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Rüden kastrieren lassen

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Hallo ihr lieben

ich würde meinen Rüden gerne Kastrieren lassen und wüsste gerne wie sowas abläuft. Er ist 3 Jahre alt.Warum ich das möchte hat viele gründe. Wir haben viele Hündinnen hier im dorf wenn eine davon läufig ist jault er die ganze nacht rum isst nix und ist total durchgeknallt. Er versteht sich nicht gut mit anderen Rüden. Und dann kommt noch hinzu das heute eine bekannte bei meiner mama war mit ihren zwei rüden und die habe ich natürlich gestreichelt mein hund hat es gerochen und war total aufgeregt hat gejault und zu guter letz hat er sein kissen bestiegen und alles vollgespritzt. ich war oben mit meinen kindern und hab es zu spät mitbekommen. Als ich runter kam zuckte er total und sein kissen hatte überall weiße flecken und was er da zwischen seinen beinen hängen hatte schockte mich noch mehr.:o Naja aufjedenfall würde ich mich über ein paar erfahrungen der kastration von euch sehr freuen.

Danke schonmal im vorraus :winken:

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Hallo,

oh je, ein Thema an dem sich die Geister scheiden...

Meine Erfahrung sind ausschließlich positiv. Ich hatte schon mehrere kastrierte Hunde - Rüden, als auch Hündinnen und kenne hier auch viele Leute die ihre Hunde haben kastrieren lassen. Weder ich, noch andere können von negativen Erfahrungen berichten. Weder wurden meine Hunde fett, noch haben sie Wesensveränderungen gezeigt - sieht man vom gewollten Desinteresse am anderen Geschlecht ab.

Allerdings muss klar sein, dass eine Kastration nicht jedes Verhaltensproblem beheben kann. Aggression, Unsicherheit oder Dominanz werden auch danach bestehen bleiben, wenn nicht erziehungstechnisch eingegriffen wird - damit kann auch Aufreiten u.U. weiter vorkommen - da das auch bei Dominanzverhalten vorkommen kann.

Wenn du in einer Gegend mit vielen Hündinnen wohnst und dein Rüde fast kontinuierlich neben sich steht würde ich auf jeden Fall kastrieren lassen. Ein Hund ist ein Tier und wird den Verlust nicht bemerken. Angeblich reagieren andere Hunde auf den Kastraten anders - habe ich nie beobachtet.

Die Risiken bei einem Rüden halten sich sehr begrenzt. Morgens hinbringen, idR nach ein paar Stunden, wenn er ausgeschlafen hat, abholen. Ein bisschen aufpassen, dass er sich die kleinen Nähte nicht aufbeisst und nach ein paar Tagen ist alles vergessen.

Erfolg. dolby

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Danke Dolby. Ja ich werde ihn aufjedenfall kastrieren lassen. Das ist nicht mehr normal wie er drauf ist wenn eine Hündinn läufig ist. Er leidet ja auch darunter. Ich weiß das viele gegen eine Kastration sind aber ich werde es dennoch machen.

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Mein erster hat auch die Nächte durchgeheult und mit 4 habe ich ihn kastrieren lassen, das war das beste, was ich für den Hund tun konnte.

Er hat weder zugenommen noch sich sonstwie verändert, kam vorher und nachher mit rüden klar (einzelne Keilereien gab es vor und nach der Kastration, aber wenige für sein sehr langes Leben im Rudel).

Aber er hat nicht mehr gejault und gelitten bei jeder Dame im Dorf, die gerade läufig wurde.

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Meinst du, wie die medizinische Seite abläuft? Oder was möchtest du wissen?

Mein eigener Hund war (gerade) kastriert, als ich ihn bekam, mit 6 Jahren. Also schon ein ganzer Kerl - da hat sich von seinem Verhalten vermutlich (ich kenn ihn ja nur so) nicht soooo viel verändert.

Der Rüde meiner Eltern wurde dieses Jahr mit 3 Jahren kastriert, das ging recht einfach: Termin gemacht, Hund narkotisiert, OP, Hund wieder abholen.

Higgins war nicht so glücklich erst, erstens hat die Narbe vermutlich gejuckt und eventuell hatte er auch noch Schmerzen. Jedenfalls hatte er sich in der zweiten nacht die Innenschenkel wund geleckt - arme Socke. Da musst du also wirklich aufpassen.

Nach ein paar Tagen aber war alles ok, und es geht ihm gut :) Er ist weitaus entspannter in der Wohnung, draußen aber immer noch aktiv und fröhlich. Dick ist er nicht geworden, und sein Fell war schon immer ein Gräuel, deswegen seh ich da nun keinen Unterschied ;)

Rüden findet er immer noch doof (außer die eigenen), da hat sich wohl auch schon viel "eingebrannt" an Verhaltensweisen.

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Der kastrierte Hund meiner besten Freundin ist gegenüber Rüden genauso agressive wie vorher, nur hat er das sexuelle Interesse gegen ein wirklich extremes Interesse and Futter eingetauscht.

Ich habe meine Hündin gerade kastrieren lassen, allerdings würde ich persönlich bei einem Rüden erstmal mit einem Chip probieren, ob es wirklich was ändert.

Ein anderer Hund, den ich flüchtig kennen hat sich mit dem Trichter nachts furchtbar wundgescheuert und konnte kaum laufen. Man kann aber 'soft-cones' kaufen (zB bei Amazon) Die sind schwerer und nicht durchsichtig (und teuer) aber für nachts fand ich es besser.

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Danke für eure Antworten. Ich werd dann mal bei meinem Tierarzt anrufen. Wir werden sehen wie er sich dann macht. =)

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(bearbeitet)

Less wurde mit 10 Jahren kastriert. Er hat sich völlig verändert und ist seitdem inkontinent. Vor der Kastration war er ein aktiver, sportlicher Hund. Seitdem ist er unsicher im Umgang mit anderen Hunden und wird oft von ihnen bedrängt, wenn ich es nicht verhindern würde. Außerdem wurde ihm bei der Op der Rücken verrenkt. Dank eines unfähigen Ta's, blieb das über ein Jahr unentdeckt. Seit der Kastration frisst er alles, was ihm unter den Rüssel kommt. Sein Bindegewebe ist schlaff geworden und Muskeln wurden in Fett umgewandelt.

LG Diabhal

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Puh, das ist ja mal ne absolut schlechte Erfahrung - ich kenne einen 10 - jährigen Harzer Fuchs, jetzt seit Kurzem kastriert - ohne diese ganze Symptomatik, er ist absolut unverändert, als wäre er weiterhin nicht kastriert :)

Nix im Fell , nüscht - es kann also auch anders laufen! :)

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Ich habe Buddy Anfang diesen Jahres kastrieren lassen, weil er draussen nur noch am Stressen war.

Er war nur auf der Suche nach einer Hündin, kaum ansprechbar.

Das hat sich alles gelegt. Er riecht wohl leider gut für intakete Rüden, aber er stellt klar, das er nicht bedrängt werden will.

Fell hat bis jetzt kaum gelitten. Gerade bei den Cockern kann es da zu extremen Welpenplüsch kommen.

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