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polar-chat.de  Der Hund
Lill

Hund extrem ängstlich und total unruhig

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Hallo zusammen :winken: ,

ich bin verzweifelt, mein Hund treibt mich seid fast einem Monat in den Wahnsinn :wall: und ich hoffe ihr habt ein paar gute Ideen, Tipps, Ratschläge oder was auch immer für mich. Ich hoffe ich bin in dieser Rubrik richtig.

Zu meinen Kleinen, er, ein Mischling, kastriert und 3 Jahre alt.

Alles fing an vor ca einem Monat in meinem Urlaub. Ich hatte zwei Wochen Urlaub und war die ganze Zeit größtenteils zu hause, also bin nicht verreist. Am ersten Freitag nachts ging ich zu Bett. In der Regel schläft er unter meinem Bett, die Schlafzimmertür ist zu und er bleibt dort bis ich am nächsten Morgen aufstehe liegen. Nicht so in dieser Nacht, er hat extrem laut gehechelt, ist nervös ums Bett rum gelaufen, immer wieder am Bett hoch gesprungen, ab und an etwas gefiepst und war total unruhig. Da er sich nicht eingekriegt hat, war mein erster Gedanke, der muss bestimmt nochmal. Also habe ich mir was drüber gezogen und bin mit ihm raus. Er hat dann auch nochmal ein Häufchen gelegt. Also bin ich wieder mit ihn rein, hab mich im Bett gelegt und wollte schlafen. Fehlanzeige, kurze Zeit später fing er wieder an, da er nicht aufhörte bin ich nochmal mit ihm nach draußen. Danach durfte ich dann vieleicht etwas schlafen und es ging dann noch zwei mal oder so wieter. Er hat aber nicht jedesmal was gemacht, denn mein erster Gedanke war das er vieleicht an Durchfall leidet. Aber manchmal standen bzw liefen wir auch nur so draußen. Was mir allerdings aufgefallen ist das Vollmond war. Da hat er sich nachts Monate vorher schonmal so komisch verhalten (Zufall? Mondgestört?) Ich habe zwei riesige Schlafzimmerfenster, vor denen nur dünne Plisses hängen und wenn der Mond leuchtet, dann direkt in mein Schlafzimmer.

Die zweite Nacht war auch nicht anders, eigentlich noch schlimmer, hecheln, nervöses rumlaufen, ins Bett springen, über mich rüber laufen, am Fenster hoch, auf den Nachtisch drauf der direkt am Fenster steht, zittrig, Schwanz angelegt, i-wie ängstlich. Zuerst bin ich wieder mit ihm raus, da er aber weder ein Geschäft verrichtete sonst tagsüber sich auffällig verhalten hat, bin ich wieder mit ihm rein. Aber sobald wir ihm Schlafzimmer waren, keine Besserung. Also hab ich angefangen auszuprobieren, hab sein Kissen aus dem Wohnzimmer neben das Bett gelegt - uninteressant. Die Schlafzimmertür aufgelassen - hat auch nichts geändert. Ihn versucht mit Streicheleinheiten zu beruhigen - Fehlanzeige. Ihn ausgeschimpft :motz: , wenn er auf dem Nachtisch stand - hat ihn noch weniger interessiert. Irgendwann hab ich dann kapituliert und bin ins Wohnzimmer auf die Couch. Da hat er sich dann in seine Ecke gelegt und war ruhig. Bis irgendwann um 5 da hat er mich dann wieder angefiepst. Also bin ich nachdem er keine Ruhe gegeben hat, wiedermal mit ihm raus. :(

Die dritte Nacht verlief genau wie die zweite, endete nur viel eher auf der Couch. Ich hab die Nächte vieleicht 3 bis 5 Stunden schlaf gehabt. Ich bin dann Montags gleich mit ihm zum TA, wollte ihm unter anderem impfen lassen, sollte dann aber erst entwurmen und samstags wieder kommen. Das war Montag, ich habe mir dann Bachblüten gegen Angst gekauft, da er sowie so recht ängstlich ist. Von Montag nacht bis Mittwoch nacht lief das gleiche Schauspiel ab, nur das ich nicht mehr auf der Couch geschlafen hab und nicht jedesmal mit ihm raus bin.

Am Donnerstag hatte ich dann mittlerweile so die Nase voll und war so fertig das ich am liebsten im Auto geschlafen hätte. Spätestens jetzt muss was passieren, da ich die Woche darauf auch wieder arbeiten musste und ohne Schlaf war dies kaum möglich. So habe ich mich also nachts ins Bett begeben und er fing wieder an. Diesmal lag ich allerdings auf dem Bett, habe mit meinem Handy gespielt und jedesmal wenn er auf die Seite des Bettes (1,40m Bett mitten im Raum) anmaschiert kam auf der ich lag, habe ich mich sofort auf die andere geschmissen. Er kam natürlich sofort rum maschiert. Also hab ich mich wieder schnell auf die andere Seite gelegt. Hab ihn also demonstrativ ignoriert. Nach der 1. Stunde hätte ich am liebsten aufgegeben, mein Hund hat ein durchhaltevermögen, das ist der Wahnsinn. Nur der Gedanke wenn ich jetzt aufhöre hat er gewonnen und alles war um sonst, hat mich durchhalten lassen. Also hab ich weiter Bettgymnastik gemacht und bin von links nach rechts, vom Kopfende zum Fußende. Nach 1,5h hat er sich dann das erste mal auf sein Kissen gelegt und kapituliert. Dummerweise dachte ich, lobe richtiges Verhalten, was ich auch tat, doch dadurch fühlte er sich gleich wieder animiert von vorne anzufangen. :( Nach einer weiteren halben Stunde, kroch er dann sogar kurz mal unters Bett (endlich geschafft?), dann bin ich aufgestanden und hab das Licht ausgemacht, aber zu früh gefreut denn der Terror ging weiter. Irgendwann war ich aber so müde, das ich mich ganz an die Kante gelegt habe, mir die Decke bis übern Kopf gezogen hab und mich nicht mehr bewegt habe. Mein Hund ist dann noch ein paar Mal über mich drüber maschiert oder stand auf mir (knappe 14 Kilo :( ) aber ich bin kurze Zeit später vor Erschöpfung eingeschlafen und er hat mich doch tatsächlich schlafen lassen und sogar selbst unterm Bett geschlafen. (Der erste Erfolg?)

In der darauf folgenden Nacht, verlief das Programm ähnlich, nur hab ich dann keine drei Stunden gebraucht, bis er kapituliert hat. Am Wochendende hab ich mich dann nur noch auf die Kante mit der hochgezogegenen Decke gelegt, er ist dann zwar noch ein paar Mal über mich drüber gerannt, aber war wesentlich! schneller ruhig. Samstags war er dann auch beim Tierarzt wurde geimpft und kurz untersucht. Allerdings war ich bei einem neuen Tierarzt weil der wo ich vorher immer war, 30km entfernt ist. Beim Tierarzt selbst hatte er so Angst vor der Doktorin und der Helferin, das war schon unheimlich. Er hat sich so verkrampft und gezittert, das er dabei schon die Analdrüsen ausgerdrückt hat. Ansonsten meinte die Tierarzt nur ich sollte die Bachblüten weiter geben und sonst schien sie mein Problem nicht wirklich richtig war zu nehmen. Die folgende Woche war meine erste Arbeitswoche und die verlief nachts wesentlich ruhiger und entspannter.

In der Woche danach fing das Theater wieder an, allerdings wurde das dauer hecheln gegen ein -an sämtlichen Gegenständen im Schlafzimmer wie wild zu kratzen - ausgetauscht. Ich habe dann zuerst meinen Kunstpflaztopf den er halb zerlegt hat, aus dem SZ entfernt, dann die große Glasbodenvase, an der er so heftig gekrazt hat, das sie immer an die Heizung geschlagen hat. Am Kleiderschrank und an der Wäschetruhe war er auch kurz mal, aber das Hauptaugenmerk lag dann auf den Nachtisch (der am Fenster). Komischerweise alles nur die Dinge die auf der linken Seite (Fensterseite) des SZ stehen. Ich schlafe in der Regel rechts und er auch.Ich habe den Nachtisch schon in sämtliche Richtungen geschoben, aber der wird immer als erstes abgeräumt oder angekratzt. Er springt auch schonmal vom Nachtisch ins Bett, obwohl er auch ohne Probleme so rein kommt. Eine Nacht stand er sogar mit den Hinterläufen auf den Nachtisch und mit den Vorderläufen auf der Fensterbank. Dazwischen sind gut 50cm Platz. Wie er diese Brücke gebaut hat und warum ist mir auch ein Rätsel. Naja, das ging dann nochmal bis Donnerstags so. Am Donnerstag hatte ich dann abends schon beschlossen mit ihm nochmal zum Tierarzt zu gehen wenn das bis zum WE nicht besser würde. Doch diese Nacht war er wieder ruhig. Allerdings kam ich dann Freitag von der Arbeit und er hat mir mein halbes Wohnzimmer auseinander genommen. In der Ecke zwischen Balkon und Fernseher hat er einen großen schweren Blumentopf umgerissen, an dem nun auch eine Ecke fehlt (entweder durch den Sturz oder rausgebissen) meine beiden großen Kerzenleuchter umgestürzt und der Karton der in dieser Ecke stand wurde in eine Million Einzelteile zerrlegt. Außerdem muss er an der Scheibe hoch gegangen sein, die war nämlich total beschmiert und ich hatte sie noch weil ich neue Vorhänge bekommen hatte, am Abend zuvor geputzt. Komisch ist, dass er sich noch nie wirklich für diese Ecke interessiert hat, er liegt da nie, geschweige denn das er da rum läuft. Diese Nacht ging so.

Bin dann am Samstag mit ihm zur Tierklinik gefahren und hab ihn durchchecken lassen, der Doc hat mir so ziemlich alles mögliche gefragt und sämtliche Laborparameter abgenommen und mir Libromide mit gegeben. Die Bachblüten bekommt er weiterhin. Laborwerte waren aber vollkommen in Ordnung. Er frisst auch normal. Der Doktor schließt wahrscheinlich organisches aus. Die Woche war gemischt mal war er nachts ruhiger mal schlimmer.

Gestern waren wir dann wieder bei der Tierarzt nochmal zum impfen, diesmal hatte sie auch mehr interesse an meinem Problem und wollte mir erst andere Tabletten mitgeben. Allerdings haben wir beschlossen erstmal weiter die Libromide zu geben. Heute Nacht hat er eine Ecke aus meinen Nachtisch gebissen. (Im übrigen ist wieder Vollmond) Solangsam weiß ich wirklich nicht mehr weiter.

Noch dazu kommt, das er neuerdings, ich kann nicht genau sagen seid wann, Angst hat vor Knarzgeräuschen und meine Tür im Büro knarscht schonmal etwas, auch ohne fremdes zutun. Es ist eher so ein kleines Klicken, aber er bekommt dann total die Angst. Noch schlimmer ist aber das Geräusch, ich kanns nicht genau definieren, vlt ist es der Sicherungskasten im Flur oder an der Heizung was im Büro, auf jedenfall ein Klick geräusch, das immer genau gleich klingt und in der Regel morgens, mir ist es jetzt ganz Bewusst heute und letzten Sonntag morgen aufgefallen, wenn er das hört, bekommt er richtige Panik. So hab ich meinen Hund noch nie gesehen. Bin ich mit ihm im SZ versucht er auf den Nachtisch zu klettern, im Wohnzimmer rasst er über die Couch und klettert oben auf den Lehnen rum, in der Küche verkriecht er sich hinterm Mülleimer, im Flur versucht er auf die Gadrobe zu springen, im Büro versteckt er sich hinterm Gefrierschrank und im Bad in der Badewanne und krazt. Heute morgen hatte er so Panik, ich hab ihn gar nicht beruhigen können. Ich hab mich auf den Boden im Büro gesetzt aber er wollte nichtmal auf meinen Schoß, er wollte sich nur verkriechen. Er hat am ganzen Leib gezittert, sodass ich mit ihm nur noch nach draußen konnte. Dort war er gleich sofort wieder ganz der alte. Ich habe auch schon im Internet nach diesem Geräusch gesucht, vieleicht kann ich ihn ja damit desensibilisieren :??? , aber ich habe nichts gefunden. Ich weiß auch nicht ob das eine mit dem anderen zusammen hängt, aber mein Hund verhält sich ansonsten ganz normal. Ich hoffe, ihr könnt mir iwie weiter helfen, ich bin ratlos.

:???

Lill

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Aus irgendeinem Grund hat dein Hund extrem Streß in der Nacht. Den Grund kann man aus der Ferne nicht erraten, vielleicht ein Geräusch/Geräusche?

Ist er tagsüber unverändert?

Den Mond würde ich nicht verantwortlich machen, wenn er nicht gerade extrem hell ins Zimmer scheint - falls ja, könntest du es einfach mit Abdunkeln lösen.

Ist dein Hund an eine Box gewöhnt? Meine Idee wäre Boxentraining, so dass er die Box als sichere Festung empfindet und dort zur Ruhe kommen kann. Außerdem wird dadurch verhindert, dass er in seiner Panik Sachen zerstört und sich dabei womöglich selbst verletzt.

Falls er vor Geräuschen Angst hat, könnte es helfen, die ganz Zeit Musik spielen zu lassen, das hilft vielen Hunden zu Silvester.

Mich verblüfft ein bisschen das Libromid, es ist ein Mittel gegen Epilepsie? Hat dein Tierarzt einen diesbezüglichen Verdacht?

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Erstmal Danke fürs lesen und antworten :)

Also das komische an seinem nächtlichen Stress ist, das er sich auch nur aufs Schlafzimmer bezieht. Er kann zuvor die ganze Zeit auf seinem Kissen im Wohnzimmer gelegen haben, welches direkt neben an ist, total entspannt und relaxt. So bald ich im Bett lieg ist die Ruhe vorbei. Auf der Couch wieder alles in Ordnung. An Geräuschen höre ich da nichts groß anderes, ich weiß nicht ob er da was anderes wahrnimmt, aber so von jetzt auf gleich?

Tagsüber verhält er sich ganz normal, spielt, frisst, genießt seine Streicheleinheiten. Außer das er diese Ängstlichkeit gegenüber diesen Gerräuschen aus meinem Büro/Flur hat, welches ich nicht genau definieren kann. Wie wenn Holz arbeitet, davor hat er Angst. Mit Musik hab ich es schon probiert, aber scheinbar scheint er das Geräusch dann herraus zu filtern und bekommt trotzdem Panik. Letze Woche hab ich mich morgens im Bad fertig gemacht, da kam dieses Geräusch, er ist sofort in die Badewanne gesprungen und fing dort an zu kratzten. Hab dann im Bad das Radio angemacht und ihn aus der Wanne gehoben. Saß aber sofort wieder drin. :(

Nachts im SZ höre ich dieses Geräusch aber auch nicht. Aber ich hab am Anfang auch schon versucht das Radio laufen zu lassen, leider auch ohne Erfolg.

An eine Box ist er leider nicht gewöhnt. Wobei ich auch schon auf den Gedanken kam, ihn eine Art geschlossenes Körbchen zu kaufen, damit er ne Ecke hat wo er sich verkriechen kann wenn er Angst hat. Allerdings hab ich das bis jetzt meist nur in Katzengröße gesehen. Mein Kleiner ist zwar recht klein, aber doch ziemlich lang. An so eine Box hab ich noch gar nicht gedacht, aber wie gewöhne ich ihm am Besten dran? Mit mit diesen Boxen nicht vertraut.

Das Libromid hatte die andere Tierarzt auch etwas irritiert, meinte aber das ein epileptischer Anfall sich dann schon gezeigt hätte. Der Tierarzt aus der Klinik hatte mir aber gesagt dass das in der Regel ein Medikament ist, was begleitend bei Epileptikern gegeben wird, da es beruhigt und entspannter macht ohne gleich döselig zu machen oder gar zu sedieren. Ich mich aber nicht von der Beschreibung im Internet beunruhigen lassen sollte. Es aber auch Dauern kann bis das Medikament eine Besserung hervorruft?!

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Wenn dein Hund so Geräuschempfindlich ist - ein ganz dämlicher Gedanke: könnte es möglich sein, dass du eine Maus in der Wohnung hast? Hinter der Sockelleiste oder so? Das hatte mal ne Freundin von mir.

Ansonsten hast du mein volles Mitgefühl. Aber Tipps hab ich leider sonst auch nicht für dich.

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Habe direkt mal das SZ untersucht und den Nachtschrank durchsucht. Leider konnte ich nichts finden was auf eine Maus hin deutet. Und die Sockelleisten sind wahrscheinlich schon immer dran und kann ich auch nicht abnehmen, also schließe ich das auch erstmal aus :??? Würde ihn ja vlt auch sonst zwischendurch im SZ stören und nicht nur wenn ich schlafen will.

Vielen Dank.

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Hallo Lill,

mir kam das nur in den Kopf, weil es erstens einer Freundin so ging und 2. Mäuse in der Regel nachtaktive Tiere sind. Sie können auf die unmöglichste Art in eine Wohnung (hinter Sockelleiste, in Wandverkleidungen, Schränke, über Deckenpaneele - bei uns sogar mal in die Waschmaschine) gelangen. Es muss ja nicht so sein bei dir. War nur ne Idee.

Auf jeden Fall wünsche ich dir Glück bei der Ursachenforschung.

Liebe Grüße

Wolli

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Hallo Lill,

wie sieht es denn inzwischen bei dir aus? Hat sich die Situation geändert? Hast du einen Grund gefunden, warum dein Schätzchen so unruhig war/ist?

Neugieriege Grüße von

Wolli

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