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polar-chat.de  Der Hund
***JAY***

Wie mobben/pöbeln abstellen?

Empfohlene Beiträge

(bearbeitet)

Hi,

ich habe hier jetzt eine Weile mitgelesen und gerade einges zum Thema Pöbeln

gelesen, da ich mit meinem Hund ähnliche Probleme habe.

Nun möchte ich selbst um Hilfe bitten, denn eine Antwort auf meine Frage habe

ich hier nicht gefunden.

Mein Hund Jay, 4 Jahre, kastrierter Rüde, Hütehundmix ist seit etwas über einem

Jahr bei uns. Wir haben ihn aus dem Tierheim und er war anfangs sehr ängstlich,

ging allen Hunden aus dem Weg oder verhielt sich neutral/desinteressiert.

Seit etwa einem halben Jahr hat er deutlich an Selbstsicherheit gewonnen

und nun fing das Problem an:

er mobbt bzw pöbelt andere Hunde (vorzugsweise unsichere Rüden) an.

Bei selbstbewussten Hunden würde er es nie wagen aufzumucken,

aber wenn einer Unsicherheit oder gar Angst zeigt ist er fällig.

Vielleicht liegt es daran, dass er nicht sozialisiert wurde als Welpe?

Natürlich kann ich ihm das nicht durchgehen lassen. Aber wie stelle ich es ab?

Unser HT meint, es reicht, ihn dann zurechtzuweisen und aus der Situation zu

nehmen.

Aber wie übe ich das Ganze, denn ich möchte niemanden als Übungsobjekt

missbrauchen und freiwillig meldet sich da sicher keiner.

Jay ist dann nicht wirklich aggressiv, er zwickt sein Opfer kurz und wartet

ab was passiert, da er bisher aber immer nur ängstlichen Hunde ärgerte,

bekam er von seinem Opfer nie was auf den Deckel, sondern die verzogen sich

meist mit eingeklemmten Schwanz zu Frauchen/Herrchen.

Geht man nicht dazwischen fängt er an, diese Hunde zu umkreisen, zu hüten

und lässt sich dann mit nichts ablenken.

An der Leine macht er das nicht.

Wie kann ich ihm das abgewöhnen? Wie reagiere ich richtig?

Ich will ihn zu unbekannten Hunden gar nicht mehr hinlassen, auf dem Hundeplatz

komme ich aber nicht drumrum.

lg

Jakob

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:kaffee:

Jay ist dann nicht wirklich aggressiv, er zwickt sein Opfer kurz und wartet

ab was passiert, da er bisher aber immer nur ängstlichen Hunde ärgerte,

bekam er von seinem Opfer nie was auf den Deckel, sondern die verzogen sich

meist mit eingeklemmten Schwanz zu Frauchen/Herrchen.

Geht man nicht dazwischen fängt er an, diese Hunde zu umkreisen, zu hüten

und lässt sich dann mit nichts ablenken.

Vielleicht hat das ja was mit seinem Hütetrieb zu tun. Da er ein Mix ist, ist kommt der evtl. erst jetzt zum Vorschein :???

LG :winken:

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daran habe ich auch schon gedacht, aber wenn er einem Trieb folgen würde,

würde er das dann nicht bei jedem Hund machen? er sucht sich wirklich nur

die unsicheren raus....das macht ihn nicht gerade sympathisch, obwohl er

ansonsten wirklich ein Traumhund ist und auch sehr folgsam.

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Naja, die anderen lassen es sich ja nicht gefallen.

Verwande von uns haben einen Fundwelpen aufgenommen und er sollte ein problemloser Familienhund werden.

Nach einem problemfreiem Jahr ging es dann los.

Sie lief ständig weg, jagte Radfahrer und auch mal Kinder und zwickte diese auch. Wilderte erfolgreich und brachte außer Hasen und anderem Kleingetier auch des öfteren Hühner aus der Nachbarschaft mit.

Als ich die Hündin nach länger Zeit sah, dachte ich gleich an einen Bordermix. (Als Welpe fiel das nicht so auf :( )

Leider hatte dort niemand Zeit, Interesse und die Kenntnisse diesen Hund auszulasten und er kam an die Kette. Auch von dort brach sie ständig aus und jetzt ist sie verschwunden.

Suchen und Nachfragen beim Amt und in den Tierheimen brachten Nichts. Die Vermutung liegt nahe, dass sie entweder wieder in Nachbars Hühnerstall war oder von einem Jäger erwischt wurde :(:(

Ich schreibe das nur, um zu zeigen in welche Richtung die Entwicklung gehen kann - aber nicht muß.

Vielleicht solltest Du Dich mit Hütehundhaltern in Verbindung setzten, damit Du ihn artgerecht auslasten kannst.

Ich kann Dir dazu leider keine Ratschläge geben, habe einen HSH und die sind doch anders als Hütehunde.

Das er sehr folgsam ist spricht meiner Meinung nach auch für sein !Hütehunderbe".

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Da sich Higgins auch zu Anfang so entwickelt hat - zunächst "nur" die unsicheren mobben, dann die schwächeren... - sag ich dir:

Pass auf! Ob Hütetrieb oder nicht (ich würde eher sagen nein, zumal auch Hüten eine Form der Jagd ist und Jagdtrieb mit unsicheren Hunden ist großer Mist!), ob schlechte Sozialisation oder irgendwann mal ein Laster falsch gebremst... ist egal!

Dein Hund neigt zum Mobben. Er sucht sich die, die schwächer sind, und leider ist es bei Higgins inzwischen so, dass er eine ernste Gefahr für kleinere Hunde darstellt, und er einen Maulkorb trägt.

Ich persönlich würde ihn so wenig wie möglich mit Hunden zusammen kommen lassen, die du noch nicht kennst und nicht einschätzen kannst, eventuell mit Hündinnen noch (sofern die das ok finden).

wie gesagt, genau so fing es bei Higgins an (der gut sozialisiert wurde - aber vielleicht eben nicht "gut" aus Hundesicht) und irgendwo sind wir falsch abgebogen - die Folgen sind nicht so schön :(

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Ich erkenne meinen Jomi in deiner Beschreibung wieder.

Jomi ist ein großer (intakter) Rüde, der mit Hündinnen wunderbar zurecht kommt - naja, manchmal auch etwas aufdringlich ist, wenn sie allzu gut riechen - aber da habe ich keine Angst vor Kontakt.

Bei Rüden ist das anders. Kommt ihm ein "starker", selbstbewusster Rüde entgegen, unterwirft er sich sofort und/oder schleicht sich (macht er auch bei Hündinnen, die ihm den Weg zeigen). Wenn der andere HH bei einer Begegnung nur schon sagt: Meiner tut nix, der is ganz lieb, dann weiß ich, diese Begegnung geht schief!

Je lieber der andere Rüde ist, desto eher/schneller/zuverlässiger wird er gemobbt. :(

Ich lasse diese Kontakte dann in aller Regel gar nicht zu oder bin gewappnet um gleich einzugreifen, falls ich eine geringe Hoffnung auf positiven Kontakt sehe.

Nach einem "Überfall" eines Landseers vor 1,5 Jahren (es war wirklich ein Überfall - er kam von Weitem auf Jomi zugerannt und biss ihn ins Bein) ist er etwas zurückhaltender. Macht vielleicht auch das Alter... Er ist jetzt 4,5 Jahre alt.

Jomi ist seit der 9. Wo bei uns und gut sozialisiert. Sein etwas ängstliches Wesen hatte er allerdings schon am ersten Tag.

Egal ob dieses Verhalten hütehundtypisch ist oder nicht, ob es genetisch irgendwie fixiert ist oder nur eine dumme Angewohnheit - mein Verhalten in diesen Situationen ist nicht unwesentlich.

Mein Stresspegel steigt, wenn uns andere Hunde entgegen kommen, denn er pöpelt an der Leine erst mal jeden an. Die praktische Umsetzung der vielen Tipps hier im Forum oder von HT oder Freunden scheitern iaR daran, dass Jomi extrem früh anfängt zu fixieren und dann nicht mehr wirklich ansprechbar ist, oder dass ich nicht schnell genug reagiere.

ABER... ich habe beschlossen, ihm etwas mehr zu vertrauen und ihm einfach mehr Kontakte und Erfahrungen zu ermöglichen. Denn schlussendlich steht hinter dem Verhalten - so glaube ich - geringer Selbstwert von Jomi (insofern man dieses Gefühl einem Hund unterstellen kann) und je häufiger er positive Erfahrungen macht, desto gelassener kann er sein, oder?

Die letzten drei Begegnungen mit Rüden verliefen auf jedenfall sehr zufriedenstellend!! :D

Das scheint jetzt vielleicht etwas der Aussage von Lemmy zu widersprechen, obwohl ich ihr durchaus Recht geben kann. Man muss halt genau schauen, aus welchem Grund der Hund was tut, oder?

Bei kleinen Hunden bin ich allerdings auch sehr vorsichtig und lasse Kontakte viel seltener zu.

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Danke für die zahlreichen Antworten!

zur Auslastung von Jay: da kann ich sagen, dass er durchaus etwas zu tun bekommt,

wir gehen 2x in der Woche zum Agility, bringen ihm Tricks bei und lassen uns Suchspiele

einfallen (zusätzlich zu ausgedehnten Spaziergängen und Touren mit dem Rad)

Er ist auch wirklich kein hyperaktiver Nervbolzen, nein, er ist ein ruhiger und entspannter

Hund, sowohl im Haus als auch draussen.

Jogger, Radfahrer, Spaziergänger, Hasen, Rehe all das interessiert ihn nicht die Bohne!

Er ist bei fremden Menschen zurückhaltend aber immer freundlich, er zwickt niemanden

und versucht auch nie zu hüten, Schafe und Kühe sind ihm völlig egal.

Kleine Kinder sind ihm suspekt, was aber glaub ich am Geräuschpegel liegt.

Das einzige Problem sind wirklich die Hundebegegnungen.

Und eben genau, damit es sich nicht in die Richtung wie bei Lemmy entwickelt, möchte

ich gegensteuern.

Er muss nicht jeden mögen (wobei ich nichtmal glaube, dass es wirklich Abneigung ist,

die ihn antreibt), aber die, die ihm nicht liegen, sollte er ignorieren können.

Manchmal beginnt er mit einem Hund erst ein freudiges Spiel und ganz plötzlich schlägt

es um und er zwickt unvermittelt.

Ich verstehe das nicht und kann den Grund nicht erkennen.

die innere Einstellung: anfangs bin ich da immer sehr selbstsicher aufgetreten,

aber mittlerweile stellt sich bei mir natürlich auch eine gewisse Erwartungshaltung ein.

dann atme ich tief durch und mache mich "gross" - innerlich wie äusserlich, wenn Ihr

versteht was ich meine.

Was mir fehlt sind ein paar handfeste praktische Tips, wie ich sein Verhalten ändern

kann. Kann mir die jemand geben??

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die von Dir erfragten "handfesten, praktischen Tipps" hätt ich auch gern! ;)

habe hier einen ganz ähnlichen Kandidaten, der auch plötzlich mitten im Spiel

(manchmal aber auch sofort) bei unsicheren Hunden in den Hütemodus verfällt

und dann auch gern mal zwickt.

und auch bei uns fing das erst nach der "Auftau"-Phase unseres anfangs super

ängstlichen Hundes an (wir bekamen ihn im Februar aus schlechter Haltung).

Den Grund kenne ich nicht.

Wenn ich frage, wie ich das ändern kann oder was ICH vielleicht falsch mache,

bekomme ich meist nur zu hören "dann musst Du ihn eben an der Leine lassen"

(so gehört in Hundeschule und hier), das löst das Problem aber natürlich nicht. :Oo

Wir arbeiten allgemein an der Impulskontrolle und ein Spiel, dass ausartet

(und das ist zum Glück nicht jedes) wird SOFORT abgebrochen.

Ich lasse ihn nur noch mit anderen spielen, wenn die (vorher aufgeklärten) HH

dem zustimmen oder es ein Hund ist, mit bei dem er das erfahrungsgemäss nicht

macht.

vielleicht gibt es hier ja wirklich jemanden, der so ein Problem ebenfalls hatte,

es in den Griff bekommen hat und uns verraten kann, wie?

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Ich kenne das auch.

Yuri verhält sich ähnlich teilweise.

Es hat zur folge das er langsam neben mir her zu anderen Hunden darf und erst wiedr laufen darf wenn ich es erlaube.

Jegliches Mobben seinerseits unterbreche ich sofort verbal, worauf er gut reagiert.

Bei ihm hat das auc herst angefangen nachdem er gut 4 Monate bei uns war.

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Was für ein hütehund wurde denn eingekräutzt??

Vielleicht ist er auch nicht ausreiched beschäftigt...?

wenn hütehunde nicht genügfent beschäftigug bekommen (Ich meine nicht bewegung sonder geistliche herrausforderrungen) dann suchen sie sich häufig ersatzhandlungen, wie z.B. fahrräder jagen/hüten.

Wenn er allerdings körperlich sowie gestig gefordert wird , wäre das erste was mir einfällt ein sprüh halsban. darauf reagieren die hunde meist sehr gut und damit kannst du vorallem wenn er von der leine ist noch einfluss auf sein verhalten haben.

Lg

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