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Hundeforum Der Hund
Nini-Jack

Buddeln abstellen.. aber wie?

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Hallo alle zusammen,

Casper ist jetzt 6 Monate alt, seines Zeichen Boxer-Mix und seit der 6. lebenswoche ( ich weiss viel zu frueh, aber er war ja ein Findelkind) bei uns

So zu meinem "Problem" Casper buddelt.. der buddelt mir echt den kompletten Garten um.

Wenn ich die Bande zum Beispiel nach dem gassi nochmal in den Garten lasse, legt er los. Egal wie muede er ist.

Ich kann ihn unterbrechen, er hoert dann auch auf, aber sobald ich ihm den Ruecken zu drehe faengt er wieder an.

wir sind jetzt schon soweit dass teilweise die Pfaehle vom Zaun zur haelfte frei liegen, und ich riesenloecher habe.

Er hat jetzt auch schon einige Sachen( Hundekette, Kinderspielzeug, Knochen, Socken bis zum halben schuh) der "Vormieter" ausgegraben, die er mir dann auch bringt und ablegt ( denke das hat er sich vom Dummy training gemerkt).

Ich wuerde das gerne ueber den Winter "abstellen" damit ich im Fruehjahr die Loecher zu machen und neu einsaeen kann.

Nur wie? Ich mein die bande ist seltens unbeaufsichtigt im Garten, alleine schon, weil Shelby immer noch gerne den bloeden Waschbaer und das Stinktier, das hier rumgeister fangen will und sie der Zaun davon nicht abhaelt.

Jedoch, sobald ich nur aufs Klo gehe, mal nach dem essen schau oder mir was zu trinken hole.. buddelt er.

Koennt ihr mir was raten?

LG

Nicole

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(bearbeitet)

Huhu,

du sagst er bricht ab, hat also verstanden, dass er es nicht darf und nutzt dann aus, wenn du nicht hinschaust?

Sobald er nach einem Abbruch doch wieder anfängt zu graben, würde ich Casper nehmen und ins Haus packen. Dann wäre Feierabend mit Garten.

Was auch ginge, wenn du ihn nicht separat im Haus lassen kannst, nimm dir eine Decke/Isomatte o. ä. und lege ihn neben dich ins Platz.

Ich würde ihm jedes mal mit og. Aktionen eine Auszeit geben, so dass er jetzt dauerhaft verknüpft, es ist nicht nur der Abbruch gemeint, es ist generell verboten. Dazu musst du natürlich konsequent bleiben, damit er lernt, der Garten ist tabu.

Zeigt er dann zwischendurch mal andere Aktionen, wie einfach im Garten rumlaufen und schnüffeln, kannst du die anfangs auch beloben mit "Fein" oder was auch immer. Gräbt er, kommt dann Abbruch mit einem scharfen "Aus" und der Konsequenz.

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Also wir haben hier ja ein ganzes Rudel das gerne buddelt,

das dürfen sie auch ABER nur da wo ich es erlaube.

In Zaun nähe ist es eh schon mal verboten und nicht im oberen Gartenbereich,

schließlich wollen wir Menschen im Sommer den Garten auch mal nutzen ohne sich die Haxen zubrechen.

Wenn die Löcher zu tief werden schippe ich sie wieder zu :)

Aber zu Deiner Frage:

In den Bereichen wo nicht gebuddelt werden soll, hilft nur Konsequenz immer wieder Abbrechen also "Nein" oder "Weg da" sagen,

am Anfang ware unsere da auch stur, aber dann habe ich mich immer auf das Buddelloch gestellt und dann entweder geknurrt oder zumindest knurrend "Nein" gesagt und mit einem Fingerzeig gezeigt das der Hund da weg sollte.

Und wenn die Hunde wieder an der Stelle anfingen, weil sie glaubten ich wäre nicht da,

da war ich dann fies und nahm Tannenzapfen (davon haben wir genug "Munition" gehabt ;) ) und habe es nur in die Nähe von denen geworfen ohne das sie mich sahen :)

Heute brauch ich meist nur noch mal räuspern,

wenn sie am überlegen sind ob sie anfangen an der Stelle zu buddeln.

Lange Rede kurzer Sinn :

Konsequent IMMER ABBRECHEN und wenn er absolut nicht hört,

ihn da wegnehmen.

Meist beschäftigen wir unsere ja auch im Garten mit UO oder es wird Futtersuche veranstaltet...

...also anstatt der Futter im Napf zu geben wird es im Garten Hoch geworfen (natürlich nur Trockenfutter) und dann können die Hunde sich das Futter erschnüffeln.

Da haben unsere riesig Spaß dran, sind beschäftigt und tun sogar noch was für ihr Futter.

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Jasper buddelt nicht, aber unser letzter Hund (ein Goldie) durchaus.

Wir haben versucht, es abzustellen, waren aber wohl nicht konsequent genug. :Oo

Ich denke, so wie oben beschrieben, bekommst Du das sicher in den Griff, man darf

nur nicht zu früh (so wie wir) nachlässig werden.

Unser Goldie hat im Alter von 2-3 Jahren das Buddeln dann selbst eingestellt, komplett,

auch draussen auf dem Feld.

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Hi,

wenn er ein Findelkind ist, weißt Du wahrscheinlich nicht viel über seine Kindheit vor dem Einzug bei Euch..?

Wenn er sehr reizarm aufgewachsen ist, kann es durchaus sein, dass er gewisse Entwicklungsdefizite hat, die sein "eingebautes Belohnungssystem " betreffen. Solche Hunde holen sich ihren Dopaminkick über Ersatzhandlungen, weil im Gehirn Strukturen fehlen, die bei "normalen Erfolgserlebnissen" ein Glücksgefühl auslösen.

Das kann in so einem Fall durchaus solche Stereotypien auslösen, wie bei Deinem Hund der Fall ist.

Was ist Deinem Hund wichtig/macht ihm Spass und ist auch gesellschaftsfähig?

Das müsstest Du wissen oder herausbekommen- nehmen wir mal an, er steht auf Zerr- oder Fangspiele.

Ich würde mit ihm in den Garten gehen und ihn erstmal machen lassen. Wenn er buddeln will- und hier ist das Timing wichtig- also wirklich wenn er loslegen will und nicht schon ein 1m tiefes Loch gebuddelt hat, musst Du das SOFORT abbrechen. Geh mit dem Körper dazwischen, schubs ihn ruhig weg und beanspruche ggf. die Stelle, wo er buddeln wollte indem Du den Fuss draufstellst. DU WILLST DAS NICHT !!

Du kennst Deinen Hund am besten. Die Korrektur sollte ankommen, aber nicht übertrieben sein. Ist er eher ängstlich und sensibel reicht vielleicht schon ein Anschubsen mit bestimmt ausgesprochenem Korrekturwort/Ton ( geht aber auch ohne Sprechen-die körperliche Aktion ist entscheidend). Wenn er einen robusteren Charakter hat, musst Du bestimmter sein und auch ruhig richtig drängeln.

Nun kommts drauf an, wie er reagiert. Mach nach dem Abbruch nichts weiter, als Dich so zu entspannen, dass Dein Hund das mitbekommt. Setz Dich auf ne Decke, oder auf einen Stuhl, atme aus und sieh Deinen Hund nicht direkt an. Das vermittelt ihm, dass Du nun nichts weiter von ihm verlangst.

Er muss lernen, dass Garten nicht buddeln bedeutet.

SOFORT wenn er wieder buddeln will, solltest Du das wieder abbrechen und Dich dann wieder entspannen.

Sobald Du bemerkst, dass er mit dem Kopf nicht mehr beim Buddeln ist, also er sich sichtlich entspannt oder Du den Eindruck hast, dass er Dich fragend ansieht, oder ohne Buddelintention schnüffelt mach ihm ein mal dahingehend ein Angebot, dass Du mit ihm spielst, oder eben das machst, was er außer Buddeln sonst noch toll findet. Dann reingehen.

Beim nächsten Rausgehen wieder so verfahren.

Geht ihr in den Garten, ohne dass er buddeln will, fang sofort das Spielchen an und geh dann wieder rein.

So manifestiert sich langsam, daß der Garten auch ohne buddeln toll ist.

Später solltest Du dann nach dem Spielen im Garten bleiben und beobachten, was passiert, wenn ihr nicht sofort rein geht. Das Ziel ist, dass er sich im Garten auch entspannen kann. Versuche das Spiel oder was immer ihm Spass macht immer mal zu unterbrechen und beruhige ihn-wenn er ruhig ist, sofort weiterspielen. Schön wäre, wenn er das annimmt und lernt, von einem hohen Erregungslevel schnell runterzufahren und ruhig zu werden.

Also irgendwann Spielen, beruhigen, selber entspannen und vielleicht zusammen einfach mal rumsitzen, die Hand am Hund, relaxen... ist schwierig zu beschreiben.

Wenn ihr soweit gekommen seid, kannst Du auch von ihm erwarten, auf einer Decke o. ä. zu bleiben, wenn Du im Garten bist und da machst, was immer Du möchtest.

Nur draufführen, kurz vor ihm stehen bleiben umdrehen, nicht mehr ansehen und weggehen.

Er soll da nicht sitzen oder liegen müssen.

Will er runter wollen und Du bist schnell genug, seine Intention zu erkennen, geh dynamisch aber ruhig auf ihn zu- vielleicht reicht schon ein Schritt um ihm klarzumachen, dass nun Deckebleiben angesagt ist. Ist er schon runter, einfach ganz ruhig wieder draufführen, Dich ihm kurz zuwenden, rumdrehen und gehen.

Irgendwann wird er dort bleiben und sich im Idealfall setzen und / oder legen. Das signalisiert Dir, dass er akzeptiert hat, was Du gerade verlangst, das auch annimmt und sich entspannt.

Dieses Deckentraining kannst Du auch parallel zu dem anderen Zeugs auch schon im Haus durchführen.

Du merkst, das alles sollte ohne Leckerchen oder Kommandos funktionieren. Über Deine Präsenz, also Zuwendung und Körperaktiven Abbruch gibst Du Deinem Hund die Möglichkeit eigenständige Lösungen zu finden. Er ist gefordert und muss mit Dir interagieren. Das alles gibt ihm Sicherheit und ist die Basis dafür, auch nachhaltig Fehlverhalten in den Griff zu bekommen.

Es gibt sicherlich andere Strategien, die auch funktionieren, ich für meinen Teil würde es so probieren.

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Ich hatte genau den gedanken mit dem "Dopamin - Kick" - weil:

Meine Freundin mit Dobermann Armi führt auch gerne mal Blue mit, der Hund ihres Freundes.

Blue, 3 Jahre alt, aus Spanien, Boxer - Mix, wunderhübscher Hund.

Der aber komplett abschaltet bei Wasserfällen.

Nun haben wir hier ja einen Back, der eben mini - kleine Wasserfälle hat.

Es ist kein Rankommen mehr, verpasst man den Abruf, dann standen wir auch schonmal ne halbe Stunde da, während Blue am anderen Ufer ins Wasser biss - verzweifelt versucht hat, das Wasser aufzuhalten - purer Stress für den Hund.

Finde also deshalb die Methode - den Weg von Lennart klasse, weil es abbricht, BEVOR der Hund anfangen kann, dem Hund gleichzeitig eine Alternative geboten wird :)

Ergänzend würde ich aber noch sagen: Wenn Ihr spazieren geht, dann verbietet ihm das Buddeln komplett - falls Ihr es noch nicht tut ;) Da könnt Ihr ja auch genauso verfahren, wie von Lennart beschrieben :)

Das macht es für den Hund einfacher, wenn er das überhaupt nicht mehr darf - denke ich .

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(bearbeitet)

Ich würde ebenfalls nach Lennarts Methode verfahren. Hatte hier auch son Buddelkönig, der in 10 Minuten Schwiegermutters Garten verschönert hat.

Hab zusätzlich, sobald wir draußen waren, dem Buddeln ein Kommando zugeteilt. Sprich, sobald er draußen gebuddelt hat, Kommando nach wahl aufgelegt, bis er irgendwann auf Kommando damit begonnen hat.

So kamen wir, neben der Variante, ihm das Buddeln im Garten konsequent zu verbieten und Ersatzhandlungen anzubieten, auch dazu, dass er draußen nicht mehr einfach anfängt, sondern vorher um "Erlaubnis" fragt.

Edit: also draußen heißt, beim Gassi :)

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Danke fuer eure Antworten.

Ja casper ist ein Findelkind, ich habe dann spaeter die "Erzeuger" ausfindig machen koennen und habe erfahren, das er 2 tage vor dem auffinden abgegeben wurde.

Casper ist kein einfacher Hund, sehr beratungsresistent, der mit dem Kopf durch die Wand will. So war er mit 5 Wochen schon und es hat sich mit 6 Monaten immer noch nicht verbessert.

Wir arbeiten dran...

Sind wir unterwegs, buddelt er ueberhaupt nicht, nein dann ist seine komplette aufmerksamkeit bei mir, da er ja "was verpassen" koennte.

Er hoert eigentlich recht gut. Mit anderen Hunden "hapert" es etwas, da wird gerne mal gepeobelt, vorallem mit Rueden.

Er "weiss" auch ganz genau, das Buddeln nicht gewuenscht ist. Sieht er mich, reicht ein Blick und er laesst es sein oder kommt zu mir gerannt.

Das mit dem Ablegen ist schwierig, da sich der Herr immer noch weigert auf Kommando ins Platz zu gehen. Ich weiss nicht warum, alles andere funktioniert ( rueckruf, Sitz, bleib, lass es, Aus).

LG

nicole

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Daher schrieb Lennart ja, er muss sich auf der Decke nicht ablegen, nicht setzen, garnichts, sondern nur an Ort und Stelle bleiben. Hat er verstanden, dass er sich nicht wegbewegen darf, wird er sich irgendwann von allein entspannen und ablegen.

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Das Buddeln würde ich meinen Hunden nie abgewöhnen wollen.

Warum? Weil sie ein Recht auf artgerechtes Leben haben und dazu gehört auch das Buddeln.

Sie haben ihren Bereich da dürfen sie das; hier werden gelegentlich die Löcher von mir zu gemacht, damit die neuen Löcher Platz haben.

Ansonsten ist der Rest des Garten Tabuzone.

Aber verbieten? Nie und never!

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