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polar-chat.de  Der Hund
silvial

Vererbung der Mutterhündin

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Hallo,

immer wieder höre ich Behauptungen, wie:

"70% wird von der Mutter vererbt" oder ähliche Kommentare. :???

Mich würde mal interessieren, was dran ist an dieser Behauptung.

Stimmt es oder nicht. Gibt es Untersuchungen dazu und wo kann ich das für mich auch verständlcih nachlesen. Habe gerade gegooglet und nichts gefunden. Vielleicht wisst ihr ja mehr darüber.

lG Silvia

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Na ja, da gab es doch mal den Forscher mit den Erbsen - reine Vererbung ist ein Mathamatik-Spiel. D.h. das Erbgut von Mutter und Vater wird gemischt. Über eine große Verteilung 50:50

Das ist aber nur das eine - die Mutter kommt bei "lernen" ins Spiel. Schon vorgeburtlich wie auch in der Welpenzeit macht der Hundenachwuchs Erfahrungen mit der Umwelt. Und da hat üblicherweise bei Hunden die Mutter die Nase vorn - der Vater hat ja meistens nach der Zeugung kaum Kontakt zum Nachwuchs.

So hat eine gelassene, uweltsichere Hünding eher die Chance, diese Verhaltensweisen an die Welpen weiterzugeben als ein solcher Vater.

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Es sind wohl eher 60 als 70 % ;)

Dass die Mutter immer einen kleinen Teil mehr vererbt, liegt daran, dass das männliche Gonosom (Y-Chromosom) weniger Gene enthält als das weibliche (X-Chromosom)

Dieses "mehr" betrifft also nur Merkmale, die gonosomal vererbt werden.

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Alllsssoooo, ich übersetzte gerade eine holländische Genetik-Seite in Sachen Chowie für meine HP.

Die ist zwar ziemlich wissenschaftlich, aber das eine oder andere kann ich auch als Laie für mich mit raus lesen.

Wenn ich das so richtig lese ist alles gentechnische beim Nachwuchs 50/50. :)

Gugge

click

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Edit weil ich nachlesen muss

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Die Mutter steuert einen halben Chromosomensatz bei (im Kern der Eizelle), der Vater die andere Hälfe (im Kern der Samenzelle). Gemeinsam ergibt das wieder ein diploides Lebewesen (also mit doppeltem Chromosomensatz). Die mitochondriale DNA wird nur über die Mutterlinie vererbt, die DNA des Y Chromosoms nur über die Vaterlinie. Falls es im Abweichungen von 50/50 gibt, dann sind die so gering, dass sie nicht ins Gewicht fallen, schon gar nicht in Richtung 70/30 gehen.

Der Einfluß des Vaters ist mit der Zeugung weitgehend abgeschlossen, während der mütterliche Organismus und auch die Geschwisterwelpen untereinander Einfluss auf die Entwicklung nehmen.

Während der Trächtigkeit haben Futterzustand, Streß usw. Einfluß auf die Entwicklung der Föten, nicht nur in Hinblick auf Gewicht und Reife bei der Geburt sondern es können auch Gene selektiv an- oder abgeschaltet werden, die zB Persönlichkeitsmerkmale oder Krankheitsdispositionen beeinflussen.

Es spielt auch eine Rolle, ob ein Hündinnenfetus unter 6 Brüdern liegt oder unter 6 Hündinnen, das hormonelle Umfeld kann ebenfalls spätere Merkmale beeinflussen.

Wie schon erwähnt spielt bei der Aufzucht der Welpen auch die Mutter eine große Rolle, sei es durch die Art ihrer Brutpflege und Erziehung, sei es durch Tradierung von Verhaltensweisen, sei es durch Menge und Qualität von Muttermilch für die Welpen.

All diese mütterlichen Einflüsse können aber eigentlich unter Umwelteinflüsse bzw. Genom-Umwelt-Interaktionen subsummiert werden, der genetische Beitrag ist für beide Eltern 50 %.

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:klatsch:

Danke für die Erklärungen. Dann bin ich ja doch nicht ganz verblödet...von natur aus bin ich eher zurückhaltend und immer wieder trifft man auf solche Menchen, die keine Ahnung haben, aber glauben daß sie welche haben. Und diese dann auch stumpf weiterverbreiten. Ich bin dann immer sehr irritiert und habe nix gegenzusetzen.

Nochmal quatschen die mich nicht blöd. Werde mich jetzt mal noch einwenig einlesen.

Danke nochmal.

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