Jump to content
polar-chat.de  Der Hund
HappyMe

Angst beim Gassigehen

Empfohlene Beiträge

Hallo,

bim neu hier und hoffe auf hilfreiche Antworten :)

Zur Situation:

Meine Husky-Aussie-Mischling Hündin Lena wird nun bald 4 Jahre alt, sie ist bei mir seit sie 8 Wochen alt ist.

Ein sehr feundlicher Hund, der viel Aufmerksamkeit und Beschäftigung braucht und auch bekommt... Leider habe ich wohl, da Ersthund, auch meine Erziehungsfehler gemacht, trotz Hundeschule :???

Problem Nr.1: Das Gassigehen !!

Ansich hört Lena sehr gut, wenn wir im Freien unterwegs sind, besonders wenn sie abgeleint ist. Sie rennt nie weit weg von mir, kommt sofort wenn ich sie rufe, bei "Bleib !" bleibt sie sitzen, da kann ich weiterlaufen... sie kommt erst dann, wenn ich sie rufe... Alles kein Thema. Das Problem dabei bin ich: Ich habe Panik davor, einem anderen Hund zu begegnen. Sie versteht sich zwar mit den meisten Hunden, aber die anderen sich nicht immer mit ihr. Wenn ich sie dann anleine und wir an einem anderen Hund vorbeimüssen, zieht sie wie verrückt. Die größte Angst ist, dass wir mal einem Hund begegnen, der nicht angeleint ist und es dann zur Rauferei kommt.

Ne ähnliche Situation hatten wir heute: Ein Hundebesitzer kam mit seiner Hündin auf uns zu, hab schon von weitem gerufen, ob der hund sich denn mit anderen verträgt. Zum "Kennenlernen" haben wir unsere Hunde abgeleint, Lena ging auf den anderen Hund zu, schnupperte am Po, dem anderen Mädchen gefiel das wohl nicht und sie schnappte direkt zu, Lena sich natürlich gewehrt. Zum Glück hat sie direkt gehorcht als ich sie zurückgerufen habe und wir sind dann weiter.

Aber was tun, wenn sowas eskaliert ??

Problem Nr. 2 beim Laufen ist meine Angst, ein Hase/Reh rennt vorbei. Ich weiß nicht, wie sie reagieren würde, da wir diese Situation noch nicht erleben mussten.

Dafür hat sie aber mal eine fremde Katze attackiert. War sehr unschön, der Katze ist zum Glück nichts passiert, aber ich hab sie kaum von ihr losbekommen... Seitdem sitzt die Angst fest, im Dorf geh ich sowieso nicht mehr mit ihr spazieren seit diesem Tag, da hier sehr viele Katzen wohnen.

Kann man sowas einem Hund abtrainieren ???

Problem Nr 2 und 3 ist, ich weiß meine eigene Schuld, sie bellt und dreht fast durch, wenn es an der Tür klingelt, hab da schon alle Tricks versucht um ihr das abzugewöhnen. Bei meinem Sohn klappt es, er wartet dann vor der Tür, ich schicke Lena auf ihren Platz und mache erst dann die Tür auf, wenn sie still ist und auch wirklich liegen bleibt... Aber andere Menschen kann ich ja nicht ewig warten lassen, wie zB die Post, das geht nun leider wirklich nicht. Hat da jemand nen Tipp ??

Und wenn wir ja gerade bei Besuch sind: Sie springt an jedem hoch und wenn sie dann mal ablässt drängt sie sich regelrecht auf, sie nervt, versucht sich mit ihren 28Kilo auf deren Schoß zu setzen, schleppt ihre gesamten Spielzeuge an, ein normales Gespräch ist erst nach Minuten möglich, meist erst dann wenn ich sie aus dem Zimmer verbanne. Und auch dann bellt sie im Flur, kratzt an der Tür oder öffnet diese direkt und kommt wieder rein. :wall: WAS TUN ????

Und nun zum Abschluss: =)

Leider kann ich meine Haustür nicht öffnen ohne sie anzuleinen bzw sie festzuhalten, sie ist schon des öfteren - und würde auch immer wieder weglaufen. Dann fahr ich wie blöd durch die Gegend um sie wieder einzusammeln, Gottlob rannte sie bisher immer zur gleichen Stelle...

Keine Ahnung wie man das abtrainieren könnte, auf nen neuen Versuch ankommen lassen geht, wie bereits erwähnt, der Katzen wegen nicht. Kommt eine vorbei, geht das definitiv schief...

Hoffe sehr auf eure Hilfe, da sie ansonsten wirklich ein sehr freundlicher Hund ist und es schade wäre, wenn wir diese Probleme nicht in den Griff kriegen...

Lg

eine verzweifelte Hundebesitzerin :winken:

post-32677-1406420021,86_thumb.jpg

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
(bearbeitet)

Ich finde zunächst, dass du allgemein ganz schön ängstlich bist. ;)

Warum hast du denn direkt Angst vor unangeleinten Hunden? Ist in den 4 Jahren je etwas wirklich schlimmes passiert? Wurde dein Hund mal schwer verletzt oder ähnliches?

Ich lasse meine Hündin an vielen Stellen freilaufen (Hundestrand bzw. im Winter nahezu jeder Strand, Hundewald, auf dem Campus, ...) und habe gar keine Angst vor "bösen" Hunden. Ich gehe ganz positiv gestimmt davon aus, dass Leute mit unverträglichen Hunde diese an der Leine haben werden oder mir zumindest rechtzeitig mitteilen, dass ich meine Hündin bitte ranrufen soll. Ich habe sie nun seit fast 1,5 Jahren und wir hatten noch nie ernsthafte Probleme mit anderen Hunden. Es gab schon Hunde, die meine Hündin nicht mochten, aber verletzt wurde sie nie, also kann ich das auch weiterhin entspannt sehen.

Ich finde, du solltest das nicht so verbissen sehen. Wäre deine Hündin nun extrem unverträglich, wäre das schon blöd, aber dann müsstest du eh speziell daran arbeiten. Mit einem normalverträglichen Hund sehe ich hierfür aber keine Notwendigkeit.

Zum Jagen: Meine Hündin würde bei einem Reh nichts machen, einen Hasen würde sie aber definitiv jagen. Das bedeutet, dass sie in wildreichen Gegenden während der Dämmerung an der Schleppleine läuft. In der ganzen Zeit hat sie es nicht ein einziges Mal geschafft, jagen zu gehen. Ich bin sehr aufmerksam, wenn sie abgeleint ist und sehe Wild vor ihr. Wenn ich aber schon weiß, dass auf dem Campus in der Dämmerung zeitweise 10 Hasen gleichzeitig zu sehen sind, wird sie da eben nicht abgeleint. Klar könnte ich mit ihr ein Anti-Jagd-Training machen, aber das sehe ich für uns nicht als nötig an, da wir vielleicht alle 2 Monate mal im Dunkeln dort unterwegs sind. Das wäre was anderes, käme es öfter vor.

Bezüglich der Haustür: Marley hat Tabuzonen, die sie entweder gar nicht (Zimmer eines Mitbewohners) oder nur mit mir zusammen betreten darf. Das hat sie total schnell verstanden. Wenn sie dort durchgehen wollte, gab es ein böses nein und nach ein paar Mal hat sie es nie wieder versucht. Sie geht nicht mal in das Tabu-Zimmer, wenn sie bei offener Zimmertüre allein ist und dort Würstchen liegen... :D

Meinst du nicht vielleicht doch, dass der Besuch einer Hundeschule oder Einzelstunden nochmal sinnvoll wären? Ihr habt ja einige Baustellen und die bestimmt nicht erst seit gestern. Zudem scheinst du relativ unsicher zu sein im Umgang mit der Hündin und deine Unsicherheit überträgt sich garantiert auf den Hund... ;)

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Danke für deine Antwort !

Ja, ich bin im Allgemeinen sehr ängstlich, das stimmt wohl. Ich würde zB nie nie nie im Dunkeln alleine mit ihr laufen ;)

Unsicher bin ich nicht unbedingt im Umgang mit ihr, sie kennt ihre Regeln und ich meine Pflichten, manchmal fehlt mir wohl das Durchsetzungsvermögen bei ihr.

Passiert ist mit anderen Hunden bisher nie etwas, die Angst sitzt da leider direkt in mir.

Es ist traurig, dass ich nie ganz alleine mal lange mit ihr laufen kann, da muss immer jemand dabei sein, der Sicherheit übertägt. Und ich würde doch sooooo gerne mal alleine durchs Feld mit ihr, da kommen aber meine sämtlichen Ängste zum Vorschein und ich kann mich nicht überwinden. (u.a. Angst/Panik allgemein vorm alleine laufen, wir wohnen hier in am Ar*** der Welt, irgendwo im Nirgendwo sozusagen, weite Felder, viele Wälder... und da wo ich immer Gassi gehe ist entweder weit und breit niemand zu sehen - was für mich bedeutet, was wäre wenn was wäre, oder zu viele Menschen die Gassi gehn bzw die schlimmste Situation: Ich alleine mit Hund und ein einzelner kommt auf mich zu... Wenn ich denn mal alleine gehe, dann fahr ich mit dem Auto und bleib auch in der Nähe um direkt flüchten zu können... Ich weiß, vielleicht etws paranoid, aber ist leider so...

hmm diese Tabuzone haben wir auch, nämlich die Küche. Da geht sie auch net alleine rein. Leider wenn Besuch kommt ist Lena der Meinung, jeder kommt nur und wiklich nur wegen ihr, und das ist echt nervig.

Hundeschule hab ich auch in Erwägung gezogen, leider gibt es hier nicht viele in der Nähe und die nächste ist bekannt dafür, dass den Besitzern beigebracht wird, wie man den Hund am besten mit Gewalt erzieht, und das muss ja nun auch nicht sein...

Momentan bin ich auf der Suche nach nem Hundetrainer, einer der mich genau in solche Situationen beim spazieren bringt.

Trotzdem hoffe ich hier auf Hilfe und Tipps :)

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
(bearbeitet)

Hast du diese Ängste ausschließlich beim Gassigehen oder auch allgemein, wenn es z.B. um Menschenmassen oder einsame Gegenden geht? Ich will ja nichts rumdichten, aber für mich klingt das schon sehr extrem und ich bezweifle irgendwie, dass es dabei nur um den Hund geht. Das klingt viel heftiger. Vielleicht benötigst du erstmal für dich Hilfe und danach für den Hund und dich als Team?

Deine Ängste würde ich so nicht hinnehmen, sondern aktiv etwas unternehmen. Die schränken dich ja schon sehr im Alltag ein. Ich meine, ich habe z.B. auch Flugangst, aber es geht zumindest so gut, dass ich trotzdem teils mehrmals im Jahr Langstreckenflüge unternehme. Wäre ich daran gehindert, würde ich etwas unternehmen. Sobald eine Angst mein Leben einzuschränken beginnt, muss dagegen was getan werden.

Nochmal zum Hund selbst: Die Rassen, die in deinem Hund stecken, sind beide nicht gerade dafür bekannt, dass sie Schlaftabletten sind. Bekommst du den Hund denn vernünftig ausgelastet, wenn du nur selten mit ihr allein gehst? Vielleicht fährt sie u.a. deshalb so hoch, weil sie mehr tun möchte? Du magst im Ort nicht gehen wegen der Katzen und außerhalb nicht gern, weil ihr da allein seid. Wieso benutzt du im Ort keine Leine? Ich würde Marley in der Stadt keinen Meter freilaufen lassen, aber dafür gibt's ja Leinen.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Naja wie soll ich sagen: Im Grunde hab ich vor sehr sehr vielem Angst: Vor einsamen Orten hauptsächlich - man weiß ja nie was dort so lauert, oder wer... Menschenmassen nicht unbedingt, kommt auf die Sizuation an. Im Flieger, Zug etc kaum erträglich, vor der Dunklheit - ich würde nie mit Lena nachts rausgehen, nur im absoluten Notfall, Flugangst nach etlichen Flügen, vorm Alleinesein, besonders da ich im EG wohne in einem großen Haus und und und... Hauptsächlich deswegen wohnt auch ein großer Hund hier und ich bin froh darüber, dass Lena bei allem Alarm schlägt. Ich weiß es überträgt sich auf sie, aber sie strahlt auch mir gegenüber Sicherheit aus. Ohne sie wäre ich nie an gewisse Orte gelaufen, die hab ich alle jetzt erst kennengelernt obwohl ich mein Leben lang schon hier wohne.

Aber es bessert sich alles mit der Zeit, Panikattacken werden seltener, eine Therapie... ja, aber sobals ich ne Überweisung in der Hand hab wars das dann auch wieder, immer wieder denke ich ich schaffe das alleine. Dann aber merkt man, wieviel mehr immer dazukommt und das ist nicht schön

Aaaaaber: Heute war ich 2mal ganz alleine mit ihr am Wald, Horror für mich die ersten Minuten jedenfalls, nach ner halben Stunde gings aber wieder.

Eine Hündin ist mit ihrem Frauchen zu uns, die beiden haben sich beschnuppert und sich eigentlich auf Anhieb verstanden... Was ich nicht verstehen kann, als wir ihr auf dem Rückweg nochmals begegnet sind hat Lena den anderen Hund angepöbelt, und zwar extrem. Sehr verwunderlich, auch weil ich so ein Verhalten absolut nicht an ihr kenne. :???:???:???

Und nun zu deinen Fragen: Auslauf hat ein Husky, wenn auch Mischling wohl sowieso NIE genug :zunge:

Ich gehe aber tgl. mindestens 1,5-2 Stunden mit ihr laufen, da ich alleinerziehende Mama bin ist leider nicht mehr drin. Dafür ist sie aber auch zuhause an einer 15m Schleppleine draußen (Wie gesagt ohne wär sie weg). Und das so oft und lange es geht, draußen fühlt sie sich wohl und immer wieder kommt einer mit ihr spielen, sie aportiert für ihr Leben gern, das kann sie stundenlang ohne Pause ;)

Drinnen ruht sie sich hauptsächlich aus, sie ist dann auch wirklich fertig wenn sie drinnen ist. Ansonsten, sei dies nicht der Fall wid kognitiv auch viel geübt, das strengt ja auch an.

Also wenn ich sie mir jetzt gerade, so auf dem Rücken, alle Viere von sich gestreckt und schnarchend, betrachte, gehe ich nicht davon aus, dass sie "zu wenig" macht :zunge:

Fazit: Ich hab beschlossen mich meiner Angst jeden Tag ALLEINE aufs Neue zu stellen, das stärkt das Vertrauen zu ihr (Sie ist ein toller Hund - und ich hoffe nur dass sie, wenns drauf ankommt, gehorcht und reagiert) Ich kann mich ja nicht ständig darauf verlassen, dass jemand da ist, der die Situation regeln würde. Was auch immer passiert oder eben nicht passiert...

Achja, muss noch dazu sagen: Auch mit Leine durch den Ort ist absolut unmöglich, da wir hier wirkliche böse Hunde leben haben, 2 haben mir mit den Zähnen fletchend auf dem Auto !!! rumgeturnt als ich mit Lena heim bin ( Der Grund, weshalb ich zu den meisten Stellen nur mit Auto fahre, es nervt), eine davon ist eine sehr aggressive Hündin, die auch nur alleine spazieren geht und immer draußen ist ( Bauernhofhund, der Besitzer hält sich an keine der Vorlagen de er aufgesetzt bekommen hat) Und der letzte hat schon 2 Hunde totgebissen und den damaligen Pflegehund meiner Schwester angegriffen, auch er musste zum TA, ist zum Glück nicht viel passiert, da beide an der Leine waren.... Also we du siehst, hier ist es eine reine Katastrophe mit seinem Hund Gassi zu gehn, nirgends gehts ohne Auto, hier wohnen nur 400 Einwohner und an jeder Ecke in so nem kleinen Dorf lebt ein anderer Hund, an dem man keine Chance hat vorbeizukommen, und nen anderen Weg laufen ist nicht möglich, leider.....

So mein Roman ist hiermit beendet =)

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

×

Mit der Nutzung dieser Website stimmen Sie zu, dass wir Cookies verwenden, um unser Angebot zu personalisieren. Mehr erfahren.