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Hundeforum Der Hund
BeSt

Sozial- bzw. erzieherisches Verhalten angeboren?

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Heute lag ich morgens im Bett und war schon wach, als meine beiden Rabauken ankamen und es sich auf dem Bettvorleger gemütlich gemacht haben.

Dolly, Malinois Hündin, 2 Jahre alt - unverträglich gegenüber Hunden, Katzen

Gina, Malinois Hündin, 8 Wochen alt - Rotzfreche Göre! :)

Die beiden begannen dann herumzualbern und Gina kneifte Dolly ins Vorderbein, daraufhin hat Dolly die kleine mit der Schnauze zur Seite gestuppst, nichts weiter.

Die kleine Rotzfreche Göre ging dann hin und kneifte sie in die Brust, worauf Dolly einen eindeutigen "Maulgriff" setzte, aber woher kennt sie das?? Sie hatte noch keinen Wurf und normal ist sie auch eher Grob (Hilfsausdruck!) zu anderen Hunden.

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Ich bin ganz sicher, dass Dollys Hundemama bei ihr irgendwann mal den Schnauzengriff angewandt hat :D Ich denke, dass die "Erziehung" sich auf diese Art und Weise "weitervererbt" resp. eben teilweise erlerntes und teilweise instinktives Verhalten ist.

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Ich glaube auch, dass vieles angeboren ist, und dann durch die das Aufwachsen bei der Mutter gefestigt wird ;)

Und ob Dolly nun einen Wurf hatte oder nicht , glaube ich, ist hier nicht ausschlaggebend, denn Joss macht das ja auch - und er kann HOFFENTLICH - aber wahrscheinlich zu 1000 Prozent keine Babys bekommen.

Ich bin mir sicher ;)

Hunde sind eben instinktgeleitete Tiere - vieles ist Trieb, vieles Instinkt, vieles steckt sicherlich noch "in den Genen" und vieles kommt noch in der Prägephase bei der Mutter dazu.

So meine Auffassung :)

Da kannst Du Deine Dolly nicht rausnehmen - unverträglich hin oder her ;)

Mich rührts total, sowas zu lesen - wie schön =)

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Hallo,

schließe mich in allen Worten Silvi an. Ich finde solche Momente absolut wunderschöööön!!!

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Wo macht es denn einen Unterschied, ob eine Hündin schon einen Wurf hatte oder nicht?

Auch beim ersten Wurf zeigt ja niemand der Hündin, wie sie sich zu verhalten hat (und sicherlich wird es auch von Seiten der Hündin einige "Fehler" in der Aufzucht ihrer "Brut" geben, bei denen sie sich senken würde "Das machen wir beim nächsten Mal aber anders!")

Das sind angeborene Verhaltensformen, die einfach auf einen bestimmten Reiz hin "abgespult" werden. Mit zunehmendem Alter und wachsender Erfahrung wird jeder Hund, jedes Tier, solche Verhaltensweisen bzw. ganze Verhaltensketten bewußter und gezielter einsetzen.

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Deine ältere Hündin wurd auch von ihrer Mutter die ersten Lebenswochen erzogen und dies geben sie dann an die jüngeren weiter und lernen ihnen richtiges Hundeverhalten. Dies sehe ich auch bei meinen Hunden jetzt. Die älter will mit 12.6 Jahren nicht mehr spielen und dies hat sie der jüngeren Hündin auch klar gemacht. Die dies auch gleich verstanden hat.

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Schöne Antwort Skita.

Also bestätigst du meine Vermutung, dass das ganze irgendwo gespeichert ist und dann einfach hervorgeholt wird, wenn es benötigt wird.

Warum ich den Wurf angesprochen hab, war eher der Punkt, dass Hündinnen dazu neigen das Wesen eher zu festigen nachdem sie einen Wurf hatten, also kann auch theoretisch der Hormonausstoß während der Schwangerschaft dafür sorgen, dass solche Verhaltensweisen auftreten (auch wenn ich heute das Gegenteil gesehen hab.)

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Hey

So einfach ist das nicht, nichts ist Trieb- oder instinktgesteuert (was immer das sein soll?), oder baut einfach nur auf Reiz-Reaktionen auf.

Was es gibt, sind genetische Grundlagen und/oder Programme, die die Evolution hervorgebracht hat.

Nehmen wir die Frösche, deren befruchteter Froschlaich, sich selbst überlassen ist, sie haben salopp ausgedrückt keine elterlichen Vorbilder von denen sie etwas lernen können.

Bei ihnen greifen angeborene Programme, die lernunabhängig sind. Die sich in ihrer bisherigen Umwelt evolutiv bewehrt haben, auf die sie sich verlassen müssen/können, um zu überleben.

Tiere, die sozial leben, haben auch bestimmte genetisch (angeborene) Grundlagen, die aber mehr oder weniger von Lernprozessen begleitet, ergänzt und/oder durch Lernen verstanden werden müssen.

Oder anders ausgedrückt, ich bleibe mal bei Säugetieren wie Hunde die Brutpflege und Aufzucht ihrer unfertigen Jungen betreiben, haben längere Lern-, Erfahrungsphasen, in denen sie begünstigt durch Angeborenes schneller lernen können.

D. h., Sozialverhalten ist angeboren, aber durch Lernen/Erfahrung über ihre Eltern (bei Hunden meist durch die Mutterhündin) und den Umgang mit den Geschwistern, wann im Kontext, also situationsbedingt welches Verhalten ungemessen ist.

Hier in deinen Beispielen ist Gina schon länger ja kein lerntechnische Unbeschriebene, sie hat sicherlich in den Interaktionen, genügend Zeit gehabt von Mutter und Geschwistern individuell zu lernen. Wie wir wissen, wird ein Zubeißen vom einzelnen Individuum sehr unterschiedlich bewertet, manchmal ist Leichtes manchmal Stärkeres zubeißen vom Gegenüber erlaubt, was auch oftmals motivationsabhängig ist.

Wobei Motivation sehr wichtig im Verhalten zu sehen ist und das hat, wie schon geschrieben mit Trieben, Instinkten usw., (die es so nicht gibt), nichts zu tun.

Mit anderen Worten, weder Dolly (sowieso) noch Gina, waren/sind Unbeschriebene Blätter.

Der wahre Egoist kooperiert.

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nichts ist Trieb- oder instinktgesteuert (was immer das sein soll?), oder baut einfach nur auf Reiz-Reaktionen auf.

...

Tiere, die sozial leben, haben auch bestimmte genetisch (angeborene) Grundlagen, die aber mehr oder weniger von Lernprozessen begleitet, ergänzt und/oder durch Lernen verstanden werden müssen.

Es wäre interessant zu wissen, welche dieser Verhaltensweisen ein Hund zeigen kann, der ohne andere Hunde aufgewachsen ist, ein Flaschenkind also.

Wir haben letztes Jahr einen Kater aufgenommen, der mit 280g ganz allein gefunden wurde -zu klein, um schon Wesentliches von Mutter /Geschwistern gelernt haben zu können.

Er war bis zur 8. Lebenswoche Einzelkater, dann kam ein zweiter dazu. Er war zwar sehr viel unbeholfener als der mit Geschwistern aufgewachsene, aber er konnte durchaus "kätzisch" ...Fauchen als Drohung, Anschleichen und Anspringen (Jagdverhalten), Körperpflege des anderen Katerchens, all das.

Was war das, wenn nicht so etwas wie "Instinkt"?

Er hat es nirgends lernen können und konnte es doch.

LG Antonia

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Zitieren mit Sinn! Das Moderatorenteam

Hey

Ohne Zweifel eine gute Frage.

Wenn wir uns den Titel des Beitrags anschauen, ging es um sozial- bzw. erzieherisches Verhalten angeboren?

Auch bei Katzen gibt es genetische (angeborene) Grundlagen, die vorhanden sind und im Zusammenleben mit anderen Katzen in der Interaktion erfahren/gelernt werden müssen, wann und in welchen Situationen in welcher Stärke sie angebracht sind.

Hier wie bei Hunden dienen die genetischen (angeborenen) Grundlagen, um sie im Kontext sinnvoll anwenden zu lernen, über erleichtertes Lernen/Erfahrungen.

Kätzliches Verhalten wie Fauchen und Drohen, sind Erfahrungen, die der eine Kater (über Mutter/Geschwister) schon gemacht hatte und nun reagiert er darauf, daraus wiederum lernt der ander, alleine aufgewachsene Kater, z. B. je nachdem, welche Folgen sein Fauchen/Drohen ausgelöst hat.

Oder, wenn er das andere Katerchen jagt, wie heftig seine Attacken ausfallen dürfen usw.

Und bei der Körperpflege gehe ich mal davon aus, dass er auch das schon von seiner Mutter erfahren hat, denn lecken ist bei Katzen ein sehr wesentlicher Bestandteil der Körperpflege und des Wohlbefindens, dessen Ursprung wahrscheinlich beim Anregen der Verdauung, Stressverarbeitung usw., erfahren und gelernt wurde.

Also auch hier ist eine Durchdringung von Angeborenem und/oder Erworbenem an Verhalten von Katzen die naheliegende Antwort.

Der wahre Egoist kooperiert.

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