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Hundeforum Der Hund
Unfug2011

Hund an kurzer Leine beißt Hund an langer Leine (Angenommener Fall)

Empfohlene Beiträge

Huhu,

leider hab ich nicht gefunden was ich suche, daher der neue Fred.

Wie ist die Haftungs- und Rechtslage in folgendem Fall. (Ist "noch" nicht vorgekommen, daher rein hypothetisch)

Zwei Hundehalter begegnen sich. Einer der beiden führt einen Hund mit 25 kg Gewicht an einer kurzen Leine "Länge von Hand bis Hund, 75cm" (manchmal auch mit Fahrrad), der andere hat einen Hund mit schätzungsweise 5kg, an einer nicht arretierten Flexleine.

Von dem kleinen Hund weiß man mittlerweile dass er agressiv auf größer Artgenossen reagiert.

Beide Hundehalter gehen auf entgegengesetzen Straßenseiten, und der kleinere stürzt sich nach heftigstem Drohen, Bellen und Knurren, über die gesamte Straßenbreite auf den größeren Hund.

Dieser beißt nun den Kleineren und verletzt ihn schwer.

Wer haftet nun für diesen Schaden?

Und falls der Hundeführer des größeren Hundes mit dem Fahrrad unterwegs ist, und aufgrund einer solchen Attacke stürzt und auf den kleinen Hund fällt. Was ist dies für eine Haftungslage?

Es ist bisher nicht vorgekommen, da Unfug "noch" der Meinung ist, dass diese kleine Nervensäge nicht ernstzunehmen ist, und ihn folglich meistens ignoriert. Aber ich wüsste gern was auf mich zukommt, falls es doch passiert.

Aber der Besitzer will einfach nicht hören. Er wurde schon desöfteren von uns gebeten, bei Begegnungen seinen Hund kurz zu nehmen, aber alles was man zu hören bekommt, ist ein grenzdebiles Kichern und ein "aber der ist sooo süß" :???:wall:

Er bleibt ja auch absichtlich auf Spaziergängen stehen, wenn er bemerkt dass ein anderer Hund hinter ihm ist, um genau dieses Verhalten noch zu provozieren...

Wär schön, wenn einer nen paar Paragraphen für mich hat.

LG

Svetlana

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Hallo

Der große war gesichert, und zwar vorschriftsmäßig also ist diesen Halter nichts vorzuwerfen.

Der kleine Hund war anscheinend nicht richtig gesichert und ein Rückruf blieb anscheiend aus dann wäre meiner Meinung nach dieser Halter für alle Schäden die sein Hund anrichtet verantwortlich.

Das ist die Theorie, aus eigener Erfahrung kommt es darauf an welcher Halter Zeugen hat denn sonst steht es Aussage gegen Aussage.

Wir haben einen Beißer im Block, der immer abgeleint 10 Hunde schwerst verletzt hat. Wir haben gemeinsam Anzeige erstattet und nix ging, weil wir nicht jeden Fall explicit bezeugen konnten. Einmal als dieser Beißer wieder auf meinen Rüden losgehen wollte, hat mein Mann den Hund heftigst angegriffen und die Halterin hat die Polizei geholt. Allerdings hat die Dame beim Polizisten zugegeben das ihr Hund meinen vor 1 Jahr gebissen hat und dann habe ich Anzeige beim OA gemacht mit den Polizisten als Zeugen, die hat dann auch gefrüchtet.

Grüße Shensihund

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Soweit ich weiß, haftet der ,dessen Hund Schaden angerichtet hat, egal wie die Vorgeschichte ist.

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Huhu,

nicht bös gemeint, aber genau wegen diesem "soweit ich weiß-Halbwissen" wär ich sooo glücklich wenn jemand nen Paragraphen, oder einen Präzedenz-Fall für mich hat...

Soweit ich nämlich weiß, ist derjenige in der Haftung, der seinen Hund nicht korrekt gesichert hat, in dem Fall, die nicht arretierte Flexleine.

Dies ist aber wie gesagt absolut nicht böse gemeint... :)

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Du hast teilschuld wenn dein Hund den anderen verletzt.

Vivo war auch angeleint und der andere sogar frei.

Vivo hat aber nur den Hund verletzt er aber nicht Vivo.

Wir hatten teilschuld. Meine Versicherung hab ich aber dazu gebracht das sie alles zahlen weil es mir leid tat.

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In einem solchen Fall kommt es zum einen auf die örtliche Hundeverordnung an ob Leinenzwang und ob eine bestimmte Leinenlänge vorgeschrieben ist. Fehlt hier eine Beschreibung so gibt es immer noch das Selbstrisiko das zum Beispiel auch ein Mensch trägt welcher sich auf ausgeschriebenen Hundfreilaufflächen bewegt.

In einem Rechtsstreit ist anzunehmen das der Besitzer der größeren Tieres gute Chancen hat ohne Kosten davon zu kommen. Begründung: Ein Hund ist jederzeit so zu führen das kein anderer zu Schaden kommen kann. Ein Hund der eine Fahrbahn überquert ohne korregiert zu werden ist grob fahrlässig. Der Hundehalter des größeren Tieres kann nicht davon ausgehen das dieses Tier ohne agressiven Gedanken wechselt. Er hat das Recht auf Selbstverteidigung von Hab und Gut und seiner Selbst. Hat er dem Halter ein duetlichen Zuruf gegeben das dieser sein Tier zu stoppen hat und eventuell auch versucht dieses abzuhalten, so kann er Theoretisch auch seinen Hund zu seinem Schutz einsetzen. Dabei sind jedoch die verhältnißmäßigkeiten der Mittel zu beachten. Es ist gut vorstellbar das er damit durch käme.

Soweit ich mich erinnere werden Flexileinen in vielen Gemeinden auch nicht als vorschriftsmäßoge Sicherung anerkannt und sicher auch bei Gerichten so gehandhabt insbesondere wenn sie vollen Freiraum genießen welcher ja nicht nur 5 mtr sondern sogar 10 und 25 sein kann.

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Grundsätzlich hat man für den Schaden den der eigene Hund anrichtet auf zu kommen. In wieweit andere eine Mit/Teilschuld tragen ist vom jeweiligen Fall abhängig und wird im Fall der Fälle vom jeweiligen Richter abhängig sein.

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Der Hund eines Freundes (JRxYorkie) wurde letztens gebissen, sodass sie getackert werden musste. Sie war frei (Freilauf erlaubt) und jemand kam mit größerem Hund angeleint.... hm, am Fahrrad oder joggend, das weiß ich nicht mehr... vorbei. Kleinhund läuft hin, nicht aggressiv, und diese Aussage stelle ich nciht in Frage, da ich den Hund sehr gut kenne und großer Hund beißt unvermittelt ohne Vorwarnung zu. Aussage des Großhundbesitzers "Ihrer hat angefangen".

Besitzer haben also befreundeten Rechtsanwalt gefragt und der meinte da könnte man garnichts machen, weil Aussage gegen Aussage stände und es keine Zeugen gibt.

Der befreundete Rechtsanwalt ist selbst Hundhalter und hatte auch den Fall, dass ein anderer Hund aggressiv auf seinen zuging, als er am Fahrrad lief wodurch er über den anderen Hund gefahren und gestürzt ist und sich verletzt hat. Er meinte auch da könnte man nichts machen, da Aussage gegen Aussage stände.

Infos aus zweiter Hand, tut mir leid. Aber ich denke es kommt halt drauf an, ob jemand anders es sieht.

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Ich kann Dir da leider auch keine Paragraphen nennen, vorteilhaft wäre es, wenn Du einen Rechtsanwalt kennen würdest, oder ein Rechtsanwalt das hier lesen würde ;)

Rein vom Erfahrungswert sage ich: jeder HH trägt in Deinem von Dir geschilderten Fall seine Kosten selbst.

Das wird Dir Deine Versicherung auch so sagen. Oh - frag doch mal Deine Hundehalterhaftpflichtversicherung!

Auch die verfügt über eine Rechtsabteilung, wenn die es nicht wissen, wer dann? :)

Aber wie gesagt, rein aus Erfahrungswerten her: der von Dir beschriebene HH möchte von Dir die Begleichung der Rechnung.

Du sagst "Nein", weil eben beide an der Leine.

Nun kann er überlegen , ob es ihm wert ist, damit zu klagen. Wenn er klagt, schaltet sich Deine Versicherung ein.

Dann wird geprüft, wie sich der "Schaden" zugetragen hat. Und dann abgelehnt, bzw. darauf verwiesen, dass jeder die Kosten selbst zu tragen hat.

Ich mein, wenn Du hinfällst und Dein Fahrrad kaputt geht - könntest Du auch versuchen, bei ihm Regress zu holen.

Wichtig ist nur immer wieder, denke ich bei solchen Fällen, ist es soviel wert, um aufs Gericht zu gehen? ;)

Entschuldige - keine Paragraphen :(

Aber Rechtsabteilung Deiner Versicherung oder eben Rechtsanwalt fragen, am Besten einen befreundeten, dann kostet es kein Honorar :)

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In vielen Bundesländern ist vorgeschrieben, wie lang eine Leine sein darf.

Hier in Hamburg sind es 2m.

Hunde an einer Flexileine werden als nicht angeleint eingestuft.

Daher trifft den Halter des Flexileinen Hundes eine Mitschuld, weil er seinen Hund nicht ausreichend gesichert hat.

Du hast aber das Popkärtchen, denn Dein Hund hätte den anderen ja verletzt.

Im Prinzip wäre es halbe/halbe.

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