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polar-chat.de  Der Hund
mialour

Hunde beschützen

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Danke sabine für diese sehr passenden Worte.

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Originalbeitrag

Wir treffen plötzlich auf einen anderen hund, der aus dem Nichts auftaucht.

Beide Hund umkreisen sich steifbeinig, kommunizieren eher aggressiv (Imponieren, evtl mit Knurren), bleiben aber bei ihrem Ritualisierten Imponierverhalten. Würde ich jetzt dazwischen gehen wäre die Nächste Reaktion, dass er den Fremdhund angehen würde. Er würde auf ihn einprügeln. Da ich das nicht will- lasse ich Hundebegegnungen laufen- wenns dazu kommt. Da vertraue ich einfach auf eine angemessene Kommunikation unter den Hunden- gehe aus der Situation raus und warte, bis die zwei ihre Kommunikation abbrechen und dann geht man getrennte Wege. Manches können Hunde "unter sich" viel besser klären, als wenn der Mensch dazwischen herumturnt, mit seiner ganzen hektik.

Ja, genau so mach ich es auch, nachdem ich einmal (durch das Lesen im Forum angestiftet ;) ) versucht habe, zwei sich umkreisende Rüden zu "trennen" indem ich mitten durch gehe, und einmal indem ich da versuchte den anderen weg zu schicken, Weia, keine gute Idee :D

Neulich hab ich allerdings genau das dann doch mal gemacht, als zwei Hunde "getrennt". Wir gingen an einem Spielplatz vorbei, und plötzlich schoss ein Hund auf uns zu (schon halb dunkel)

Bellt und knurrt und kommt sehr staksig daher, und nur dadurch, dass die Besitzerin "Gina" rief, wusste ich sicher, dass es kein Rüde war (benahm sich eher un-Hündinn-isch). Ok, und dann später auch an der Haltung von Lemmy, der sie etwas verdutzt anguckte aber eher doof/uninteressant fand.

Ich hab also "weiter" gesagt, nachdem klar war, dass da nicht mehr kommt - Lemmy kam, aber die Hündin versperrte uns und ihm vor allem den Weg :think:

Knurrte und bellte weiter, und von Halterin kam nur ein "Hunde regeln das unter sich" :Oo

Wo mir dann gleich zwei Dinge ins Hirn schossen: Erstens ist meiner auch ein Hund, und ich brauch ihren Rat nicht und zweitens, dass das sehr wohl sein kann dass Hunde das unter sich regeln, im Zweifel aber ich ja wohl der Ar** bin, wenn mein Hund "das regelt".

Das KANN er sehr gut, und ohne Leine lass ich ihn das auch regeln. Nur lass ich mir und meinem Hund doch nicht den Weg verstellen.

Also hab ich den Hund versucht weg zu schicken, was die Hündin aber weiterhin nur mit bellen kommentierte, und da nun mitten drin auch noch ein Radfahrer sein Rad schob, wollte ich dann nun auch weiter.

Also meinen HUnd am Halsband genommen und leicht gezogen, gleichzeitig der Hündin nochmal die Richtung in Richtung Frauchen gewiesen. Ging prima, allerdings hätte ich mit einem Rüden anstatt ner Hündin wohl nicht eingegriffen - sonst gäb es wohl doch noch Kloppe.

Der Radfahrer hat übrigens auch noch den ultimativen Hinweis für mich, dass man "erst trennt, wenn beide (Menschen) da sind, sonst beißt einer". Dabei wollte ich nur seinetwegen überhaupt etwas unternehmen... :Oo

Naja :D

Originalbeitrag

ABER: kommen mir fremde Hunde mit dazu noch fremden Menschen entgegen - woher soll ich wissen, wie der Hund reagiert? Oder ob er gut sozialisiert ist? Wie er darauf reagiert, dass meiner erstmal bellt?

Naja, ein bisschen verlass ich mich da schon auf die Besitzer. Klar, zum einen kenn ich hier die meisten Hunde + Hundehalter, aber manchmal seh ich auch an der Haltung - aufgeregtes fixieren des eigenen, bereits 10 m entfernten Hundes, anleinen oder eben cooles Weitergehen - wie die Hunde unterm Strich so drauf sind.

In 99% aller Fälle passt es dann, und wenn ich nicht sicher bin, ob wir gesehen wurden oder ob der Hund doch in die Rubrik "Feindbild" passt, dann lein ich Lemmy an und sprech kurz mit den Leuten.

"Rüde?" - "Ja." - "Meiner ist nicht sooo nett" und schwupp, sind die Hunde entweder auch an der Leine oder sie sagen "geht schon gut" und dann ist es mir auch egal. Lemmy bleibt dann angeleint und wir gehen da einfach an den Leuten vorbei.

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Ich glaube aber schon, dass man als Halter durch das "Abblocken" meistens die Probleme schafft oder seine Angst auf den Hund uebertraegt. Ich finde es auch nicht in Ordnung wenn freilaufende Hunde einfach so auf einen zugestuermt kamen. Man muss natuerlich vorher in gewisser Weise mit dem Halter in Kontakt treten, ob er die Begegnung erwuenscht oder nicht....aber Hunde vertreiben wuerde ich niemals, glaube auch eher, dass es kontraproduktiv ist.

Bei meiner erstern Huendin, die Hunde nicht mochte ;) , und so etwas passierte (aso dass ein Hund angerannt kam u der Halter ihn auch nicht mehr zurueck rufen konnte) habe ich sie abgeleint (falls sie an der Leine war) und bin einfach weitergegangen. An der Leine hat sie sich immer sehr stark gefuehlt u geknurrt und gebellt. Freilaufend hat sie kaum was gemachht (oder nnur bei den Hunden, bei denen sie es sich wirklich erlauben konnte) und ist mir hinterhergelaufebn. So haben auch die anstuermenden Hunde nach einem kurzen Beschnuppern schnell das Interesse verloren. "Beschuetzt" haette ich sie aber niemals, besonders bei ihr haette das ihr Selbstbewusstsein nur noch verstaerkt an der Leine u sie war ja so schon unertraeglich, wenn man angeleint Hunde traf :-/ Man kann darueber streiten, ob ich sie "alllein gelassen" habe, aber ich habe genug Erfahrungen gemacht, dass wenn ich sie angeleint gelassen habe u selbst versucht habe den Hund zu vertreiben sie viel keifiger wurde u der andere Hund dann ggfs auch aggressiv reagierte. Und das waere dann bestimmt in einer Beisserei geendet. Fuer mich war dieses "allein lassen" die richtige Methode weil sie so einfach selbst gelernt hat Hunde einzuschaetzen u sie merkt, dass ich ihr diese Entscheidung nicht abnehmen werde und ich nicht da sein werde um sie zu beschuetzen, wenn sie meint Stunk zu machen.

Zu Maravia: Muss dir Recht geben, meine erste Huendin brauchte auch keine Sozialkontakte in dem Sinne. Sie hat gerne gespielt mit uns u war ein toller Hund, aber mit anderen Hunden wollte sie eigentlich keinen Kontakt, hat sie eher angebellt u genau wie du es beschreibst: wenn zwei Hunde spielen greift sie regulierend ein, sie mag noch nicht einmal zu sehen wie zwei Hunde Spass haben ;) Schon als Welpe hat sie ihre Geschwister gemassregelt. Es gibt einfach solche und solche Hunde.

Dennoch habe ich sie niemals "beschuetzt" sondern sie die Dinge selbst regeln lassen und es hat wunderbar geklappt. Sie war wirklich teilweise fies zu anderen Hunden, aber sie wurde niemals gebissen in den 14 Jahren ihres Lebens, einfach weil sie es besser einschaetzen konnte bei welchem Hund sie es sich erlauben konnte u bei welchem nicht. Ich glaub als Mensch kann man das wirklich schlechter einschaetzen und sollte sich das eher nicht anmassen.

Aber gut, jeder Hund ist anders, jeder Halter ist anders....das ist zumindest meine Meinung dazu ;)

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Ach so, ich muss aber noch etwas hinzu fügen:

ich befinde mich in der sehr glücklichen Gesellschaft eines Hundes, der von selber abblockt. Der wird nicht einfach umgerannt von anderen Hunden, und wenn doch, dann gibt es eins hinter die Ohren und dann passiert das auch nie wieder.

Lemmy blockt schon alleine durch seine Körperhaltung jegliche Unhöflichkeit, lediglich wenn der andere Rüde genau so agiert und re-agiert kann es dann schon mal etwas brummelig werden.

Hätte ich einen Hund, der ständig angemacht wird oder über den Haufen gerannt wird, oder sogar panisch davon rennt, dann würde ich vermutlich auch viel mehr blocken als ich es tue. So bleib ich stehen und schau mir schmunzelnd an, wie die Heissa-Hoppsa-Hunde eine Bauchlandung vor Lemmy machen :D

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@Cartolina

Es gibt aber nicht nur Labbis auf der Welt, sondern auch Hunde die erwachsen

werden. Und dann nicht mehr rosa Schmetterlinge pupsend durch die Gegend

rennen und nicht mehr jedem fremden Hund jubelnd um den Hals fallen.

Bei meinen Hunden war es bisher immer so, dass sie als Welpen und Junghunde

auch sehr kontaktfreudig waren. Als erwachsene Hunde aber nur Kontakte wollen

zu bekannten Hunden die sie mögen, ansonsten halten sie eher Abstand.

Ich habe nun seit fuenf Monaten einen Labbi, vorher über 20 Jahre Malinois und DSH (Diensthunde, immer mehrere zeitgleich), davor Erfahrung mit Dalmatiner, Husky und Collie-Windhund-Mix ... mir scheint, ich weiß, dass es nicht nur Labbis gibt ... genau genommen habe ich vor 6 Monaten noch nichtmal das Wort "Labrador" GEDACHT.

Und vermutlich hat jeder andere Labbi-Besitzer auch schon bemerkt, dass es noch andere Hunderassen auf der Welt gibt.

Und soweit ich weiß, soll es auch unverträgliche Labbis geben, wenn ich auch keinen kenne.

Dass einem immer die Kompetenz abgesprochen wird, weil man einen Labbi besitzt ... tz tz tz ... hast ja keinen Hund - hast ja nur nen rosa Schmetterlinge pupsenden Labbi ...

Naja, ich habe trotzdem meine Meinung und kann vermutlich auf erheblich mehr Hunde-Situationen zurückblicken als viele andere, wobei Quantität noch lange nicht fuer Qualität spricht, wie man einräumen muss.

Und wenn mein Labbi wirklich so ein lieber Kerl bleiben sollte (da würde ich mich freuen), dann habe ich ja trotzdem Kontakt mit den anderen, weniger freundlichen Hunden. Und erlaube mir daher auch weiterhin eine persönliche Meinung zu haben und sie in diesem Forum kund zu tun ... ich dachte, dafür ist sowas auch da ... Sorry

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Also ich handhabe das so:

Ist Unfug an der Leine soll einfach kein anderer Hund an ihn ran. Weder in freundlicher noch sonsteiner Absicht. Da werden andere Hunde einfach auch mal geblockt. Entweder verbal oder körperlich inkl. Kontaktverweis (klingt schlimmer als es ist, das ist einfach ein "wegschieben oder auch schubsen")

Ist er ohne Leine soll er das quasi selber "regeln". Wenn er dann meint bei anderen (körperlich überlegenen) Rüden, den starken Max markieren zu müssen, muss er damit klar kommen, dass es auchmal "knallt" und er auf den Deckel bekommt.

Merke ich, das eine Situation schon "gespannt" anfängt, gehe ich einfach weiter, und ruf ihn einmal zum Zeichen "hallo, Unfug... ich geh weiter und bin weg... Ich stärke Dir nicht den Rücken". In 99,9% aller Fälle reicht das um die Situation zu entspannen.

Er darf mit gleich starken Hunden auch gern mal etwas rüpeliger Spielen, wir haben grad ne Hündin kennengelernt, die auf dem gleichen Energielevel wie Unfug spielt, und auch gern mal ruppige Rennspiele mit ihm veranstaltet.

Mobben schwächerer Hunde unterbinde ich aber.

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Hey ,

Originalbeitrag

Und erlaube mir daher auch weiterhin eine persönliche Meinung zu haben und sie in diesem Forum kund zu tun ... ich dachte, dafür ist sowas auch da ...

...gute Gelegenheit um mal zu verkünden , das ich deine Beiträge sehr schätze !

:respekt:

Das hier :

. Auch schlechte Erfahrungen gehören zum (Hunde-)Leben dazu. Denke ich persönlich.

....trifft den kern der Sache sehr genau !!

Heutzutage müssen Hunde aber schon vor femden Bellen geschützt werden ,

das könnte sie traumatisieren..... :Oo

Und ich verwette meine beiden Hunde darauf , das Cartolina mit schlechten Erfahrungen

nicht mehrstündige Not-OP`s meint !

LG Jörg

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(bearbeitet)

Ich denke, dass viele Hunde viel zu viel umsorgt, verhätschelt und auch geschützt werden, weil die HH in ihren Hunden so viele menschliche Züge sehen und dann dazu neigen, den Hund eher als Kind, denn als Hund zu sehen.

Und dann heißt es in vielen Hundebüchern noch, dass man dem Hund Schutz bieten soll, sonst entsteht keine Bindung...

Meiner Meinung nach braucht ein Hund (der sich nicht einer schlimmen Gefahrensituation befindet) keinen Schutz von mir. Er soll so viel Vertrauen in sich (und auch mich haben), dass er erstens gar nicht in eine Gefahrensituation kommt (z.B. auf die Straße laufen, weil er Angst hat oder abhaut etc) oder die Situation (z.B. mit anderen Hunden) eben selbst meistern können, weil er genug Selbstwertgefühl hat.

EDIT:

Ein weiteres Problem ist m.M., dass auch viele HH aus Unwissenheit ihre Tiere schützen und natürlich aus Ängstlichkeit, weil sie denken, dass etwas Schlimmes passieren kann, wenn Tutnixe angerannt kommen. Das ängstliche Gefühl verstärkt sich noch, wenn etwas negatives passiert ist und so meint der HH, dass er seinen Hund noch mehr beschützen muss. (Ein Teufelskreis)

Nur leider vergessen die Menschen oft, dass der Hund ein Tier ist und eigentlich sogar ohne uns ziemlich gut klar kommen würde :)

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Ich kenn hier leider keinen Hund der verhätschelt wird oder kein Kontakt darf.

LEIDER!

Hier ist die Phylosophie "Mach mal"

Und ich kann es jetzt ausbaden.

Da werd ich schon fast sauer bei solchen Aussagen.

Ich wäre froh würden sich die Leute mal kümmern und es nicht so locker sehen!!

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Ich persönlich halte ja doch recht viel von der Einschätzung, die mir der fremde Hundehalter entgegen bringt.

Sprich, wenn er sagt sein Hund beißt/mag keine Rüden/etc, dann sorge ich dafür, dass mein Hund da nicht hin geht, bzw wenn ich doch mal zu langsam war, dann muss mein Hund eben mal eins hinter die Löffel bekommen - entweder von dem Hundehalter, von mir oder dem anderen Hund.

Ebenso glaube ich den Leuten erstmal, wenn sie sagen "der tut nichts". Tut er doch was, dann kann ich eingreifen, tut er wirklich nichts, um so besser.

Solange man mir dann auch glaubt, dass ich einschätzen kann dass mein Hund (also in diesem Fall Higgins) nicht nett ist, solange bin ich mit der Welt hier zufrieden.

Und wenn doch mal was passiert - ja, nu. Gewarnt hab ich.

Wie ich schon mal sagte, ein dickes Fell und ein gewisses Maß von "und nach mir die Sintflut" im Zusammenhang mit Hundebegegnungen ist enorm hilfreich.

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