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Hundeforum Der Hund
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Charlie und seine "Monster"

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Hallo ...

jetzt will ich auch noch mal etwas hinterfragen:

Da unsere Carla jetzt tagsüber viel mit meinem Mann unterwegs ist, komme ich endlich mal in den Genuss, mich völlig auf unseren 9,5 Monate alten Charlie zu konzentrieren. Das er ein Sensibelchen ist, wusste ich ja bereits, doch was er draußen teilweile für eine Panik bekommt, fällt erst jetzt richtig auf, wenn wir zwei allein unterwegs sind.

Heute morgen haben wir mal eine kleine entspannte Runde am Fahrrad gedreht, nichts anstrengendes, das Tempo habe ich an seine Kondition angepasst, außerdem sind wir die meiste Zeit ohne Leine gefahren. Das klappte soweit ganz gut.

Als wir aus dem Wald wieder raus waren, müssen wir über eine kleine Straße, die kaum befahren wird. Nun tauchte da doch tatsächlich ein Monster auf!!! Ein Trecker, ziemlich groß und laut ... mein Lütter sah sein Heil nur noch in der Flucht ... Er kam zwar sofort auf Zuruf zurück, ließ sich anleinen und wollte gleich wieder flüchten. Auch als der Traktor ein paar Meter weiter von uns anhielt konnte er sich nicht mehr einkriegen, den ganzen Weg hat er wie wild zurückgelegt, sich immer wieder umgedreht ...

Denke mal, da kommt noch eine ganze Menge auf uns zu. Schließlich soll er ja "straßentauglich" werden. D.h. ich möchte ihn auch mal im Bus oder in der Bahn mitnehmen können. Mag mir gar nicht ausmalen, was er noch alles über sich ergehen lassen muss.

Also: Wie gewöhne ich den kleinen Mann daran, dass er neben mir vor nichts und niemand Angst haben muss? Es sollte ruhig, stressfrei und in kleinen "Portionen" stattfinden, dass ist mir klar. Ich habe aber trotzdem Angst, dass er bei neuen Eindrücken völlig ausrastet und zum totalen Angstbündel wird. Ich denke aber, es wäre doch auch falsch, mit ihm allen neuen Dingen aus dem Weg zu gehen!?

Zusammen mit Carla interessiert ihn das alles gar nicht so. Leider kann ich aber nicht immer und überall beide Hunde mit hinnehmen, zumal Carla - wie hier ja auch schon zu lesen war - nicht gerade der Vorzeigehund ist.

Ich freue mich über konstruktive Ratschläge von Euch.

LG

Cindy, Charlie & Carlchen

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Kyra hat oder hatte Panik vor LKW´s, Bussen und Traktoren sowieso.

Am Anfang bin ich wenn es möglich war ausgewichen und hab mich dann vor sie gestellt aber ihre Panik nicht kommentiert.

Ich hab dann nach und nach gemerkt das ihr Abstand weniger wurde aber weiterhin hab ich mich vor sie gestellt oder bin an der Straße als Puffer dazwischen gegangen.

Heute kommen wir da längst egal wie eng es ist, es ist ihr zwar immer noch nicht wohl dabei aber sie scheint mir da zu Vertrauen.

Lg Birgit

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So ähnlich wars bei uns auch (noch gar net so lang her!)!

Irgendwie hats mir dann gereicht und dann hab ich mir meinen "Kleinen" geschnappt und bin mit im ABSICHTLICH desensibilisieren (wie auch immer man das schreibt) gegangen.

In die Stadt, wo so "fürchterlich viele" Menschen rum laufen und Autos BrummBrumm und HupHup machen, auf Felder und Wiesen, wenns Wetter schön war und die Bauern alle mit ihren "Monstern" unterwegs waren. Wiesen und Felder war echt schön! Da hab ich mich einfach ruhig hingesetzt und den Bauern beim Arbeiten zugeschaut (hat was! *grins*). Irgendwann hat sich der Jimmy dann neben mich gelegt und gemerkt dass alles gar net so schlimm ist.

Stadt ist zwar schwieriger, aber irgendwann guckt man sich selber Schaufenster an und der Hund "liest Zeitung", egal ob da was hupt und brummt. Hauptsache langsam steigern. Fünf bis zehn Minuten "KulturSchock" sind für die erste Zeit lang genug.

Beobachte deinen Charly einfach, wie schnell oder langsam er mehr verkraftet.

Und wenns für dich möglich ist, versuch ihn da beim Üben nicht zu beruhigen. (Fällt ziemlich schwer, wenn der Wauzi so aufgeregt ist - ich weiß, wovon ich rede :redface ). Lieber so tun, als wären hupende Autos das Chaos um dich rum ganz normal (isses ja auch).

Wenn man ihn berührt, denkt er vielleicht, dass er für seine Angst noch belohnt wird. Aber sollte er zu dir hoch gucken, anstatt zu erschrecken, muss natürlich sofort ein Leckerli in sein Schnäuzchen fliegen :D

Lass euch beiden auf jeden Fall gaaaanz viel Zeit! Meistens kapieren unsere Fellnasen sowieso schneller als wir Zweibeiner denken ;)

Am Anfang fand ich "Alltag üben" echt anstrengend. Aber dafür ists jetzt umso entspannter - wenn auch noch net perfekt.

Probiers einfach mal aus - und cool bleiben, net dass deine Aufregung auf dein Wuff auch noch abfärbt (so wars bei mir ;) )

LG

Wuff

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