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polar-chat.de  Der Hund
tomundkiera

Der Abschied rückt näher ...

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--- und jetzt muss ich doch weinen ...

mein Freund brachte vor 2 Jahren seinen Hund (den er seit Welpen hat) mit in die Beziehung.

Ich, die nie mit Hunden zu tun hatte, sogar die Straßenseite gewechselt hat, wenn Hunde kamen, habe in den 2 Jahren so viel gelernt. Ja sicher war es eine riesige Umstellung ... die Haare überall, die Tage von ihr, die Verantwortung, die Einschränkungen im Urlaub etc.

Ich habe sie (Kiera 11 Jahre, Golden-Retriver/ Setter Mix) unheimlich gern und sie hatnsich in den 2 Jahren mehr auf mich fixiert, als auf meinen Freund.

Und nun ist die Zeit gekommen, schon wieder von ihr Abschied zu nehmen.

Angefangen hat es im Sommer mit einer Milchleistenentzündung und einem kleinen Knuppel im letzten Drittel der einen Milchleiste. Vom Tierarzt hieß es, beobachten.Er gab Tabletten, aber es gan keine Veränderung. Im September riet der Tierarzt uns dann doch, zu operieren. Er hat die halbe eine Milchleiste entnommen, wo auch der Knuppel war, immer mit der Aussage, dass er vom Tastbefund und vom Ultraschallbild her ausgeht, dass da nix ist, als eine Entzündung. Von da an kam eins nach dem anderen. Der Befund: Krebs - kein abgegrenzter Tumor ... also überall. Für ihn ein Schock, für uns so mehr. Prognose - keine Jahre mehr.

Nach der OP eine mächtige Wundinfektion mit Fieber und Anschwellung des Beines... Tabletten.

Alles schön abgeheilt und unsere Kiera sprang wieder rum, wie ein junger Hund. Außer dass die Haut am Bauch sehr komisch aussah (Exem) war erstmal alles wieder gut. Anfang Oktober fiel uns auf, dass sie unheimlich viel trinkt und auch pullert. Wieder TA, wieder Ultraschall. Gebärmutter, Milz, Leber alles unauffällig, In den Nieren aber Zysten. Tabletten, um ihr reinen Botenstoff zu zuführen, der eventuell fehlt. Keine Veränderung darauf hin, was das Trinken und Wasser lassen angeht. Gut, damit kann man leben. Außerdem Spray für die Haut am Bauch und Antibiotikum.

Die Haut am Bauch wird nicht besser - sie ist großflächig übersät mit Pusteln und Knuppeln.Letzte Woche dann fiel uns auf, dass Kiera sich sehr eigenartig benimmt...sie läuft nicht richtig am Fuß und stieß dann gegen Gegenstände. Erst nur wenig, dann vermehrt... sie sieht nichts mehr. Samstag haben wir den mobilen Tierarzt angerufen und gefragt, ob es mit dem Antibiotikum zu tun haben könnte. Antwort: eher unwahrscheinlich. Diesen Montag Tierarzt - was ist mit ihr? Die Augen sind voller Blut - Kiera ist blind. Blutdruck gemessen - zu hoch, aber nicht extrem. Kann von den Nieren kommen, aber auch vom Krebs.Tabletten (Blutdrucksenkende) bekommen. Bis heute keine Verbesserung, aber der Tierarzt meinte auch, dass das eine Zeit lang braucht (4-6 Wochen) ... vielleicht wird sie dann auch wieder sehen können (wenns der Blutdruck ist) und am Bauch könnte auch Hautkrebs sein. Bis dato hat sie auch immer gut gefressen. Sie nimmt am Leben teil, freut sich und schlägt an, wenn Fremde kommen. Gestern keinen Appetit, nicht mal Leckerlis interessieren sie so richtig. Sie liegt viel und es gibt Anzeichen, dass sie beim Versuch zu fressen, vielleicht Schmerzen hat. Wir wissen es nicht.

Es geht jetzt alles so schnell, es gibt keine Verbesserung, jeden Tag kommt was Neues dazu. Wir denken beide, dass es bald heißt entgültig Abschied zu nehmen, da wir uns seit September schon damit auseinander setzen. Mein Freund hat schon ihr Grab ausgehoben ...

Aber wann läßt man sie einschläfern, heute oder morgen, vielleicht sind die vielen Tabletten Schuld an der Blindheit. Sicher könnte man noch schauen, ob sie Hautkrebs oder auch einen Gehirntumor hat. Soll man ihr das zumuten ??? Wahrscheinlich nicht...

Es ist so traurig, wir wollten immer, dass Kiera im Dezember bei unsere Hochzeit noch dabei ist ...

Wir werden den letzten Schritt tun müssen ... es ist auch alles schon durchdacht. Die mobile TÄin wird hier nach Hause kommen und sie einschläfern.

Ich dachte immer, dass es für mich nicht so emotional sein wird ... für einen Hundebesitzer, der den Hund von klein auf hat ist es glaube um einiges schlimmer ...

Ich hab Angst davor ... ich habe Angst, dass mein Freund zusammen bricht, ich habe Angst vor dem dabeisein und was danach sein wird ...

Es ist jetzt früh halb sieben. Tom ist gerade mit Kiera zu den Freunden, wo Kiera den Tag immer verbringt, weil wir beide arbeiten gehen. Ich habe ihn gefragt, ob er eine Entscheidung getroffen hat ... heute nachmittag wird er sich entscheiden, wann es soweit sein soll.

Es ist nicht so, dass wir egoistisch sind und sie nicht gehen lassen wollen, ich habe Angst, dass der Zeitpunkt zu früh ist... das das alles mit den Tabletten zu tun hat und dass besser wird mit Kiera und wenn ich bei ihr bin, glaube ich schon, dass sie noch am Leben teilnimmt ... es ist soooo schwer das Richtige zu tun...

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Ich kann dir und deinem Freund leider auch nicht helfen bei dieser Entscheidung...es tut mir nur unendlich leid, es ist schlimm den eigenen Hund leiden zu sehen und nichts tun zu können.

Ich wünsche dir viel Kraft für die kommende Zeit, egal wie die Entscheidung jetzt ausfällt :kuss:

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Es ist immer schwer, einen Hund gehenzulassen...

Es ist nicht nur ein Hund, sondern ein Familienmitglied, ein Freund, ein Vertauter.

Aber wenn es nicht mehr geht, ist es auch an der Zeit, dem Hund dafür zu danken und ihm ein weiteres Leiden zu ersparen.

Das ist keine Kritik, dass ihr im Moment noch unentschlossen zu dem Zeitpunkt seit, sondern Mitgefühl, dass ihr um das Ende eines gemeinsamen Weges ringt und nicht wisst, wie ihr damit umgehen sollt :kuss:

Das ist nur menschlich und ein Zeichen für eure Liebe zum Hund!

Keinem hier fällt das leicht, so eine Entscheidung zu treffen, aber für alle ist es irgendwann an der Zeit dazu.

Ganz ganz viel Kraft für die schwere Zeit! :kuss:

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Das hört sich alles sehr, sehr schlimm an und es tut mir sehr leid für euch.

Ich habe oft gehört, das man es den Hunden ansehen kann, wenn sie nicht mehr wollen.

Hört auf euren Bauch und lasst sie gehen, wenn es Zeit ist.

Ich wünsche euch ganz viel Kraft. :kuss:

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Ich habe die Vorstellung, dass alle meine bereits verstorbenen Hunde und anderen Tiere am anderen Ende der Regenbogenbrücke auf denjenigen warten, der gehen muss. Und dass sie dort gesund und glücklich sind.

Totaler Kitsch, aber im Moment des Abschied nehmen's erzähle ich dem Hund davon und das erleichtert MIR die Sache sehr, ich habe alle meine Tiere quasi bei mir in dem Moment. Über die Jahrzehnte habe ich die Vorstellung sehr verinnerlicht.

Ehrlich gesagt hoffe ich sehr, dass es mir gelingt, wenn ich selbst mal Abschied nehmen muss, genau diese Vorstellung abzurufen... das ist ein so schönes und friedliches Bild, das nimmt die Angst und den Schmerz ein wenig.

Mein (ex) Partner ist auch zusammen gebrochen, als sein Hund ging. Das dauert. Da braucht es viel Fingerspitzengefuehl.

Ich war bei meinem Hund ehrlich gesagt nicht arbeitsfähig, ich saß im Buero und habe nichts auf die Reihe bekommen. Mein Chef war aber lieb, der hat mich ein paar Tage lang in Ruhe gelassen.

Es ist schwer, aber für den Hund ist irgendwann der Moment da, wo es nicht mehr geht. Und glücklicherweise können wir ihnen auch in diesem Augenblick bei Seite stehen und ihnen helfen, wie wir es ihr Leben lang getan haben.

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