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Hundeforum Der Hund
Secany86

Vom Freigänger zum Stubentiger

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Hallo alle miteinander :D

ich habe einen 9 Jahre alten Kater namens Tommy,den habe ich damals im Oktober 03 bei uns vor der Tür nachts um halb 2 gefunden,er war gerade mal höchstens 2 Wochen alt laut TA. Also wird ihn mit Sicherheit einer ausgesetzt haben. Flohbefallen ohne Ende und bösen Husten und Schnupfen.

Auf jedenfall war er nie richtig sozialisiert,obwohl unser damals viele Jahre älterer Felix sich sofort wie ein Vater um ihn kümmerte bis letztes Jahr zu seinem Tod.

Unser Tommy kam ,als er etwas älter und fitter war,nur zum fressen her,wollte nie rein,weil er panische Angst hatte sowie man die Tür zumachte und ließ sich auch von niemanden anfassen.

Vor ein paar Monaten ist ihm aber der Ballen einer Pfote vorne aufgeplatzt sodass alles rausquirlte(ich berichtete damals hier im Forum darüber)und er operiert wurde,festgestellt wurde die Krankheit plasmazelluläre Pododermatitis,leider nich heilbar.

TA sagte,es wäre besser wenn er am besten ganz drin bliebe,weil die Gefahr sehr hoch ist,dass der andere Ballen,der sehr sehr stark aufgequollen ist,auch noch aufplatzt...Das wollte ich nich,da er 9 Jahre lang nur draussen lebte,selbst im Winter wollte er nie rein.

Er ist in den letzten 3 Jahren,nachdem unsere beiden ältesten Kater verstorben waren,zunehmend zutraulicher geworden,aber NUR zu mir,nur ich kann ihn anfassen.

So,nun musste er nach der OP ja 2 Wochen drin bleiben,und seitdem will ER von sich aus nich mehr raus. Er steht zwar an der Tür,kommt mit raus wenn ich vor der Tür rauche,aber möchte dann auch sofort wieder mit rein. Wenn er doch mal draussen bleiben möchte steht er aller spätestens eine halbe Std später wieder vor der Tür und will rein.

Nun ist es so,das ich bald ausziehe. Wohne auf dem Land bei meinem Vater im Keller,Eigenheim.

Der Kater kümmert ihn kein bisschen,wenn ich mal länger nich da wäre,würde der Kater 100pro auch mal 1 Tag nix kriegen oder zu wenig,eben weil an ihn nich gedacht wird und mein Vater auch oft nicht hier ist.

Ich würde ihn gerne mitnehmen...in eine Wohnung....das heisst ja,der hätte dann auch keinen Freigang mehr,ausser auf dem Balkon. Mir ist z.B. nich wohl dabei ihn hier zu lassen,würde mich nur sorgen. Der schlimme Ballen ist,jetz wo er regelmäßiger und nur noch Nassfutter bekommt,etwas besser geworden. Die Haut is nich mehr so Großschuppig und rissig.

Er is mittlerweile auch sehr verschmust,schläft neben meinem Kopf,drückt sein Kopf an meine Stirn etc...er wäre früher eher lieber gestorben,als so intensiv mit irgendjemanden zu schmusen,ausser mit Felix natürlich. Er hat sich sehr verändert. Habe das Gefühl,dass ich jetz sein Lebensmittelpunkt bin,dass er extrem auf mich fixiert ist,seit der Felix letztes Jahr eingeschläfert werden musste. Nur zu mir is er so,vor allen anderen rennt er weg und zeigt panische Angst. Auch wenn ich Besuch bekomme. Er hat panische Angst und versteckt sich.

Was würdet ihr machen? Was haltet ihr davon? Er will ja,wie gesagt,von sich aus so gut wie garnich mehr raus. Er geht alle 2 Tage mal raus für paar Minuten,aber dann ist für ihn auch schluss.

Als hätten die 9 Jahre die er draussen lebte garnich existiert. Nun kenne ich mich,obwohl wir 15 Jahre lang 3 Kater zusammen hatten(der 3. ja noch da is,Tommy)nich so sehr mit Katzen aus. Bin eher der Hundemensch. Meinen Hund musste ich aber auch gehen lassen im Februar. Der Tommy verstand sich mit ihr auch bestens.

Wäre über Tipps/Ratschläge/Erfahrungen sehr dankbar.

Und sorry für den Roman :kaffee:

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Im Grunde hast du dit doch deine Antwort selbst gegeben. Ein unheilbar krankes Tier kann nicht unversorgt zurückgelassen werden. Ich würde es auf jeden Fall ausprobieren ihn mitzunehmen. bitte denke aber daran, das der Balkon abgenetzt ist. Viele sagen das Katzen mehr an ihrer Umgebung hängen als an ihren Menschen. Das kann ich so allerdings nichtunterschreiben. Auch kenne ich einige Katzen, die immer draußen gelebt haben, die dann im Alter den Vorzug der Wohnung schätzen gelernt haben. Wenn es nicht klappen sollte musst du dir etwas anderes überlegen. Aber wenn es meiner wäre käme er mit.

lg Sonja

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Hello :)

Es freut mich, von Dir zu lesen, vor allen Dingen, davon zu lesen, wie sich die Dinge nun entwickelt haben zwischen Dir und Tommy :)

Ich würde Dir einfach raten, ihm zu vertrauen - er sagt Dir ja sozusagen, was er möchte ;)

Durch all diese Umstände hat er es sich doch redlich verdient, auch den Umzug mit Dir hinter sich zu bringen - klar, es wird ihn sicherlich nochmal aus der Bahn werfen, kurzfristig, aber sobald er mit Dir in der neuen Wohnung sein wird, bin ich mir sicher, hat sich das alles schnell eingependelt.

Hauptsache, Du bist eben mit dabei ;)

Ein offenes Katzenklo - oder kennt er ein Katzenklo auch geschlossen und ein Futter- und Wassernapf - mehr braucht es ja fast nicht :)

Vielleicht noch was zum Krallen abwetzen.

Wenn Du mit ihm in der neuen Wohnung bist und merkst, dass er raus will - dann warte die ersten Wochen, wäre mein Tipp, bis er die neue Wohnung definitiv als seins anerkannt hat - sicher ist sicher ;)

Und danach würde ich die ersten Freigänge auch gemeinsam mit ihm machen, ich glaube zwar nicht, dass sich Katzen verlaufen können, aber so war es mir bei meinem Katzen am Sichersten :D

Berichte mal bitte dann, wie sich so alles entwickelt hat :)

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Nimm ihn mit. Er zeigt Dir doch schon wie angenehm es für ihn ist. Ich habe festgestellt, dass einige Katzen manchmal zu ihrem Glück gezwungen werden müssen :) .

Dein Kater hat die Vorzüge kennengelernt und gemerkt dass es nichts gibt wovor er Angst haben muss. Wenn Du kannst erhalte es ihm :)

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Danke für die Antworten :)

Ich tendiere ja die ganze Zeit dazu ihn mitzunehmen,nur hatte ich eben Angst ihm was zu nehme...die Chance doch mal rauszugehen wenn er will.

Denn wenn ich nächstes Jahr die Wohnung habe,kann er absolut nicht mehr raus...das ist mitten in der Stadt,da sind mir zuviele Straßen,und ne Hauptstraße und da is mir das Risiko viel zu groß,dass da was passiert :(

Hier ist kein Verkehr,also kennt er es nich. Wollte ihm son Netz am Balkon ranklatschen dann,damit er da nich auch noch in Versuchung gerät runter zu springen....habe da ja schon die dollsten Sachen gehört von Freunden,von wegen,dass die sogar aus dem 4. Stock springen und mit Knochenbrüche erst nach Tagen wiederkommen.

Ich denke auch,dass ich ihn mitnehmen werde...in den 3 Monaten die er jetz fast nur mit im Zimmer lebt ist er mir unheimlich ans Herz gewachsen. Kann garnich mehr ohne ihn...früher waren mir unsere Katzen eher egal,hab sie wahrgenommen und das wars. Hatte ja meine beste Pinscherfreundin. Sie war mein Lebensinhalt. Und mein Ein und Alles. Nun ist sie fort.

Ich denke mal,dass ist jetz mit dem Kater so,weils mich freut wieder jemanden zu haben,der mich braucht und um den ich mich kümmern kann und,dass ich nich mehr alleine bin.

Er kommt zwar ab und zu kuscheln,vorallem nachts,aber er ist auch des öfteren extrem reizbar und aggressiv. Er ist kein Schmusekater,was ich auch irgendwie gut finde,denn wenn er ständig ankommen würde und schmusi da und schmusi hier,würde mich das doch eher nerven :/

So war einer unserer anderen Kater....fand das schlimm,Mama hatte ihn zu einem Kleinkind verzogen x)

Tommy zeigt genau,wenn er genug hat,sonst fängt man sich ne Backpfeife,die ich des öfteren bekommen habe schon :D Gott sei dank lässt er die Krallen drin...

Dafür sind meine Arme übersäht mir Kratzern,teilweise sotief,dass es nichmal mehr aufhörte zu bluten .... ja er is eben sonderbar,er is ein seltsamer Kater...aber ich find das spitze,ich liebe ihn wie er is :)

Schließlich habe ich ihm ja damals das Leben gerettet,weil ICH ihn fand,als ich nachts um halb 2 draussen rauchen war und ich das machte was man nich machen sollte...anfüttern ! Da gehen die ja nie wieder.

Achja eine Frage noch...seit er drin is schläft er gaaaanz viel,fast den halben Tag,ist das normal,wenn ne Katze mal so bis zu 20 Std schläft? Mit zwischendurch kurzen Wachphase wegen Fressen und aufs Klo gehen? Dachte am Anfang der wäre krank oder so,weil er den halben Tag verschläft

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Das ist normal ;)

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Wenn der Kater draußen ist schläft er auch soviel, nur da fällt es dir nicht auf :mund

Und die Sache mit dem Netz ist sehr wichtig, wenn er den Balkon nutzen soll. Hierdurch kann er sich wenigstensfrischen Windum die Nase wehen lassen

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Also wir hatten damals auch eine 9jährige Freigängerkatze übernommen,

bei uns konnte sie nicht raus.

...also musste sie von jetzt auf gleich zum Stubentiger werden.

Einen Tag hatte sie gemauzt und dann war gut.

Wir sind mit ihr 4x umgezogen war alles kein Problem,

beim 3. Umzug musste sie dann leider auch kurzzeitig auf ihren Balkon verzichten.

Ich an Deiner Stelle würde den Kater auch mitnehmen und so wie Du schon vor hast Netz an den Balkon, notfalls auch einen Holzkratzbaum hinstellen und so kann er aus mehreren Perspektiven da runter gucken :)

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Ok dann denke ich,brauch ich mir keine allzu großen Sorgen darüber zu machen,ob ich ihm die Freiheit nehme oder egoistisch handle. Werde ihn dann wohl definitiv mitnehmen.

Habe sogar überlegt,ob ich mir dann später,falls es ihm zu einsam wird,eine ältere Katze aus dem Tierheim hole,damit er einen Kameraden hat.

Hab ja gelesen,man sollte Katzen nich alleine halten. Und der Tommy hatte ja immer noch 2 Kater um sich und vergnügt sich jetz,wenn er mal draussen is,mit Nachbars Kater. Soll ja auch Katzen geben,die lieber alleine ihre Ruhe haben und einfach nur mit ihrem Menschen zufrieden sind.

Aber erstmal sehen,wie er sich macht...vielleicht findet er es ja doch schön alleine zu sein und mich nur für sich alleine zu haben.

Dauert ja auch noch ein bisschen,eh ich ausziehe.

Ihm solls sogut gehen wie möglich :)

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Gesicherter Balkon wird der Fellnase reichen so wie ich das einschätze. Und eine 2. Katze kannst du ja dann in Ruhe überlegen. Manche Tiere brauchen keine Gesellschaft (mehr).

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