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Hundeforum Der Hund
SabineG

Alleine bleiben - Theorie

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Morgen,

Ich kenne es eher anders herum:

- meine Schwiegereltern haben ihren Hund 2 Jahre garnicht allein gelassen und es klappt überhaupt nicht.

- Jala wurde relativ früh schon kurz allein gelassen und dann ab der 20. Woche systematisch geübt. mit 1 Jahr konnte sie locker 4 h allein bleiben.

- Für mich passt Deine Theorie eher auf Menschenbabys ;) .

Aber ich denke wichtiger als der Zeitraum sind noch andere Dinge: Hundtyp, Aufbau, Wer hat welche Rolle? Ich habe in der Zeit als ich mit Jala das allein sein angefangen habe auch sehr stark die Führerin " raushängen" lassen ;) und das hat einiges bewirkt.

Ein Hund der dauernd kontrollieren will bleibt sicher weniger gut allein...

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Ich habe mich ja zwangsläufig auch sehr intensiv mit dem Thema beschäftigen müssen.

Meine Theorie ist folgende:

Ersteinmal ist das Problem mit den Alleine sein in meinen Augen auch einfach eine Typ und Charaktersache. Ein gemütlicher Labbi (ja haut mich) wird das alleine sein oftmals entspannter hinnehmen als ein quirliger JRT. Zumal es auch einfach ziemlich bellfreudige Rassen gibt.

Ich hatte immer Schäfers und nun einen JRT, der sogar noch von der ruhigeren Sorte ist.

Dennoch muss sie oft alles mit einem Bellen kommentieren.

So erlebe ich nun aber die meisten Jackis.

Natürlich gehts hier auch um Erziehung aber die Neigung ist bei der einen Rasse mehr gegeben als beí einer anderen.

Dann ist es in meinen Augen nicht gut, den Hund das erste Jahr oder womöglich noch länger niemals alleine zu lassen.

Natürlich sollte man die erste Zeit da sein um die Vertrauensbasis zu schaffen, aber ich ich halte es für unabdingbar dann in kleinen Schritte das alleine sein zu üben.

Sprich Müll rausbringen, kurze Einkäufe und so was eben.

Einfach um das zu konditionieren und dem Hund es vernünftig und richtig beizubringen.

Meinen Pferden bringe ich im Jungpferdealter auch immer als erstes die mir wichtigste Übung bei. Das Bremsen :D .

Beim Hund wäre das in meinen Augen der Rückruf und das alleine bleiben können.

Logischerweise ist der gefestigste Befehl bei meinen Pferden nun die Bremse. Das was sie als erstes lernen bleibt auch am tiefsten im Gedächnis.

Daher plädiere ich immer fürs frühzeitige alleine bleiben.

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Danke für eure Erfahrungen und Meinungen, ich finde es toll dass ihr so zahlreich schreibt weil die Frage mich schon sehr lange beschäftigt.

Ich höre und lese oft von Leuten, deren Hunde das Alleinbleiben im Welpenalter lernten und die dann plötzlich um den ersten Geburtstag herum die Wohnung zerlegten.

Falls noch mehr Erfahrungsberichte kommen, würde ich mich wirklich freuen!

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interessantes Thema, ich persönlich denke, es ist durchaus typbedingt

und hängt auch davon ab, was der Hund in seinem bisherigen Leben so erlebt hat.

Unser erster Hund Socke (ein Goldie) kam als Welpe zu uns, an das Üben des Alleinebleibens

haben wir keinen Gedanken verschwendet....es hat sich einfach irgendwann von selbst

ergeben und war nie ein Thema oder gar ein Problem.

Socke war ein sehr entspannter Hund.

Jetzt mit Jasper war ALLES ganz anders: er kam mit geschätzten 3-5 Jahren als Angsthund

zu uns und hatte enorm viele Baustellen....eine davon eben das nicht-alleine-bleiben-können.

Er hatte furchtbare Trennungsängste, die nur mit langwierigem Training in den Griff zu

bekommen waren. Er musste erst lernen (durch ständiges Üben), dass wir verlässlich wieder-

kommen. Ich glaube, das hätte sich auch nicht gegeben, wenn wir "nur" die Zeit hätten arbeiten

lassen.

Das das Alleinebleiben zu einem Thema bei uns werden könnte, hatten wir nicht gedacht

oder gar erwartet....wir waren da sehr blauäugig und dachten anfangs, das gibt sich schon

von selbst, da musser halt durch....weit gefehlt.

Mittlerweile läuft das hier sehr entspannt, aber es war ein weiter Weg.

lange Rede, kurzer Sinn: ich denke der jeweilige Hundetyp, die sonstigen Bedingungen

und auch die Vorgeschichte spielt eine Rolle.....und nicht zuletzt das Verhalten der Hundehalter.

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hmmm, wenn sich Deine Theorie bewahrheiten würde, dann hätte ich ja noch Hoffnung, dass es noch was wird :-)

Ich habe das Gefühl, dass es das alleine nicht sein kann.

Unser Labbi ist nun 2 Jahre alt. Wir haben ihn seit der 11. Woche und er ist kein Künstler im alleine bleiben. Mal klappt es für 1-2 Std. ohne Geheul und Bellen und mal überhaupt nicht.

Seit wir eine Katze haben klappt es wesentlich besser!

Was mir irgendwie bestätigt, er will nur einfach nicht alleine sein.

Dachte immer, wir haben den "Fehler" gemacht, das "Alleine bleiben"-üben versäumt zu haben. Ich arbeite 3 Tage die Woche von zu Hause aus und an den anderen 2 Arbeitstagen darf er (von der ersten Woche an) nach nebenan zu meinen Schwiegereltern untertags. D. h. wir waren nie gezwungen das "Alleinebleiben" zu üben und ich habe es demnach auch auf die lange Bank geschoben und nicht gemacht.

Außer natürlich mal so 10 - 15 Minuten. Aber halt nie richtig.

Wenn wir ihn dann mal für ein Stündchen alleine lassen wollten, z. B. wg. Wocheinkauf mitten im Sommer etc. hatten wir echt das Geheule daheim.

Abends ging er generell dahin mit, wo wir hin gegangen sind. Bei unseren Freunden waren wir nur noch mit Hund anzutreffen, weil wir das aber auch so wollten - daher kam die Übung nicht mal Abends auf.

Jedoch so zwischendurch gibt es dann aber halt doch mal Einladungen & Termine wo es einfach nicht geht und er daheim bleiben muss.

und hier bring ich jetzt eine weitere Theorie ins Spiel:

meiner will einfach nicht alleine sein, wer da ist, ist ihm pupsegal, hauptsache es ist wer da und sei es nur die Katze.

Denn seit wir die Katze haben (sie ist im Juni bei uns als Katzenwelpe eingezogen) läuft es anders.

Wenn wir ihn abends nicht mitnehmen können, muss Katzi ein bißchen früher nach Hause kommen und beide bleiben zusammen daheim.

Siehe da, er kann 3-4 Std. ohne Gejammer auskommen.

Leider muss die Katze ihre Eigenständigkeit für ca. alle 2 Monate 1 Abend aufgeben, aber ihm hilft es.

Wenn wir heim kommen, freut er sich natürlich trotzdem wie Schneekönig und bleibt nicht da liegen, wo er sich gerade nieder gelassen hat.

Kaputt hat er NIE etwas gemacht!

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Ich denke es ist sehr vom Wesen/ Charakter abhängig:

Bsp: Zato wurde es im alter von 1 Jahr alleingelassen und er ist TOP! =)

Die Nachbarshündin wurde auch mit 1 zumersten mal richtig aleingelassen --> gejammere hinter des haustür...

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Interessant, wie unterschiedlich die Meinungen sind :) Ich resp. mein Mann und ich halten einen Hund, weil wir Zeit und Lust dazu haben. Das bedeutet aber auch, dass wir unseren Hund nicht stundenlang allein lassen. Bevor Lady zu uns kam, haben wir eine Hundepatin für sie gesucht, die unser absolutes Vertrauen geniesst und zu ihr kann Lady immer dann, wenn wir sie ausnahmsweise mal nicht mitnehmen können und sie länger als 1.5 Std allein sein müsste(Beerdigung, Taufe usw.).

Trotzdem wollen wir, dass Lady im Notfall auch mal allein sein kann. Darum habe ich das von Welpe an ganz langsam minutenweise aufgebaut. Und obwohl Lady (jetzt 5 J.) nur 1-2 mal pro Jahr allein sein muss und auch nie länger als höchstens 1.5 Std (wenn ich z.B. zum Arzt gehe), klappt das dann völlig problemlos und stressfrei.

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Meine theorie ist, das viel zu viel Tam Tam darum gemacht wird.. der Wildhund oder Wolf übt auch nicht.. der geht einfach... und so habe ich das auch gehalten .. ich habe NIE geübt.. ich geh aus dem Zimmer , mache die Türe zu , geh allein aufs Klo und geh aus dem HAus wann mir das passt und hatte nie stres oder kaputte sachen

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Buxi kommt aus dem Auslandstierschutz (erst Bauernhof, dann Straße, dann Tierheim, so ganz grob) und kam mit 4 Jahren zu mir. Da hat sich in ihrer Jugend ganz sicher niemand drum geschert, ob sie alleinbleiben kann oder nicht.

Ich hab sie dann relativ schnell für kurze Zeiten alleingelassen, hatte ja "nur" die Semesterferien für die Eingewöhnung. Für längere Zeiten hab ich sie anfangs woanders untergebracht. Sie hatte bei mir nie auch nur ein kleines Problem mit dem Alleinebleiben.

Ich denke auch, dass es sehr vom Typ Hund abhängt. Beim Aussuchen war das auch ein Kriterium für mich - einen Hund, der gar nicht alleinebleiben kann, könnte ich nicht halten. So wie bei Skipper wäre es zwar schön, aber für die meisten wohl eher nicht realisierbar.

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Bei meinem Hund ist es tagesformabhängig. Ich musste sie leider schon mit 6 Wochen allein Zuhause lassen weil die Schule nicht für einen Hund aufhörte ;) Heute heult sie mal wie ein Wolf das man sie noch 4 Straßen weiter hört oder macht garnichts. Einige Wochen gehts prima, dann wieder nicht. Jetzt jemanden zu suchen zum Hundesitten find ich , ehrlichgesagt, etwas zu krass. Immerhin handelt es sich um einen HausTIER, meinen Katzen ists ja auch schnuppe :D

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