden, wie es vorher der Fall war. (Logisch, aber wie soll es der Hund verstehen).

Ich sehe in deinen Schilderungen sehr viele Parallelen zu meinem Hund, als er noch jünger war. Manchmal, bei bestimmten Personen fällt er noch immer dahin zurück.

LG Manuela

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