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Hundeforum Der Hund
Bärenkind

Ein kleiner Schritt für uns - ein Notfall für die Nachbarn

Empfohlene Beiträge

Bärenkind und ich waren gestern mit unserem Lieblingsbällchen mal wieder im Gebiet hier unterwegs. Es goss wie aus Kübeln wie eigentlich den ganzen Tag. Also "Vogelscheuchenlook", sprich Vollgummierung und raus, um trotzdem Spaß zu haben.

Den hatten wir im Prinzip auch, denn mit angepassten Regeln können wir trotz der Spondylose wieder vieles machen. AAAAAABER den ganzen Weg über nervte mich eins: Bär bringt mir zwar den Ball wieder her, aber er dreht mir immer ganz kurz bevor ich zugreifen könnte, den Kopf weg und entzieht mir dadurch die Möglichkeit, den Ball bzw. die Schnur zu packen. Bis zur Diagnose hatten wir ja immer viel gezerrt als Belohnung.

Ich verstehe auch, warum er das tut, denn beim Zerren hatte er spondylosebedingt mehrfahch starke Schmerzen. Also signalisiert er mir dadurch "ich komme zwar, aber ich kann nicht mit Dir zerren". Okay, verstanden. Aber nicht akzeptiert, denn ich wollte ihm gerne klar machen, dass er keine Angst mehr zu haben braucht, weil ich ihm so nicht mehr weh tun werde.

Also entschied ich auf dem Rückweg, mitten auf einem frisch gepflasterten Platz in einer für den Autoverkehr derzeit gesperrten Zone, das Problem JETZT SOFORT lösen zu wollen und stellte mich hin und rief ihn. Er kam ran, drehte ab. Ich das Komm wiederholt. Nichts. Stattdessen entfernte er sich von mir und beschwichtigte, was das Zeug hielt. Nach einigen Versuchen bin ich in die Hocke gegangen. Weiter gerufen. Er versuchte, sich durch "da hinten ist was wichtiges zum Schnuppern, ich geh dann mal" aus der Affäre zu ziehen, das habe ich mit Nein verboten. Dann stand er wieder da und beschwichtigte.

Inzwischen taten mir die Beine weh vom in der Hocke sein, Ungeduld ist aber der Feind einer solchen Situation. So setzte ich mich halt auf den Boden, warum auch nicht? Und wartete und rief immer wieder leise: Sherlock komm. Inzwischen hat er angefangen, verschiedenstes anzubieten, wann immer er mir den Kopf dabei zudrehte, hab ich DAS sofort mit Stimme bestätigt. Was anderes hatte ich ja nicht, da zu weit weg. Bot er was an, was ich nicht wollte, hab ich ignoriert. Nein kam nur, wenn er weg wollte. Und dann ging in der Nachbarschaft das Fenster auf und unsere freundliche Bäckerei-Fachverkäuferin rief ganz besorgt zu mir herüber, ob sie einen Notarzt rufen sollte, ob ich denn Hilfe bräuchte. :) Konnte sie beruhigen, aber verstanden hat sie wohl kaum, warum diese Bekloppte da im strömenden Regen mitten auf der Straße rumsitzt.

Zwischenzeitig kam der Bär fast komplett ran. Über Versuch und Irrtum, schwarz und weiß, konnte ich ihm offensichtlich relativ schnell deutlich machen, was ich möchte. Als er dann bei mir war und mir vorsichtig Zentimeter für Zentimeter mit dem Ball entgegen kam, erhielt er dann, in dem ich mich noch ein Stück auf den Rücken legte, direkt auf meinem Oberkörper den Jackpot in Form von Rüssel direkt in Leckerlie-Tüte stecken dürfen. Den Ball hab ich dann aus der sitzenden Position in alle Möglichen Winkel geworfen, dann nur noch einmal jeweils mit Komm gerufen, er kam SOFORT und auch bis ganz zu mir heran, den Ball IMMER nur an der Schnur berührt, dabei bestätigt und gefreut, ihn mir geben lassen, um ihn gleich wieder zu kullern oder direkt ins Maul zurück zu geben.

Das war ein tolles Erlebnis mit meinem Hund, wieder ein Stück verloren geglaubtes Vertrauen zurück erobert zu haben und das an einem ekeligen Regentag. Da geht schlagartig die Sonne auf und das Herz auch.

LG Anja

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Oh Anja... das ist echt toll zu lesen!!! =) =) =)

Klasse gemacht :respekt: und schön von diesem Erfolg zu lesen. Da strahl ich gleich mal ne Runde mit dir. :)

Das Kopfwegdrehen kenne ich von Shelly auch, in genau der gleichen Situation mit Zerrball. Allerdings ist es bei ihr nicht schmerzbedingt... sie will ja zerren. :Oo

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Hallo Anja!

Na das ist ja schööön, freue mich sehr für Dich :D

Und was muss der Bär sich gefreut haben :holy:

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Das war ein tolles Erlebnis mit meinem Hund, wieder ein Stück verloren geglaubtes Vertrauen zurück erobert zu haben und das an einem ekeligen Regentag. Da geht schlagartig die Sonne auf und das Herz auch.

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moin anja,

klasse =)

ist es nicht super, wenn man seinen hund "lesen" kann??

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

tach sagen johnboy & charlotta

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Supi Anja!

Freut mich, dass ihr diesen Erfolg hattet und das du nicht vom Regen und der Bäckersfrau ;) hast abhalten lassen!

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=)=)=) Klasse Anja,

soetwas liest man doch gern - egal wie das Wetter - machen, was wichtig ist.

Ich wünsche Dir und deinem Bären, dass ihr nun weiter Ballspiele machen könnt.

Ich finde aber auch Klasse, das die Bäckersfrau sich Gedanken gemacht hat, ob dir was passiert ist und du Hilfe brauchst - ist heute ja leider auch nicht mehr selbstverständlich.

Was sie gedacht hat, wie so du bei so einem Schietwetter dich auf die Erde setzt - egal -

"ist der Ruf erst ruiniert..."

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Hallo Anja,

ist ja super, das Sherlock wieder zu dir Vertrauen gefunden hat.

Ich sage ja immer, man soll nie aufgeben.

Liebe Grüße

Karin & Kela

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Hallo Anja,

das freut mich sehr für Dich dass der Bär Dir in dieser Sache wieder Vertrauen schenkt.

Ich weiß aus eigener Erfahrung wie super gut man sich fühlt wenn man das Vertrauen des Hundes wieder zurückgewinnt... :)

Viele Grüße

Carmen

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Ist immer wieder schön zu lesen :klatsch:

Wie einem so kleinigkeiten den Tag versüssen können :)

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