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Hundeforum Der Hund
Nele-Ricarda

Bindung aufbauen

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Wie gesagt, wir haben 4 Hunde aus dem Tierschutz, immer mal wieder nehmen

wir einen bis zur Vermittlung in Pflege.

Alle Hunde möchten nur Eins: Sicherheit ganz gleich welcher Nationalität.

Ich arbeite ohne Gewalt, ohne Macht, ohne Druck, ohne Leckerchen.

Lediglich habe die Hunde ein ganz normales Halsband oder Geschirr und eine

ganz normalen Leine,

nein, es gibt kein Ziehen an der Leine, auch kein Leinenruck.

Alles ruhig und sanft.

Zudem halte ich mir die Naturgesetze vor Augen.

LG

SusanHundeharmonie

Unerlaubte Werbung entfernt

Der, der seinen Platz gefunden hat, ähnelt einem Baum,

er schlägt Wurzeln und streift nicht mehr umher.

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Unser Poldi kommt ebenfalls aus Spanien und war ca. 1 Jahr, als wir ihn bekamen, Vorleben unbekannt.

Zuhause aufmerksam, sehr schüchtern, fast ängstlich, aber sehr schmusig, Umweltreizen gegenüber sehr sehr unsicher, usw.

Beim Gassi dagegen waren wir unwichtig, er nur am schnuffeln - ein Jäger!

Ein paar mal ist er uns auch weggelaufen, auch mit Schleppleine- leider.

Er kam aber immer wieder nach mehreren Minuten oder einer Stunde nach HAuse zurück und setzte sich vor die Gartentür.

Draussen ist alles andere so viel wichtiger als wir.

Konsequenz:

Er darf nicht mehr zu anderen Hunden, das nutzt er schamlos aus und haut ab

Er darf zumindest bei mir nicht mehr von der Leine im Wald, er trickst mich jedes Mal aus, ich bin zu langsam

Freilauf nur bei meinem Mann - vor Männern hat er heute noch einen riesigen Respekt, da traut er sich nix

Freilauf bei mir nur im offenen Gelände und ausschließlich im 6-7 Meter Radius. Alles andere führt dazu, dass er uns nicht mehr wahrnimmt und sein eigenes Ding macht.

Meinen Traum von einem lustig und aufmerksam neben mir herlaufenden Hund ohne Leine habe ich begraben - ist mir nicht leicht gefallen, aber nun läuft es richtig gut.

Aber eben eingeschränkt.

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Wir haben seit ca. 20 Jahren immer mindestens einen Hund in der Familie. Dabei konnten wir die gesamte Bandbreite beobachten: Hunde von Welpenbeinen an bei uns, Hunde aus deutschem TH und zwei Hunde aus Spanien. Und was soll ich sagen, mit dreien aus dem Tierschutz (dt. und spanisch) hatte/habe ich die innigste Beziehung.

Die letzten beiden kamen als erwachsene Hunde im Alter so ungefähr von 6 - 9 Jahren zu uns und es gab nie Probleme mit der Bindung. Vielleicht liegt das auch daran, dass wir niemals etwas erwarten und auch nie die Hunde mit ihren Vorgängern vergleichen?

Jeder Hund ist anders und ich bin der festen Überzeugung, dass es mehr als vier Monate braucht, um richtig zusammen zu wachsen. Ein Jahreslauf - zusammen durch den Tiefschnee stapfen, sich aus vollem Herzen über den Frühling freuen, an langen Sommerabenden am Waldrand sich über die Abkühlung freuen, lange Herbst-Wanderungen - dann gehört man richtig zusammen. Hund und Mensch brauchen viel gelebten Alltag, Höhepunkte und auch schwierige Zeiten, um sich in allen möglichen Situationen kennen zu lernen. Gib euch einfach noch Zeit!

Meine beiden Spanier (die Hündin lebt nicht mehr) waren/sind draußen auch eher eigenständig. Ob die beiden echte Straßenhunde waren, bezweifle ich. Aber mit Sicherheit hatte sie früher jede Menge Zeit zur freien Verfügung und haben viele Entscheidungen eigenständig getroffen und das hat sich auch hier erhalten. Maja liebte "ihr" Haus und ihr Bett so sehr, dass sie immer lieber früher als später den Heimweg antreten wollte. Ich musste immer aufpassen, dass sie sich nicht ohne mich zurück lief. Dann konnte die alte Dame auf einmal flink wie ein junges Reh laufen. Waren wir jedoch woanders, z. B. im Urlaub, konnten wir sie bedenkenlos ableinen, denn sie passte immer auf, dass sie uns ja nicht verliert. Es übrigens ein Jahr gedauert, bis sie mir ihren Bauch zum Kraulen hingestreckt hat.

Jerry hat in Spanien gejagt und zwar mit Sicherheit zum Nahrungserwerb, denn er macht keine Gefangenen :( Also muss er an die Schleppleine, denn ich will nicht, dass er sich oder andere Tiere verletzt. Ansonsten ist er, ebenso wie Maja es war, ein toller Hund. Er hat so viel erlebt, ist (trotzdem oder deshalb?) nervenstark und ruhig in allen Situationen, freundlich zu großen und kleinen Menschen und zu allen Hunden, die sich gesittet benehmen, ist "höflich" und nie rüpelhaft und fordernd zu Mensch und Hund.

Diese Lebensweisheit schätze ich an diesen Hunden so sehr, dass ich über kleine Ungelegenheiten hinweg sehen kann. Wenn solche Hunde, die eine Geschichte mitbringen und viel erlebt haben, ihre Liebe zeigen, dann ist das ein wirkliches Geschenk. Bei den Hunden, die hier bei uns aufgewachsen sind, habe ich das nie so empfunden.

Man muss für sich selbst eine Balance erreichen zwischen Akteptanz der Geschichte und Eigenheiten des Hundes und dem aktiven Arbeiten an konkreten Verhaltensweisen. Dabei helfen viel Zeit, ruhige Konsequenz und Liebe. Gib nicht auf, das wird schon noch!

LG, Angela & Jerry

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Unser Poldi kommt ebenfalls aus Spanien und war ca. 1 Jahr, als wir ihn bekamen, Vorleben unbekannt.

Zuhause aufmerksam, sehr schüchtern, fast ängstlich, aber sehr schmusig, Umweltreizen gegenüber sehr sehr unsicher, usw.

Beim Gassi dagegen waren wir unwichtig, er nur am schnuffeln - ein Jäger!

DAS passiert Dir aber auch mit 'nem "deutschen Jäger vom Züchter für 2000 Euronen mit 8 Wochen gekauft" :so

Sorry *gelle*

Zurück vom OT, Bindung muss Mensch sich ERARBEITEN, dass hat nix mit Spanien oder Griechenland oder Deutschland zu tun. Mehr mit der Rasse und den bisherigen Erfahrungen mit Menschen.

Da kann es teilweise besser sein, sie kommen von Bulgarien von der Straße mit NULL Erfahrung, als aus einem dt. Messi-Haushalt mit Horror vor Menschen ...

Bleibt dran, erweist Euch "würdig" - seid liebevolle, geduldige Eltern, die auch richtig viel Fun verbreiten können (das kommt leider häufig während der "Erziehung" zu kurz) und habt Spass an und mit dem Hund.

Die Bindung entsteht dadurch von allein = Vertrauen ;)

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Da hast du Recht.

Unser Hund hat so ein starke Bindung zu uns, dass er halb am durchdrehen ist, weil er meint, wir lassen ihn am Urlaubsort zurück - siehe mein heutiges Thema mit Stress und Sodbrennen - ich kann leider das Verlinken nicht.

Nichts desto Trotz legt sich bei ihm draussen ein Schalter um - da hilft kein Dummy, kein Leckerlie-Suchspiel, kein "sich für den Hund interessant machen", kein "Futter muss man sich erarbeiten". Das haben wir alles schon durch!

Wir wissen, er hat eine starke Bindung zu uns, darum ist es so wie es ist und gut.

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Bei Hunden ist es genauso wie mit den Menschen. Mit der Zeit gewinnt man ihr Vertrauen.

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Zudem halte ich mir die Naturgesetze vor Augen.

:) Die da wären?

...

Ich arbeite ohne Gewalt, ohne Macht, ohne Druck, ohne Leckerchen.

... Halsband oder Geschirr und eine ... Leine,

veräppelst du dich hier nicht selbst? Was ist denn ein Halsband und eine Leine anderes als 'Macht'?

Bei der Hundeerziehung geht es doch genau darum, auf das Verhalten einzuwirken und die eigenen Ziele zu erreichen. Hättest du keine 'Macht' würde das nicht passieren. Macht hat nichts mit 'Gewalt' zu tun und 'Druck' muss man erst mal definieren.

Und was für ein Problem hast du mit der positiven Verstärkung von gewünschtem Verhalten? Das das allein nicht ausreicht ist ja eine andere Geschichte.

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Zwischen einem Hund und seinem Besitzer/in gibt es immer ein bestimmtes Machtverhältnis, das ist nunmal so und dient auch der Sicherheit des Tieres. Bin da also voll bei dolby!

Bei Hunden geht alles eigentlich über das ´Bestrafen von unerwünschtem- und das Verstärken von erwünschtem Verhalten. Gewalt ist das nicht, und ein Hund folgt auch im Rudel einer gewissen Rangordnung, bei der nun mal einer mehr Macht über die anderen hat.

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Ich möchte zu spanischen Hunden auch meinen Senf dazu geben. Ich lebe seit über 11 Jahren in Spanien und habe mittlerweile drei spanische Hunde. Auch in Deutschland lebten immer Hunde mit mir und es gibt Unterschiede.

Unsere 2 erwachsenen Hunde sind jetzt 10 und 11 1/2 Jahre und kamen beide mit ca. 1 Jahr zu uns. Die heute 10-jährige Hündin hatte kaum Fell und anfangs häufig Fieber, was die Tierärztin auf Fehlernährung schloss. Der heute 11-jährige Rüde wurde an der Mülltonne mit Strick um den Hals gefunden.

Eine Bindung war zu beiden Hunden schnell aufgebaut. Beide sind sehr verschmust und anhänglich. Im Haus ruhig, die Hündin merkt man kaum. Aber draußen kam halt immer die Unabhängigkeit und der Freiheitsdrang zur Geltung. Bei beiden war die Erziehung schwer und es hat lange gedauert, bis sie problemlos ohne Leine laufen konnten. Die Hündin ist ein Podenco Andaluz, eh nicht so leicht zu erziehen. Anfangs: Leine ab und weg war sie.

Der Rüde war Streuner durch und durch und das ist auch heute noch so. Man kann stundenlang spazieren gehen (bzw. konnte, heute hat er Arthrose und kann deshalb keine langen Runden gehen). Die Spaziergänge ersetzten aber nicht sein Bedürfnis, alleine durch die Gegend zu streunen. Er nutzte jede Gelegenheit dazu - und tut das auch heute noch, wenn er keinen Arthrose-Schub hat.

Wir kennen zig Leute, die spanische Hunde aufgenommen haben und bei allen ist es so, dass die Tiere draußen unaufmerksamer sind, als im Garten oder Haus.

Wenn man sich ein bisschen mit spanischen Hunderasse beschäftigt, wird man erkennen, dass die meisten Rassen noch sehr ursprünglich sind. Hier wurden keine Rassen nur zur Mode gezüchtet. Das macht sich dann am Verhalten bemerkbar. Es sind selbststándige Hunde, die ihre Menschen lieben und auch die kuschelige Decke zu schätzen wissen.

Die Erziehung kann - laut meinen Erfahrungen - nur mit positiver Verstärkung erfolgen. Zu viel Strenge oder Strafe bringt nur ein verunsichertes und oft auch ängstliches Verhalten hervor. Alle drei Hunde von uns sind sehr sensibel. Die junge Húndin, ca. 4 Monate, lernt gerne und war auch nach schon 10 Tagen stubenrein - und das nur, weil ich ausschließlich mit Lob gearbeitet habe.

So, das war mein halber Roman :D Eigentlich wollte ich nur sagen, dass es Unterschiede gibt und spanische Hunde anders ticken.

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Oh, interessant für mich, dass du den Thread wieder hochgeholt hast. Wie es schon vermutet habe, kann ich nämlich vermelden, dass sich das....

Originalbeitrag

Ich kann dich schon verstehen, mir geht es derzeit nicht viel anders. Wobei meine beiden erst zwei bzw. drei Wochen bei mir sind und ich einfach hoffe, dass sich da noch was bewegt.

[...]

Naja, und wie sich das bei den beiden Neuen entwickelt, weiß ich natürlich noch nicht - aber würde ich herumhampeln oder explodieren, würde die das momentan auch nicht interessieren.

.... NATÜRLICH inzwischen in Wohlgefallen aufgelöst hat. Die treulosen Tomaten schmusen zwar mit jedem daherglaufenen Passanten herum, aber die Rudelbindung ist ganz klar da. Es ist jetzt richtig schön mit den beiden.

Auch wenn die Bindung vielleicht nicht so tief und innig ist wie bei Berta und Alma.

Schade, dass Nele im Dezember das letzte Mal hier war und wir vermutlich nicht mehr erfahren werden, wie es sich bei ihr entwickelt hat.

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