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Hundeforum Der Hund
Coira

2-jähriger Weißer Schäferhund macht was er will, meistens

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Manchmal ist weniger wirklich mehr. ;)

Jedoch kommt es auch bei der gleichen Rasse auf den einzelnen Typ an. Daher gilt es leider auszuprobieren war gut ist für den Hund.

Radfahren ist keine schlechte Idee, wenn man keine Zeit hat mit dem Hund 2-3 Stunden am Stück zu gehen. Hier ist es jedoch ganz wichtig, dass der Hund einen leichten moderaten Trab hat, ein ständiges Galoppieren würde ihn aufputschen.

Hetz- und Jagtspiele (Ballspiele) würde ich auch erst einmal lassen, diese puschen die Stresshormone hoch und der Hund braucht bis zu 8 Stunden um diese wieder abzubauen.

Nasenarbeit hingegen lastet ihn aus. Nun weiß ich ja nicht wie viel Zeit seine Besitzer haben, sollte er Trockenfutter bekommen, wir dieses nur noch gesucht. Großflächig auf dem Rasen verteilen, da ist der Hund schon mal 20 - 30 Minuten gut beschäftigt und ausgelastet.

Geht auch im Zimmer oder zur Alternative kann man es auch in einen Kong geben.

Feste Tagesabläufe und Rhythmen geben Hunden Sicherheit und bringen Ruhe rein.

Was das Rüpeln angeht, das würde ich bei meinem Hunden unter binden. So ist es hier auch in meiner Hundepension, pöbelt einer permanent rum, ist für ihn das Spiel beendet.

Beschwichtigungssignale und eine korrekte Kontaktaufnahme, würde ich durch Loben bestätigen.

Was ich jedoch schade finde, dass DU Dir so viele Gedanken machst und hier schreibst und nicht die Besitzer... :Oo

Aber schön, dass Du Dich kümmerst. Ich drücke Dir die Daumen, dass Ihr gemeinsam etwas erreicht.

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Jo, Nasenarbeit - gutes Stichwort :-). Super Geschichte und da reichen 20 Minuten am Tag schon locker aus, das unsere gleich mal ein paar Stunden pennen müssen :D. Gerne ist das Schäfi ja auch sehr "olfaktorisch" unterwegs und hängt sich mit aller Leidenschaft in die Geruchserfassung rein. Dann ein gemütlicher Spaziergang noch am Tag, und der muß auch keine "paar Stunden" lang sein, und es paßt. Sehe ich wie Rhena.

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ich schließe mich an, was das "dampfrausnehmen" betrifft. habe zwar keine erfahrung mit der rasse speziell, aber durchaus mit solch nervösen hunden.

zum Tierarzt kommt er ja, das ist gut. wenn gesundheitliche probleme ausgeschlossen wurden, braucht der arme kerl einen soliden alltag mit soliden regeln, OHNE AUSNAHMEN. das müssen gar nicht viele regeln sein, aber ruhe ist ganz wichtig.

1.

er sollte einen platz zugewiesen bekommen, den er als ruheplatz kennen lernen muss. auf diesem platz wird das "bleib" geübt, und zwar ohne zwang. anfangs ihn nur ganz kurz dort lassen, später, wenn ers kann, länger ausdehnen, falls nötig (nie vergessen, das komando aufzuheben). auf diesem platz wird er auch nicht gestört, wenn er sich von selbst dorthin zurückzieht (was er nach einiger zeit dankbar tun wird, sofern es ihm konsequent gezeigt wird).

2.

gespielt, insbesondere mit dem ball, wird nicht mehr oft, vll. ein bis zweimal täglich und zwar ausschießlich auf aufforderung. fordert er selbst zum spiel auf, wird das ignoriert. den ball wegräumen, wenn nicht gespielt wird.

3.

wenn man auf ihn zugeht, auf die eigene körperhaltung achten. nicht über ihn beugen, ihn nicht in die enge drängen. ihn rufen und sich dabei von ihm abwenden, evtl. weglaufen. das abrufen lassen muss für ihn was ganz supertolles werden, und das geht nur mit positiver verstärkung, also mit lob.

4.

sicherlich muss er auch körperlich ausgelastet werden, aber das mit den "nasenspielen" ist eine feine sache. zwanzig minuten nasentraining lasten ihn genauso aus wie eine stunde spazierengehen. immer alles schön spielerisch, ohne es zu wild werden zu lassen, niemals zwang.

ich würde auf jeden fall einen hundetrainer hinzuziehen; nicht auf den hundeplatz üben, sondern im häuslichen umfeld. die besitzerin muss geschult werden, dann klappt das mit dem hund von ganz alleine.

ich drück die daumen, dass die besitzerin vernünftig bleibt und nicht beratungsresistent ist.

aus solchen hunden werden dankbare prachtkerle!

viel glück ;)

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Wenn ich mal kurz zusammen fassen darf.

Eine Freundin hat einen Hund, der eine unbekannte Vergangenheit hinter sich hat. Seit 12 Monaten befindet sich der Hund nun in neuen Händen und ist 2 Jahre alt. Du willst an dem Verhalten des Hundes nun etwas ändern ...

Mal anders gefragt, will das die Besitzerin des Hundes überhaupt?!

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Ich kann nur dringend dazu raten einen Hundetrainer aufzusuchen, weil der Hund nach Deiner Schilderung einige "Probleme" hat und diese in der richtigen Reihenfolge angegangen werden müssen. Der Hund und die Personen, die sich um den Hund kümmern, sollten von einem Hundetrainer im Umgang miteinander beobachtet werden; verschiedene Test kann man auch durchführen (Bindungstest, Verhaltenstest in verschiedenen Situationen, etc.)

Die Menschenscheu kann auch verschiedene Ursachen haben - wie z. B.:

- weil der Hund eine längere Zeit auf sich alleine gestellt war und im Wald lebte.

- schlechte Erfahrungen mit Menschen gemacht (einige Hunde haben z. B. Angst vor Männern - aber nicht vor Frauen, etc.)

- GENETISCH bedingt; was bei WSH hin- und wieder vorkommt. Diese menschenscheuen Tiere werden aber durch Zuchtwarte nicht weiter für die Züchtung freigegeben, bzw. verantwortungsvolle Hobbyzüchter züchten mit solchen Tiere nicht weiter.

Weiße Schäferhunde sind "leider" sehr sensible Hunde, noch sensibler als Dt. Schäferhunde; von daher muss man bei der Korrektur eines unerwünschten Verhaltens behutsam vorgehen und in kleinen Schritten. Ängstliche Hunde sind sehr viel schwieriger zu "therapieren" als z. B. offensiv-aggressive Hunde (außer diese sind ungünstigerweise auch noch sehr sensibel).

Einen Hund mit unbekannter Vorgeschichte aus dem Tierheim zu holen, bedeutet im Regelfall immer sehr viel Arbeit und man sollte auch über die dazu notwendige Erfahrung verfügen.

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