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Hundeforum Der Hund
christianR.

Zickige Beaglehündin. Bitte um Hilfestellung

Empfohlene Beiträge

Hallo allerseits,

ich bin Christian, 28, habe eine 4,5 Jahre alte Beagle-Hündin, die wirklich klasse ist. Sie ist aber zickig zu anderen Hunden seit ihrer ersten (und einzigen) Läufigkeit. Ich habe mich irgendwie damit arrangiert, weil sie sonst so klasse ist. Nun ist das Thema mal wieder zwischen mir und meiner Freundin diskutiert worden. Daraufhin habe ich kurz gegoogelt. Siehe da, der zweite Treffer schilderte genau mein Problem.... Zwei Absätze weiter stelle ich fest, dass es mein eigener Beitrag aus Juni 2009 ist. Ich habe mich also irgendwie selbst gegoogelt. Da ich mir damals viel Mühe bei der Beschreibung gegeben habe zitiere ich mich selbst und bitte um Anregungen von erfahrenen Hundeführern, welche Verhaltensweisen ich ausprobieren kann, um der Sache auf den Grund zu gehen.

Ich zitiere mich (im Jahre 2009) also selbst

"Hallo,

ich habe eine mittlerweile 14 Monate alte Beaglehündin. Vor 2 Monaten war sie läufig und ich befürchte, sie in dieser Zeit zur Zickigkeit konditioniert zu haben.

Da in diesem Forum eine Menge fähiger Leute zu verkehren scheinen, möchte ich die Vorgeschichte und das Problem mal kurz schildern.

Vor der Läufigkeit war meine Hündin anderen Hunden gegenüber ziemlich unterwürfig. Sie ließ sich fallen und beschnuppern, bei nicht aufdringlichen Hunden auch mit wedelndem bis neutralem Schwanz. Danch lief sie den Hunden freudig hinterher um sich ein genaueres Bild zu verschaffen. Bei sehr stürmischen Hunden, die gerade auf einen zurennen (eh bescheuert), lief sie weg oder unterwarf sich mit eingezogenem Schwanz.

Dann kam die Läufigkeit.

Während der gesamten Zeit konnte ich Maggie frei laufen lassen. Ich habe hundereiche Gebiete gemieden und wenn ich Hunde gesehen habe habe ich so viel Abstand hergestellt, dass sie sich nicht getroffen haben bzw. Maggie bei Fuß laufen lassen.

Wenn doch ein Rüde heran kam bin ich auch locker gebliebn, hab den Hundeführer auf die Läufigkeit hingewiesen und dieser hat seinen Hund dann anleinen müssen.

Maggie reagierte in solchen Situationen recht zickig und wollte sich nicht beschnüffen lassen. Sie setzte sich hin und sprang um 180 grad herum wenn der Hund ans hinterteil wollte.

Während der Stehtage habe ich Maggie sicherheitshalber nur an der Leine geführt. Hunden bin ich - wohl auch für Maggie sichtlich - aus dem Weg gegangen.

Nach der Läufigkeit bzw. SOFORT im Anschluss war ich einen MOnat in Spanien. Dort gab es nur wohl sozialisierte Hund, die - im Gegensatz zu den deutschen Sonntagshunden - jedes Signal anderer Hunde ernst nahmen. Die Rüden waren natürlich noch an Maggies Geruch interessiert. Maggie hingegen hatte keinen Bock auf Verehrer. Irgendwann hat sie dann mal wütend gekläfft als jemand aufsringlich wurde. Zu ihrer Verwunderung gab es von dem ziemlich großen Rüden eine Reaktion............. Das hat sich Maggie gemerkt. Wenn sie ein Hund, insbesondere Rüde, genrvt hat, hat sie gekläfft und auch schon mal (beagletypisch theatralisch) in die Luft geschnappt.

Die ganze Zeit aheb ich dieses Verhalten ignoriert und boin teilnahmslos weitergegangen. Ich ging davon aus, dass es mit dem verbliebenen Geruch schon verschwinden würden.

Ist es aber nicht!

Maggie zeigt bei Rüden und großen anderen Hündinnen immer noch das selbe Verhalten.

Sie selbst will an den Hunden schnuppern, will ein großer Hund sie beschnuppern, spielt sie agressiv und läuft kläffend, in dei Luft schnappend dem Hund drei Schritte hinerher. Diese sind dann mesit eher verwundert als erschrocken, weswegen dieses spielchen dann ein wenig hin und her gehen kann.

Bei kleinen, insbesondere gleich großen, Hunden ist iht Verhalten besser, aber so richtig ausrechenbar, ob sie nicht doch zickt, ist es nicht.

Ich gehe davon aus, dass ich schuld bin, dass Maggie zum Soziopathen geworden ist.

Sie hört super auf mich, hat spaß wenn ich ihren Dummy verstecke oder ihren Ball werfe. Aber andere Hunde....... "

Habe ein bischen gekürzt (es war tatsächlich noch länger...), da ja einige Zeit her. Maggies Verhalten hat sich gesfestigt. Körpersprachlich ist es agressiver geworden. Sie hat oft beim ersten Kontakt ne Bürste. Wenn Hunde an ihr schnüffeln wollen, dreht sie sich mit dem Kopf zu ihrem Kopf. Wenn der direkte Kontakt in dieser Weise gehalten wird, kommt es je nach Situation auch zum "geräuschlosen Zähnefletschen". Bleibt es weiter in dieser Situation, wird kläffend in die Luft geschnappt. Wenn der Hund sich wegbewegt, will maggie wieder schnüffeln.....

Auffällig ist im Übrigen noch, dass Maggie, sieht sie einen Hund in der Ferne, quasi erstarrt. Sie glotzt in die Ferne. Am liebsten bis der/die Hunde da sind... Dann oben beschriebenes Schauspiel. Hunde in Merhzahl, insbesonder wenn groß, jagen Maggie Angst ein. Wenn sie dann rumzickt, wirkt es panisch und sehr überzeichnet, nach außen auch sehr agressiv.

Ich gehe im Endeffekt von Unsicherheit aus, hab den Schlüssel aber nie gefunden, das Verhalten zu beeinflussen. Bin für Anregungen wirklich dankbar.

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Bei EINER einzige Läufigkeit mit 4,5 Jahren würed ich sie als allererstes gynäkologisch untersuchen lassen.

Zyklusstörungen können Verhaltensauffälligkeiten mit sich bringen.....

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Hi,

willkommen zurück.. :winken:

Du hast ihr Verhalten sehr gut beschrieben.

Was noch fehlt, ist die Beschreibung Eures Umgangs miteinander.

Wie ist der Tagesablauf, was gibt es für Hausregeln, wie setzt ihr die durch, wie kommuniziert Ihr mit ihr / bringt ihr Verhalten bei / gewöhnt es ihr ab...gibt es sonst etwas, was Euch an ihr stört..?

...ein Video ihres Pöbel-Verhaltens wäre noch perfekt..

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Ja, skita, klar.

Hab jetzt einfach vorausgesetzt, dass organisch / hormonell alles OK ist, aber Du hast natürlich Recht.

Momentan gehe ich mal von erlerntem Verhalten aus.

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Wie kannst Du davon ausgehen,, dass hormonell alles ok ist, wenn ein 4,5 jähriger Hund bisher eine Läufigkeit gezeigt hat in seinem Leben? ;)

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Ich vermute, sie wurde sterilisiert / kastriert ...

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(bearbeitet)

Moin,

Skita, Du hast absolut Recht, davon auszugehen war doof von mir, daher habe ichs ja eingeräumt...

...habe aber genau aus dem Grund, den Du anführst auch gedacht, sie sei nicht mehr intakt.

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Ich habe auch direkt frei hineininterpretiert, dass sie nach der 1. Läufigkeit kastriert wurde - aber der TE wird das schon aufklären können :)

Ich denke allerdings - wäre Maggie intakt und hätte seit 4,5 Jahren nur eine Läufigkeit bisher durchlebt, würde der TE sicherlich eine andere Problematik schildern, medizinisch indiziert und nicht ein Problem mit anderen Hunden :D

Auch das ist natürlich rein eine freie Interpretation meinerseits :)

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Lady war auch nur 1x läufig, direkt im Anschluss scheinträchtig und wurde dann kastriert. Sie ist jetzt 5 Jahre alt und zeigt ebenfalls seit ihrer Läufigkeit eine Zickigkeit anderen Hündinnen und grösseren Hunden gegenüber. Sie kläfft andere Hunde, in erster Linie grössere Hündinnen, wütend an und scheucht sie von sich weg (kein Schnappen oder Beissen). Kleinere oder gleichgrosse Hunde/Hündinnen sind bei ihr kaum je ein Problem resp. sie reagiert auf die nur äusserst selten mal zickig. Sie selbst nimmt sich aber das Recht heraus an den anderen Hunden zu schnuppern, sich lässt sie jedoch nicht beschnüffeln ;) Kommen zwei oder mehr Hunde auf sie zu, reagiert Lady unsicher und ich denke darum, dass es schon Unsicherheit ist, die sie so reagieren lässt.

Aber warum auch immer, ich will es nicht haben :D Und darum habe ich das "guck mal da" Spiel aus dem Buch "Stressfrei über alle Hürden" eingeführt. Am Anfang bekommt der Hund Leckerli dafür, dass er den Halter von sich aus anguckt und wird vom Halter sofort wieder zum "Objekt der Begierde" geschickt (also z.B. zu einem anderen Hund, aber mit befreundetem Hund üben) und immer, wenn der Hund zum Halter guckt, gibts Click/Lob und Leckerli und der Hund wird sofort wieder weggeschickt. Nach kurzer Zeit will der Hund gar nicht mehr weg :D Falls der Hund ein Lieblingsspielzeug hat, fängt man jetzt an abzuwechseln, d.h. als Belohnung gibts 1x Leckerli und 1x spielen mit Lieblingsspielzeug usw. Wenn das gut konditioniert ist, baut man die Leckerli langsam ab. Ziel ist, dass der Hund am Schluss die anderen Hunde gar nicht mehr beachtet, sondern auf "guck" nur noch den Halter ansieht und sich nicht mehr von anderen Hunden ablenken lässt.

Klar, es ist manchmal echt mühsam, die anderen Halter sehen, dass der eigene Hund schön bei mir läuft und nur mich anschaut, aber nein, sie lassen ihre Hunde trotzdem über meinen Hund schon fast "herfallen" und da muss ich dann ich dazwischen gehen und sie von Lady fernhalten, damit sie nicht wieder in ihr altes Verhalten zurückfällt und sie zickend wegscheucht. Und wenn ein fremder Hund halt wirklich extrem aufdringlich ist, dann kann es immer noch ab und zu vorkommen, dass Lady den - gerade, wenn es eine Hündin ist - wütend kläffend wegjagt :Oo

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...und wenn sie weiter weg von Dir auf andere Hunde trifft?

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